Schwäbischer Kartoffelsalat mit heißem Sud und warmen Kartoffeln

Schwäbischer Kartoffelsalat klassisch mit Brühe, Essig und Öl: warm angemacht, saftig gewürzt und ganz ohne Mayonnaise.

Dieser schwäbische Kartoffelsalat wird klassisch warm angemacht: Noch warme Kartoffelscheiben ziehen einen heißen Sud aus Gemüsebrühe, Weißweinessig, Senf und feiner Zwiebel auf. Das Öl kommt erst danach dazu, damit die Würze tief einzieht und der Salat saftig bleibt, ohne schwer oder schmierig zu wirken. Wenn du schwäbischen Kartoffelsalat ohne Mayonnaise suchst, bekommst du hier eine verlässliche Hausversion mit klarer Säure, milder Süße und zarten, überwiegend intakten Scheiben. Der Salat passt besonders gut zu Schnitzel, Würstchen, Braten oder aufs Buffet und schmeckt lauwarm am aromatischsten.

Schwäbischer Kartoffelsalat
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

1 h

Kochen

25 min

Veröffentlicht
Aktualisiert

Nährwerte

Kalorien

387.6 kcal

pro Portion

1550.4 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

48.7 g

pro Portion

194.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

5.9 g

pro Portion

23.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

18.8 g

pro Portion

75.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zutaten

Für den Salat

Für den Sud

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Kartoffeln vorbereiten

  2. 1

    Kartoffeln garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Koche die Kartoffeln in gut gesalzenem Wasser nur sanft, bis sie gar, aber noch formstabil sind. Gieße sie danach ab, lasse sie kurz ausdampfen und verarbeite sie erst weiter, wenn sie sich gut schneiden lassen.

    Notiz

    Nicht sprudelnd kochen, sonst platzen die Kartoffeln leichter auf und werden schneller brüchig.

  3. 2

    Pellen und schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Die noch warmen Kartoffeln pellen und in gleichmäßige, eher dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel sehr fein würfeln und den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Kartoffeln und Zwiebel in eine große Schüssel geben; den Schnittlauch erst für später beiseitestellen.

    Notiz

    Warm geschnittene Kartoffeln nehmen den Sud deutlich besser auf als vollständig ausgekühlte.

  4. Abschnitt

    Sud kochen und Salat anmachen

  5. 3

    Heißen Sud rühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf erhitzen. Weißweinessig und Senf einrühren, bis der Senf vollständig gelöst ist. Zucker, Salz und schwarzen Pfeffer zugeben und den Sud kräftig abschmecken; er darf etwas intensiver wirken, weil die Kartoffeln beim Ziehen viel Würze aufnehmen.

    Notiz

    Der Sud soll heiß sein, aber nach dem Würzen nicht unnötig lange kochen.

  6. 4

    Warm marinieren und ziehen lassen

    Lasse die Mischung jetzt abgedeckt und möglichst ungestört ruhen oder ziehen, damit Würze, Säure oder Bindung Zeit haben, sich sauber zu verbinden. Bewege sie in dieser Phase nur wenig und prüfe erst am Ende erneut Konsistenz und Geschmack, damit die Reifezeit wirklich arbeiten kann.

    Notiz

    Wenn am Schüsselboden noch sichtbar Sud steht, erst weiterziehen lassen und nicht vorschnell mehr Öl zugeben.

  7. 5

    Öl und Schnittlauch unterheben

    Zutaten für diesen Schritt

    Erst wenn der Sud weitgehend eingezogen ist, das Sonnenblumenöl in dünnem Strahl zugeben und behutsam unterheben. Den Schnittlauch locker einarbeiten und den Salat vor dem Servieren noch 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Am besten schmeckt er lauwarm oder leicht temperiert.

    Notiz

    Zu kräftiges Rühren lässt die Kartoffelscheiben schnell brechen.

Anmerkung

Für das typische Ergebnis sollten die Kartoffeln beim Anmachen noch warm sein und der Sud wirklich heiß zugegeben werden. Wirkt der Salat nach dem Ziehen zunächst etwas trocken, erst sanft wenden und kurz weiterziehen lassen, statt kräftig zu rühren. Mehr Rundheit entsteht vor allem durch das Öl am Schluss.

Mehr zum Rezept

Aufbewahrung: abgedeckt im Kühlschrank lagern und vor dem Servieren auf Raumtemperatur kommen lassen, damit Aroma und Textur runder wirken. Vorbereitung: Der Salat gewinnt durch Ziehen, bleibt aber am nächsten Tag oft etwas kompakter; dann behutsam lockern und erneut sanft wenden. Variation: Für mehr Frische kann ein Teil der Kräuter erst direkt beim Anrichten ergänzt werden.

FAQ

Häufige Fragen

Der heiße Sud aus Brühe, Essig und Senf zieht besser in die warmen Kartoffeln ein, solange noch kein Öl dabei ist. Erst danach macht das Öl den Salat runder und leicht glänzend.

Festkochende Kartoffeln sind ideal, weil sie beim Schneiden und vorsichtigen Wenden stabil bleiben. Wenn die Knollen ähnlich groß sind, garen sie außerdem gleichmäßiger.

Die warmen Kartoffelscheiben nehmen einen heißen Sud besonders gut auf. So verteilt sich die Würze gleichmäßiger und der Salat bekommt seine typische saftige, aber nicht schwere Konsistenz.

Ja, das klappt gut. Lass ihn vollständig durchziehen und serviere ihn später nicht eiskalt, sondern leicht temperiert oder lauwarm, dann kommt die Würzung besser zur Geltung.

Meist waren die Kartoffeln dann etwas zu weich gekocht oder beim Mischen wurde zu stark gerührt. Koche sie nur knapp gar und hebe den Salat immer vorsichtig unter, statt ihn kräftig umzurühren.

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