Gebratener Loup de Mer auf Ratatouille
Goldbraun gebratener Wolfsbarsch trifft auf stückiges Ratatouille aus Aubergine, Zucchini, Paprika und reifen Tomaten.
Das Gemüse wird portionsweise geröstet und offen sämig geschmort. Sehr trocken getupfte Wolfsbarschfilets garen überwiegend auf der Hautseite sicher bis 63 Grad Celsius.

- Vorbereiten
- 30 min
- Ruhen
- 0 min
- Kochen
- 40 min
Zutaten
Ratatouille
Fisch und Finish
Braten und Würzen
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Ratatouille vorbereiten
- 1
Gemüse und Kräuter vollständig vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten und Kräuter unter kaltem Wasser reinigen und sorgfältig trocknen. Zucchini und Aubergine in etwa 1,5 Zentimeter große Würfel schneiden, die Paprika entkernen und ebenso groß schneiden. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Knoblauch fein hacken, Tomaten würfeln, Thymianblättchen abzupfen und Rosmarinnadeln sehr fein schneiden. Basilikum in schmale Streifen und Petersilie fein schneiden. Alles getrennt bereitstellen; so gelangen die empfindlichen Kräuter erst zum passenden Zeitpunkt ins Gericht.
Abschnitt
Ratatouille rösten und schmoren
- 2
Gemüse chargenweise kräftig anrösten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- gleichmäßig geschnittenes Ratatouille-Gemüse
Heize eine breite, schwere Pfanne kräftig vor. Gib so viel von dem in diesem Schritt angegebenen Öl hinein, dass ein dünner, geschlossener Film den Boden bedeckt. Brate zuerst die Aubergine in lockerer Lage 5–7 Minuten und wende sie nur gelegentlich. Gib sie auf einen Teller. Verteile das noch übrige Öl für den zweiten Röstgang in der Pfanne und röste Zucchini, Paprika und Zwiebel 5–7 Minuten. Das Gemüse soll deutliche goldbraune Stellen haben, außen leicht weich sein und innen noch Widerstand bieten. Ist der Pfannenboden vollständig bedeckt, röste eine zusätzliche Charge, damit Dampf die Bräunung nicht verhindert.
- 3
Tomaten, Knoblauch und Kräuter offen schmoren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- vorbereitete Tomaten, Knoblauch und robuste Kräuter
- goldbraun angeröstetes Ratatouille-Gemüse
Anschließend auf mittlere Hitze zurückschalten. Knoblauch und Tomatenmark in der freien Pfannenmitte etwa 1 Minute rühren, bis es aromatisch duftet, aber nicht dunkel wird. Tomaten, Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer einarbeiten, dann das angeröstete Gemüse zurückgeben. Alles offen 12 bis 15 Minuten leise schmoren und gelegentlich vom Pfannenboden lösen. Das Ratatouille ist richtig, wenn die Tomaten eine sämige Sauce bilden und Aubergine sowie Zucchini weich sind, ihre Konturen aber noch halten. Wirkt es wässrig, ohne Deckel einige Minuten weiter einkochen; setzt es trocken an, die Hitze senken.
- 4
Basilikum unterheben und Ratatouille warm halten
Schon vorbereitet
- geschnittenes Basilikum
- sämig geschmorte Ratatouille-Basis
Die Pfanne vom Herd ziehen und das Basilikum unterheben. Das Ratatouille 5 Minuten offen ruhen lassen, damit es leicht bindet, ohne weiter zu zerfallen. Abschmecken und anschließend bei sehr niedriger Hitze nur warm halten. Vor dem Anrichten erneut prüfen: Es soll löffelbar und saftig sein, auf dem Teller aber keine dünne Flüssigkeit absondern.
Abschnitt
Wolfsbarsch braten und anrichten
- 5
Wolfsbarsch hygienisch vorbereiten und würzen
Zutaten für diesen Schritt
Die Filets erst jetzt aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer eigenen sauberen Unterlage auspacken, mit Küchenpapier auf beiden Seiten sehr gründlich trocken tupfen und mit den Fingerspitzen nach Gräten suchen; verbliebene Gräten mit einer sauberen Pinzette ziehen. Bei Bedarf in vier möglichst gleich dicke Portionen teilen. Salz und Pfeffer auf der Fleischseite verteilen, die Hautseite trocken lassen. Hände, Unterlage, Messer und alle Kontaktflächen danach mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen, bevor gegarte Lebensmittel damit in Berührung kommen.
- 6
Auf der Hautseite knusprig und sicher garen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- trockene entgrätete und gewürzte Wolfsbarschfilets
Eine schwere Pfanne 2–3 Minuten auf mittelhoher Stufe vorheizen und das Öl verteilen. Die Filets mit der Hautseite vom Körper weg einlegen und mit einem breiten Wender etwa 20 Sekunden flach halten, bis sich die Haut nicht mehr wölbt. Auf mittlere Stufe senken und 4–6 Minuten überwiegend auf der Hautseite braten, ohne die Filets zu verschieben. Wenden und die Fleischseite je nach Dicke weitere 30–90 Sekunden garen. Seitlich in der dicksten Stelle mindestens 63 °C messen. Das Fleisch soll opak und leicht teilbar sein; Filets sofort mit der Hautseite nach oben ablegen.
- 7
Mit Zitrone und Petersilie sofort anrichten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- geschnittene Petersilie
- fertig abgeschmecktes stückiges Ratatouille
- Gebratene Wolfsbarschfilets mit knuspriger Haut
Die Zitronenschale unter handwarmem Wasser sorgfältig säubern und die Frucht trockenwischen. Mit einer feinen Reibe ausschließlich die gelbe Schale abnehmen. Die Zitrone danach halbieren und den Saft auspressen. Das warme Ratatouille auf vier vorgewärmte Teller verteilen und je ein Filet mit der knusprigen Hautseite nach oben daraufsetzen. Petersilie und Zitronenabrieb über das Gemüse geben. Den Zitronensaft erst am Tisch oder neben dem Fisch verteilen, damit die Haut trocken und kross bleibt. Ohne Wartezeit servieren.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
357.2 kcal
pro Person
1428.7 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
13.5 g
pro Person
53.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
33 g
pro Person
132.1 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
17.6 g
pro Person
70.3 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
5.97 g
pro Person
23.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
9.76 g
pro Person
39 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
1.87 g
pro Person
7.5 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Mehr zum Rezept
Ratatouille lässt sich vorab zubereiten und erneut behutsam erwärmen. Wer eine kräftigere Kräuternote bevorzugt, gibt kurz vor dem Servieren etwas zusätzliches Blattgrün dazu und hebt es nur kurz unter.
Häufige Fragen
Ja. Die Filets in einer abgedeckten Schale über Nacht im Kühlschrank auftauen und die Auftauflüssigkeit von anderen Lebensmitteln fernhalten. Vor dem Würzen sehr sorgfältig trocken tupfen. Ein Auftauen auf der Arbeitsfläche ist nicht sicher; bei schnellerem Auftauen im kalten Wasserbad müssen die dicht verpackten Filets anschließend sofort gegart werden.
Entscheidend sind eine vollständig trockene Haut, eine gut vorgeheizte Pfanne und ruhiges Braten auf der Hautseite. Das kurze Andrücken verhindert, dass sich das Filet wölbt. Nach dem Wenden nur noch fertig garen und den Fisch mit der Haut nach oben anrichten. Zitronensaft gehört daneben oder erst am Tisch auf den Fisch.
Ein Lebensmittelthermometer ist die verlässlichste Kontrolle: In der dicksten Stelle sollen mindestens 63 Grad Celsius erreicht sein. Zusätzlich wird das Fleisch opak und lässt sich leicht in Lamellen teilen. Farbe und Textur allein sind keine gleichwertige Sicherheitsmessung, besonders bei unterschiedlich dicken Filets.
Ja. Die Ratatouille-Basis kann am Vortag bis zum Ende des Schmorens vorbereitet, zügig abgekühlt und abgedeckt bei höchstens 4 Grad Celsius gelagert werden. Vor dem Servieren langsam erhitzen, bis sie durchgehend dampfend heiß ist, und erst dann das vorbereitete Basilikum unterheben. Der Wolfsbarsch wird immer erst unmittelbar vor dem Essen gebraten.
Für dieses Rezept ist Europäischer Wolfsbarsch mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Dicentrarchus labrax gemeint. Beim Einkauf ist die Bezeichnung Wolfsbarsch eindeutiger als der umgangssprachlich verwendete französische Ausdruck. Hautfilets mit ähnlicher Dicke garen gleichmäßiger und ergeben vier vergleichbare Portionen.
Doradenfilet mit Haut ist die ähnlichste Alternative. Auch ein festes Kabeljaufilet funktioniert, liefert aber keine vergleichbare knusprige Haut und kann eine andere Garzeit benötigen. Unabhängig von der Sorte bleibt die gemessene sichere Kerntemperatur maßgeblich; die Zeitangabe ist nur ein Richtwert für ähnlich dicke Filets.
Eine überfüllte Pfanne kühlt stark ab und sammelt austretenden Dampf. Dann kocht das Gemüse im eigenen Saft, statt zu bräunen, und wird schneller weich. Kleinere lockere Chargen entwickeln Röstaromen; Tomaten und Kräuter kommen erst danach dazu, damit am Ende eine sämige Sauce und erkennbare Gemüsestücke entstehen.
Ja, geschmacklich funktioniert das Gericht auch mit hautlosen Filets. Die knusprige Komponente entfällt dann. Eine saubere Pfanne bei mittlerer Hitze verwenden, den Fisch behutsam wenden und weiterhin die Kerntemperatur prüfen, weil hautlose Filets schneller austrocknen oder an der Oberfläche zerfallen können.
Fisch ist das kennzeichnungspflichtige Hauptallergen dieses Rezepts. Die übrigen eingesetzten Grundzutaten enthalten in ihrer unverarbeiteten Form keines der anderen im Rezept ausgewiesenen Hauptallergene. Bei abgefülltem Tomatenmark, Gewürzen und Öl bleiben jedoch Zutatenliste und Spurenhinweise der konkret gekauften Produkte maßgeblich.
Fisch und Ratatouille spätestens innerhalb von 2 Stunden getrennt in flachen, abgedeckten Behältern in den Kühlschrank stellen und bei höchstens 4 Grad Celsius lagern. Gekochter Fisch sollte innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbraucht werden. Beim Aufwärmen das Ratatouille vollständig erhitzen; die Fischhaut wird dabei meist nicht wieder so knusprig wie frisch gebraten.