Rosa Roastbeef aus dem Ofen

Roastbeef wird hygienisch vorbereitet, rundum kräftig angebraten und bei niedriger Ofenhitze mit Thermometer bis zum rosa Endpunkt geführt.

Eine trockene Oberfläche und kräftige Bräunung sorgen für eine aromatische Kruste. Der korrekt platzierte Fühler steuert den rosa Gargrad und berücksichtigt den Temperaturanstieg beim Ruhen.

Rosa aufgeschnittenes Roastbeef mit gebräunter Kruste, Kräutern und Knoblauch
Gesamtzeit
1 h 40 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 1 h 40 min auf dem Tisch
Vorbereiten
15 min
Ruhen
15 min
Kochen
1 h 10 min

Zutaten

Personen

Fleisch

Würzung

Braten und Aroma

So gelingt das Rezept

Du kochst für 6 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Vorbereiten

  2. 1

    Arbeitsplatz und Roastbeef hygienisch vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und einen Rost mit sauberem Auffangblech auf mittlerer Schiene bereitstellen. Das gekühlte Roastbeef nicht abwaschen, sondern auf einer ausschließlich für das rohe Stück vorgesehenen Unterlage auspacken und mit Küchenpapier rundum gründlich trocken tupfen; das Papier sofort entsorgen. Lose Sehnen entfernen und eine vorhandene feste Fettauflage gleichmäßig trimmen, ohne das Muskelfleisch einzuschneiden. Hände, Messer, Brett, Spüle und berührte Flächen anschließend gründlich reinigen. Das Fleisch nicht länger als für die Vorbereitung nötig ungekühlt stehen lassen.

  3. 2

    Roastbeef rundum würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Hygienisch vorbereitetes Roastbeef

    Das trockene Roastbeef auf einer sauberen Unterlage rundum gleichmäßig mit grobem Meersalz und gemahlenem schwarzem Pfeffer bestreuen. Die Würzung nur leicht andrücken und anschließend ohne Wartezeit mit dem Anbraten beginnen, damit die Oberfläche trocken bleibt.

  4. Abschnitt

    Rundum anbraten und aromatisieren

  5. 3

    Auf allen Seiten kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Gewürztes Roastbeef

    Eine große schwere Pfanne stark erhitzen, das Rapsöl hineingeben und durch Schwenken verteilen. Das Roastbeef mit einer Zange einlegen und auf den breiten Flächen sowie allen Schmalseiten insgesamt 6 bis 8 Minuten anbraten. Jede Fläche erst wenden, wenn sie sich gut vom Pfannenboden löst und gleichmäßig braun ist. Raucht das Öl stark oder werden die Gewürze schwarz, die Hitze sofort etwas reduzieren. Das angebratene Stück auf eine saubere, nicht zuvor für rohes Fleisch verwendete Unterlage legen.

  6. 4

    Knoblauch und Kräuter kurz aromatisieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Rundum angebratenes Roastbeef

    Die Pfannenhitze auf eine mittlere Stufe zurücknehmen. Die Knoblauchzehen leicht andrücken und mit Thymian und Rosmarin in die Pfanne geben. Das Roastbeef zurücklegen und 30 bis 60 Sekunden mit dem heißen Kräuteröl übergießen, bis Knoblauch und Kräuter deutlich duften, aber nicht dunkel werden. Das Fleisch wieder auf die saubere Unterlage legen. Einen ofenfesten, gereinigten Fühler seitlich bis in die Mitte der dicksten Stelle stecken; Fettauflage, Sehnen und Knorpel als Messstelle vermeiden. Ein nicht ofenfestes Einstichthermometer erst bei den späteren Kontrollen verwenden.

  7. Abschnitt

    Im Ofen garen, ruhen und aufschneiden

  8. 5

    Vor dem rosa Endwert aus dem Ofen nehmen

    Schon vorbereitet

    • Mit Kräuteröl aromatisiertes Roastbeef

    Das Roastbeef auf den Rost legen und das saubere Auffangblech darunter einschieben. Bei 100 °C Ober-/Unterhitze garen und die Temperatur in der Mitte der dicksten Stelle verfolgen. Nach etwa 35 Minuten erstmals kontrollieren; Form, Dicke, Starttemperatur und Ofenabweichung sind wichtiger als eine feste Garzeit. Das Fleisch bei 52 bis 54 °C aus dem Ofen nehmen, damit es während der Ruhephase auf den gewünschten rosa Endbereich von 54 bis 56 °C ansteigen kann. Dieser kulinarische Zielbereich liegt unter der konservativen amtlichen Sicherheits-Mindesttemperatur; die Einordnung für Risikogruppen steht in den FAQ.

  9. 6

    Locker abgedeckt bis zum Endwert ruhen lassen

    Schon vorbereitet

    • Rosa gegartes Roastbeef vor der Ruhephase

    Das Roastbeef auf eine saubere, warme Platte oder ein sauberes Brett legen und nur locker abdecken. Den Fühler im Fleisch lassen und 15 Minuten ruhen lassen. Die Temperatur soll dabei auf 54 bis 56 °C steigen; bleibt sie darunter, das Stück kurz in den Ofen zurückgeben, steigt sie schneller als erwartet, die Abdeckung entfernen. Nicht fest einwickeln; so bleibt die trockene Kruste erhalten und wird nicht durch eingeschlossenen Dampf weich.

  10. 7

    Quer zur Faser sauber aufschneiden

    Schon vorbereitet

    • Geruhtes Roastbeef im rosa Endbereich

    Die Verlaufsrichtung der Fleischfasern bestimmen und das Roastbeef mit einem sauberen langen Messer in ruhigen Zügen quer dazu aufschneiden. Die Scheiben sofort auf einer sauberen Platte servieren. Reste spätestens innerhalb von 2 Stunden in einem sauberen flachen Behälter abgedeckt in den Kühlschrank stellen; dort bei höchstens 7 °C, besser unter 5 °C, lagern und nicht auf das zuvor für rohes Fleisch benutzte Brett zurücklegen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (6 Personen).

Kalorien

349.5 kcal

pro Person

2097.2 kcal

gesamtes Rezept (6 Personen)

Kohlenhydrate

0.198 g

pro Person

1.19 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Protein

42.1 g

pro Person

252.3 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Fett

18.9 g

pro Person

113.6 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Ballaststoffe

0.127 g

pro Person

0.759 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Zucker

0.003 g

pro Person

0.019 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Salz

3.2 g

pro Person

19.2 g

gesamtes Rezept (6 Personen)

Mehr zum Rezept

Beilagenempfehlung: knusprige Kartoffeln, grünes Gemüse oder ein scharfer Meerrettich-Dip. Für besonders feine Scheiben ein langes Tranchiermesser verwenden.

Häufige Fragen

Bei 100 °C Ober-/Unterhitze steigt die Kerntemperatur kontrollierter als bei hoher Ofenhitze. Eine feste Minutenangabe ist dennoch unzuverlässig: Dicke, Form, Starttemperatur und die tatsächliche Ofentemperatur bestimmen die Dauer. Beginne frühzeitig zu messen und entscheide ausschließlich nach der Kerntemperatur.

Führe den gereinigten Fühler seitlich bis in die Mitte der dicksten Fleischstelle. Miss nicht in der Fettauflage, an einer Sehne oder direkt neben Knorpel, weil dort ein Wert entstehen kann, der den kältesten Fleischkern nicht abbildet. Nur ein ausdrücklich ofenfester Fühler bleibt während des Garens im Ofen.

Im heißen Stück wandert während der Ruhephase weiter Wärme von außen nach innen. Bei diesem Nachgaren steigt die Kerntemperatur meist noch an. Deshalb wird früher entnommen und der Anstieg mit dem Thermometer verfolgt, statt erst beim gewünschten Endwert zu reagieren.

Eine feste, sehr ungleichmäßige Fettauflage wird vor dem Würzen gleichmäßig getrimmt; vollständig entfernen musst du sie nicht. Schneide beim Parieren nicht in das Muskelfleisch. So bräunt die Oberfläche gleichmäßiger und die Form bleibt während des Garens stabil.

Hier wird das trocken getupfte Fleisch unmittelbar vor dem Anbraten gesalzen und gepfeffert. Die Würzung haftet gut, ohne dass das Stück nach dem Salzen noch lange steht und an der Oberfläche Feuchtigkeit zieht.

Der hier gewünschte rosa Endbereich ist nicht vollständig durchgegart und liegt unter der konservativen FSIS-Mindesttemperatur für ganze Rinderbraten. Das BfR rät kleinen Kindern, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem von nicht durchgegartem Fleisch ab. Für diese Personen das Fleisch vollständig durchgaren und nicht die rosa Variante servieren.

Reste nicht lange auf dem Tisch auskühlen lassen, sondern spätestens innerhalb von 2 Stunden in einem sauberen flachen Behälter abgedeckt kühlen. Der Kühlschrank soll höchstens 7 °C, besser unter 5 °C haben. Kalt nur mit sauberem Besteck entnehmen; zum vollständigen Wiedererhitzen gelten höhere Sicherheitsanforderungen als für das rosa Servieren.

Fettauflage, Putz- und Garverlust sowie die tatsächlich aufgenommene Öl- und Bratensaftmenge verändern die Werte pro Portion erheblich. Ohne verifizierte Produktdaten, gegartes Gesamtgewicht und gemessene Portionen wäre eine scheinbar exakte Angabe irreführend.

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