Apfelstrudel mit dünnem Strudelteig

Klassischer Apfelstrudel mit dünn gezogenem Strudelteig, saftiger Apfelfüllung und Butterbröseln – Rosinen optional.

Der Strudelteig wird elastisch geknetet, ruht kurz und lässt sich danach sehr dünn ausziehen. Äpfel, Zimt und geröstete Butterbrösel halten die Füllung saftig, während der Strudel goldbraun und zart backt.

Goldbrauner Apfelstrudel mit dünnem Strudelteig, Apfelfüllung und Puderzucker
Vorbereitung

55 min

Ruhezeit

45 min

Kochen

40 min

Zutaten

Strudelteig

Zum Ausziehen

Butterbrösel und zum Bestreichen

Butterbrösel

Apfelfüllung

Zum Servieren

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Strudelteig vorbereiten

  2. 1

    Strudelteig glatt kneten

    Zutaten für diesen Schritt

    Mische Weizenmehl Type 550 und feines Salz in einer Schüssel. Gib lauwarmes Wasser, Rapsöl und Apfelessig dazu und verrühre alles, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Knete den Teig anschließend auf der Arbeitsfläche, bis er glatt, weich und elastisch wirkt.

    Notiz

    Der Teig soll geschmeidig sein und beim Drücken langsam zurückfedern. Klebt er stark, arbeite nur sehr sparsam mit zusätzlichem Mehl.

  3. 2

    Teig ölen und entspannen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Forme den Strudelteig zu einer glatten Kugel und überziehe ihn rundum dünn mit Rapsöl. Lege ihn in eine Schüssel, decke ihn ab und lasse ihn etwa 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, bis er spürbar weicher wird. Diese Ruhezeit sorgt dafür, dass sich der Teig später ziehen lässt.

    Notiz

    Nicht im Kühlschrank ruhen lassen, sonst wird der Teig fester und lässt sich schwerer ausziehen.

  4. Abschnitt

    Butterbrösel und Apfelfüllung

  5. 3

    Butterbrösel goldbraun rösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Schmelze Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Streue die Semmelbrösel ein und röste sie unter Rühren, bis sie goldbraun duften. Nimm sie sofort aus der Pfanne und breite sie auf einem Teller aus, damit sie nicht nachdunkeln.

    Notiz

    Die Brösel sollen nussig riechen, aber nicht dunkel werden. Sie binden später austretenden Apfelsaft.

  6. 4

    Äpfel schälen und dünn schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Schäle die Äpfel, viertle sie, entferne das Kerngehäuse und schneide das Fruchtfleisch in dünne Scheiben oder kleine Blättchen. Presse die Zitronenmenge aus und mische den Saft direkt mit den Apfelstücken, damit sie frisch schmecken und nicht stark bräunen.

    Notiz

    Dünne Apfelstücke lassen sich sauberer einrollen und garen gleichmäßiger als große Würfel.

  7. 5

    Apfelfüllung erst kurz vor dem Belegen würzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Mische die vorbereiteten Äpfel mit feinem Zucker, Bourbon-Vanille-Zucker, Zimt und optional Rosinen. Arbeite zügig weiter, weil Zucker den Äpfeln Saft entzieht. Wenn am Schüsselboden Saft steht, gib die Apfelstücke ohne überschüssige Flüssigkeit auf den Teig.

    Notiz

    Für Apfelstrudel ohne Rosinen lässt du sie einfach weg; die restliche Zubereitung bleibt gleich.

  8. Abschnitt

    Ausziehen, füllen und aufrollen

  9. 6

    Tuch vorbereiten und Teig ausrollen

    Zutaten für diesen Schritt

    Lege ein großes, glattes Baumwolltuch auf die Arbeitsfläche und bestäube es gleichmäßig mit Weizenmehl Type 550 zum Bemehlen des Tuchs. Setze den geruhten Strudelteig in die Mitte und rolle ihn mit dem Nudelholz zu einem flachen Rechteck aus.

    Notiz

    Das Ausrollen ist nur der Anfang. Die typische Strudelteig-Dünne entsteht im nächsten Schritt durch vorsichtiges Ziehen.

  10. 7

    Strudelteig vorsichtig dünn ziehen

    Fahre mit trockenen, leicht bemehlten Händen unter den Teig und ziehe ihn über den Handrücken von der Mitte nach außen. Arbeite langsam rundherum, bis das Tuch darunter schwach durchscheint. Ziehe nicht mit den Fingerspitzen, weil sie schneller Löcher machen.

    Notiz

    Kleine Risse sind normal. Lege ein dünnes Randstück darüber und drücke es behutsam an, statt den Teig an dieser Stelle weiter zu ziehen.

  11. 8

    Dicke Ränder korrigieren

    Prüfe die Teigränder und ziehe dicke Stellen vorsichtig dünner. Wenn ein Rand zäh bleibt, schneide ihn mit einem scharfen Messer ab. Heize den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor und lege ein Backblech mit Backpapier bereit.

    Notiz

    Dicke Ränder backen zäher als die dünne Teigfläche und stören später beim Aufrollen.

  12. 9

    Bröselschicht und Apfelfüllung verteilen

    Verteile die geröstete Bröselschicht auf dem ausgezogenen Teig und lasse an den Rändern Platz zum Einschlagen. Gib die gewürzte Apfelfüllung locker darüber und drücke sie nicht fest. Zurückgebliebenen Saft aus der Schüssel nicht auf den Teig gießen.

    Notiz

    Die Bröselschicht gehört unter die Äpfel, damit sie austretenden Saft direkt aufnehmen kann.

  13. 10

    Strudel mit dem Tuch aufrollen

    Schlage die seitlichen Teigränder über die Füllung. Hebe dann das Tuch an der belegten Seite leicht an und rolle den Strudel kontrolliert auf. Die Rolle soll locker geschlossen sein, aber nicht zusammengedrückt werden. Richte sie am Ende mit der Naht nach unten aus.

    Notiz

    Ziehe nicht direkt an der dünnen Teigfläche. Das Tuch führt die Bewegung und schützt den Teig.

  14. Abschnitt

    Backen und servieren

  15. 11

    Strudel aufs Blech legen und anbacken

    Zutaten für diesen Schritt

    Lasse den aufgerollten Strudel mithilfe des Tuchs vorsichtig auf das vorbereitete Backblech gleiten. Die Naht bleibt unten. Bestreiche die Oberfläche mit geschmolzener Butter und backe den Strudel etwa 20 Minuten, bis der Teig sichtbar fest wird.

    Notiz

    Die Naht nach unten verhindert, dass sich der Strudel beim Backen öffnet.

  16. 12

    Nachbuttern und goldbraun fertig backen

    Zutaten für diesen Schritt

    Bestreiche den Strudel während des Backens erneut mit geschmolzener Butter. Backe ihn weitere 15 bis 20 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun, trocken und zart blättrig aussieht. Wenn er zu schnell bräunt, setze das Blech eine Schiene tiefer.

    Notiz

    Der Strudel ist fertig, wenn er deutlich duftet und an kleinen Öffnungen heißer Apfelsaft sichtbar wird.

  17. 13

    Ruhen lassen, bestäuben und schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Nimm den Apfelstrudel aus dem Ofen und lasse ihn kurz stehen, damit sich die Füllung setzt. Bestäube ihn mit Puderzucker und schneide ihn mit einem Sägemesser in breite Stücke. Warm ist die Kruste am feinsten, lauwarm lässt er sich besonders sauber portionieren.

    Notiz

    Dazu passen Vanillesauce, Vanilleeis, leicht geschlagene Sahne oder Sauerrahm.

Anmerkung

Ein großes, glattes Baumwolltuch macht den Unterschied: Darauf lässt sich der dünne Teig ausziehen, belegen und aufrollen, ohne dass du direkt an der empfindlichen Teigfläche ziehen musst. Der Strudel schmeckt frisch gebacken am knusprigsten und lässt sich lauwarm besonders sauber schneiden.

FAQ

Häufige Fragen

Am besten sind säuerlich-aromatische Sorten, die beim Backen weich werden, aber nicht sofort zerfallen. Boskoop bringt kräftige Säure, Elstar und Jonagold sind ausgewogen, Braeburn bleibt etwas bissfester. Sehr mehlige oder sehr süße Äpfel machen die Füllung schneller flach.

Nein. Rosinen sind klassisch, aber nicht verpflichtend. Wenn du ein Apfelstrudel Rezept ohne Rosinen möchtest, lässt du sie einfach weg. Die Füllung bleibt trotzdem saftig und aromatisch, weil Äpfel, Zimt, Vanille und Butterbrösel den Geschmack tragen.

Meist wurde der Teig zu kurz geknetet, zu kalt verarbeitet oder nicht lange genug ruhen gelassen. Ziehe ihn immer von der Mitte nach außen über den Handrücken und arbeite langsam. Kleine Risse sind kein Problem, solange sie nicht direkt unter der feuchten Füllung liegen.

Geröstete Semmelbrösel nehmen austretenden Apfelsaft auf und schützen den dünnen Teig vor zu viel Feuchtigkeit. Gleichzeitig bekommen sie durch Butter ein nussiges Aroma. Deshalb gehört die Bröselschicht unter die Äpfel.

Ja, wenn es schneller gehen soll. Bestreiche fertige Strudelblätter dünn mit Butter und lege sie leicht überlappend aufeinander, damit sie stabil genug für die Füllung sind. Geschmack und Biss sind anders als bei selbstgemachtem Ziehteig, die Fülltechnik bleibt ähnlich.

Du kannst den Teig ruhen lassen und die Butterbrösel vorab rösten. Die Äpfel solltest du erst kurz vor dem Füllen schneiden und würzen, weil sie sonst Saft ziehen. Fertig gerollt sollte der Strudel nicht lange warten, sonst wird der Teig unter der Füllung weich.

Lasse Reste vollständig auskühlen und bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf. Zum Aufwärmen ist der Backofen besser als die Mikrowelle, weil die Kruste dort wieder trockener wird. Die Mikrowelle macht einzelne Stücke zwar schnell warm, aber auch weicher.

Ja, gebackener Apfelstrudel lässt sich gut einfrieren. Schneide ihn nach dem Auskühlen in Stücke, verpacke sie luftdicht und backe sie später direkt im Ofen auf. Die Kruste wird nicht ganz wie frisch, aber deutlich besser als nach langsamem Auftauen ohne Aufbacken.

Klassisch passen Vanillesauce, Vanilleeis oder leicht geschlagene Sahne. In Österreich wird Apfelstrudel auch oft nur mit Staubzucker serviert. Wenn du es weniger süß magst, ist Sauerrahm ein frischer Gegenpol zur warmen Apfelfüllung.

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Sophie H.

★★★★★ 5.0/5

Strudelteig ausziehen hat besser geklappt als gedacht, nur am Rand war ich etwas zu vorsichtig