Buchweizenbrot glutenfrei mit Flohsamenschalen
Glutenfreies Buchweizen-Kastenbrot mit Flohsamengel, Saatenkruste und schnittfester Krume.
Flohsamenschalen binden das Wasser, bevor Buchweizenmehl, Hefe, Essig und Öl zu einem schweren Rührteig kommen. Sichtbare Gehzeichen, zwei Backtemperaturen und vollständiges Auskühlen stabilisieren die saftige Krume.

Zutaten
Brotteig
Oberfläche
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Form und Flohsamengel vorbereiten
- 1
Saubere Kastenform mit Backpapier auslegen
Eine saubere Kastenform mit etwa 25 × 11 × 8 cm Innenmaß so mit Backpapier auslegen, dass das Papier an den Längsseiten übersteht. Für eine Zubereitung bei Zöliakie Arbeitsfläche, Form und Geräte zuvor gründlich von Krümeln und Mehlstaub reinigen.
- 2
Flohsamengel ohne Klümpchen anrühren
Zutaten für diesen Schritt
Das lauwarme Wasser aus diesem Schritt mit dem Schneebesen bewegen und das Flohsamenschalenpulver unter kräftigem Rühren gleichmäßig einrieseln lassen. Die Mischung 10 Minuten quellen lassen und danach nochmals glatt rühren. Das Gel ist bereit, wenn es zäh-elastisch vom Schneebesen zieht, deutliche Spuren hält und keine trockenen Pulvernester zeigt.
Abschnitt
Buchweizenteig mischen und gehen lassen
- 3
Mehl, Hefe und Salz gleichmäßig verteilen
Zutaten für diesen Schritt
Buchweizenmehl, Trockenhefe und Salz aus diesem Schritt in einer großen Rührschüssel mit dem Schneebesen gründlich mischen. Dabei auch den Schüsselboden abfahren, damit später weder Hefenester noch salzige Stellen im Brot entstehen.
- 4
Schweren Rührteig vollständig homogenisieren
Zutaten für diesen Schritt
Flohsamengel, Apfelessig und Olivenöl zur trockenen Mischung geben. Alles 3 bis 4 Minuten mit einem stabilen Löffel oder den Knethaken auf niedriger Stufe verrühren und die Schüssel dabei zweimal bis zum Boden ausschaben. Der fertige Teig ist schwer, klebrig und gleichmäßig feucht; er hält Rührspuren kurz und fließt anschließend langsam zusammen. Wegen des ungebackenen Mehls nichts von der Masse kosten.
- 5
Oberfläche glätten, ölen und bestreuen
Zutaten für diesen Schritt
Den Teig mit einem Teigschaber restlos in die vorbereitete Form umfüllen. Durch mehrmaliges Andrücken Hohlräume an Boden und Seitenrändern schließen. Einen angefeuchteten Teigschaber über die Oberfläche ziehen, dann das Olivenöl aus diesem Schritt dünn aufpinseln und die Sonnenblumenkerne gleichmäßig aufstreuen. Die Kerne nur sanft andrücken, damit die Oberfläche luftig bleibt.
- 6
Gare nach Volumen und Oberfläche beenden
Die Form locker abdecken. Je nach Raumtemperatur braucht die Gare 45 bis 75 Minuten; dabei zugluftgeschützt stehen lassen. Der Teig ist backbereit, wenn sein Volumen sichtbar um etwa ein Drittel zugenommen hat, die Oberfläche leicht gewölbt ist und erste feine Spannungsrisse zeigt. Nicht auf eine Verdopplung warten, weil die gebundene Struktur sonst instabil werden kann. Gegen Ende den Backofen vollständig auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Abschnitt
Backen und vollständig auskühlen
- 7
Ohne Dampfschale vollständig durchbacken
Den Rost in die Ofenmitte schieben und die Kastenform daraufsetzen. Das Brot zunächst 15 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen. Die Temperatur ohne Öffnen der Ofentür auf 200 °C senken und weitere 40 bis 50 Minuten backen. Fertig ist das Brot, wenn die Kruste fest und kräftig gebräunt ist, sich die Längsseiten leicht von der Form lösen und ein Holzstäbchen ohne nassen Teig austritt. Bei früher Bräunung die Oberfläche lose mit Backpapier abdecken. Danach 10 Minuten in der Form setzen lassen.
- 8
Krume mindestens drei Stunden stabilisieren
Das Brot an den Papierüberständen aus der Form heben, das Backpapier abziehen und den Laib auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst nach mindestens 3 Stunden anschneiden; vorher ist die feuchte, noch warme Krume nicht stabil und kann beim Schneiden zusammengedrückt wirken. Für die angegebene Portionierung in gleichmäßige Scheiben schneiden.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
168.3 kcal
pro Portion
1682.8 kcal
gesamt aktuell (10 Portionen)
Kohlenhydrate
28.7 g
pro Portion
286.7 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Protein
5.89 g
pro Portion
58.9 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Fett
4.09 g
pro Portion
40.9 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Ballaststoffe
5.93 g
pro Portion
59.3 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Zucker
0.925 g
pro Portion
9.25 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Salz
0.811 g
pro Portion
8.11 g
gesamt aktuell (10 Portionen)
Mehr zum Rezept
Varianten: Einen Teil der Mehlmenge durch helles Teff- oder Hirsemehl ersetzen; die Wassermenge dabei vorsichtig anpassen. Für zusätzliche Röstaromen Kerne vor dem Backen kurz trocken anrösten.
FAQ
Häufige Fragen
Die Teigmenge ist auf eine Form mit etwa 25 × 11 × 8 cm Innenmaß abgestimmt. In einer längeren Form bleibt der Laib niedriger. Eine kürzere Form baut mehr Höhe auf; dadurch kann die Krume langsamer durchbacken.
Buchweizen ist von Natur aus glutenfrei, hat laut Deutscher Zöliakie-Gesellschaft aber ein besonders hohes Kontaminationsrisiko. Verwende deshalb ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnetes Buchweizenmehl und prüfe auch die übrigen Verpackungen. Arbeitsfläche, Form, Schüsseln und Rührgeräte müssen frei von glutenhaltigen Krümeln und Mehlstaub sein; Backpapier schafft eine zusätzliche Trennung zur Form.
Das Pulver bindet einen großen Teil des Wassers zu einem elastischen Gel und ersetzt damit einen Teil der Struktur, die sonst Gluten liefert. Ganze Flohsamenschalen, Chia- oder Leinsamen nehmen Wasser anders auf und sind in dieser Rezeptur kein verlässlicher direkter Austausch.
Das Gel soll zäh-elastisch sein, am Schneebesen ziehen und deutliche Spuren halten. Nach dem Vermischen entsteht kein knetbarer Teig, sondern eine schwere, klebrige Masse, die Rührspuren kurz hält und langsam zusammenfließt. Bleiben trockene Stellen sichtbar, muss weiter bis zum Schüsselboden gerührt werden.
Der Teig soll sichtbar, aber nicht auf das Doppelte aufgegangen sein. Eine leicht gewölbte Oberfläche, ein Volumenzuwachs um ungefähr ein Drittel und erste feine Spannungsrisse sind die entscheidenden Zeichen. Beginnt die Oberfläche einzusinken, war die Gare bereits zu lang.
Nein. Die hohe Wassermenge im gebundenen Teig liefert beim Backen ausreichend Feuchtigkeit. Eine offene Schale mit heißem Wasser ist für diese Kastenbrot-Rezeptur nicht nötig und erschwert durch das Herausnehmen nur eine sichere, gleichmäßige Backführung.
Häufig wurde das Flohsamengel nicht vollständig ausgebildet, der Teig nicht homogen verrührt, die Gare überzogen, das Brot zu kurz gebacken oder noch warm angeschnitten. Halte dich an die sichtbaren Konsistenz- und Garzeichen und lasse den Laib vollständig auskühlen, bevor die Krume belastet wird.
Den vollständig ausgekühlten Laib in einem Brotkasten oder gut eingeschlagen bei Raumtemperatur aufbewahren und innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchen. Für längere Lagerung das Brot in Scheiben einfrieren, luftdicht verpacken und einzelne Scheiben nach Bedarf auftauen oder direkt toasten. Bei Zöliakie dafür einen krümelfreien separaten Toaster oder einen geeigneten Toastbeutel verwenden.