Gegrillter Rehrücken mit Rosmarin und Wacholder

Marinierter Rehrücken wird kräftig angegrillt, in indirekter Hitze sicher durchgegart und nach kurzer Ruhe quer zur Faser aufgeschnitten.

Wacholder, Kräuter und Zitronenschale würzen das magere Wildfleisch. Die Zwei-Zonen-Methode sorgt für kräftige Röstspuren und kontrollierte, vollständige Garung.

Rosa gegrillter Rehrücken in Scheiben mit Rosmarin und Wacholder
Gesamtzeit
1 h 45 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 1 h 45 min auf dem Tisch
Vorbereiten
25 min
Ruhen
55 min
Kochen
25 min

Zutaten

Personen

Rehrücken

Marinade und Grill

Marinade

Marinade und Finish

So gelingt das Rezept

Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Vorbereiten und marinieren

  2. 1

    Rehrücken gleichmäßig vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Den vollständig aufgetauten Rehrücken nicht waschen, sondern mit Küchenpapier trocken tupfen. Silberhaut und feste Sehnen mit einem scharfen Messer flach abziehen. Ein deutlich dünneres Ende unterschlagen und mit Küchengarn fixieren, damit das Stück möglichst gleichmäßig dick gart. Danach Brett, Messer und Hände reinigen; das rohe Fleisch bis zum Marinieren wieder kalt stellen.

  3. 2

    Wacholdermarinade anrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Rosmarin und Thymian waschen, gründlich trocknen, die Blättchen beziehungsweise Nadeln abzupfen und fein hacken. Die Wacholderbeeren mit der flachen Messerseite grob andrücken. Die Knoblauchzehen schälen und fein reiben. Die Zitrone unter fließendem heißem Wasser reinigen, sorgfältig abtrocknen und ausschließlich die gelbe Schale fein abreiben. Alles mit dem ersten Öl-, Pfeffer- und Salzanteil zu einer gleichmäßig verteilten Marinade verrühren.

  4. 3

    Fleisch gekühlt marinieren

    Schon vorbereitet

    • Gleichmäßig vorbereiteter Rehrücken
    • Kräuter-Wacholder-Marinade

    Den Rehrücken in eine passende, geschlossene Schüssel legen und die Marinade rundum verteilen. Das Fleisch 45 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Anschließend herausnehmen, dicke Kräuter- und Knoblauchstücke abstreifen und entsorgen, damit sie auf dem Grill nicht verbrennen. Das Fleisch während des Aufheizens weiterhin kühl halten; benutzte Marinade nicht als Sauce weiterverwenden.

  5. Abschnitt

    Direkt und indirekt grillen

  6. 4

    Grill mit zwei Hitzezonen einrichten

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Grill auf eine direkte Zone mit 230 bis 250 °C und eine indirekte Zone mit 160 bis 180 °C einrichten. Den Rost sauber abbürsten. Ein gefaltetes Stück Küchenpapier mit einer Zange in den letzten Ölanteil tauchen und den heißen Rost dünn einreiben; offenes Öl darf nicht in die Glut tropfen. Einen sauberen Teller und eine saubere Zange für das gegarte Fleisch bereitlegen.

  7. 5

    Rehrücken rundum kräftig angrillen

    Schon vorbereitet

    • Gekühlt marinierter Rehrücken
    • Geölter Grillrost mit zwei Hitzezonen

    Den Rehrücken auf die direkte Zone legen und die erste breite Seite 2 Minuten grillen, bis sie gebräunt ist und sich ohne Reißen vom Rost löst. Wenden und die zweite breite Seite ebenfalls 2 Minuten grillen. Die schmalen Seiten jeweils 20 bis 30 Sekunden anrösten. Das Fleisch danach mit der sauberen Zange in die indirekte Zone legen; die Zange vom Umgang mit rohem Fleisch nicht ungewaschen weiterverwenden.

  8. 6

    Indirekt vollständig durchgaren

    Schon vorbereitet

    • Rundum angegrillter Rehrücken

    Den Deckel schließen und den Rehrücken je nach Dicke etwa 12 bis 20 Minuten indirekt garen. Die Messspitze seitlich in die stärkste Partie des Fleischstücks führen; sie darf weder den Rost berühren noch an einer dünnen Randzone liegen. Erst vom Grill nehmen, wenn der Kern 70 °C erreicht hat und dieser Wert dort 2 Minuten bestehen blieb. Fällt die indirekte Hitze unter den Zielbereich, die Luftzufuhr beziehungsweise Brennerleistung nachregeln.

  9. Abschnitt

    Ruhen, aufschneiden und servieren

  10. 7

    Fleischsaft setzen lassen

    Schon vorbereitet

    • Durchgegarter Rehrücken

    Den Rehrücken auf den sauberen Teller legen und 8 bis 10 Minuten locker mit Folie abdecken. Nicht fest einwickeln, sonst weicht die Kruste auf. Währenddessen ausgetretenen Fleischsaft auf dem Teller belassen und Schneidebrett sowie Messer für das gegarte Fleisch sauber bereitlegen.

  11. 8

    Quer zur Faser aufschneiden und abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Geruhter, durchgegarter Rehrücken

    Die Faserrichtung bestimmen und den Rehrücken mit einem scharfen Messer quer dazu in 5 bis 8 mm dicke Tranchen schneiden. Mit dem übrigen Salz und Pfeffer würzen, im ausgetretenen Fleischsaft wenden und sofort servieren. Übrig gebliebenes Fleisch spätestens 2 Stunden nach dem Servieren in eine flache verschließbare Dose füllen und im Kühlschrank rasch auf weniger als 7 °C bringen. Bis zum Ende des zweiten Folgetags verwenden und beim Wiedererhitzen einmal überall gründlich heiß werden lassen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).

Kalorien

352.9 kcal

pro Person

1411.4 kcal

gesamtes Rezept (4 Personen)

Kohlenhydrate

1.93 g

pro Person

7.74 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Protein

45.7 g

pro Person

182.8 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Fett

17.1 g

pro Person

68.5 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Ballaststoffe

1.09 g

pro Person

4.37 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Zucker

0.504 g

pro Person

2.02 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Salz

2.2 g

pro Person

8.8 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Mehr zum Rezept

Das Stück profitiert von sauberer Zweizonenführung: zunächst Röstaromen direkt erzeugen, anschließend sanft in der indirekten Zone zur Zieltextur ziehen. Gewürzprofil lässt sich durch Wacholder und Pfeffer fein dosieren; Salz in der Marinade reduziert Oberflächenfeuchte und unterstützt Bräunung.

Häufige Fragen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für Wildfleisch eine Kerntemperatur von mindestens 70 °C, die 2 Minuten gehalten wird. Der Messfühler gehört seitlich in die dickste Stelle des Fleisches. Eine niedrigere Temperatur ist keine gleichwertige Sicherheitskontrolle.

Die direkte Zone sollte 230 bis 250 °C für die Kruste erreichen. In der indirekten Zone reichen 160 bis 180 °C bei geschlossenem Deckel, damit das magere Stück bis zur sicheren Kerntemperatur gart, ohne außen unnötig dunkel zu werden.

Nach ungefähr 4 Minuten über direkter Hitze benötigt ein gleichmäßig dickes Stück meist weitere 12 bis 20 Minuten in der indirekten Zone. Durchmesser, Ausgangstemperatur und Grillleistung verändern die Zeit; verbindlich ist deshalb die Kerntemperatur, nicht die Uhr.

Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Zitronenschale bräunen über starker direkter Hitze schneller als das Fleisch. Grobe Stücke würden verbrennen und bitter schmecken. Ein dünner Öl- und Gewürzfilm darf auf der Oberfläche bleiben.

Für diese kräftige Kräuter-Wacholder-Marinade genügen 45 Minuten im Kühlschrank. Das Fleisch bleibt während der gesamten Marinierzeit abgedeckt und gekühlt; benutzte Marinade kommt nach dem Kontakt mit rohem Wildfleisch nicht ungekocht auf den Teller.

Für dieses Rezept ist ein Thermometer notwendig. Drucktest, Farbe und Saftaustritt können den erforderlichen Zeit-Temperatur-Nachweis nicht ersetzen; nur die Messung bestätigt die sichere Garung im gesamten Kern.

Beim Schneiden quer zur sichtbaren Faserrichtung werden die langen Muskelfasern verkürzt. Dadurch lassen sich die Tranchen leichter kauen. Ein scharfes Messer verhindert zusätzlich, dass beim Schneiden unnötig Fleischsaft herausgedrückt wird.

Reststücke kommen binnen 2 Stunden in ein flaches geschlossenes Gefäß und werden zügig auf weniger als 7 °C heruntergekühlt. Spätestens am zweiten Folgetag verbrauchen und vor dem Essen einmal durchgehend erhitzen.

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Bewertungen aus der Community

David K.

★★★★★ 5.0/5

innen noch rosa und der Wacholder war nicht zu aufdringlich

Moritz

★★★★☆ 4.0/5

Ich habe das Fleisch nach dem Grillen kurz liegen lassen, dadurch blieb es schön saftig