Ochsenbäckchen in Rotweinsauce
Ochsenbäckchen schmoren im Ofen, bis das Fleisch auf leichten Druck nachgibt. Aus dem Schmorsud entsteht eine passierte Rotweinsauce.
Kräftiges Anbraten und langsames Schmoren machen aus Rinderbäckchen ein Sonntagsessen, das sich gut vorbereiten lässt. Entscheidend ist die Zartheitsprobe am Fleisch. Die Sauce wird separat entfettet, passiert und erst zum Schluss abgeschmeckt.

- Vorbereiten
- 30 min
- Ruhen
- 0 min
- Kochen
- 4 h
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Pro Person: Ochsenbäckchen mit anteiliger Rotweinsauce, ohne Beilage. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Vorbereiten
- 1
Gemüse und Garnitur vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Zwiebeln und Karotten schälen, Sellerie waschen. Das Gemüse in etwa zwei Zentimeter große Stücke schneiden, den Knoblauch grob zerteilen. Petersilie waschen und trocken schütteln. Für die optionale Garnitur die Zitrone heiß abwaschen, trocknen und mit der Petersilie beiseitelegen. Den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- 2
Bäckchen trocken tupfen und würzen
Zutaten für diesen Schritt
Die bereits parierten Bäckchen auf verbliebene harte äußere Sehnen prüfen und diese bei Bedarf entfernen. Das fein verteilte Bindegewebe im Inneren bleibt erhalten; es macht das Fleisch beim langen Schmoren weich. Nicht waschen, sondern mit Küchenpapier trocken tupfen. Mit dem Salz und dem Pfeffer aus diesem Schritt rundum würzen. Brett und Werkzeug nach Kontakt mit rohem Fleisch reinigen und für die Garnitur saubere Utensilien verwenden.
Anbraten und schmoren
- 3
Fleisch portionsweise anbraten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Trocken getupfte, gewürzte Bäckchen
Den ofenfesten Bräter auf mittelhoher Stufe erhitzen und das Öl hineingeben. Die Bäckchen mit Abstand in mehreren Portionen von beiden Seiten kräftig anbraten. Erst wenden, wenn sie sich vom Boden lösen und eine dunkelbraune Kruste haben; insgesamt etwa 8–10 Minuten je Portion einplanen. Das Fleisch herausnehmen. Braunen Bratensatz im Topf lassen, schwarze verbrannte Stellen entfernen.
- 4
Gemüse und Tomatenmark rösten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Vorbereitetes Schmorgemüse
- Angebratene Bäckchen und Bratensatz
Das vorbereitete Schmorgemüse bei mittlerer Hitze im Bräter etwa 8–10 Minuten rösten und regelmäßig wenden. Sobald die Kanten gebräunt sind, das Tomatenmark einrühren und etwa 2 Minuten mitrösten. Es soll ziegelrot werden und am Boden einen braunen Film bilden. Die Hitze reduzieren, bevor Gemüse oder Tomatenmark schwarz werden.
- 5
Mit Rotwein ablöschen und Fond angießen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Gerösteter Saucenansatz und angebratene Bäckchen
Den Wein nach und nach angießen und den Bratensatz mit einem Holzlöffel lösen. Jede Zugabe offen kräftig einkochen lassen, bis der Ansatz wieder dickflüssig wird. Fond und Kräuter zufügen, die Bäckchen samt ausgetretenem Saft zurücklegen und einmal aufkochen. Das Fleisch sollte etwa zur Hälfte bis zu zwei Dritteln in der Flüssigkeit liegen. Falls nötig, etwas heißes Wasser ergänzen; der Bräter soll gut gefüllt sein, das Fleisch aber nicht in einem großen Topf verloren liegen.
- 6
Zugedeckt im Ofen weich schmoren
Schon vorbereitet
- Bäckchen im Rotwein-Schmoransatz
Den Deckel schließen und den Bräter auf die mittlere Ofenschiene stellen. Etwa 2½–3½ Stunden schmoren; nach der Hälfte der Zeit wenden und den Flüssigkeitsstand prüfen. Bei Bedarf heißes Wasser nachgießen, damit der Ansatz nicht trockenläuft. Ab 2½ Stunden jedes Stück mit einem dünnen Spieß prüfen: Er soll im dicksten Teil fast ohne Widerstand hineingleiten. Feste Bäckchen zugedeckt jeweils 20 Minuten weitergaren; große Stücke können länger brauchen.
Sauce und Anrichten
- 7
Fleisch warm halten und Sud entfetten
Schon vorbereitet
- Weich geschmorte Bäckchen im Sud
Die weichen Bäckchen vorsichtig herausheben, mit etwas Schmorsud in eine ofenfeste Form geben und abdecken. Im auf etwa 80 °C zurückgestellten Ofen warm halten, während die Sauce fertig wird. Lorbeer und Kräuterstiele aus dem Bräter nehmen. Den Sud kurz stehen lassen und sichtbares Fett an der Oberfläche mit einer flachen Kelle abschöpfen.
- 8
Rotweinsauce passieren und binden
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Entfetteter Schmorsud und warme Bäckchen
Den Sud durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Das Gemüse abtropfen lassen, ohne es durchzudrücken. Die Sauce offen etwa 10–15 Minuten einkochen; sie soll kräftig schmecken, darf aber nicht zu salzig werden. Stärke mit kaltem Wasser glatt rühren, unter Rühren in die köchelnde Sauce geben und etwa eine Minute aufkochen. Den Pfeffer zufügen und erst jetzt probieren; durch den Fond ist oft kein weiteres Salz nötig. Die Bäckchen in der Sauce bei sanfter Hitze erwärmen.
- 9
Mit Petersilie servieren
Schon vorbereitet
- Petersilie und optionale Zitrone
- Ochsenbäckchen in passierter Rotweinsauce
Petersilie fein hacken. Die Bäckchen mit der Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Petersilie bestreuen. Nach Wunsch etwas von der gelben Zitronenschale fein darüberreiben; die weiße Schicht schmeckt bitter. Dazu passen Kartoffelpüree, Selleriepüree oder Knödel. Die Beilage separat zubereiten und so planen, dass sie mit der Sauce fertig ist.
Geschätzte Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten geschätzt. Je nach Produkt, Zubereitung und Portionsgröße können sie abweichen.
Berechnungsgrundlage pro Person: Ochsenbäckchen mit anteiliger Rotweinsauce, ohne Beilage. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
750 kcal
pro Person
2990 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
21 g
pro Person
83 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
64 g
pro Person
258 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
29 g
pro Person
116 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
4,1 g
pro Person
16 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
9 g
pro Person
36 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
4,4 g
pro Person
18 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Anmerkung
Ein Bräter mit gut schließendem Deckel verhindert, dass die Flüssigkeit zu schnell verdampft. Bei einer größeren Personenzahl die Bäckchen auf passende Bräter verteilen; die Garzeit verlängert sich nicht proportional zur Fleischmenge. Die Nährwerte sind aus den eingesetzten Zutaten berechnete Schätzungen, ohne Beilagen und ohne die optionale Zitrone. Abgeseihtes Schmorgemüse, abgeschöpftes Fett und verdampfter Alkohol sind nicht einzeln vermessen; die tatsächlich verzehrten Werte können daher niedriger liegen. Der Salzgehalt hängt besonders vom Fond ab. Enthält Sellerie. Rotwein kann Sulfite enthalten. Für eine glutenfreie Zubereitung entsprechend deklarierten Fond und Maisstärke verwenden und die übrigen Produktetiketten prüfen.
Häufige Fragen
Ochsenbäckchen stammen aus der stark beanspruchten Wangenmuskulatur des Rindes. Im Handel werden auch Rinderbäckchen angeboten; beide eignen sich für dieses Schmorgericht. Ihr Bindegewebe braucht Zeit und feuchte Hitze, um weich zu werden. Am besten beim Metzger bereits pariert bestellen. Nur harte äußere Sehnen und Silberhaut entfernen, das feine Bindegewebe im Inneren bleibt erhalten.
Kartoffelpüree, Selleriepüree, Kartoffelknödel oder Spätzle nehmen die Rotweinsauce gut auf. Als Gemüse passen Rotkohl, glasierte Karotten oder grüne Bohnen. Das Schmorgemüse dient hier als Saucenbasis und wird abgeseiht; eine Gemüsebeilage deshalb separat zubereiten. Für ein ausgewogenes Menü eine sättigende Beilage und ein Gemüse wählen.
Ein trockener, fruchtbetonter Rotwein, der auch pur ausgewogen schmeckt, passt gut, etwa ein Merlot oder Spätburgunder. Sehr süße, stark holzige oder ausgeprägt herbe Weine können die eingekochte Sauce dominieren. Eine teure Flasche ist nicht nötig; entscheidend ist, dass der Wein sauber und angenehm schmeckt.
Beim Schmoren verdampft Alkohol nicht zuverlässig vollständig. Dieses Rotweinrezept ist deshalb nicht als alkoholfreies Gericht geeignet. Für eine Variante ohne Wein zusätzlichen Rinderfond verwenden und die Sauce zum Schluss mit etwas Zitronensaft abrunden. Die Flüssigkeit nach dem Stand im Bräter dosieren. Der Geschmack wird weniger weinbetont; die angegebenen Nährwerte beziehen sich auf die Rotweinversion.
Bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden einplanen, bei großen Stücken auch länger. Die Zeit ist ein Richtwert: Ein dünner Spieß muss fast ohne Widerstand in die dickste Stelle gleiten. Ist das Fleisch noch fest, fehlt meist weitere Schmorzeit. Mit geschlossenem Deckel und ausreichend Flüssigkeit weitergaren, statt die Hitze stark zu erhöhen.
Ja, im schweren Topf mit gut schließendem Deckel auf niedriger Stufe. Die Flüssigkeit soll nur leicht köcheln. Regelmäßig kontrollieren, dass nichts am Boden ansetzt, und die Bäckchen zwischendurch wenden. Auch hier entscheidet die Spießprobe über das Garende; Herd und Topf können die benötigte Zeit verändern.
Eine dünne, noch mild schmeckende Sauce zuerst offen einkochen und dann mit der angerührten Stärke binden. Ist sie bereits kräftig oder salzig, nicht weiter reduzieren, sondern direkt binden. Eine zu dicke oder zu salzige Sauce mit heißem Wasser oder ungesalzenem Fond verdünnen und erneut probieren. Stärke immer kalt anrühren, damit keine Klümpchen entstehen.
Ja, sie lassen sich gut vorbereiten. Fleisch und Sauce nach dem Garen zügig in flachen Behältern abkühlen und abgedeckt im Kühlschrank lagern, bei höchstens 7 °C, besser 5 °C. Innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen in der Sauce langsam erhitzen, bis auch das Fleisch im Inneren mindestens 70 °C für zwei Minuten erreicht. Die frische Garnitur erst danach zufügen.
Ja. Fleisch und Sauce nach dem Garen zügig abkühlen und portionsweise in geeignete Gefrierbehälter füllen. Im Kühlschrank auftauen und in der Sauce vollständig durcherhitzen, auch im Fleischinneren mindestens 70 °C für zwei Minuten. Frische Petersilie und optionalen Zitronenabrieb erst beim Servieren ergänzen.
Die Zutatenliste rechnet mit bereits parierten Bäckchen und einer sättigenden Beilage. Wähle dort die gewünschte Personenzahl; die Fleischmenge und die Mengen in den Schritten passen sich an. Bei unparierter Ware zusätzlich Verschnitt einplanen oder den Metzger nach dem Gewicht nach dem Parieren fragen. Für größere Mengen einen passenden Bräter oder mehrere Bräter verwenden; die Schmorzeit richtet sich weiter nach der Dicke der einzelnen Stücke.