Quittenbrot nach Omas Art aus dem Backofen
Klassisches Quittenbrot aus feinem Quittenmus, normalem Zucker und langsamer Ofentrocknung bis zur Schnittfestigkeit.
Quittenmus wird dick eingekocht, per kalter Tellerprobe geprüft und dünn ausgestrichen. Bei niedriger Umluft trocknet die Masse, bis sie nicht mehr schmiert und sich das Papier sauber löst.

Zutaten
Für das Quittenmus
Für das Einkochen
Zum Fertigstellen
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Quitten vorbereiten und weich kochen
- 1
Quitten gründlich putzen
Zutaten für diesen Schritt
Den Flaum der Quitten mit einem trockenen Tuch gründlich abreiben, danach waschen und abtrocknen. Stielansätze, Blütenansätze, Kerngehäuse und harte Stellen entfernen. Die Schale bleibt dran, weil sie Aroma und natürliches Pektin liefert.
- 2
Quittenstücke weich garen
Zutaten für diesen Schritt
Die vorbereiteten Quittenstücke mit Wasser und dem Saft der Zitrone in einen breiten Topf geben. Zugedeckt sanft kochen, bis die Stücke vollständig weich sind und sich mit einem Löffel leicht zerdrücken lassen. Überschüssige Flüssigkeit danach abgießen, damit das Mus später schneller fest wird.
- 3
Feines Quittenmus herstellen
Die weichen Quitten sehr fein pürieren oder durch eine flotte Lotte streichen. Das Mus anschließend abwiegen. Für klassisches Quittenbrot wird nur das glatte, nicht zu flüssige Mus weiterverarbeitet; wässriges Kochwasser macht die Trockenzeit unnötig lang.
Abschnitt
Quittenbrot einkochen
- 4
Mus mit Zucker dick einkochen
Zutaten für diesen Schritt
Das abgewogene Mus mit dem Zucker in einen schweren, breiten Topf geben und unter häufigem Rühren einkochen. Die Masse spritzt gegen Ende stärker; dann die Hitze reduzieren und konsequent am Topfboden entlang rühren, bis sie sichtbar dick wird und beim Rühren eine Spur stehen bleibt.
- 5
Gelierpunkt sicher prüfen
Eine kleine Probe auf einen kalten Teller geben. Sie soll nach kurzer Zeit fest wirken, nicht mehr auseinanderlaufen und keinen wässrigen Rand bilden. Bleibt die Probe weich oder glänzt nass, die Masse weiter einkochen und erneut prüfen.
- 6
Masse gleichmäßig ausstreichen
Ein Blech oder eine flache Form mit Backpapier auslegen. Die heiße Quittenmasse daraufgeben und mit einer Palette glattstreichen. Eine Schicht von etwa 1–1,5 cm trocknet gleichmäßig und lässt sich später gut schneiden.
Abschnitt
Im Backofen trocknen und lagern
- 7
Quittenbrot im Ofen trocknen
Die ausgestrichene Masse bei 60–70 °C Umluft trocknen. Die Ofentür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Nach 3–5 Stunden soll die Oberfläche trocken wirken und auf leichten Fingerdruck nicht mehr schmieren.
- 8
Über Nacht fertig fest werden lassen
Das Quittenbrot aus dem Ofen nehmen und offen an einem trockenen, luftigen Ort weiterziehen lassen. Wenn sich das Backpapier sauber abziehen lässt und die Unterseite nicht mehr feucht glänzt, ist die Masse schnittfest genug.
- 9
Schneiden und in Zucker wälzen
Zutaten für diesen Schritt
Das Quittenbrot mit einem leicht geölten Messer in Würfel, Rauten oder Streifen schneiden. Die Stücke rundum in feinem Zucker wälzen. Der Zucker gehört erst auf vollständig trockene Stücke, sonst zieht er Feuchtigkeit und wird klebrig.
- 10
Trocken und luftig aufbewahren
Die Stücke lagenweise zwischen Backpapier in eine gut schließende Dose legen. In den ersten Tagen gelegentlich kontrollieren: Fühlt sich die Oberfläche feucht an, die Stücke nochmals offen nachtrocknen lassen, bevor sie dauerhaft verschlossen werden.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
103.8 kcal
pro Portion
5190 kcal
gesamt aktuell (50 Portionen)
Kohlenhydrate
26.3 g
pro Portion
1314.9 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Protein
0.133 g
pro Portion
6.64 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Fett
0.033 g
pro Portion
1.67 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Ballaststoffe
0.602 g
pro Portion
30.1 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Zucker
25.4 g
pro Portion
1269 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Salz
0.003 g
pro Portion
0.156 g
gesamt aktuell (50 Portionen)
Anmerkung
Die Menge ergibt je nach Dicke etwa 45–55 Stücke. Entscheidend ist, dass die Masse vor dem Lagern trocken wirkt und nicht mehr feucht glänzt.
FAQ
Häufige Fragen
Quittenbrot ist kein Brot, sondern fest eingekochtes Quittenmus, das getrocknet und in Stücke geschnitten wird. Es ähnelt Fruchtkonfekt und ist mit spanischem Dulce de membrillo verwandt.
Ja, normaler Zucker ist für klassisches Quittenbrot sogar die beste Wahl. Die Masse wird durch langes Einkochen, natürliches Pektin aus den Quitten und gründliches Trocknen fest.
Es geht, ergibt aber oft eine andere, eher marmeladige Struktur. Für schnittfestes Quittenbrot ist normaler Zucker zuverlässiger, weil der hohe Zuckeranteil beim Trocknen Haltbarkeit und feste Konsistenz unterstützt.
Je nach Dicke und Feuchtigkeit der Masse dauert das Trocknen im Backofen meist 3–5 Stunden. Danach sollte das Quittenbrot zusätzlich offen nachtrocknen, bis es sich trocken anfühlt und nicht mehr am Backpapier klebt.
Dann war die Masse meist noch zu feucht oder nicht lange genug eingekocht. Du kannst sie erneut in den Topf geben und dicker einkochen oder die ausgestrichene Masse länger im Backofen trocknen lassen.
Schimmel entsteht durch zu viel Restfeuchte, schlechte Luftzirkulation oder zu frühes Verschließen. Die Stücke müssen erst vollständig trocken sein, bevor sie in eine Dose kommen. In den ersten Tagen lohnt sich eine kurze Kontrolle.
Lege die Stücke mit Backpapier getrennt in eine saubere Dose und lagere sie kühl, trocken und dunkel. Wenn die Stücke gut getrocknet sind, halten sie mehrere Wochen. Feuchte oder klebrige Stücke zuerst nachtrocknen lassen.
Quittenbrot schmeckt als kleines Konfekt, zu Käse, auf Plätzchentellern oder als fruchtige Beilage zu Nüssen. In Spanien wird es als Dulce de membrillo klassisch zu Manchego serviert.