Hausgemachte Schupfnudeln mit Apfel-Sauerkraut

Hausgemachte Schupfnudeln aus Kartoffelteig mit offen geschmortem Apfel-Sauerkraut und Schnittlauch.

Die Kartoffeln garen in der Schale, dampfen gepresst aus und werden nur kurz zum Teig gebunden. Nach dem Garziehen bräunen die Schupfnudeln getrennt vom Sauerkraut, bevor beide Pfannenteile kurz zusammenkommen.

Hausgemachte Schupfnudeln mit Apfel-Sauerkraut auf einem Teller
Gesamtzeit
1 h 50 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 1 h 50 min auf dem Tisch
Vorbereiten
45 min
Ruhen
20 min
Kochen
45 min

Zutaten

Kartoffelteig

Apfel-Sauerkraut

Fertigstellen

So gelingt das Rezept

  1. Abschnitt

    Kartoffelmasse und Teig vorbereiten

  2. 1

    Kartoffeln in der Schale garen und trocken ausdampfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Bürste die Kartoffeln unter fließendem Wasser sauber und lege sie ungeschält in einen ausreichend großen Topf. Bedecke sie mit kaltem Wasser und bringe es zum Kochen. Reduziere die Hitze sofort auf ein ruhiges Sieden. Stich die größte Knolle an: Sie ist fertig, sobald die Klinge von außen bis zum Kern gleichmäßig leicht eindringt. Gieße das Wasser vollständig ab und lasse die Kartoffeln im offenen warmen Topf noch etwa 2 Minuten ausdampfen; am Topfboden darf keine Wasserpfütze stehen.

  3. 2

    Kartoffeln pellen, pressen und ohne Dampf abkühlen

    Zutaten für diesen Schritt

    Pelle die Kartoffeln, solange sie noch gut warm sind. Drücke sie direkt durch eine Kartoffelpresse auf ein breites sauberes Blech oder Brett; ein Stampfer bleibt wegen möglicher Stücke unbenutzt. Verteile die lockere Masse höchstens fingerhoch und lasse sie etwa 20 Minuten offen stehen. Sie ist bereit, sobald kein Dampf mehr aufsteigt und sie sich in der Mitte nur noch lauwarm anfühlt.

  4. 3

    Kartoffelteig kurz und ohne Kneten schließen

    Zutaten für diesen Schritt

    Verteile den größeren Mehlanteil, Kartoffelstärke und die Hälfte des Salzes über der Kartoffelmasse. Gib Ei und Muskatnuss dazu. Hacke die Zutaten zuerst mit einer Teigkarte ineinander und drücke sie anschließend nur so oft zusammen, bis keine trockenen Inseln oder Eigelbspuren mehr sichtbar sind. Der Teig soll weich, geschlossen und formbar sein; knete ihn nicht elastisch. Probiere den rohen Teig wegen Ei und Mehl nicht. Reinige danach Hände, Arbeitsfläche und Geräte, die rohes Ei berührt haben.

  5. 4

    Gleichmäßige Schupfnudeln mit spitzen Enden formen

    Zutaten für diesen Schritt

    Bestäube die Arbeitsfläche sparsam mit dem zurückbehaltenen Mehl. Teile den Teig mit der Teigkarte in mehrere Portionen und rolle daraus fingerstarke Stränge. Schneide gleich große Stücke ab und rolle jedes zwischen den bemehlten Handflächen zu einer etwa 5 cm langen Nudel, die in der Mitte rund 1,5 cm dick ist und zu beiden Enden schmaler wird. Arbeite ohne Pause weiter und halte die geformten Stücke einlagig und mit Abstand bereit; sie dürfen weder ankleben noch Risse bekommen.

  6. Abschnitt

    Schupfnudeln garziehen

  7. 5

    Probestück und Schupfnudeln portionsweise garziehen

    Zutaten für diesen Schritt

    Bringe in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen, würze es mit dem übrigen Salz und reduziere es auf ein stetiges Sieden ohne heftiges Sprudeln. Lasse zuerst ein Probestück hineingleiten und löse es vorsichtig vom Boden. Bleibt es geschlossen, gare die übrigen Schupfnudeln in kleinen Portionen und nur einlagig. Sobald eine Portion vollständig an der Oberfläche schwimmt, lasse sie noch etwa 1 Minute ziehen. Hebe die Stücke mit einer Schaumkelle auf ein sauberes Blech, lege sie mit Abstand aus und lasse ihre Oberfläche mindestens 10 Minuten abdampfen. Zerfällt bereits das Probestück, wird der Ansatz ohne einen neuen Bindungsversuch nicht als gelungen ausgegeben.

  8. Abschnitt

    Apfel-Sauerkraut schmoren und Pfanne fertigstellen

  9. 6

    Zwiebelbasis hell anschwitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schäle die Zwiebel und schneide sie in feine Würfel. Erhitze das Butterschmalz in einer breiten Pfanne oder einem breiten Topf bei mittlerer Hitze. Schwitze die Würfel unter gelegentlichem Rühren etwa 5 bis 6 Minuten an, bis sie glasig und weich sind, aber keine dunklen Ränder tragen. Streue den Rohrohrzucker darüber und rühre nur noch etwa 30 Sekunden, bis die Kristalle feucht glänzen; die Mischung darf nicht dunkel karamellisieren.

  10. 7

    Sauerkraut mit Apfel offen bis zum feuchten Endpunkt schmoren

    Zutaten für diesen Schritt

    Lasse das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen, ohne es trocken auszudrücken. Schäle den Apfel, entferne das Kerngehäuse und reibe das Fruchtfleisch grob. Drücke den Kümmel leicht an. Gib Sauerkraut, Apfel, Gemüsebrühe, Kümmel, Lorbeerblatt und Pfeffer zur Zwiebelbasis und verteile alles gleichmäßig. Schmore die Mischung offen bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 18 bis 20 Minuten und wende sie regelmäßig vom Boden. Sie ist fertig, wenn das Kraut weich ist, noch feucht glänzt und beim Freischieben des Bodens keine freie Flüssigkeit nachläuft. Entferne das Lorbeerblatt.

  11. 8

    Schupfnudeln in Butter auf mehreren Seiten bräunen

    Zutaten für diesen Schritt

    Erhitze eine große Pfanne bei mittlerer bis kräftiger Hitze und lasse die Süßrahmbutter darin aufschäumen. Lege nur so viele abgedampfte Schupfnudeln ein, dass sie sich nicht berühren; bei einer kleineren Pfanne teilst du Butter und Nudeln auf zwei Durchgänge. Lasse die erste Seite etwa 3 bis 4 Minuten ungestört braten. Rolle oder wende die Stücke danach vorsichtig und brate sie weitere 5 bis 7 Minuten, bis mindestens zwei Seiten goldbraun sind und sich trocken von der Pfanne lösen. Drücke sie beim Wenden nicht flach.

  12. 9

    Beide Pfannenteile kurz verbinden und servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schneide den Schnittlauch in feine Röllchen. Gib das heiße Apfel-Sauerkraut zu den gebräunten Schupfnudeln und hebe beides mit einem breiten Pfannenwender nur zwei- bis dreimal locker unter. Erhitze die Pfanne noch 1 bis 2 Minuten ohne Deckel; langes Rühren würde die gebräunten Flächen wieder aufweichen. Verteile den Schnittlauch darüber und serviere das Gericht unmittelbar.

Nährwerte nicht verfügbar

Für dieses Rezept liegen derzeit keine verlässlichen Nährwerte vor.

Anmerkung

Für einen großen Kochtopf und eine Pfanne mit 28 cm Durchmesser; in einer kleineren Pfanne die Schupfnudeln in zwei Durchgängen braten.

Häufige Fragen

Mehligkochende Kartoffeln ergeben nach dem Garen und Ausdampfen eine trockene, fein zerfallende Masse, die sich mit Mehl, Stärke und Ei zu einem formbaren Teig verbinden lässt. Die konkrete Wasseraufnahme schwankt trotzdem nach Sorte, Lagerung und Garung. Deshalb ersetzen die Rezeptangaben keinen dokumentierten Teig- und Garversuch mit der tatsächlich verwendeten Kartoffelcharge.

Er soll weich und geschlossen sein, sich aber mit bemehlten Händen zu einem glatten Strang rollen lassen. Klebrige Nässe, tiefe Risse oder eine elastisch-gummiartige Struktur sind Fehlzeichen. Langes Kneten ist keine Lösung, weil es das Weizengluten stärker entwickelt und die Schupfnudeln fester macht.

Das Probestück prüft, ob Teigbindung, Form und Wassertemperatur zusammenpassen, bevor eine ganze Portion in den Topf kommt. Es muss geschlossen bleiben, an die Oberfläche steigen und sich mit der Schaumkelle herausheben lassen. Zerfällt es, ist der Ansatz nicht belastbar gelungen; eine pauschale zusätzliche Bindemenge wird ohne eigenen Kochversuch nicht empfohlen.

Sie steigen im ruhig siedenden Wasser vollständig an die Oberfläche, bleiben dort während der kurzen Nachgarzeit stabil und lassen sich ohne schmierigen Teigfilm herausheben. Ein aufgeschnittenes Probestück darf in der Mitte keine rohe, klebrige Teigzone zeigen. Roher Kartoffelteig mit Ei und Mehl wird nicht probiert.

Die vorgegarten Stücke müssen zuerst mit Abstand abdampfen. In der Pfanne liegen sie einlagig, die Butter schäumt und die erste Seite bleibt zunächst ungestört. Erst eine stabil gebräunte Unterseite wird gewendet. Zu viele Stücke oder feuchtes Sauerkraut in derselben frühen Bratphase erzeugen Dampf statt Bräunung.

Sauerkraut, Apfel und Brühe geben Feuchtigkeit ab. Durch das offene Schmoren kann freie Flüssigkeit verdampfen, während die Schupfnudeln separat trockene gebräunte Flächen entwickeln. Beide Teile werden erst am Ende kurz verbunden, damit das Kraut haftet, ohne die gesamte Oberfläche aufzuweichen.

Für diesen Zielstand wird ein mildes Sauerkraut nur abgetropft. Abspülen verändert Säure, Salz und Flüssigkeitsbilanz und damit die abgestimmte Pfanne. Wenn ein Produkt deutlich saurer als gewünscht ist, ist ein milder gekennzeichnetes Sauerkraut die nachvollziehbarere Wahl; eine separate Spülvariante müsste eigens gekocht werden.

Weizenmehl enthält Gluten, das Hühnerei gehört zu den Ei-Allergenen und Süßrahmbutter sowie Butterschmalz enthalten Milchbestandteile. Gemüsebrühe kann je nach Produkt unter anderem Sellerie enthalten; bei Sauerkraut können kennzeichnungspflichtige Sulfite relevant sein. Maßgeblich bleiben deshalb die Zutaten- und Allergenhinweise der tatsächlich verwendeten Packungen.

Bereite sie höchstens bis zum vollständigen Vorgaren vor, kühle sie danach zügig und abgedeckt im Kühlschrank und brate sie erst kurz vor dem Servieren. Rohteig mit Ei wird nicht lange bei Raumtemperatur gelagert. Eine genaue maximale Vorbereitungsdauer lässt sich ohne kontrollierten Kühl- und Wiedererwärmungstest nicht zusichern.

Fülle übrig gebliebenes Essen zum schnellen Abkühlen in flache Behälter. Bringe es innerhalb weniger Stunden auf höchstens 7 °C und halte es danach abgedeckt gekühlt. Iss es spätestens am Ende des zweiten Kühlschranktags. Beim Wiedererwärmen müssen alle Stellen für mindestens 2 Minuten 70 °C erreichen; danach wird das Gericht sofort gegessen. Bei auffälligem Geruch, Schimmel oder schmieriger Oberfläche wird es entsorgt.

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