Linsenbolognese mit Spaghetti

Braune Tellerlinsen, fein gewürfeltes Gemüse und Tomaten ergeben eine vegane Bolognese, die an Spaghetti haftet und dennoch Struktur behält.

Die Linsen garen vor den säurehaltigen Zutaten in Gemüsebrühe. Erst danach werden Tomatenmark, stückige Tomaten und Balsamico eingearbeitet; so werden sie weich und die Sauce bleibt sämig.

Spaghetti mit tomatiger Linsenbolognese, Gemüsewürfeln und frischem Basilikum in einem tiefen Teller
Gesamtzeit
1 h 25 min
Schwierigkeit
Einfach
ZeitplanIn 1 h 25 min auf dem Tisch
Vorbereiten
20 min
Ruhen
0 min
Kochen
1 h 5 min

Zutaten

Personen

Für die Linsenbolognese

Für die Spaghetti

Für die Spaghetti und die Sauce

So gelingt das Rezept

Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Linsen, Gemüse und Basilikum vorbereiten

  2. 1

    Linsen abspülen und Aromaten gleichmäßig schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Tellerlinsen in das feine Sieb geben, mit kaltem Wasser gründlich durchspülen und dabei mit den Fingern bewegen. Wenn keine Trübung mehr austritt, abtropfen lassen. Zwiebeln und Karotten schälen, den Sellerie putzen und alle drei Gemüse möglichst gleichmäßig klein würfeln. Die geschälten Knoblauchzehen mit der Messerklinge andrücken und anschließend sehr fein schneiden. Basilikum kalt abbrausen, sorgfältig trocknen, die Blätter von den Stielen lösen und grob zerschneiden. Linsen, Gemüse und Basilikum jeweils separat bereitstellen.

  3. Abschnitt

    Linsenbolognese aufbauen

  4. 2

    Gemüse ohne Bräunen weich anschwitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • geschnittene Gemüse-Knoblauch-Basis

    Den ersten Ölanteil in einem breiten Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Die vorbereiteten Zwiebeln, Karotten und den Sellerie darin verteilen. Acht bis zehn Minuten langsam garen. Währenddessen den Inhalt häufig wenden und den Löffel flach am Topfboden entlangführen. Fertig ist die Basis, wenn alle Würfel biegsam und glänzend sind, jedoch noch keinerlei braune Kanten zeigen. Knoblauch in der letzten Minute zufügen; deutlich wahrnehmbarer Duft ist das Signal für den nächsten Arbeitsschritt.

  5. 3

    Tellerlinsen vor den Tomaten fast weich garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • abgespülte Tellerlinsen
    • weich angeschwitzte Gemüsebasis

    Die abgetropften Linsen, Oregano und Thymian in die Gemüsebasis rühren. Den ersten Brüheanteil zugießen, aufkochen und dann zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Stufe fünfundzwanzig bis fünfunddreißig Minuten sanft köcheln lassen. Mehrmals vom Topfboden her umrühren. Die Linsen sind bereit, wenn sie beim Probieren fast weich sind und nur im Kern noch leichten Widerstand zeigen; harte oder kreidige Linsen vor der Tomatenzugabe weitergaren.

  6. 4

    Tomatenmark rösten und Sauce offen einkochen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • fast weich gegarte Linsenbasis

    Die Linsenmischung an den Topfrand schieben und die freie Mitte kurz trocken dampfen lassen. Dort den restlichen Ölanteil mit dem Tomatenmark zwei Minuten unter Rühren rösten, bis das Mark dunkler rot wird, aber nicht schwarz ansetzt. Das Paprikapulver nur während der letzten zwanzig Sekunden einrühren. Die stückigen Tomaten zugeben, alles gründlich verbinden und offen fünfzehn bis zwanzig Minuten sanft köcheln lassen. Regelmäßig umrühren; die Sauce soll sämig vom Löffel fallen und die Linsen müssen vollständig weich sein.

  7. 5

    Sauce mit Balsamico und Hefeflocken vollenden

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • eingekochte Linsen-Tomaten-Sauce

    Den zurückbehaltenen Brüheanteil vollständig einrühren. Balsamico, Hefeflocken, den für die Sauce vorgesehenen Salzanteil, Pfeffer und Chiliflocken zugeben und fünf Minuten offen sanft köcheln lassen. Danach probieren. Die fertige Bolognese soll weich gegarte Linsen, klar erkennbare Gemüsewürfel und eine gebundene, nicht wässrige Konsistenz haben; bleibt eine harte Linse zurück, noch nicht mit der Pasta verbinden.

  8. Abschnitt

    Spaghetti garen und mit der Sauce verbinden

  9. 6

    Spaghetti bissfest garen und Kochwasser sichern

    Zutaten für diesen Schritt

    Das für diesen Schritt gebundene Wasser im großen Pastatopf kräftig aufkochen. Den zugeordneten Salzanteil einstreuen und umrühren, bis keine Kristalle am Boden liegen. Die Spaghetti auffächern, vollständig eintauchen lassen und direkt voneinander lösen. Schon vor Ablauf der kürzesten Packungszeit probieren. Außen weich mit spürbar festem Kern ist der richtige Abgießpunkt. Vorher ein sauberes, hitzefestes Gefäß mit stärkehaltigem Kochwasser füllen. Die Pasta ins Sieb geben, nicht abschrecken und unmittelbar weiterverwenden.

  10. 7

    Spaghetti in der Linsenbolognese fertigziehen

    Schon vorbereitet

    • vorbereitetes Basilikum
    • fertig abgeschmeckte Linsenbolognese
    • bissfeste Spaghetti mit reserviertem Kochwasser

    Die heißen Spaghetti zur Linsenbolognese geben und bei kleiner Stufe ein bis zwei Minuten gründlich durchheben. Vom reservierten Kochwasser nur schluckweise so viel einarbeiten, bis die Sauce jede Nudel überzieht und am Topfboden keine wässrige Pfütze steht. Den Topf von der Platte nehmen und das vorbereitete Basilikum unterheben. Direkt servieren, solange die Sauce glänzt und locker an den Spaghetti haftet.

  11. 8

    Servieren und Reste zügig kühlen

    Schon vorbereitet

    • servierfertige Linsenbolognese mit Spaghetti

    Die Pasta unmittelbar auf vorgewärmten tiefen Tellern anrichten. Was übrig bleibt, aus dem heißen Topf nehmen, flach auf saubere Behälter verteilen und innerhalb weniger Stunden unter sieben Grad Celsius kühlen. Die gekühlten Reste am zweiten oder spätestens dritten Tag aufbrauchen. Zum erneuten Erhitzen gründlich umrühren und überall für wenigstens zwei Minuten siebzig Grad Celsius oder mehr erreichen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).

Kalorien

680.6 kcal

pro Person

2722.5 kcal

gesamtes Rezept (4 Personen)

Kohlenhydrate

114.3 g

pro Person

457.2 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Protein

30.7 g

pro Person

122.8 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Fett

7.79 g

pro Person

31.2 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Ballaststoffe

14.3 g

pro Person

57.1 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Zucker

17.6 g

pro Person

70.4 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Salz

2.65 g

pro Person

10.6 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Mehr zum Rezept

Variationen: Fein gewürfelte Champignons können zusammen mit der Aromabasis angebraten werden. Wer es kräftiger mag, ersetzt einen Teil der Gemüsebrühe durch passierte Tomaten oder fügt am Ende einen Spritzer Zitronensaft hinzu. Als Alternative zu Spaghetti passen auch Penne oder Tagliatelle.

Häufige Fragen

Säure aus Tomaten und Essig verlangsamt das Weichwerden der Hülsenfrüchte. Deshalb garen die Linsen zuerst in Brühe fast weich. Tomatenmark, Tomaten und Balsamico kommen erst danach hinzu; das macht den Gargrad verlässlicher und verhindert harte Linsen in fertiger Sauce.

Nicht zwingend. Das BZfE nennt Einweichen bei Tellerlinsen als optionale Möglichkeit, die Kochzeit zu verkürzen. Diese Fassung verwendet abgespülte, nicht eingeweichte Linsen und prüft ihren Gargrad vor jeder säurehaltigen Zutat. Die Packungsangabe der verwendeten Sorte hat Vorrang.

Eine Linse lässt sich ohne kreidigen oder harten Kern zerdrücken, behält in der Sauce aber noch ihre Kontur. Einzelne harte Linsen zeigen, dass der Ansatz weiter sanft garen muss. Rohe beziehungsweise unzureichend gegarte Hülsenfrüchte gehören nicht auf den Teller.

In der freigeschobenen Topfmitte trifft das Mark direkt auf Öl und Hitze. Dadurch verliert es seinen rohen Geschmack und wird dunkler, ohne dass die bereits gegarten Linsen kräftig gerührt oder zerdrückt werden. Paprikapulver kommt erst ganz zuletzt dazu, damit es nicht verbrennt.

Eine zu dicke Sauce wird beim Fertigziehen mit dem ausdrücklich reservierten, stärkehaltigen Kochwasser schluckweise gelockert. Eine zu dünne Sauce zunächst offen weiterköcheln lassen, bevor die Pasta hineinkommt. Der Endpunkt ist erreicht, wenn die Sauce haftet und keine wässrige Pfütze zurückbleibt.

Die Rezeptzusammenstellung verwendet keine tierischen Zutaten. Bei verarbeiteten Produkten wie Gemüsebrühe, Hefeflocken, Balsamico und Spaghetti trotzdem die Zutatenliste prüfen, wenn eine verbindlich vegane Kennzeichnung oder der Ausschluss von Spuren wichtig ist.

Die hier gebundenen Spaghetti enthalten Gluten. Für eine glutenfreie Variante müssen passende glutenfreie Nudeln verwendet und zusätzlich Brühe, Hefeflocken, Balsamico sowie Gewürze anhand ihrer Kennzeichnung geprüft werden. Garzeit und Bindung richten sich dann nach der gewählten Pasta.

Staudensellerie ist ein kennzeichnungspflichtiges Allergen, und die Spaghetti enthalten glutenhaltiges Getreide. Je nach Produkt können Brühe, Balsamico, Hefeflocken und Gewürzmischungen weitere Allergene oder Sulfite ausweisen. Maßgeblich bleibt deshalb die jeweilige Verpackung.

Die Sauce lässt sich besser ohne bereits untergemischte Spaghetti portionieren und einfrieren. Sie wird dafür nach dem Kochen zügig heruntergekühlt und sauber verpackt. Im Kühlschrank auftauen, vollständig durcherhitzen und erst dann mit frisch gegarter Pasta verbinden.

Übrig gebliebenes Essen kommt aus dem heißen Topf in flache Behälter und wird binnen weniger Stunden unter sieben Grad Celsius gekühlt. Verbrauche es am zweiten oder spätestens dritten Tag. Beim erneuten Erhitzen gründlich rühren; jede Stelle muss siebzig Grad Celsius oder mehr erreichen und diese Temperatur wenigstens zwei Minuten halten.

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Bewertungen aus der Community

Kilian E.

★★★★★ 5.0/5

Tobias R.

★★★★★ 5.0/5

Mit Spaghetti hat es sogar bei meinem Mann funktioniert, der sonst Fleisch vermisst

Felix M.

★★★★☆ 4.0/5

Ich hab die Reste am nächsten Tag in der Pfanne aufgewärmt, immer noch gut

Chris B.

★★★★★ 5.0/5

Die Linsen waren noch leicht mit Biss und die Soße schön sämig