Panettone mit Hefe – luftig und fruchtig
Luftiger Panettone nach Hausart mit Hefe, Zitrusschale, Vanille, Sultaninen, Orangeat und Zitronat.
Panettone mit Hefe nach Hausart erhält seine faserige Krume durch reifen Vorteig, elastischen Butterteig, zwei kontrollierte Garen und sicheres Auskühlen kopfüber.

- Vorbereiten
- 1 h 15 min
- Ruhen
- 13 h
- Kochen
- 50 min
Zutaten
Für die Fruchtmischung
Für Vorteig und Hauptteig
Für Teig, Formen und Oberfläche
So gelingt das Rezept
Du kochst für 10 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Früchte aromatisieren und Vorteig ansetzen
- 1
Fruchtmischung ohne zusätzliche Flüssigkeit ansetzen
Zutaten für diesen Schritt
Sultaninen sorgfältig verlesen. Orange und Zitrone mit warmem Wasser rundum waschen, ihre Oberfläche dabei mit den Händen abreiben und anschließend trockenreiben. Von beiden Früchten ausschließlich die farbige Schale fein abnehmen; Bitterweiß darf nicht in die Mischung geraten. Die Vanilleschote längs öffnen und das Mark ausstreichen. Sultaninen, Orangeat, Zitronat, beide Schalenabriebe, Vanillemark und Honig gleichmäßig vermengen, abdecken und bei Raumtemperatur mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Die Früchte sollen aromatisch und locker bleiben, nicht in freier Flüssigkeit liegen.
- 2
Vorteig sichtbar anspringen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Die Milch auf 24 bis 26 °C temperieren. Hefe und Zucker darin vollständig auflösen, anschließend das Mehl klümpchenfrei einarbeiten. Den Vorteig abgedeckt bei 24 bis 26 °C reifen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat, die Oberfläche gewölbt ist und feine Bläschen zeigt. Das dauert meist 30 bis 45 Minuten; der sichtbare Reifezustand entscheidet.
Abschnitt
Elastischen Butterteig kneten und erstmals gehen lassen
- 3
Hauptteig mit Eiern aufbauen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Reifer, sichtbar aufgegangener Vorteig
Den reifen Vorteig mit Mehl und Eiern auf niedriger Stufe mischen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Danach auf mittlerer Stufe kneten und den Zucker portionsweise einarbeiten; die nächste Portion kommt erst hinzu, wenn der Teig wieder zusammenhält. Das Salz zuletzt zugeben. Weiterkneten, bis der Teig glatter wird, sich teilweise vom Schüsselrand löst und bereits dehnbar ist.
- 4
Butter vollständig einkneten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Glatte, dehnbare Grundteigbasis
Die weiche Butter portionsweise bei mittlerer Knetstufe einarbeiten. Jede Portion muss vollständig aufgenommen sein, bevor die nächste folgt. Anschließend so lange kneten, bis der Teig seidig glänzt, sich als zusammenhängende Masse vom Schüsselrand löst und sich ein dünnes, nahezu durchsichtiges Teigfenster ausziehen lässt, ohne sofort zu reißen. Am Ende soll der Teig 24 bis 26 °C warm sein. Erwärmt er sich darüber oder zeigt einen fettig-schmierigen Film, wird er abgedeckt kurz gekühlt; erst danach wird weitergeknetet.
- 5
Früchte einarbeiten und erste Teiggare durchführen
Schon vorbereitet
- Aromatisierte, trockene Fruchtmischung
- Elastischer Butterteig mit stabilem Teigfenster
Die aromatisierte Fruchtmischung bei niedriger Stufe nur so lange einkneten, bis sie gleichmäßig verteilt ist und der Teig nicht zerreißt. Den Teig mit einer Teigkarte rund zusammennehmen, abdecken und bei 26 bis 28 °C gehen lassen. Eine Markierung am Gefäß macht den nötigen Volumenzuwachs von etwa der Hälfte bis drei Vierteln sichtbar. Zusätzlich soll die Teigoberfläche sanft gewölbt sein und ein vorsichtiger Fingerdruck nur langsam zurückfedern. Je nach Teigtemperatur und Hefetrieb dauert das meist 60 bis 120 Minuten.
Abschnitt
Teig teilen, rundwirken und in Formen setzen
- 6
Zwei gleich schwere Teiglinge rundwirken
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Erstmals gegangener Frucht-Butterteig
Arbeitsfläche und Hände mit der Formbutter nur hauchdünn bestreichen. Den gegangenen Teig aufsetzen, sein Gesamtgewicht prüfen und halbieren; beide Portionen anschließend nachwiegen und mit der Teigkarte angleichen. Jede Portion locker vorformen und 15 bis 20 Minuten unbedeckt entspannen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr straff zurückzieht. Danach beide Teiglinge mit möglichst wenig zusätzlicher Berührung straff rundwirken; die Oberfläche soll glatt und geschlossen sein.
- 7
Passende hohe Papierformen vorbereiten
Schon vorbereitet
- Zwei gleich schwere, rundgewirkte Teiglinge
Zwei hohe Panettone-Papierformen von ungefähr 15,5 cm Durchmesser und 10,5 bis 11 cm Höhe mit Abstand auf ein stabiles Backblech stellen. Die Teiglinge mit dem Schluss nach unten mittig einsetzen. Die Formen werden nicht gefettet. Werden stattdessen stabile Metallformen verwendet, müssen Boden und ein ausreichend hoher, standfester Kragen aus Backpapier vorbereitet sein; Füllhöhe und Gare richten sich weiterhin nach dem sichtbaren Teigstand.
- 8
Endgare nach Teigstand beurteilen
Schon vorbereitet
- Panettone-Teig in zwei hohen Formen
Die Formen locker abdecken, ohne die Teigoberfläche zu berühren, und bei 26 bis 28 °C zugfrei gehen lassen. Backbereit ist der Teig, wenn seine Kuppe gleichmäßig aufgegangen ist und etwa 1 bis 2 cm unter dem Formenrand steht. Ein sanfter Fingerdruck federt langsam und nicht vollständig zurück. Das dauert meist 2 bis 4 Stunden; Uhrzeit und Raumtemperatur ersetzen die Sicht- und Druckprobe nicht.
Abschnitt
Einschneiden, backen und kopfüber auskühlen
- 9
Ofen, Aufhängung und Oberfläche vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Backreife Panettone mit stabiler Kuppe
Den Backofen rechtzeitig auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Rost im unteren Drittel einschieben. Für jeden Panettone zwei hitzefeste, ausreichend lange Metallspieße sowie zwei standsichere, gleich hohe Auflagen vorbereiten; zwischen den Auflagen muss der umgedrehte Kuchen frei hängen können. Die Teigkuppen mit einer sehr scharfen Klinge flach über Kreuz einschneiden, die vier entstandenen Hautlappen vorsichtig anheben und die kalte Butter mittig verteilen. Die Lappen wieder locker darüberlegen, ohne die Luft aus dem Teig zu drücken.
- 10
Bis zur sicheren Kerntemperatur backen
Schon vorbereitet
- Eingeschnittene Panettone mit Butterauflage
Beide Formen mit Abstand auf dem Blech in das untere Ofendrittel schieben und 42 bis 50 Minuten backen. In der ersten Hälfte die Ofentür geschlossen halten. Werden die Oberflächen später zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Gar sind die Panettone, wenn sie tief goldbraun sind, die Kruste stabil wirkt und ein Einstichthermometer in der Mitte 92 bis 94 °C misst. Das Blech mit hitzefesten Handschuhen herausnehmen.
- 11
Sofort sicher kopfüber auskühlen
Schon vorbereitet
- Durchgebackene Panettone mit stabiler Kruste
Jeden heißen Panettone unmittelbar nach dem Backen im unteren Bereich der Papierform mit den vorbereiteten Metallspießen waagerecht durchstechen. Mit hitzefesten Handschuhen sofort umdrehen und die Spießenden auf die stabilen Auflagen setzen. Prüfen, dass beide Formen frei hängen, nicht rutschen und niemand darunter greifen kann. Mindestens 8 Stunden vollständig kopfüber auskühlen lassen; die Krume muss bis in die Mitte Raumtemperatur erreicht haben, bevor die Kuchen wieder aufrecht stehen.
- 12
Erst vollständig ausgekühlt verpacken oder servieren
Schon vorbereitet
- Vollständig kopfüber ausgekühlte Panettone
Die Spieße entfernen und die Papierformen äußerlich auf Feuchtigkeit prüfen. Nur vollständig ausgekühlte Panettone luftdicht verpacken, damit sich kein Kondenswasser bildet. Zum Servieren die Papierform lösen und mit einem Sägemesser in Stücke schneiden. Die Krume soll faserig, elastisch und gleichmäßig von Früchten durchzogen sein; feuchte, speckige oder deutlich rohe Bereiche werden nicht serviert.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (10 Personen).
Kalorien
467.2 kcal
pro Person
4672.3 kcal
gesamtes Rezept (10 Personen)
Kohlenhydrate
67.1 g
pro Person
671.1 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Protein
10.8 g
pro Person
107.6 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Fett
16.6 g
pro Person
166 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Ballaststoffe
3.34 g
pro Person
33.4 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Zucker
31.4 g
pro Person
314.4 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Salz
0.697 g
pro Person
6.97 g
gesamtes Rezept (10 Personen)
Häufige Fragen
Nein. Die geschützte italienische Verkehrsbezeichnung setzt eine natürliche Fermentation mit Sauerteig voraus. Dieses Rezept ist bewusst eine hefebasierte Hausversion ohne Lievito Madre. Es übernimmt typische Arbeitsschritte wie Vorteig, sorgfältiges Kneten, Rundwirken, hohe Papierformen, Einschneiden und kopfüberes Auskühlen, erhebt aber keinen Originalitätsanspruch.
Der sehr kleberstarke Weizen hält die hohe Menge an Eiern, Zucker, Butter und Früchten besser in einem elastischen Teiggerüst. Entscheidend ist trotzdem das sichtbare Teigfenster. Ein schwächeres Mehl kann deutlich weniger Flüssigkeit und Fett binden und ist deshalb kein verlässlicher Austausch ohne neue Teigprüfung.
Der Teig ist auf zwei hohe Papierformen von ungefähr 15,5 cm Durchmesser und 10,5 bis 11 cm Höhe ausgelegt. Eine einzelne Form von ungefähr 17 cm Durchmesser und 11 cm Höhe ist für die gesamte Teigmenge zu klein. Panettone-Papierformen werden nicht gefettet und stehen beim Backen auf einem stabilen Blech.
Der Teig wirkt glatt und seidig, löst sich als zusammenhängende Masse weitgehend von der Schüssel und lässt sich vorsichtig zu einer dünnen, fast durchsichtigen Membran ausziehen. Reißt er sofort stumpf, fehlt Knetentwicklung. Wirkt er dagegen warm und schmierig, muss er abgedeckt kurz abkühlen.
Die gleichmäßig gewölbte Teigkuppe steht kurz unter dem Formenrand, und ein sanfter Fingerdruck federt langsam sowie nicht vollständig zurück. Springt die Delle sofort zurück, braucht der Teig weiter Zeit. Bleibt sie tief stehen und wirkt die Oberfläche instabil, ist die Gare bereits sehr weit fortgeschritten und der Teig muss ohne weiteres Warten in den Ofen.
Die Kruste ist tief goldbraun und stabil; entscheidend ist eine Kerntemperatur von 92 bis 94 °C in der Mitte. Nur nach Farbe oder Stäbchenprobe zu urteilen ist bei dem schweren Butter-Frucht-Teig unzuverlässig. Die Fühlerspitze darf weder den Formenboden noch ein großes Fruchtstück treffen.
Die heiße, sehr luftige und fettreiche Krume kann unter ihrem eigenen Gewicht zusammensacken. Durch das unmittelbare Aufhängen bleibt ihre Struktur während des vollständigen Auskühlens erhalten. Spieße, Auflagen und freie Höhe werden vor dem Backen vorbereitet; beim Umdrehen sind hitzefeste Handschuhe und ein kippsicherer Standort Pflicht.
Ja, wenn die insgesamt gelistete Fruchtmenge und eine ähnlich trockene, klein geschnittene Beschaffenheit erhalten bleiben. Sehr feuchte Früchte, Sirup oder zusätzliche Flüssigkeit verändern die Teigfestigkeit und Gare. Neue Früchte deshalb vollständig abtropfen und trocknen; Nüsse oder Schokolade verändern außerdem Allergene und Backverhalten.
Erst nach vollständigem Auskühlen luftdicht verpacken und trocken bei Raumtemperatur lagern. Für die beste Krume innerhalb von drei Tagen verzehren. Bei Kondenswasser, Schimmel, gärigem Fremdgeruch oder klebrig-feuchten Stellen wird der Kuchen entsorgt. Für längere Lagerung portionsweise luftdicht einfrieren und bei Raumtemperatur verpackt auftauen.
Das Rezept enthält glutenhaltigen Weizen, Milch und Ei. Kandierte Früchte und Sultaninen können je nach Produkt Sulfite oder Spuren weiterer Allergene enthalten; maßgeblich ist die jeweilige Packung. Rohei an Händen und Arbeitsgerät mit warmem Wasser und Spülmittel entfernen; ungebackenen Teig niemals kosten.