Quinoabrot aus der Kastenform
Gekochte Quinoa, Roggenvollkornmehl, Saaten und Quinoaflocken werden zu einem weichen Hefeteig für die Kastenform verarbeitet.
Feste Endpunkte für Quinoagarpunkt, Teigtemperatur, beide Gärphasen und Kerntemperatur führen den feuchten Laib bis zur schnittfähigen Krume.

- Vorbereiten
- 30 min
- Ruhen
- 3 h 55 min
- Kochen
- 1 h 10 min
Zutaten
Ergibt 1 Laib · Pro Person: 1 Scheibe Brot (1/12 Laib)
Für den Laib
So gelingt das Rezept
Für 12 Personen bereitest du insgesamt 1 Laib zu. Pro Person: 1 Scheibe Brot (1/12 Laib). Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Quinoa waschen, garen und abkühlen
- 1
Quinoa zwei Minuten waschen und vollständig abtropfen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Die Quinoa im feinmaschigen Sieb unter einem heißen Wasserstrahl 2 Minuten mit kreisenden Bewegungen durchspülen. Nach der ersten Minute den Ablauf beobachten. Zeigt er weiterhin deutlichen Schaum oder Trübung, die vorgesehene Waschdauer vollständig nutzen; am Ende soll das Wasser fast klar und kaum schäumend austreten. Danach das Sieb 2 Minuten ruhig über dem Becken stehen lassen. Zum Schluss zweimal kurz seitlich anstoßen. Fließt zwischen den Stößen kein gleichmäßiger Wasserfaden nach, ist das Abtropfen beendet.
- 2
Quinoa abgedeckt leise garen und den Biss prüfen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Zwei Minuten gewaschene und vollständig abgetropfte Quinoa
Bringe das Wasser in einer 16-cm-Stielkasserolle mit gut schließendem Deckel vollständig zum Kochen. Rühre die abgetropfte Quinoa ein und lasse alles erneut kräftig aufkochen. Schließe den Deckel, reduziere die Hitze sofort auf leises Sieden und gare die Quinoa 12 Minuten, ohne umzurühren oder den Deckel anzuheben. Öffne den Deckel danach von dir weg und prüfe den tiefsten Topfboden: Dort darf kein Wasserspiegel stehen. Lass ein Korn kurz abkühlen; es soll weich sein und keinen harten Kern haben. Ist noch Flüssigkeit sichtbar oder der Kern hart, gare abgedeckt in 1-Minuten-Intervallen höchstens 3 Minuten weiter und prüfe nach jedem Intervall erneut.
- 3
Gegarte Quinoa ausbreiten und auf höchstens dreißig Grad abkühlen
Schon vorbereitet
- Weiche Quinoa ohne Restflüssigkeit
Breite die gegarte Quinoa sofort auf einem breiten Teller aus und lockere sie mit einer Gabel auf. Lasse sie 15 Minuten offen abkühlen und prüfe dann die Temperatur. Arbeite erst weiter, wenn die Quinoa höchstens 30 °C warm ist und keine feuchten Klumpen mehr zusammenhaften. Gib sie direkt danach in den Teig und lasse sie nicht länger lauwarm stehen.
Abschnitt
Kastenform und Trockenmischung vorbereiten
- 4
Dreißig-Zentimeter-Kastenform einölen und mit Flocken ausstreuen
Zutaten für diesen Schritt
Eine 30 Zentimeter lange Metallkastenform innen mit dem Backpinsel dünn und lückenlos einölen. Die Quinoaflocken hineingeben, die Form in alle Richtungen drehen und Boden sowie lange Seiten gleichmäßig bedecken. Lose Flocken in der Form lassen; sie werden beim Einfüllen vom Teig gebunden.
- 5
Mehle, Triebmittel und Saaten eine Minute gleichmäßig verteilen
Zutaten für diesen Schritt
Weizenmehl, Roggenvollkornmehl, Salz, Trockenhefe, Zucker, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Quinoaflocken in die große Rührschüssel geben. Mit dem Silikonspatel 1 Minute bis zum Schüsselboden mischen. Die Mischung ist bereit, wenn Saaten und Flocken sichtbar gleichmäßig verteilt sind und keine Hefe- oder Salzansammlung mehr zu erkennen ist.
Abschnitt
Weichen Teig mischen und zweimal gehen lassen
- 6
Hauptteig acht Minuten mit dem Silikonspatel ausarbeiten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Auf höchstens dreißig Grad abgekühlte aufgelockerte Quinoa
- Gleichmäßig vermischte Mehle, Trockenhefe, Würzung, Saaten und Flocken
Das Wasser auf 30 °C temperieren und zusammen mit dem Olivenöl zur Trockenmischung geben. Die abgekühlte Quinoa vollständig zufügen. Zuerst 2 Minuten kräftig bis zum Schüsselboden verrühren, dann den weichen Teig 6 Minuten mit dem Silikonspatel vom Rand zur Mitte ziehen und jeweils über sich selbst legen. Nicht probieren und kein zusätzliches Mehl einarbeiten. Der Teig ist bereit, wenn keine trockenen Stellen sichtbar sind, er als zusammenhängende weiche Masse am Spatel haftet und beim Anheben kurze dehnbare Stränge bildet.
- 7
Teig sechzig Minuten bis zur klaren Volumenzunahme gehen lassen
Schon vorbereitet
- Acht Minuten ausgearbeiteter weicher Quinoabrotteig
Die Teighöhe außen an der Schüssel markieren und die Schüssel abdecken. Den Teig 60 Minuten bei 24 bis 26 °C gehen lassen. Er ist bereit, wenn er sein Ausgangsvolumen sichtbar um etwa die Hälfte vergrößert hat, die Oberfläche leicht gewölbt ist und mehrere kleine Gasblasen direkt unter der Oberfläche erkennbar sind. Die Schüssel während dieser Zeit nicht bewegen und den Teig nicht zwischendurch entgasen.
- 8
Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen
Schon vorbereitet
- Geölte und mit Quinoaflocken ausgestreute Kastenform
- Quinoabrotteig nach sechzig Minuten erster Gare
Den gegangenen Teig mit dem Silikonspatel einmal vom Schüsselrand lösen, ohne ihn kräftig zusammenzudrücken. Die weiche Masse in die geölte, beflockte Form umsetzen und mit dem Spatel gleichmäßig auf alle vier Ecken verteilen. Die Oberfläche mit dem angefeuchteten Spatel glatt streichen und sichtbare große Lufttaschen direkt oben mit der Spatelkante schließen.
- 9
Stückgare vierzig Minuten führen und den Ofen vollständig vorheizen
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig eingefüllter Quinoabrotteig in der vorbereiteten Kastenform
Die Form locker abdecken und 40 Minuten bei 24 bis 26 °C stehen lassen. Nach 20 Minuten den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze stellen, damit er vor dem Einschieben mindestens 20 Minuten vollständig vorgeheizt ist. Der Teig ist backbereit, wenn seine Mitte etwa 1 Zentimeter unter dem Formenrand steht und die Oberfläche sichtbar gelockert, aber noch nicht eingesunken ist. Die Form danach nicht mehr stoßen.
Abschnitt
Laib durchbacken und vollständig auskühlen
- 10
Quinoabrot in zwei Temperaturstufen bis zum Kerngarpunkt backen
Schon vorbereitet
- Backreifer Quinoabrotteig nach vierzig Minuten Stückgare
Die Form mittig auf den Rost des vollständig vorgeheizten Backofens setzen und 15 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen. Danach auf 190 °C reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Wird die Oberfläche nach insgesamt 35 Minuten sehr dunkel, den Laib locker mit Backpapier abdecken. Am Ende ein sauberes Einstichthermometer seitlich bis in die Brotmitte führen: Der Laib ist fertig, wenn der Kern mindestens 96 °C erreicht, die Kruste kräftig gebräunt ist und sich die Seiten leicht von der Form lösen.
- 11
Laib entformen und zwei Stunden vor dem Anschneiden auskühlen
Schon vorbereitet
- Bis mindestens sechsundneunzig Grad Kerntemperatur durchgebackenes Quinoabrot
Die heiße Form mit Ofenhandschuhen aus dem Ofen nehmen. Den Laib nach 5 Minuten vorsichtig aus der Form lösen und auf ein Gitter setzen. Mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen. Erst anschneiden, wenn in der Brotmitte höchstens 30 °C gemessen werden und die Unterseite trocken wirkt; so kann die feuchte Krume setzen, ohne beim Schneiden zu verkleben.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Person: 1 Scheibe Brot (1/12 Laib). Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (1 Laib).
Kalorien
241 kcal
pro Person
2892.5 kcal
gesamtes Rezept (1 Laib)
Kohlenhydrate
31.9 g
pro Person
382.6 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Protein
8.06 g
pro Person
96.7 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Fett
8.44 g
pro Person
101.3 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Ballaststoffe
4.49 g
pro Person
53.9 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Zucker
2.05 g
pro Person
24.6 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Salz
0.824 g
pro Person
9.89 g
gesamtes Rezept (1 Laib)
Mehr zum Rezept
Das Brot passt zu herzhaften Aufstrichen, zu Suppen und Eintöpfen oder einfach mit pflanzlicher Margarine und etwas Salz. Durch die Kombination aus Quinoa, Vollkornmehl und Saaten liefert es langanhaltende Sättigung und eine saftige Krume. Für ein milderes Aroma kann der Teig mit etwas weniger Roggenanteil zubereitet werden.
Häufige Fragen
Gründliches Waschen entfernt mögliche bitter schmeckende Saponin-Rückstände. Das anschließende Garen macht die Körner weich und bindet die vorgesehene Feuchtigkeit. Rohe Quinoa wäre in diesem geschlossenen Hauptweg keine gleichwertige Zutat.
Sie darf an keiner der geprüften Stellen wärmer als der im Schritt festgelegte Grenzwert sein. Zu warme Quinoa beschleunigt oder schädigt die Hefeführung; feuchte Klumpen verteilen sich außerdem schlechter im Teig. Nach dem Abkühlen wird sie direkt weiterverarbeitet.
Der Ablauf ist ausschließlich an die im Formschritt genannte Metallkastenform gebunden. Eine kürzere Form erzeugt einen höheren Laib und verändert Stückgare sowie Backzeit; eine längere Form macht ihn flacher. Andere Größen brauchen einen eigenen Backtest.
Gekochte Quinoa, Roggenvollkornmehl, Saaten und Flocken binden Wasser anders als ein heller Weizenteig. Der weiche Teig wird deshalb mit dem Spatel ausgearbeitet und nicht durch zusätzliches Mehl versteift. Entscheidend sind eine zusammenhängende Masse und kurze dehnbare Stränge.
Bei der ersten Gare zählen die markierte Volumenzunahme, eine leichte Wölbung und kleine Gasblasen. Bei der Stückgare zählt die feste Höhe unter dem Formenrand zusammen mit einer gelockerten, noch nicht eingesunkenen Oberfläche. Die Zeiten gelten nur im angegebenen Temperaturbereich.
Maßgeblich ist die Kerntemperatur in der Brotmitte. Kräftige Bräunung und leicht gelöste Seiten ergänzen die Prüfung, reichen allein aber nicht aus. Bleibt der Kern unter dem Zielwert, wird in kurzen Abständen weitergebacken und erneut gemessen.
Während des Auskühlens entweicht Restdampf und die Krumenstruktur setzt sich. Wird der Laib warm angeschnitten, kann die feuchte Krume am Messer verkleben und speckig wirken. Dauer und Temperaturgrenze stehen deshalb im letzten Schritt.
Den vollständig ausgekühlten Laib trocken und vor Feuchtigkeit geschützt in einem sauberen Brotkasten aufbewahren. Für längere Lagerung in Scheiben luftdicht einfrieren und nur die benötigte Menge auftauen. Sichtbaren Schimmel niemals abschneiden, sondern den gesamten Laib entsorgen.
Nein, Weizen- und Roggenmehl machen das Brot glutenhaltig. Es enthält zwar Roggenvollkornmehl, ganze Quinoa und Quinoaflocken, daneben aber Weizenmehl Type 1050. Deshalb wird es hier sachlich als Quinoabrot bezeichnet und nicht einem beliebigen glutenfreien oder allgemeinen Vollkornbrot gleichgesetzt.
Alle hinterlegten Nährstoffprofile sind derzeit KI-Schätzungen. Zusätzlich fehlen kontrollierte Messungen von Gar- und Backverlust, fertiger Laibmasse, Scheibengewicht und Ballaststoffgehalt. Ohne diese Nachweise wären veröffentlichte Nährwerte und eine rechtlich konditionierte Ballaststoffangabe irreführend.