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Panettone mit Hefe – luftig und fruchtig

Luftiger Panettone nach Hausart mit Hefe, Zitrusschale, Vanille, Sultaninen, Orangeat und Zitronat.

Panettone mit Hefe – luftig und fruchtig
Kategorie
Dessert
Schwierigkeit
Fortgeschritten
Personen
10
Gesamtzeit
15 h 5 min
Vorbereitung
1 h 15 min
Kochen
50 min
Ruhezeit
13 h

Zutaten

Reicht für 10 Personen.

Für die Fruchtmischung

  • 120 g Sultaninen
  • 80 g Orangeat
  • 40 g Zitronat
  • 1 Stück Bio-Orange, davon die Schale
  • 1 Stück Bio-Zitrone, davon die Schale
  • 20 g Akazienhonig
  • 1 Stück Vanilleschote, davon das Mark

Für Vorteig und Hauptteig

  • 500 g Manitoba-Mehl
  • 120 ml Frischmilch
  • 20 g Frischhefe
  • 4 Stück Eier Größe M
  • 120 g feiner Zucker
  • 6 g feines Meersalz

Für Teig, Formen und Oberfläche

  • 165 g Süßrahmbutter

Zubereitung

Du kochst für 10 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst. Das Rezept hat 12 Schritte; die passenden Zutaten stehen direkt im Ablauf.

Früchte aromatisieren und Vorteig ansetzen

01

Schritt 1: Fruchtmischung ohne zusätzliche Flüssigkeit ansetzen

Zutaten: 120 g Sultaninen · 80 g Orangeat · 40 g Zitronat · 1 Stück Bio-Orange, davon die Schale · 1 Stück Bio-Zitrone, davon die Schale · 20 g Akazienhonig · 1 Stück Vanilleschote, davon das Mark

Sultaninen sorgfältig verlesen. Orange und Zitrone mit warmem Wasser rundum waschen, ihre Oberfläche dabei mit den Händen abreiben und anschließend trockenreiben. Von beiden Früchten ausschließlich die farbige Schale fein abnehmen; Bitterweiß darf nicht in die Mischung geraten. Die Vanilleschote längs öffnen und das Mark ausstreichen. Sultaninen, Orangeat, Zitronat, beide Schalenabriebe, Vanillemark und Honig gleichmäßig vermengen, abdecken und bei Raumtemperatur mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Die Früchte sollen aromatisch und locker bleiben, nicht in freier Flüssigkeit liegen.

02

Schritt 2: Vorteig sichtbar anspringen lassen

Zutaten: 120 ml Frischmilch · 20 g Frischhefe · 20 g feiner Zucker · 150 g Manitoba-Mehl

Die Milch auf 24 bis 26 °C temperieren. Hefe und Zucker darin vollständig auflösen, anschließend das Mehl klümpchenfrei einarbeiten. Den Vorteig abgedeckt bei 24 bis 26 °C reifen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat, die Oberfläche gewölbt ist und feine Bläschen zeigt. Das dauert meist 30 bis 45 Minuten; der sichtbare Reifezustand entscheidet.

Elastischen Butterteig kneten und erstmals gehen lassen

Nährwerte

Richtwerte pro Person und für das gesamte Rezept.

Kalorien467.2 kcal4672.3 kcal gesamt
Kohlenhydrate67.1 g671.1 g gesamt
Protein10.8 g107.6 g gesamt
Fett16.6 g166 g gesamt

Eigene Notizen

Häufige Fragen

Ist dieses Rezept ein original italienischer Panettone?

Nein. Die geschützte italienische Verkehrsbezeichnung setzt eine natürliche Fermentation mit Sauerteig voraus. Dieses Rezept ist bewusst eine hefebasierte Hausversion ohne Lievito Madre. Es übernimmt typische Arbeitsschritte wie Vorteig, sorgfältiges Kneten, Rundwirken, hohe Papierformen, Einschneiden und kopfüberes Auskühlen, erhebt aber keinen Originalitätsanspruch.

Warum wird Manitoba-Mehl verwendet?

Der sehr kleberstarke Weizen hält die hohe Menge an Eiern, Zucker, Butter und Früchten besser in einem elastischen Teiggerüst. Entscheidend ist trotzdem das sichtbare Teigfenster. Ein schwächeres Mehl kann deutlich weniger Flüssigkeit und Fett binden und ist deshalb kein verlässlicher Austausch ohne neue Teigprüfung.

Welche Backformen passen zur Teigmenge?

Der Teig ist auf zwei hohe Papierformen von ungefähr 15,5 cm Durchmesser und 10,5 bis 11 cm Höhe ausgelegt. Eine einzelne Form von ungefähr 17 cm Durchmesser und 11 cm Höhe ist für die gesamte Teigmenge zu klein. Panettone-Papierformen werden nicht gefettet und stehen beim Backen auf einem stabilen Blech.

Woran erkenne ich ausreichend gekneteten Panettone-Teig?

Der Teig wirkt glatt und seidig, löst sich als zusammenhängende Masse weitgehend von der Schüssel und lässt sich vorsichtig zu einer dünnen, fast durchsichtigen Membran ausziehen. Reißt er sofort stumpf, fehlt Knetentwicklung. Wirkt er dagegen warm und schmierig, muss er abgedeckt kurz abkühlen.

Wann ist die Endgare wirklich abgeschlossen?

Die gleichmäßig gewölbte Teigkuppe steht kurz unter dem Formenrand, und ein sanfter Fingerdruck federt langsam sowie nicht vollständig zurück. Springt die Delle sofort zurück, braucht der Teig weiter Zeit. Bleibt sie tief stehen und wirkt die Oberfläche instabil, ist die Gare bereits sehr weit fortgeschritten und der Teig muss ohne weiteres Warten in den Ofen.

Woran erkenne ich, dass der Panettone durchgebacken ist?

Die Kruste ist tief goldbraun und stabil; entscheidend ist eine Kerntemperatur von 92 bis 94 °C in der Mitte. Nur nach Farbe oder Stäbchenprobe zu urteilen ist bei dem schweren Butter-Frucht-Teig unzuverlässig. Die Fühlerspitze darf weder den Formenboden noch ein großes Fruchtstück treffen.

Warum muss Panettone kopfüber auskühlen?

Die heiße, sehr luftige und fettreiche Krume kann unter ihrem eigenen Gewicht zusammensacken. Durch das unmittelbare Aufhängen bleibt ihre Struktur während des vollständigen Auskühlens erhalten. Spieße, Auflagen und freie Höhe werden vor dem Backen vorbereitet; beim Umdrehen sind hitzefeste Handschuhe und ein kippsicherer Standort Pflicht.

Gedruckt am 20.09.2026https://plany.de/rezept/panettone-hefe-luftig-fruchtig/
03

Schritt 3: Hauptteig mit Eiern aufbauen

Zutaten: 350 g Manitoba-Mehl · 4 Stück Eier Größe M · 100 g feiner Zucker · 6 g feines Meersalz

Schon vorbereitet: Reifer, sichtbar aufgegangener Vorteig

Den reifen Vorteig mit Mehl und Eiern auf niedriger Stufe mischen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Danach auf mittlerer Stufe kneten und den Zucker portionsweise einarbeiten; die nächste Portion kommt erst hinzu, wenn der Teig wieder zusammenhält. Das Salz zuletzt zugeben. Weiterkneten, bis der Teig glatter wird, sich teilweise vom Schüsselrand löst und bereits dehnbar ist.

04

Schritt 4: Butter vollständig einkneten

Zutaten: 140 g Süßrahmbutter

Schon vorbereitet: Glatte, dehnbare Grundteigbasis

Die weiche Butter portionsweise bei mittlerer Knetstufe einarbeiten. Jede Portion muss vollständig aufgenommen sein, bevor die nächste folgt. Anschließend so lange kneten, bis der Teig seidig glänzt, sich als zusammenhängende Masse vom Schüsselrand löst und sich ein dünnes, nahezu durchsichtiges Teigfenster ausziehen lässt, ohne sofort zu reißen. Am Ende soll der Teig 24 bis 26 °C warm sein. Erwärmt er sich darüber oder zeigt einen fettig-schmierigen Film, wird er abgedeckt kurz gekühlt; erst danach wird weitergeknetet.

05

Schritt 5: Früchte einarbeiten und erste Teiggare durchführen

Schon vorbereitet: Aromatisierte, trockene Fruchtmischung · Elastischer Butterteig mit stabilem Teigfenster

Die aromatisierte Fruchtmischung bei niedriger Stufe nur so lange einkneten, bis sie gleichmäßig verteilt ist und der Teig nicht zerreißt. Den Teig mit einer Teigkarte rund zusammennehmen, abdecken und bei 26 bis 28 °C gehen lassen. Eine Markierung am Gefäß macht den nötigen Volumenzuwachs von etwa der Hälfte bis drei Vierteln sichtbar. Zusätzlich soll die Teigoberfläche sanft gewölbt sein und ein vorsichtiger Fingerdruck nur langsam zurückfedern. Je nach Teigtemperatur und Hefetrieb dauert das meist 60 bis 120 Minuten.

Teig teilen, rundwirken und in Formen setzen

06

Schritt 6: Zwei gleich schwere Teiglinge rundwirken

Zutaten: 5 g Süßrahmbutter

Schon vorbereitet: Erstmals gegangener Frucht-Butterteig

Arbeitsfläche und Hände mit der Formbutter nur hauchdünn bestreichen. Den gegangenen Teig aufsetzen, sein Gesamtgewicht prüfen und halbieren; beide Portionen anschließend nachwiegen und mit der Teigkarte angleichen. Jede Portion locker vorformen und 15 bis 20 Minuten unbedeckt entspannen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr straff zurückzieht. Danach beide Teiglinge mit möglichst wenig zusätzlicher Berührung straff rundwirken; die Oberfläche soll glatt und geschlossen sein.

07

Schritt 7: Passende hohe Papierformen vorbereiten

Schon vorbereitet: Zwei gleich schwere, rundgewirkte Teiglinge

Zwei hohe Panettone-Papierformen von ungefähr 15,5 cm Durchmesser und 10,5 bis 11 cm Höhe mit Abstand auf ein stabiles Backblech stellen. Die Teiglinge mit dem Schluss nach unten mittig einsetzen. Die Formen werden nicht gefettet. Werden stattdessen stabile Metallformen verwendet, müssen Boden und ein ausreichend hoher, standfester Kragen aus Backpapier vorbereitet sein; Füllhöhe und Gare richten sich weiterhin nach dem sichtbaren Teigstand.

08

Schritt 8: Endgare nach Teigstand beurteilen

Schon vorbereitet: Panettone-Teig in zwei hohen Formen

Die Formen locker abdecken, ohne die Teigoberfläche zu berühren, und bei 26 bis 28 °C zugfrei gehen lassen. Backbereit ist der Teig, wenn seine Kuppe gleichmäßig aufgegangen ist und etwa 1 bis 2 cm unter dem Formenrand steht. Ein sanfter Fingerdruck federt langsam und nicht vollständig zurück. Das dauert meist 2 bis 4 Stunden; Uhrzeit und Raumtemperatur ersetzen die Sicht- und Druckprobe nicht.

Einschneiden, backen und kopfüber auskühlen

09

Schritt 9: Ofen, Aufhängung und Oberfläche vorbereiten

Zutaten: 20 g Süßrahmbutter

Schon vorbereitet: Backreife Panettone mit stabiler Kuppe

Den Backofen rechtzeitig auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Rost im unteren Drittel einschieben. Für jeden Panettone zwei hitzefeste, ausreichend lange Metallspieße sowie zwei standsichere, gleich hohe Auflagen vorbereiten; zwischen den Auflagen muss der umgedrehte Kuchen frei hängen können. Die Teigkuppen mit einer sehr scharfen Klinge flach über Kreuz einschneiden, die vier entstandenen Hautlappen vorsichtig anheben und die kalte Butter mittig verteilen. Die Lappen wieder locker darüberlegen, ohne die Luft aus dem Teig zu drücken.

10

Schritt 10: Bis zur sicheren Kerntemperatur backen

Schon vorbereitet: Eingeschnittene Panettone mit Butterauflage

Beide Formen mit Abstand auf dem Blech in das untere Ofendrittel schieben und 42 bis 50 Minuten backen. In der ersten Hälfte die Ofentür geschlossen halten. Werden die Oberflächen später zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken. Gar sind die Panettone, wenn sie tief goldbraun sind, die Kruste stabil wirkt und ein Einstichthermometer in der Mitte 92 bis 94 °C misst. Das Blech mit hitzefesten Handschuhen herausnehmen.

11

Schritt 11: Sofort sicher kopfüber auskühlen

Schon vorbereitet: Durchgebackene Panettone mit stabiler Kruste

Jeden heißen Panettone unmittelbar nach dem Backen im unteren Bereich der Papierform mit den vorbereiteten Metallspießen waagerecht durchstechen. Mit hitzefesten Handschuhen sofort umdrehen und die Spießenden auf die stabilen Auflagen setzen. Prüfen, dass beide Formen frei hängen, nicht rutschen und niemand darunter greifen kann. Mindestens 8 Stunden vollständig kopfüber auskühlen lassen; die Krume muss bis in die Mitte Raumtemperatur erreicht haben, bevor die Kuchen wieder aufrecht stehen.

12

Schritt 12: Erst vollständig ausgekühlt verpacken oder servieren

Schon vorbereitet: Vollständig kopfüber ausgekühlte Panettone

Die Spieße entfernen und die Papierformen äußerlich auf Feuchtigkeit prüfen. Nur vollständig ausgekühlte Panettone luftdicht verpacken, damit sich kein Kondenswasser bildet. Zum Servieren die Papierform lösen und mit einem Sägemesser in Stücke schneiden. Die Krume soll faserig, elastisch und gleichmäßig von Früchten durchzogen sein; feuchte, speckige oder deutlich rohe Bereiche werden nicht serviert.

Kann ich die kandierten Früchte austauschen?

Ja, wenn die insgesamt gelistete Fruchtmenge und eine ähnlich trockene, klein geschnittene Beschaffenheit erhalten bleiben. Sehr feuchte Früchte, Sirup oder zusätzliche Flüssigkeit verändern die Teigfestigkeit und Gare. Neue Früchte deshalb vollständig abtropfen und trocknen; Nüsse oder Schokolade verändern außerdem Allergene und Backverhalten.

Wie wird selbst gebackener Panettone aufbewahrt?

Erst nach vollständigem Auskühlen luftdicht verpacken und trocken bei Raumtemperatur lagern. Für die beste Krume innerhalb von drei Tagen verzehren. Bei Kondenswasser, Schimmel, gärigem Fremdgeruch oder klebrig-feuchten Stellen wird der Kuchen entsorgt. Für längere Lagerung portionsweise luftdicht einfrieren und bei Raumtemperatur verpackt auftauen.

Welche Allergene und Hygienepunkte sind wichtig?

Das Rezept enthält glutenhaltigen Weizen, Milch und Ei. Kandierte Früchte und Sultaninen können je nach Produkt Sulfite oder Spuren weiterer Allergene enthalten; maßgeblich ist die jeweilige Packung. Rohei an Händen und Arbeitsgerät mit warmem Wasser und Spülmittel entfernen; ungebackenen Teig niemals kosten.