Pizzabrot mit Knoblauch und Kräuteröl

Handgeformtes Pizzabrot mit Knoblauch-Kräuteröl, dünner Mitte und sichtbar aufgegangenem Rand – für Backblech oder Pizzastein.

Wenig Hefe, eine lange Gare und starke Unterhitze geben dem Teig Spannung. Das Kräuteröl wird erst vor dem Backen aufgetragen, damit Boden und Rand kräftig aufgehen.

Pizzabrot mit Knoblauch und Kräuteröl fertig angerichtet
Vorbereitung

30 min

Ruhezeit

2 h 5 min

Kochen

16 min

Zutaten

Hefeteig

Knoblauch-Kräuteröl

Zum Formen

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Teig ansetzen und zur Reife bringen

  2. 1

    Hefe aktivieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Lauwarmes Wasser in eine große Rührschüssel geben, frische Hefe hineinbröseln und Zucker einrühren, bis keine größeren Hefestückchen mehr sichtbar sind. Die Mischung etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sie leicht trüb wirkt und an der Oberfläche erste kleine Bläschen zeigt. Bleibt sie völlig leblos, war das Wasser meist zu heiß oder die Hefe zu alt.

    Notiz

    Das Wasser darf nur angenehm warm sein. Zu hohe Temperatur schwächt die Hefe und der Teig geht später träge auf.

  3. 2

    Hefeteig kneten, bis er elastisch zieht

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl, feines Meersalz und Olivenöl zur Hefemischung geben und erst grob verrühren, dann 8–10 Minuten gründlich kneten. In der Küchenmaschine oder mit kräftigen Knethaken auf niedriger bis mittlerer Stufe arbeiten; von Hand braucht der Teig etwas länger. Richtig ist er, wenn er glatt wirkt, sich dehnen lässt und noch leicht an den Fingern haftet, aber nicht mehr breiig klebt.

    Notiz

    Bitte nicht sofort zusätzliches Mehl einarbeiten. Der weiche Teig wird durch Kneten und Ruhe deutlich stabiler.

  4. 3

    Teig abgedeckt gehen lassen

    Den gekneteten Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur etwa 90 Minuten ruhen lassen, bis er deutlich luftiger ist und sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. Reißt die Oberfläche beim Drücken sofort ein, braucht der Teig noch Zeit; federt er langsam zurück, ist er bereit zum Teilen.

    Notiz

    Für eine Kühlschrankgare den Teig nach kurzem Anspringen gut abgedeckt kalt stellen und vor dem Formen temperieren lassen.

  5. Abschnitt

    Knoblauch-Kräuteröl vorbereiten

  6. 4

    Knoblauchöl glatt rühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Olivenöl für das Knoblauchöl in eine kleine Schüssel geben. Knoblauch sehr fein reiben oder pressen und mit Oregano, Petersilie, schwarzem Pfeffer und grobem Meersalz einrühren. Das Öl soll würzig duften und kleine Kräuterpunkte zeigen; große Knoblauchstücke besser zerdrücken, weil sie auf der heißen Oberfläche schnell dunkel und bitter werden.

    Notiz

    Getrockneten Oregano zwischen den Fingern zerreiben, bevor er ins Öl kommt. So verteilt sich das Aroma schneller und gleichmäßiger.

  7. Abschnitt

    Formen und sehr heiß backen

  8. 5

    Ofen und Einschießfläche vorheizen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Ofen mit Pizzastein oder einem umgedrehten Backblech mindestens 30 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Erreicht das Gerät nur 230 °C, diese Höchsttemperatur verwenden und die Bräunung beim Backen beobachten. Hartweizengrieß auf Backpapier, einen Schieber oder ein zweites Blech streuen. Der Grieß soll eine dünne, trockene Schicht bilden, damit die weichen Fladen beim Einschießen nicht festkleben.

    Notiz

    Umluft trocknet die Oberfläche schneller aus. Ober-/Unterhitze liefert meist den besseren Ofentrieb für den Rand.

  9. 6

    Teig teilen und entspannen lassen

    Den aufgegangenen Teig auf die vorbereitete Arbeitsfläche geben und mit einer Teigkarte in vier gleich große Stücke teilen. Die Stücke behutsam rund einschlagen, ohne die ganze Luft herauszudrücken, und abgedeckt etwa 20 Minuten entspannen lassen. Danach zieht sich der Teig beim Formen weniger zusammen und der spätere Boden wird dünn statt zäh.

    Notiz

    Nicht stark entgasen und nicht mit dem Nudelholz walzen. Die Luft im Rand ist der wichtigste Unterschied zu einem kompakten Fladen.

  10. 7

    Fladen mit den Händen ausziehen

    Ein Teigstück mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen flach drücken und dabei einen etwas höheren Rand stehen lassen. Anschließend über die Handrücken legen oder auf der Fläche vorsichtig ziehen, bis die Mitte dünn ist. Wenn der Teig Widerstand leistet, kurz abdecken und entspannen lassen; er soll sich dehnen, nicht reißen.

    Notiz

    Kleine unregelmäßige Formen sind erwünscht. Handgeformtes Pizzabrot wirkt rustikaler und bekommt schönere Luftblasen.

  11. 8

    Knoblauchöl erst kurz vor dem Backen auftragen

    Den geformten Fladen auf die Einschießfläche legen und das vorbereitete Knoblauch-Kräuteröl dünn bis knapp an den Rand verstreichen. In der Mitte darf etwas mehr Öl sitzen, am Rand nur wenig, damit er frei aufgehen kann. Vor dem Einschießen prüfen, ob der Fladen noch locker beweglich ist; klebt er fest, vorsichtig mit der Teigkarte lösen.

    Notiz

    Das Öl nicht lange auf rohem Teig stehen lassen. Sonst weicht die Oberfläche auf und der Boden backt weniger rösch.

  12. 9

    Pizzabrote heiß und kurz backen

    Die Fladen nacheinander oder paarweise auf das heiße Blech beziehungsweise den Pizzastein geben und jeweils etwa 7–8 Minuten backen, bis der Rand sichtbar aufgegangen ist, goldbraune Stellen trägt und der Boden feste Röstpunkte zeigt. Wird der Knoblauch zu schnell dunkel, den Einschub etwas tiefer wählen oder die Temperatur leicht reduzieren.

    Notiz

    Die Backzeichen sind wichtiger als die Uhr: aufgeblasener Rand, trockene Oberfläche und ein stabiler, leicht gebräunter Boden.

  13. 10

    Kurz ausdampfen lassen und servieren

    Die fertigen Pizzabrote auf ein Gitter legen und nur kurz ausdampfen lassen, damit der Boden nicht durch Kondenswasser weich wird. Anschließend warm in Stücke reißen oder schneiden. Sie schmecken pur als Vorspeise, zu Salat, Antipasti oder als Beilage zu Pasta und gegrilltem Gemüse besonders gut.

    Notiz

    Zum Warmhalten nicht stapeln. Besser locker nebeneinander legen und erst direkt vor dem Servieren schneiden.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

623.6 kcal

pro Portion

2494.5 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

98.4 g

pro Portion

393.5 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

14.8 g

pro Portion

59.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

18.4 g

pro Portion

73.8 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

3.06 g

pro Portion

12.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

2.09 g

pro Portion

8.34 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

3.01 g

pro Portion

12 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Für mehr Aroma kann der Teig nach kurzem Anspringen abgedeckt im Kühlschrank reifen. Vor dem Formen muss er wieder geschmeidig und dehnbar werden.

FAQ

Häufige Fragen

Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Nach dem Kneten den Teig kurz bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann gut abgedeckt kalt stellen. Vor dem Formen sollte er wieder geschmeidig werden, sonst zieht er sich stark zusammen.

Ja. Heize ein Backblech umgedreht sehr gründlich mit vor und schiebe die Fladen auf Backpapier oder mit einem bemehlten Schieber darauf. Das heiße Metall gibt genug Unterhitze für einen knusprigen Boden.

Ein Nudelholz drückt die Gärgase aus dem Teig. Dadurch wird der Rand flach und der Boden eher kompakt. Mit den Händen bleibt mehr Luft im Rand, während die Mitte trotzdem dünn ausgezogen werden kann.

Der Rand sollte sichtbar aufgegangen sein, goldbraune Stellen haben und beim Anheben stabil wirken. Auf der Unterseite dürfen feste Röstpunkte sitzen; wirkt der Boden noch blass und weich, braucht das Brot noch kurze Unterhitze.

Abgekühlt hält es luftdicht verpackt etwa einen Tag bei Raumtemperatur. Zum Aufbacken kurz in den sehr heißen Ofen oder auf ein trockenes heißes Blech legen; die Mikrowelle macht den Boden weich.

Ja. Verwende besonders frische Knoblauchzehen und reibe sie sehr fein, dann verteilt sich die Schärfe besser. Für ein milderes Aroma kannst du den Knoblauch im Öl kurz ziehen lassen und größere Stückchen vor dem Aufstreichen entfernen.

Rosmarin oder Thymian passen gut, sollten aber sehr fein gehackt und sparsam dosiert werden. Zarte Kräuter wie Basilikum lieber nach dem Backen darübergeben, weil sie bei hoher Hitze schnell dunkel werden.

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