Panettone mit Hefe – luftig und fruchtig
Luftiger Panettone nach Hausart mit Hefe, Zitrusschale, Vanille, Sultaninen, Orangeat und Zitronat.

Zutaten
Reicht für 10 Personen.
Für die Fruchtmischung
- 120 g Sultaninen
- 80 g Orangeat
- 40 g Zitronat
- 1 Stück Bio-Orange, davon die Schale
- 1 Stück Bio-Zitrone, davon die Schale
- 20 g Akazienhonig
- 1 Stück Vanilleschote, davon das Mark
Für Vorteig und Hauptteig
- 500 g Manitoba-Mehl
- 120 ml Frischmilch
- 20 g Frischhefe
- 4 Stück Eier Größe M
- 120 g feiner Zucker
- 6 g feines Meersalz
Für Teig, Formen und Oberfläche
- 165 g Süßrahmbutter
Zubereitung
Du kochst für 10 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst. Das Rezept hat 12 Schritte; die passenden Zutaten stehen direkt im Ablauf.
Früchte aromatisieren und Vorteig ansetzen
Schritt 1: Fruchtmischung ohne zusätzliche Flüssigkeit ansetzen
Zutaten: 120 g Sultaninen · 80 g Orangeat · 40 g Zitronat · 1 Stück Bio-Orange, davon die Schale · 1 Stück Bio-Zitrone, davon die Schale · 20 g Akazienhonig · 1 Stück Vanilleschote, davon das Mark
Sultaninen sorgfältig verlesen. Orange und Zitrone mit warmem Wasser rundum waschen, ihre Oberfläche dabei mit den Händen abreiben und anschließend trockenreiben. Von beiden Früchten ausschließlich die farbige Schale fein abnehmen; Bitterweiß darf nicht in die Mischung geraten. Die Vanilleschote längs öffnen und das Mark ausstreichen. Sultaninen, Orangeat, Zitronat, beide Schalenabriebe, Vanillemark und Honig gleichmäßig vermengen, abdecken und bei Raumtemperatur mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Die Früchte sollen aromatisch und locker bleiben, nicht in freier Flüssigkeit liegen.
Schritt 2: Vorteig sichtbar anspringen lassen
Zutaten: 120 ml Frischmilch · 20 g Frischhefe · 20 g feiner Zucker · 150 g Manitoba-Mehl
Die Milch auf 24 bis 26 °C temperieren. Hefe und Zucker darin vollständig auflösen, anschließend das Mehl klümpchenfrei einarbeiten. Den Vorteig abgedeckt bei 24 bis 26 °C reifen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat, die Oberfläche gewölbt ist und feine Bläschen zeigt. Das dauert meist 30 bis 45 Minuten; der sichtbare Reifezustand entscheidet.
Elastischen Butterteig kneten und erstmals gehen lassen
Nährwerte
Richtwerte pro Person und für das gesamte Rezept.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Ist dieses Rezept ein original italienischer Panettone?
Nein. Die geschützte italienische Verkehrsbezeichnung setzt eine natürliche Fermentation mit Sauerteig voraus. Dieses Rezept ist bewusst eine hefebasierte Hausversion ohne Lievito Madre. Es übernimmt typische Arbeitsschritte wie Vorteig, sorgfältiges Kneten, Rundwirken, hohe Papierformen, Einschneiden und kopfüberes Auskühlen, erhebt aber keinen Originalitätsanspruch.
Warum wird Manitoba-Mehl verwendet?
Der sehr kleberstarke Weizen hält die hohe Menge an Eiern, Zucker, Butter und Früchten besser in einem elastischen Teiggerüst. Entscheidend ist trotzdem das sichtbare Teigfenster. Ein schwächeres Mehl kann deutlich weniger Flüssigkeit und Fett binden und ist deshalb kein verlässlicher Austausch ohne neue Teigprüfung.
Welche Backformen passen zur Teigmenge?
Der Teig ist auf zwei hohe Papierformen von ungefähr 15,5 cm Durchmesser und 10,5 bis 11 cm Höhe ausgelegt. Eine einzelne Form von ungefähr 17 cm Durchmesser und 11 cm Höhe ist für die gesamte Teigmenge zu klein. Panettone-Papierformen werden nicht gefettet und stehen beim Backen auf einem stabilen Blech.
Woran erkenne ich ausreichend gekneteten Panettone-Teig?
Der Teig wirkt glatt und seidig, löst sich als zusammenhängende Masse weitgehend von der Schüssel und lässt sich vorsichtig zu einer dünnen, fast durchsichtigen Membran ausziehen. Reißt er sofort stumpf, fehlt Knetentwicklung. Wirkt er dagegen warm und schmierig, muss er abgedeckt kurz abkühlen.
Wann ist die Endgare wirklich abgeschlossen?
Die gleichmäßig gewölbte Teigkuppe steht kurz unter dem Formenrand, und ein sanfter Fingerdruck federt langsam sowie nicht vollständig zurück. Springt die Delle sofort zurück, braucht der Teig weiter Zeit. Bleibt sie tief stehen und wirkt die Oberfläche instabil, ist die Gare bereits sehr weit fortgeschritten und der Teig muss ohne weiteres Warten in den Ofen.
Woran erkenne ich, dass der Panettone durchgebacken ist?
Die Kruste ist tief goldbraun und stabil; entscheidend ist eine Kerntemperatur von 92 bis 94 °C in der Mitte. Nur nach Farbe oder Stäbchenprobe zu urteilen ist bei dem schweren Butter-Frucht-Teig unzuverlässig. Die Fühlerspitze darf weder den Formenboden noch ein großes Fruchtstück treffen.
Warum muss Panettone kopfüber auskühlen?
Die heiße, sehr luftige und fettreiche Krume kann unter ihrem eigenen Gewicht zusammensacken. Durch das unmittelbare Aufhängen bleibt ihre Struktur während des vollständigen Auskühlens erhalten. Spieße, Auflagen und freie Höhe werden vor dem Backen vorbereitet; beim Umdrehen sind hitzefeste Handschuhe und ein kippsicherer Standort Pflicht.