Wurstgulasch mit Wiener Würstchen und Paprika
Beim Wurstgulasch werden Paprika und Zwiebeln getrennt geröstet; Wiener ziehen erst zum Schluss in der gebundenen Tomatensoße heiß.
Offenes Reduzieren konzentriert die Tomaten-Paprika-Soße, Stärke sorgt für Haftung. Die Würstchenscheiben werden danach nur noch unter dem Siedepunkt erwärmt.

Zutaten
Wurstgulasch
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Paprika, Zwiebeln und Wiener vorbereiten
- 1
Gemüse gleichmäßig schneiden
Zwiebeln würfeln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken oder reiben. Die Paprikastücke dürfen etwas größer bleiben als die Zwiebeln, damit sie nach dem Reduzieren noch sichtbar und leicht bissfest sind.
Notiz
Sehr kleine Paprikawürfel verkochen schneller und machen die Soße eher gemüsig als gulaschig.
- 2
Wiener in stabile Scheiben schneiden
Wiener Würstchen in gleichmäßige, nicht zu dünne Scheiben schneiden und abgedeckt beiseitestellen. Etwas dickere Scheiben behalten beim späteren Erwärmen ihre runde Form; sehr dünne Scheiben reißen an den Schnittkanten schneller ein.
Notiz
Die Würstchen werden nur vorbereitet, aber noch nicht angebraten oder gekocht.
Abschnitt
Tomaten-Paprika-Soße mit Röstaromen aufbauen
- 3
Zwiebeln rösten und herausnehmen
Zutaten für diesen Schritt
Die Hälfte des Rapsöls in einem breiten Topf bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erwärmen. Die Zwiebeln darin 6–8 Minuten unter gelegentlichem Rühren rösten, bis sie glasig sind und an den Kanten goldbraune Stellen zeigen. Anschließend in eine Schüssel geben.
Notiz
Werden die Zwiebeln sofort dunkel, ist die Hitze zu hoch. Dann den Topf kurz vom Herd ziehen und weiterrühren.
- 4
Paprika anrösten und Zwiebeln zurückgeben
Zutaten für diesen Schritt
Das übrige Rapsöl im Topf erhitzen und die Paprikastücke 4–5 Minuten anrösten. Zwischendurch liegen lassen, damit einzelne Schnittflächen Farbe bekommen. Die gerösteten Zwiebeln wieder zugeben und alles einmal gründlich mischen.
Notiz
Zu häufiges Rühren kühlt den Topf ab und die Paprika beginnt zu dünsten statt zu rösten.
- 5
Tomatenmark und Gewürze kurz mitrösten
Zutaten für diesen Schritt
Tomatenmark einrühren und 1–2 Minuten rösten, bis es dunkler wird und am Topfboden ansetzt. Knoblauch, Paprikapulver, Majoran, Lorbeerblatt und Pfeffer zugeben, 30 Sekunden weiterrühren und anschließend sofort ablöschen, damit die Gewürze nicht verbrennen.
Notiz
Wirkt der Topfboden sehr trocken, die Hitze reduzieren. Verbranntes Paprikapulver lässt sich später kaum retten.
- 6
Bratansatz mit Tomaten und Brühe lösen
Zutaten für diesen Schritt
Stückige Tomaten, den größeren Teil der Rinderbrühe und Zucker einrühren. Den Topfboden gründlich abschaben, damit sich die roten Röstaromen in der Flüssigkeit lösen. Die Soße aufkochen und anschließend lebhaft köcheln lassen.
Notiz
Der zurückbehaltene Brüheanteil bleibt kalt für die Speisestärke; dadurch lässt sich die Bindung später klümpchenfrei einrühren.
- 7
Soße offen auf Haftung reduzieren
Die Tomaten-Paprika-Soße 12–15 Minuten offen köcheln lassen und dabei mehrmals über den Topfboden rühren. Sie ist weit genug reduziert, wenn sie sichtbar dichter ist und ein Löffel beim Durchziehen für einen Moment eine Spur hinterlässt.
Notiz
Offenes Köcheln ist hier wichtiger als starke Hitze: Spritzende Soße reduziert ungleichmäßig und setzt leichter an.
- 8
Soße kontrolliert binden
Zutaten für diesen Schritt
Speisestärke mit dem kalten Brüheanteil glatt rühren, in die köchelnde Soße einlaufen lassen und gründlich einrühren. Etwa 1 Minute weiterköcheln, bis die Stärke vollständig gebunden hat und die Soße an Paprika sowie Löffelrücken haftet.
Notiz
Stärke immer in kalter Flüssigkeit glattrühren; direkt in heiße Soße gestreut verklumpt sie schnell.
Abschnitt
Würstchen sanft fertigstellen
- 9
Würstchenscheiben in der Soße ziehen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Die Wiener sind bereits durchgegart und werden nur noch erhitzt. Die Scheiben in die gebundene Soße geben und 4–5 Minuten unter dem Siedepunkt ziehen lassen, bis sie bis in die Mitte heiß sind. Steigt die Soße sprudelnd auf, den Topf kurz von der Herdplatte ziehen.
Notiz
Falls die Soße stark blubbert, den Topf kurz vom Herd nehmen und erst danach wieder sehr mild erhitzen.
- 10
Säure setzen und final abschmecken
Zutaten für diesen Schritt
Lorbeerblatt entfernen, Apfelessig und den restlichen Salzanteil einrühren. Die Soße probieren: Sie soll tomatig, paprikawürzig und rund schmecken, mit genug Frische, aber ohne spitze Säure im Abgang.
Notiz
Essig erst am Ende zugeben; beim langen Mitkochen verliert er Frische und kann die Tomatensäure kantiger wirken lassen.
- 11
Mit Petersilie servieren
Zutaten für diesen Schritt
Petersilie fein schneiden und kurz vor dem Servieren über das Wurstgulasch geben oder vorsichtig unterheben. Das Gericht heiß servieren; die Soße sollte die Würstchenscheiben sichtbar überziehen und nicht als dünne Flüssigkeit im Teller stehen.
Notiz
Wer eine Beilage kocht, richtet sie besser separat an, damit das Wurstgulasch seine gebundene Soßenstruktur behält.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
505.1 kcal
pro Portion
2020.5 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
20.9 g
pro Portion
83.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
18.6 g
pro Portion
74.3 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
38.9 g
pro Portion
155.6 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
4.12 g
pro Portion
16.5 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
11.4 g
pro Portion
45.7 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
4.24 g
pro Portion
16.9 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Die Nährwerte beziehen sich auf das Wurstgulasch ohne Beilage.
FAQ
Häufige Fragen
Wiener Würstchen sind bereits gegart und müssen nur heiß werden. Kochen sie zu lange oder zu stark in der Soße, spannt sich die Haut und reißt. Deshalb kommen sie erst am Ende hinein und ziehen nur sanft warm.
Paprika sollte rösten statt im eigenen Saft dünsten, Tomatenmark braucht kurze Röstaromen und die Soße muss offen reduzieren. Die kleine Stärkebindung stabilisiert danach die Konsistenz, ohne die Soße schwer zu machen.
Ja, am besten kochst du die Soße vor und gibst die Würstchenscheiben erst beim Aufwärmen dazu. So bleibt die Paprika strukturierter und die Wiener werden nicht weich, schrumpelig oder gummiartig.
Abgekühlt und gut verschlossen hält sich das Wurstgulasch im Kühlschrank etwa zwei Tage. Langsam unter Rühren erwärmen und nicht kochen. Ist die Soße zu fest, mit wenig Wasser verdünnen, bis sie wieder am Löffelrücken haftet.
Sehr gut passen kurze Nudeln, Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis, weil sie die Tomaten-Paprika-Soße gut aufnehmen. Für eine leichtere Mahlzeit reichen auch ein grüner Salat oder etwas Brot dazu.
Gegarte Fleisch- oder Jagdwurst kann wie Wiener erst zum Schluss erwärmt werden, verändert aber Geschmack und Biss. Rohe Bratwurst muss separat vollständig durchgegart werden und benötigt deshalb einen anderen Ablauf.