Sauerkrautsuppe mit Kartoffeln

Die Gemüsebrühe verbindet Kartoffelwürfel, Sauerkraut und Wurzelgemüse. Majoran, Kümmel und Apfelsaft runden die Säure ab.

Die Kartoffeln garen vor dem Sauerkraut, damit dessen Säure die Garung nicht bremst. Das Kraut köchelt erst zum Schluss mit und bleibt dadurch faserig.

Sauerkrautsuppe mit Kartoffeln fertig angerichtet
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

5 min

Kochen

35 min

Zutaten

Gemüse und Kartoffeln

Brühenbasis und Würzung

Zum Abschmecken und Servieren

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Gemüse und Sauerkraut vorbereiten

  2. 1

    Kartoffeln, Gemüse und Sauerkraut vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Würfel mit etwa 1,5 cm Kantenlänge schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Karotten putzen, Knollensellerie schälen und beides in kleine Würfel schneiden. Knoblauch fein hacken. Das Sauerkraut auflockern; nur sehr lange Fäden grob kürzen. Die enthaltene Flüssigkeit nicht wegschütten.

    Notiz

    Gleich große Kartoffelwürfel garen zur selben Zeit. Kurze Krautfäden lassen sich später leichter mit den Kartoffeln löffeln, ohne in der Brühe zu verschwinden.

  3. Abschnitt

    Brühenbasis aufbauen und Kartoffeln vorgaren

  4. 2

    Zwiebeln und Wurzelgemüse anschwitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Rapsöl in einem großen, schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln, Karotten und Knollensellerie 7–8 Minuten unter regelmäßigem Rühren anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind und die Gemüsekanten weicher wirken, aber keine dunklen Stellen zeigen. Knoblauch während der letzten 30 Sekunden einrühren und nur bis zum deutlichen Duft mitziehen lassen.

    Notiz

    Eine ruhige Anschwitzphase löst Süße aus dem Wurzelgemüse. Dunkle Röststellen würden die Säure des Sauerkrauts bitter wirken lassen.

  5. 3

    Tomatenmark und Gewürze kontrolliert rösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Tomatenmark unter das Gemüse rühren und 2 Minuten rösten, bis es ziegelrot wird und am Topfboden leicht ansetzt. Den Topf vom Herd ziehen. Edelsüßes und geräuchertes Paprikapulver, angedrückte Kümmelsamen, zwischen den Fingern zerriebenen Majoran und das Lorbeerblatt höchstens 20 Sekunden einrühren. Danach sofort mit der Brühe aus dem nächsten Schritt ablöschen.

    Notiz

    Paprikapulver wird in trockenem Topf schnell bitter. Restwärme genügt, um Gewürzduft zu lösen, bevor die Flüssigkeit dazukommt.

  6. 4

    Brühe angießen und Kartoffeln aufkochen

    Zutaten für diesen Schritt

    Heiße Gemüsebrühe angießen, Meersalz einrühren und den Ansatz vollständig vom Topfboden lösen. Die vorbereiteten Kartoffeln zugeben und die Brühe einmal aufkochen. Sobald die Oberfläche gleichmäßig blubbert, die Hitze auf ein sanftes Köcheln reduzieren.

    Notiz

    Die Kartoffeln sollen von Brühe umgeben sein. Starkes Kochen lässt ihre Kanten früh aufbrechen, bevor der Kern gar ist.

  7. 5

    Kartoffeln vor dem Sauerkraut fast weich garen

    Die Kartoffeln bei kleiner bis mittlerer Hitze 12–15 Minuten sanft köcheln lassen. Sie sind bereit für das Sauerkraut, wenn ein Messer mit nur noch leichtem Widerstand eindringt, der Kern nicht mehr hart knirscht und die Würfelkanten intakt bleiben.

    Notiz

    Vorwiegend festkochende Kartoffeln brauchen ihren Garvorsprung ohne Säure. Erst die fast gare Messerprobe gibt das Sauerkraut für den Topf frei.

  8. Abschnitt

    Sauerkraut zugeben und die Suppe fertig garen

  9. 6

    Sauerkraut, Apfelsaft und Senf zugeben

    Zutaten für diesen Schritt

    Das vorbereitete Sauerkraut mitsamt seiner Flüssigkeit, Apfelsaft und Senf zu den Kartoffeln geben. Alles mit einem breiten Löffel behutsam unterheben und erneut bis zum leisen Köcheln erhitzen. Die Kartoffelwürfel dabei nicht gegen den Topfrand drücken.

    Notiz

    Apfelsaft und Wurzelgemüse fangen Säurespitzen ab. Der Senf soll sich vollständig in der Brühe lösen und darf keine Schlieren bilden.

  10. 7

    Kartoffeln und Sauerkraut gemeinsam fertig garen

    Die Suppe 8–10 Minuten offen leise köcheln lassen und nur gelegentlich vom Rand zur Mitte bewegen. Sie ist gar, wenn ein Messer ohne Druck durch die Kartoffelwürfel gleitet und mildes Sauerkraut biegsam ist, seine einzelnen Fasern aber sichtbar bleiben. Die Brühe soll sich frei zwischen den Einlagen bewegen und darf nicht zu einem Eintopf eindicken.

    Notiz

    Blubbert die Oberfläche kräftig, die Hitze senken. Ruhiges Köcheln hält vorwiegend festkochende Kartoffeln ganz und begrenzt unnötige Verdunstung.

  11. 8

    Lorbeer entfernen und mit Pfeffer abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Lorbeerblatt entfernen und den schwarzen Pfeffer einrühren. Die Brühe probieren: Die Sauerkrautsäure soll klar wahrnehmbar sein, aber nicht stechend wirken; Apfelsaft und Wurzelgemüse dürfen keinen süßen Eindruck hinterlassen. Vor der vorgesehenen Ruhezeit nicht nachsalzen, weil sich Säure und Salz danach ausgewogener zeigen.

    Notiz

    Jetzt nur den Zielgeschmack prüfen. Die kurze Ruhephase verbindet die Brühe noch mit etwas Kartoffelstärke.

  12. 9

    Fünf Minuten ruhen lassen und mit Petersilie servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Topf zugedeckt neben der ausgeschalteten Herdplatte 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend die Suppe erneut probieren und prüfen, ob Salz, Sauerkrautsäure und milde Süße ausgewogen sind. Petersilie fein schneiden und unmittelbar vor dem Servieren unterheben. Die Suppe noch einmal vorsichtig durchrühren und mit einer Suppenkelle in tiefe Schalen geben. Die Brühe darf leicht an den Kartoffeln haften, während Würfel und Krautfäden klar voneinander erkennbar bleiben.

    Notiz

    Petersilie erst nach der Ruhezeit zugeben, damit Farbe und Kräuterduft erhalten bleiben. Beim Servieren nicht weiterkochen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

182.4 kcal

pro Portion

1094.3 kcal

gesamt aktuell (6 Portionen)

Kohlenhydrate

30.3 g

pro Portion

181.8 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Protein

4.36 g

pro Portion

26.1 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Fett

5.43 g

pro Portion

32.6 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Ballaststoffe

7 g

pro Portion

42 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Zucker

6.82 g

pro Portion

40.9 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Salz

3.68 g

pro Portion

22.1 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Anmerkung

Natur-Sauerkraut aus Beutel oder Glas wird nicht abgespült; seine Flüssigkeit gehört zur Brühenbasis. Beim Wiedererwärmen die Suppe nur bis knapp unter das Kochen erhitzen, damit Kartoffelwürfel und Krautfäden ihre Form behalten.

FAQ

Häufige Fragen

Säure stabilisiert die Zellstruktur der Kartoffeln und kann ihre Garung verzögern. Deshalb köcheln die Kartoffelwürfel zuerst ohne Sauerkraut bis zur fast garen Messerprobe. Erst danach kommt das Kraut in den Topf.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln werden weich, behalten aber klare Kanten und geben etwas Stärke an die Brühe ab. Festkochende Sorten brauchen länger; mehligkochende zerfallen leichter und verändern die Suppe stärker.

Nein. Abspülen entfernt Säure und Fermentaroma, auf denen die Brühe aufbaut. Mildes Natur-Sauerkraut kann mitsamt seiner Flüssigkeit in den Topf. Gewürzte oder sehr scharfe Ware verändert dagegen den vorgesehenen Geschmack.

Ja. Nach dem vollständigen Garen rasch abkühlen und geschlossen kalt stellen. Beim Wiedererwärmen langsam erhitzen und nicht sprudelnd kochen, damit die Kartoffeln nicht brechen und das Sauerkraut faserig bleibt.

Rasch abgekühlt und luftdicht verpackt hält die Suppe im Kühlschrank etwa drei Tage. Zum Abkühlen eignen sich flache Behälter. Beim Erwärmen vollständig erhitzen und anschließend nur noch sanft heiß halten.

Das ist möglich, allerdings können Kartoffeln nach dem Auftauen körniger und brüchiger wirken. Die Suppe im Kühlschrank auftauen, langsam erwärmen und nur vorsichtig rühren. Frische Petersilie erst beim Servieren ergänzen.

Die Suppe zuerst die vorgesehene Ruhezeit stehen lassen und erneut probieren. Bleibt die Säure stechend, heißes Wasser schrittweise einrühren und erst danach Salz prüfen. Zusätzlicher Zucker überdeckt die Säure nur und macht die Brühe schnell süß.

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