Pflaumenmarmelade mit Gelierzucker 2:1
Dunkelrote Pflaumenmarmelade mit kräftigem Fruchtgeschmack, klarer Gelierprobe und sauber beschriebenem Heißabfüllen.
Die gewünschte Fruchttextur wird vor dem Zucker festgelegt. Danach kocht die Masse nach der Packungszeit sprudelnd, wird entschäumt und ohne Unterbrechung heiß abgefüllt.

- Vorbereiten
- 20 min
- Ruhen
- 4 h 30 min
- Kochen
- 12 min
Zutaten
Ergibt 6 Gläser · Pro Portion: etwa 250 g Pflaumenmarmelade (1 Glas)
Frucht (entsteint gewogen)
Grundrezept
Optionales Aroma
So gelingt das Rezept
Du bereitest insgesamt 6 Gläser für 6 Portionen zu. Eine Portion entspricht etwa 250 g Pflaumenmarmelade (1 Glas). Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Vorbereiten
- 1
Gläser, Deckel und Abfüllwerkzeug hygienisch vorbereiten
Sechs Schraubgläser mit passenden Twist-off-Deckeln und ein kleines Reserveglas auf Absplitterungen, Risse und beschädigte Dichtflächen prüfen. Gläser, Deckel, Trichter, Kelle und Zange im heißen Spülmaschinenprogramm reinigen oder mindestens 5 Minuten vollständig in kochendem Wasser halten. Mit einer sauberen Zange entnehmen, innen nicht auswischen und bis zum Abfüllen warm sowie aufrecht auf einem frisch gereinigten, feuchten Tuch bereitstellen.
- 2
Pflaumen waschen, entsteinen, abwiegen und Textur festlegen
Zutaten für diesen Schritt
Nur reife, aromatische und unbeschädigte ganze Früchte verwenden. Unter fließendem Trinkwasser gründlich waschen, abtropfen lassen, halbieren und die Steine entfernen. Die Mengenangabe der Zutatenliste gilt für das entsteinte Fruchtfleisch zusammen mit ausgetretenem Saft; diese Nettomenge erst nach dem Entsteinen abwiegen. Für eine stückige Marmelade in etwa 1 bis 2 cm große Stücke schneiden. Für eine glatte oder feinere Textur die Früchte bereits jetzt vollständig beziehungsweise nur teilweise pürieren; nach dem Gelieren wird nicht mehr püriert.
- 3
Mit Gelierzucker, Zitronensaft und gewähltem Aroma ziehen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Vorbereitete Pflaumenmasse
Die vorbereitete Pflaumenmasse mit Gelierzucker und Zitronensaft im hohen Kochtopf gründlich vermengen. Wer würzen möchte, gibt Zimt, Vanillepaste oder bewusst beide optionalen Aromen jetzt dazu. Den Topf abdecken und die Mischung 30 Minuten stehen lassen, bis sichtbar Fruchtsaft ausgetreten ist. Das Frucht-Zucker-Verhältnis nicht verändern und Gelierzucker mit einem anderen Mischungsverhältnis nicht ungeprüft austauschen.
Abschnitt
Kochen und Gelieren
- 4
Pflaumenmischung kontrolliert und vollständig erhitzen
Schon vorbereitet
- Gezogene Pflaumenmischung
Einen hohen Topf wählen, dessen Volumen mindestens 4 Liter beträgt, und die gezogene Mischung darin bei mittlerer Hitze erwärmen. Mit einem langen Kochlöffel regelmäßig über den gesamten Topfboden rühren, bis sich keine Zuckerkristalle mehr ertasten lassen und die Masse überall dampft. Erst dann die Hitze erhöhen. Der Topf darf höchstens zur Hälfte gefüllt sein, damit der beim Kochen aufsteigende Schaum sicher Platz hat.
- 5
Nach Packungsangabe kräftig sprudelnd kochen
Schon vorbereitet
- Vollständig erhitzte Pflaumenmischung
Sobald die gesamte Oberfläche trotz Rührens kräftig sprudelt, beginnt die Kochzeit. Die Zeitangabe auf der verwendeten Gelierzuckerpackung hat Vorrang; nennt sie 4 Minuten, die Masse ab diesem Punkt genau 4 Minuten unter ständigem Rühren voll sprudelnd kochen. Nicht nur simmern lassen. Keinen größeren Doppelansatz im selben Topf kochen, weil Aufheizzeit und Gelierung dadurch unzuverlässig werden.
- 6
Gelierprobe prüfen und Schaum sauber abnehmen
Schon vorbereitet
- Voll sprudelnd gekochte Pflaumenmarmelade
Einen kleinen Tropfen auf einen vorgekühlten Teller geben und etwa 30 Sekunden warten. Beim Neigen soll die Probe dicklich bleiben, nur langsam fließen und an der Oberfläche ein feines Häutchen zeigen. Ist sie noch dünnflüssig, jeweils 1 Minute weiter sprudelnd kochen und mit einer frischen Probe erneut prüfen. Sobald die Gelierung stimmt, den Topf vom Herd ziehen und sichtbaren Schaum mit einem sauberen Löffel vollständig abheben. Jetzt ohne Pause abfüllen.
Abschnitt
Abfüllen und prüfen
- 7
Marmelade heiß einfüllen und Gläser sofort schließen
Schon vorbereitet
- Gelierfähige entschäumte Pflaumenmarmelade
Ein warmes Glas nach dem anderen mit Trichter und Kelle bis knapp unter den Rand füllen. Luftblasen mit einem frisch gereinigten schmalen Werkzeug lösen, ohne die Glasinnenseite unnötig zu berühren. Den Rand bei Bedarf mit sauberem feuchtem Küchenpapier abwischen, sofort den passenden Deckel fest aufsetzen und das Glas aufrecht stehen lassen. Die gefüllten Gläser weder wenden noch schütteln.
- 8
Aufrecht abkühlen, Vakuum kontrollieren und beschriften
Schon vorbereitet
- Heiß abgefüllte verschlossene Marmeladengläser
Die Gläser mindestens 4 Stunden ungestört aufrecht auskühlen lassen. Danach jedes Glas prüfen: Die Deckelmitte soll nach innen gezogen sein und bei Druck nicht klicken. Gläser ohne Vakuum sind nicht für die Vorratslagerung bestimmt; sie kommen sofort in den Kühlschrank und werden zeitnah verbraucht. Dichte Gläser mit Inhalt und Datum beschriften und dunkel, trocken sowie möglichst bei 15 bis 20 °C lagern.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Portion: etwa 250 g Pflaumenmarmelade (1 Glas). Angezeigt werden die Werte pro Portion und für das gesamte Rezept (6 Gläser).
Kalorien
405.5 kcal
pro Portion
2433.1 kcal
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Kohlenhydrate
97.6 g
pro Portion
585.8 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Protein
1.12 g
pro Portion
6.7 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Fett
0.48 g
pro Portion
2.88 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Ballaststoffe
3.04 g
pro Portion
18.3 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Zucker
97.3 g
pro Portion
583.8 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Salz
0.043 g
pro Portion
0.258 g
gesamtes Rezept (6 Gläser)
Mehr zum Rezept
Die Rezeptur ist auf Gelierzucker mit reduziertem Zuckeranteil ausgelegt; dadurch bleibt das Fruchtaroma stärker im Vordergrund. Wer eine intensivere Gewürznote möchte, kann die optionalen Aromen etwas früher einrühren, für feinere Noten eher gegen Ende. Eine gleichmäßige Stückgröße und gründliches Rühren sind die wichtigsten Punkte, um Anbrennen zu vermeiden und eine stabile Bindung zu erreichen.
Häufige Fragen
Das Verhältnis bezieht sich auf vorbereitete Frucht und Gelierzucker. Abgewogen wird das essbare Fruchtfleisch nach dem Entsteinen zusammen mit seinem Saft. Verwende das auf der Packung angegebene Verhältnis und die dort genannte Kochzeit unverändert; ein anderes Gelierzuckerverhältnis ist keine direkte Austauschzutat.
Beide funktionieren, ergeben aber eine unterschiedliche Textur. Saftige runde Pflaumen kochen meist weicher und flüssiger, während festere Zwetschgen mehr erkennbare Fruchtstruktur behalten. Entscheidend ist in beiden Fällen das abgewogene Fruchtfleisch ohne Steine; verdorbene oder angeschimmelte Früchte werden vollständig aussortiert.
Lege die Textur vor dem Mischen mit dem Gelierzucker fest. Schneide die Früchte für eine stückige Variante klein oder püriere sie für eine glatte Variante vollständig. Teilweises Pürieren verbindet eine sämige Grundmasse mit kleinen Fruchtstücken. Nach der Gelierprobe wird nicht mehr püriert, damit Temperatur und Abfüllablauf nicht unnötig unterbrochen werden.
Die Probe bleibt nach kurzem Abkühlen als dicklicher Tropfen liegen, läuft beim Neigen des Tellers nur langsam und bildet oben ein feines Häutchen. Eine heiße Probe wirkt immer flüssiger als der später ausgekühlte Aufstrich. Teste deshalb auf einem kalten Teller und verlängere die sprudelnde Kochphase nur schrittweise.
Häufig begann die Zeitmessung vor dem vollen Aufwallen, die Masse simmerte nur oder der Ansatz war für den Topf zu groß. Auch ein verändertes Frucht-Zucker-Verhältnis oder eine abweichende Gelierzuckersorte kann die Gelierung stören. Richte dich nach der konkreten Packungsanleitung und prüfe kleine Verlängerungen jeweils mit einer neuen Gelierprobe.
Schaum hält viele Luftblasen in der Fruchtmasse fest und erschwert eine gleichmäßige, luftarme Füllung. Nimm ihn nach bestandener Gelierprobe mit einem sauberen Löffel ab. Anschließend wird ohne längere Wartezeit heiß abgefüllt, damit Gläser und Inhalt nicht unnötig abkühlen.
Bei einem Twist-off-Deckel ist die Mitte sichtbar oder fühlbar nach innen gezogen und gibt bei Druck kein Klickgeräusch ab. Ein undichter, gewölbter oder später wieder klickender Deckel belegt kein Vakuum. Solche Gläser werden gekühlt und zeitnah verbraucht statt in den Vorrat gestellt.
Sauber hergestellte und vakuumdicht verschlossene Gläser können dunkel und bei gleichmäßiger kühler Raumtemperatur ungefähr ein Jahr lagern. Kontrolliere Deckel, austretende Flüssigkeit, Gärgeruch, Bläschen und sichtbaren Belag. Bei einem auffälligen Glas gilt die Zeitangabe nicht; der Inhalt wird nicht probiert.
Ein geöffnetes Glas gehört sofort in den Kühlschrank. Entnimm die Marmelade ausschließlich mit sauberem Besteck und verbrauche sie innerhalb weniger Wochen. Bei Schimmel wird der gesamte Glasinhalt entsorgt; Abschöpfen reicht nicht aus, weil sich Pilzbestandteile und mögliche Giftstoffe unsichtbar im weichen Lebensmittel verteilen können.
Die geprüfte Hauptversion verwendet frische Früchte. Für eine separate Variante müssen tiefgekühlte Pflaumen vollständig auftauen; Fruchtfleisch und ausgetretener Saft werden gemeinsam abgewogen. Wasserverlust und weichere Zellstruktur können Kochverhalten und Ausbeute verändern, deshalb wird die Gelierprobe besonders sorgfältig geprüft und die Variante nicht ungeprüft mit der frischen Fassung gleichgesetzt.