Gulasch mit zartem Rindfleisch und sämiger Paprikasauce

Klassisches Gulasch mit viel Zwiebelaroma, kräftiger Paprikawürze und einer Sauce, die ganz ohne Mehl schön sämig wird.

Kräftiges Anbraten, schonend eingerührter Paprika und leises Schmoren machen dieses Gulasch besonders rund. Die Sauce bindet natürlich über weiche Zwiebeln, das Fleisch wird zart statt trocken.

Gulasch mit zartem Rindfleisch und sämiger Paprikasauce fertig angerichtet
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

2 h 15 min

Zutaten

Fleisch und Aromabasis

Würzung und Schmorflüssigkeit

Gemüse und Finish

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Anrösten ohne Bitterkeit

  2. 1

    Rindfleisch trocken würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Rindergulasch mit Küchenpapier sehr gründlich trocken tupfen. Anschließend mit dem ersten Teil Salz und Pfeffer mischen und kurz stehen lassen, während der Topf heiß wird. Feuchte Fleischstücke würden im Topf eher kochen als bräunen.

    Notiz

    Große Fleischwürfel bleiben beim Schmoren saftiger als sehr kleine Stücke.

  3. 2

    Fleisch portionsweise kräftig anbraten

    Zutaten für diesen Schritt

    Butterschmalz im Schmortopf stark erhitzen und das gewürzte Rindfleisch portionsweise rundum dunkelbraun anbraten. Die Stücke sollen Platz haben und beim Wenden hörbar brutzeln; sammelt sich Saft im Topf, erst weiterbraten, bis er verdampft ist.

    Notiz

    Nicht zu früh rühren: Erst wenn sich das Fleisch leicht vom Topfboden löst, hat es genug Röstaroma.

  4. 3

    Zwiebeln und Knoblauch sanft bräunen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das angebratene Fleisch aus dem Topf nehmen. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch fein hacken oder pressen. Das restliche Butterschmalz in den Topf geben, die Zwiebeln bei mittlerer Hitze weich braten und goldgelb werden lassen. Knoblauch erst gegen Ende kurz mitrösten, damit er nicht dunkel wird.

    Notiz

    Die Zwiebeln dürfen weich und süßlich werden; schwarze Stellen würden die Sauce bitter machen.

  5. 4

    Tomatenmark rösten, Paprika schonend einrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und unter Rühren dunkelrot anrösten, bis es nicht mehr roh riecht. Den Topf kurz von der Hitze ziehen, edelsüßes Paprikapulver, Rosenpaprikapulver, Kümmelsamen und Majoran einrühren und nur mit der Resthitze verbinden.

    Notiz

    Paprikapulver verbrennt schnell und schmeckt dann herb. Deshalb kommt es nicht in die volle Brathitze.

  6. Abschnitt

    Sanft schmoren

  7. 5

    Mit Fond lösen und Fleisch zurückgeben

    Zutaten für diesen Schritt

    Rinderfond nach und nach angießen und dabei den Bratensatz sorgfältig vom Topfboden lösen. Das angebratene Fleisch samt ausgetretenem Fleischsaft zurück in den Topf geben, Lorbeerblätter einlegen und alles einmal sanft aufkochen lassen.

    Notiz

    Der Bratensatz ist Geschmack, kein Schmutz. Nur verbrannte schwarze Stellen sollten vorher entfernt werden.

  8. 6

    Bei kleiner Hitze zart schmoren

    Die Hitze so weit reduzieren, dass nur einzelne Bläschen aufsteigen. Das Gulasch mit halb aufgelegtem Deckel schmoren lassen und gelegentlich umrühren. Zwischendurch prüfen: Das Fleisch wirkt erst fester, gibt später aber beim Einstechen immer leichter nach.

    Notiz

    Geduld lohnt sich hier. Wird die Sauce zu stark eingekocht, einen kleinen Schluck Wasser ergänzen und weiter leise schmoren.

  9. 7

    Spitzpaprika erst später zugeben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die roten Spitzpaprika entkernen, in breite Streifen schneiden und in den Topf geben, sobald das Fleisch deutlich weicher geworden ist. Weiter leise schmoren, bis die Paprika gar ist, aber noch Form hat, und das Fleisch sich mit einer Gabel ohne Kraft auseinanderdrücken lässt.

    Notiz

    Zu früh zugegebene Paprika zerfällt komplett und kann die Sauce wässrig wirken lassen.

  10. 8

    Sauce offen sämig ziehen lassen

    Den Deckel abnehmen und das Gulasch offen sanft köcheln lassen, bis die Sauce sichtbar glänzt und den Löffel leicht überzieht. Dabei regelmäßig am Topfboden entlangrühren, denn die weich geschmorten Zwiebeln sorgen jetzt für natürliche Bindung.

    Notiz

    Ist die Sauce schon sehr dick, die Hitze niedrig halten und nur noch kurz offen ziehen lassen.

  11. Abschnitt

    Abschmecken und servieren

  12. 9

    Mit Säure und Würze ausbalancieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Lorbeerblätter entfernen. Rotweinessig einrühren und das Gulasch mit dem restlichen Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce soll kräftig, leicht süßlich von den Zwiebeln und rund paprikawürzig schmecken, nicht sauer oder scharf dominant.

    Notiz

    Ein kleiner Säureakzent macht schwere Schmorgerichte lebendiger, ohne nach Essig zu schmecken.

  13. 10

    Kurz ruhen lassen und heiß servieren

    Das fertige Gulasch neben der ausgeschalteten Herdplatte ruhen lassen, damit sich die Sauce setzt und das Fleisch beim Servieren besonders saftig wirkt. Danach vorsichtig umrühren und heiß mit der gewünschten Beilage auf Teller geben.

    Notiz

    Am nächsten Tag schmeckt Gulasch oft noch runder, weil Paprika, Zwiebeln und Fleischsaft weiter durchziehen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

552.3 kcal

pro Portion

2209.2 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

23.8 g

pro Portion

95.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

50.8 g

pro Portion

203.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

29.7 g

pro Portion

118.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

5.97 g

pro Portion

23.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

10.7 g

pro Portion

42.8 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

3.68 g

pro Portion

14.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Die Hauptversion ist ein deutsches Schmor-Gulasch mit ungarischer Paprikanote: Rindfleisch wird kräftig angebraten, viele Zwiebeln sorgen für natürliche Bindung und Paprikapulver wird nur schonend erhitzt. Varianten für Schweinegulasch, Szegediner Gulasch und eine ungarischere Richtung stehen in den FAQ.

FAQ

Häufige Fragen

Schulter, Wade oder Hals vom Rind sind ideal, weil diese Stücke genug Bindegewebe für langes Schmoren haben. Genau das macht das Fleisch nach der Garzeit saftig und weich. Sehr mageres Kurzbratfleisch oder Filet wird dagegen schneller trocken und gibt weniger Geschmack an die Sauce ab.

Meist war die Hitze zu hoch oder die Garzeit zu kurz. Gulasch braucht leises Schmoren, damit Kollagen langsam weich wird. Wenn das Fleisch noch fest ist, nicht stärker kochen, sondern weiter sanft garen. Erst wenn es sich mit der Gabel leicht drücken lässt, ist es wirklich fertig.

Die Bindung kommt hier vor allem von vielen fein geschnittenen, weich geschmorten Zwiebeln und vom offenen Reduzieren am Ende. Wichtig ist, die Zwiebeln lange genug garen zu lassen. Mehl ist nicht nötig und kann die Paprikasauce stumpf wirken lassen.

Ja. Für ein Schweinegulasch Rezept nimmst du am besten Schweineschulter oder Schweinenacken. Der Ablauf bleibt gleich, die Schmorzeit ist meist etwas kürzer. Fertig ist das Fleisch, wenn es weich nachgibt, aber noch saftig in Stücken bleibt.

Für Szegediner Gulasch ergänzt du gegen Ende der Schmorzeit gut abgetropftes Sauerkraut und lässt es in der Sauce heiß werden und weich ziehen. Saure Sahne oder Schmand kommt erst beim Servieren dazu, damit die Sauce nicht ausflockt.

Diese Version ist ein deutsches Schmor-Gulasch mit ungarischer Paprikanote. Ein originales ungarisches Gulyás ist meist suppiger und wird oft mit Kartoffeln oder weiterem Gemüse gekocht. Für eine ungarischere Richtung kannst du die Sauce flüssiger halten und die Paprikanote stärker betonen.

Sehr gut sogar. Gulasch lässt sich ein bis zwei Tage vorher kochen und schmeckt nach dem Durchziehen oft noch runder. Beim Aufwärmen langsam erhitzen und nur sanft rühren, damit die zarten Fleischstücke nicht zerfallen.

Abgekühltes Gulasch hält luftdicht verpackt im Kühlschrank etwa drei Tage. Zum Einfrieren eignet es sich sehr gut. Am besten portionsweise einfrieren, über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam erhitzen.

Veröffentlicht: Aktualisiert:

Bewertung abgeben

Aktuelle GesamtbewertungNoch ohne
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0

0/400 Zeichen

Bewertungen aus der Community

Noch keine Bewertungen vorhanden.