Plany Rezeptdruck
Quittenbrot nach Omas Art aus dem Backofen
Quittenmus wird dick eingekocht, per kalter Tellerprobe geprüft und dünn ausgestrichen. Bei niedriger Umluft trocknet die Masse, bis sie nicht mehr schmiert und sich das Papier sauber löst.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 50 Portionen.
Für das Quittenmus
- 1500 g Quitten, reif, gelb und aromatisch; Flaum gründlich abreiben
- 500 ml Wasser, zum Weichkochen
- 1 Stück Zitrone, Saft davon
Für das Einkochen
- 1000 g Zucker, für das abgewogene Quittenmus; klassisch mit normalem Zucker
Zum Fertigstellen
- 80 g feiner Zucker, zum Wälzen der geschnittenen Stücke
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Quitten vorbereiten und weich kochen
Quitten gründlich putzen
Zutaten: 1500 g Quitten
Den Flaum der Quitten mit einem trockenen Tuch gründlich abreiben, danach waschen und abtrocknen. Stielansätze, Blütenansätze, Kerngehäuse und harte Stellen entfernen. Die Schale bleibt dran, weil sie Aroma und natürliches Pektin liefert.
Quittenstücke weich garen
Zutaten: 500 ml Wasser · 1 Stück Zitrone
Die vorbereiteten Quittenstücke mit Wasser und dem Saft der Zitrone in einen breiten Topf geben. Zugedeckt sanft kochen, bis die Stücke vollständig weich sind und sich mit einem Löffel leicht zerdrücken lassen. Überschüssige Flüssigkeit danach abgießen, damit das Mus später schneller fest wird.
Feines Quittenmus herstellen
Zutaten: 1500 g Quitten, reif, gelb und aromatisch; Flaum gründlich abreiben · 500 ml Wasser, zum Weichkochen
Die weichen Quitten sehr fein pürieren oder durch eine flotte Lotte streichen. Das Mus anschließend abwiegen. Für klassisches Quittenbrot wird nur das glatte, nicht zu flüssige Mus weiterverarbeitet; wässriges Kochwasser macht die Trockenzeit unnötig lang.
Quittenbrot einkochen
Mus mit Zucker dick einkochen
Zutaten: 1000 g Zucker
Das abgewogene Mus mit dem Zucker in einen schweren, breiten Topf geben und unter häufigem Rühren einkochen. Die Masse spritzt gegen Ende stärker; dann die Hitze reduzieren und konsequent am Topfboden entlang rühren, bis sie sichtbar dick wird und beim Rühren eine Spur stehen bleibt.
Gelierpunkt sicher prüfen
Eine kleine Probe auf einen kalten Teller geben. Sie soll nach kurzer Zeit fest wirken, nicht mehr auseinanderlaufen und keinen wässrigen Rand bilden. Bleibt die Probe weich oder glänzt nass, die Masse weiter einkochen und erneut prüfen.
Masse gleichmäßig ausstreichen
Zutaten: 1500 g Quitten, reif, gelb und aromatisch; Flaum gründlich abreiben
Ein Blech oder eine flache Form mit Backpapier auslegen. Die heiße Quittenmasse daraufgeben und mit einer Palette glattstreichen. Eine Schicht von etwa 1–1,5 cm trocknet gleichmäßig und lässt sich später gut schneiden.
Im Backofen trocknen und lagern
Quittenbrot im Ofen trocknen
Zutaten: 1500 g Quitten, reif, gelb und aromatisch; Flaum gründlich abreiben
Die ausgestrichene Masse bei 60–70 °C Umluft trocknen. Die Ofentür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Nach 3–5 Stunden soll die Oberfläche trocken wirken und auf leichten Fingerdruck nicht mehr schmieren.
Über Nacht fertig fest werden lassen
Zutaten: 1500 g Quitten, reif, gelb und aromatisch; Flaum gründlich abreiben
Das Quittenbrot aus dem Ofen nehmen und offen an einem trockenen, luftigen Ort weiterziehen lassen. Wenn sich das Backpapier sauber abziehen lässt und die Unterseite nicht mehr feucht glänzt, ist die Masse schnittfest genug.
Schneiden und in Zucker wälzen
Zutaten: 80 g feiner Zucker
Das Quittenbrot mit einem leicht geölten Messer in Würfel, Rauten oder Streifen schneiden. Die Stücke rundum in feinem Zucker wälzen. Der Zucker gehört erst auf vollständig trockene Stücke, sonst zieht er Feuchtigkeit und wird klebrig.
Trocken und luftig aufbewahren
Die Stücke lagenweise zwischen Backpapier in eine gut schließende Dose legen. In den ersten Tagen gelegentlich kontrollieren: Fühlt sich die Oberfläche feucht an, die Stücke nochmals offen nachtrocknen lassen, bevor sie dauerhaft verschlossen werden.
Rezeptnotiz
Die Menge ergibt je nach Dicke etwa 45–55 Stücke. Entscheidend ist, dass die Masse vor dem Lagern trocken wirkt und nicht mehr feucht glänzt.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Was ist Quittenbrot?
Quittenbrot ist kein Brot, sondern fest eingekochtes Quittenmus, das getrocknet und in Stücke geschnitten wird. Es ähnelt Fruchtkonfekt und ist mit spanischem Dulce de membrillo verwandt.
Kann ich Quittenbrot mit normalem Zucker machen?
Ja, normaler Zucker ist für klassisches Quittenbrot sogar die beste Wahl. Die Masse wird durch langes Einkochen, natürliches Pektin aus den Quitten und gründliches Trocknen fest.
Geht Quittenbrot auch mit Gelierzucker 2:1 oder 3:1?
Es geht, ergibt aber oft eine andere, eher marmeladige Struktur. Für schnittfestes Quittenbrot ist normaler Zucker zuverlässiger, weil der hohe Zuckeranteil beim Trocknen Haltbarkeit und feste Konsistenz unterstützt.
Wie lange muss Quittenbrot im Backofen trocknen?
Je nach Dicke und Feuchtigkeit der Masse dauert das Trocknen im Backofen meist 3–5 Stunden. Danach sollte das Quittenbrot zusätzlich offen nachtrocknen, bis es sich trocken anfühlt und nicht mehr am Backpapier klebt.
Was tun, wenn Quittenbrot nicht fest wird?
Dann war die Masse meist noch zu feucht oder nicht lange genug eingekocht. Du kannst sie erneut in den Topf geben und dicker einkochen oder die ausgestrichene Masse länger im Backofen trocknen lassen.
Warum schimmelt Quittenbrot beim Trocknen?
Schimmel entsteht durch zu viel Restfeuchte, schlechte Luftzirkulation oder zu frühes Verschließen. Die Stücke müssen erst vollständig trocken sein, bevor sie in eine Dose kommen. In den ersten Tagen lohnt sich eine kurze Kontrolle.
Wie bewahre ich Quittenbrot richtig auf?
Lege die Stücke mit Backpapier getrennt in eine saubere Dose und lagere sie kühl, trocken und dunkel. Wenn die Stücke gut getrocknet sind, halten sie mehrere Wochen. Feuchte oder klebrige Stücke zuerst nachtrocknen lassen.
Wozu passt Quittenbrot?
Quittenbrot schmeckt als kleines Konfekt, zu Käse, auf Plätzchentellern oder als fruchtige Beilage zu Nüssen. In Spanien wird es als Dulce de membrillo klassisch zu Manchego serviert.