Plany Rezeptdruck
Pizzabrot mit Knoblauch und Kräuteröl
Wenig Hefe, eine lange Gare und starke Unterhitze geben dem Teig Spannung. Das Kräuteröl wird erst vor dem Backen aufgetragen, damit Boden und Rand kräftig aufgehen.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Hefeteig
- 325 ml lauwarmes Wasser, etwa handwarm, nicht heiß, damit die Hefe zuverlässig arbeitet
- 5 g frische Hefe, kleine Menge für bessere Teigreife und feineres Aroma
- 3 g Zucker, unterstützt den Start der Hefe, schmeckt später nicht süß
- 500 g Weizenmehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550, Tipo 00 macht den Teig besonders elastisch, Type 550 funktioniert im Haushalt sehr gut
- 10 g feines Meersalz, für den Teig; bitte genau abwiegen, damit die Gare kontrollierbar bleibt
- 75 ml natives Olivenöl extra, macht den Teig geschmeidiger, ohne ihn schwer zu machen; fruchtiges Öl bringt den restauranttypischen Duft; auf mehrere Schritte aufgeteilt
Knoblauch-Kräuteröl
- 3 Zehen Knoblauch, frisch gepresst oder sehr fein gerieben, nicht grob gehackt
- 1 TL getrockneter Oregano, zwischen den Fingern zerreiben, damit das Aroma schneller frei wird
- 10 g glatte Petersilie, fein geschnitten; sie bringt Frische zum kräftigen Knoblauch
- 0,25 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, sparsam dosieren, damit der Knoblauch klar im Vordergrund bleibt
- 2 g grobes Meersalz, für kleine salzige Spitzen auf der Oberfläche
Zum Formen
- 20 g feiner Hartweizengrieß, verhindert Kleben und sorgt für eine leicht raue, röschere Unterseite
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig ansetzen und zur Reife bringen
Hefe aktivieren
Zutaten: 325 ml lauwarmes Wasser · 5 g frische Hefe · 3 g Zucker
Lauwarmes Wasser in eine große Rührschüssel geben, frische Hefe hineinbröseln und Zucker einrühren, bis keine größeren Hefestückchen mehr sichtbar sind. Die Mischung etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sie leicht trüb wirkt und an der Oberfläche erste kleine Bläschen zeigt. Bleibt sie völlig leblos, war das Wasser meist zu heiß oder die Hefe zu alt.
Notiz: Das Wasser darf nur angenehm warm sein. Zu hohe Temperatur schwächt die Hefe und der Teig geht später träge auf.
Hefeteig kneten, bis er elastisch zieht
Zutaten: 500 g Weizenmehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550 · 10 g feines Meersalz · 15 ml natives Olivenöl extra
Weizenmehl, feines Meersalz und Olivenöl zur Hefemischung geben und erst grob verrühren, dann 8–10 Minuten gründlich kneten. In der Küchenmaschine oder mit kräftigen Knethaken auf niedriger bis mittlerer Stufe arbeiten; von Hand braucht der Teig etwas länger. Richtig ist er, wenn er glatt wirkt, sich dehnen lässt und noch leicht an den Fingern haftet, aber nicht mehr breiig klebt.
Notiz: Bitte nicht sofort zusätzliches Mehl einarbeiten. Der weiche Teig wird durch Kneten und Ruhe deutlich stabiler.
Teig abgedeckt gehen lassen
Den gekneteten Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur etwa 90 Minuten ruhen lassen, bis er deutlich luftiger ist und sein Volumen ungefähr verdoppelt hat. Reißt die Oberfläche beim Drücken sofort ein, braucht der Teig noch Zeit; federt er langsam zurück, ist er bereit zum Teilen.
Notiz: Für eine Kühlschrankgare den Teig nach kurzem Anspringen gut abgedeckt kalt stellen und vor dem Formen temperieren lassen.
Knoblauch-Kräuteröl vorbereiten
Knoblauchöl glatt rühren
Zutaten: 60 ml natives Olivenöl extra · 3 Zehen Knoblauch · 1 TL getrockneter Oregano · 10 g glatte Petersilie · 0,25 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer · 2 g grobes Meersalz
Olivenöl für das Knoblauchöl in eine kleine Schüssel geben. Knoblauch sehr fein reiben oder pressen und mit Oregano, Petersilie, schwarzem Pfeffer und grobem Meersalz einrühren. Das Öl soll würzig duften und kleine Kräuterpunkte zeigen; große Knoblauchstücke besser zerdrücken, weil sie auf der heißen Oberfläche schnell dunkel und bitter werden.
Notiz: Getrockneten Oregano zwischen den Fingern zerreiben, bevor er ins Öl kommt. So verteilt sich das Aroma schneller und gleichmäßiger.
Formen und sehr heiß backen
Ofen und Einschießfläche vorheizen
Zutaten: 20 g feiner Hartweizengrieß
Den Ofen mit Pizzastein oder einem umgedrehten Backblech mindestens 30 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Erreicht das Gerät nur 230 °C, diese Höchsttemperatur verwenden und die Bräunung beim Backen beobachten. Hartweizengrieß auf Backpapier, einen Schieber oder ein zweites Blech streuen. Der Grieß soll eine dünne, trockene Schicht bilden, damit die weichen Fladen beim Einschießen nicht festkleben.
Notiz: Umluft trocknet die Oberfläche schneller aus. Ober-/Unterhitze liefert meist den besseren Ofentrieb für den Rand.
Teig teilen und entspannen lassen
Den aufgegangenen Teig auf die vorbereitete Arbeitsfläche geben und mit einer Teigkarte in vier gleich große Stücke teilen. Die Stücke behutsam rund einschlagen, ohne die ganze Luft herauszudrücken, und abgedeckt etwa 20 Minuten entspannen lassen. Danach zieht sich der Teig beim Formen weniger zusammen und der spätere Boden wird dünn statt zäh.
Notiz: Nicht stark entgasen und nicht mit dem Nudelholz walzen. Die Luft im Rand ist der wichtigste Unterschied zu einem kompakten Fladen.
Fladen mit den Händen ausziehen
Zutaten: 500 g Weizenmehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550, Tipo 00 macht den Teig besonders elastisch, Type 550 funktioniert im Haushalt sehr gut
Ein Teigstück mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen flach drücken und dabei einen etwas höheren Rand stehen lassen. Anschließend über die Handrücken legen oder auf der Fläche vorsichtig ziehen, bis die Mitte dünn ist. Wenn der Teig Widerstand leistet, kurz abdecken und entspannen lassen; er soll sich dehnen, nicht reißen.
Notiz: Kleine unregelmäßige Formen sind erwünscht. Handgeformtes Pizzabrot wirkt rustikaler und bekommt schönere Luftblasen.
Knoblauchöl erst kurz vor dem Backen auftragen
Zutaten: 3 Zehen Knoblauch, frisch gepresst oder sehr fein gerieben, nicht grob gehackt
Den geformten Fladen auf die Einschießfläche legen und das vorbereitete Knoblauch-Kräuteröl dünn bis knapp an den Rand verstreichen. In der Mitte darf etwas mehr Öl sitzen, am Rand nur wenig, damit er frei aufgehen kann. Vor dem Einschießen prüfen, ob der Fladen noch locker beweglich ist; klebt er fest, vorsichtig mit der Teigkarte lösen.
Notiz: Das Öl nicht lange auf rohem Teig stehen lassen. Sonst weicht die Oberfläche auf und der Boden backt weniger rösch.
Pizzabrote heiß und kurz backen
Zutaten: 500 g Weizenmehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550, Tipo 00 macht den Teig besonders elastisch, Type 550 funktioniert im Haushalt sehr gut · 3 Zehen Knoblauch, frisch gepresst oder sehr fein gerieben, nicht grob gehackt
Die Fladen nacheinander oder paarweise auf das heiße Blech beziehungsweise den Pizzastein geben und jeweils etwa 7–8 Minuten backen, bis der Rand sichtbar aufgegangen ist, goldbraune Stellen trägt und der Boden feste Röstpunkte zeigt. Wird der Knoblauch zu schnell dunkel, den Einschub etwas tiefer wählen oder die Temperatur leicht reduzieren.
Notiz: Die Backzeichen sind wichtiger als die Uhr: aufgeblasener Rand, trockene Oberfläche und ein stabiler, leicht gebräunter Boden.
Kurz ausdampfen lassen und servieren
Zutaten: 325 ml lauwarmes Wasser, etwa handwarm, nicht heiß, damit die Hefe zuverlässig arbeitet · 500 g Weizenmehl Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550, Tipo 00 macht den Teig besonders elastisch, Type 550 funktioniert im Haushalt sehr gut
Die fertigen Pizzabrote auf ein Gitter legen und nur kurz ausdampfen lassen, damit der Boden nicht durch Kondenswasser weich wird. Anschließend warm in Stücke reißen oder schneiden. Sie schmecken pur als Vorspeise, zu Salat, Antipasti oder als Beilage zu Pasta und gegrilltem Gemüse besonders gut.
Notiz: Zum Warmhalten nicht stapeln. Besser locker nebeneinander legen und erst direkt vor dem Servieren schneiden.
Rezeptnotiz
Für mehr Aroma kann der Teig nach kurzem Anspringen abgedeckt im Kühlschrank reifen. Vor dem Formen muss er wieder geschmeidig und dehnbar werden.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Kann ich den Teig für Pizzabrot über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?
Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Nach dem Kneten den Teig kurz bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann gut abgedeckt kalt stellen. Vor dem Formen sollte er wieder geschmeidig werden, sonst zieht er sich stark zusammen.
Funktioniert Pizzabrot auch ohne Pizzastein?
Ja. Heize ein Backblech umgedreht sehr gründlich mit vor und schiebe die Fladen auf Backpapier oder mit einem bemehlten Schieber darauf. Das heiße Metall gibt genug Unterhitze für einen knusprigen Boden.
Warum soll ich das Pizzabrot nicht mit dem Nudelholz ausrollen?
Ein Nudelholz drückt die Gärgase aus dem Teig. Dadurch wird der Rand flach und der Boden eher kompakt. Mit den Händen bleibt mehr Luft im Rand, während die Mitte trotzdem dünn ausgezogen werden kann.
Woran erkenne ich, dass das Pizzabrot fertig gebacken ist?
Der Rand sollte sichtbar aufgegangen sein, goldbraune Stellen haben und beim Anheben stabil wirken. Auf der Unterseite dürfen feste Röstpunkte sitzen; wirkt der Boden noch blass und weich, braucht das Brot noch kurze Unterhitze.
Wie bewahre ich gebackenes Pizzabrot auf und wie wird es wieder knusprig?
Abgekühlt hält es luftdicht verpackt etwa einen Tag bei Raumtemperatur. Zum Aufbacken kurz in den sehr heißen Ofen oder auf ein trockenes heißes Blech legen; die Mikrowelle macht den Boden weich.
Kann ich den Knoblauch milder machen?
Ja. Verwende besonders frische Knoblauchzehen und reibe sie sehr fein, dann verteilt sich die Schärfe besser. Für ein milderes Aroma kannst du den Knoblauch im Öl kurz ziehen lassen und größere Stückchen vor dem Aufstreichen entfernen.
Welche Kräuter passen außer Oregano und Petersilie?
Rosmarin oder Thymian passen gut, sollten aber sehr fein gehackt und sparsam dosiert werden. Zarte Kräuter wie Basilikum lieber nach dem Backen darübergeben, weil sie bei hoher Hitze schnell dunkel werden.