Plany Rezeptdruck
Wurstgulasch mit Wiener Würstchen und Paprika
Offenes Reduzieren konzentriert die Tomaten-Paprika-Soße, Stärke sorgt für Haftung. Die Würstchenscheiben werden danach nur noch unter dem Siedepunkt erwärmt.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Wurstgulasch
- 500 g Wiener Würstchen, in gleichmäßige Scheiben schneiden; nicht durch Schweinebratwurst oder Jagdwurst ersetzen, wenn das Ergebnis wie dieses Rezept bleiben soll
- 2 EL Rapsöl, zum Anrösten im breiten Topf
- 2 Stück Zwiebeln, gelb, mittelgroß, gleichmäßig würfeln
- 2 Stück rote Paprikaschoten, mittelgroß
- 2 Stück Knoblauchzehen, fein hacken oder reiben
- 2 EL Tomatenmark, für Farbe, Bindung und Röstaromen
- 2 TL edelsüßes Paprikapulver, nicht bei voller Hitze verbrennen lassen
- 0,5 TL Getrockneter Majoran, zwischen den Fingern leicht zerreiben
- 1 Stück Lorbeerblatt, vor dem Servieren entfernen
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft verwenden
- 250 ml Rinderbrühe, salzarm; der kleinere, kalte Anteil wird für die Stärkebindung zurückbehalten
- 8 g Speisestärke, für eine Soße, die an Wurst und Paprika haftet
- 1 TL Zucker, balanciert die Tomatensäure
- 1 TL Apfelessig, erst am Ende zugeben, damit die Soße frisch wirkt
- 2 g feines Salz, optional, erst nach den Wiener Würstchen abschmecken
- 1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, sparsam dosieren, die Würstchen bringen bereits Würze mit
- 10 g glatte Petersilie, fein schneiden, erst zum Schluss zugeben
Zubereitung
11 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Paprika, Zwiebeln und Wiener vorbereiten
Gemüse gleichmäßig schneiden
Zutaten: 2 Stück Zwiebeln, gelb, mittelgroß, gleichmäßig würfeln
Zwiebeln würfeln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken oder reiben. Die Paprikastücke dürfen etwas größer bleiben als die Zwiebeln, damit sie nach dem Reduzieren noch sichtbar und leicht bissfest sind.
Notiz: Sehr kleine Paprikawürfel verkochen schneller und machen die Soße eher gemüsig als gulaschig.
Wiener in stabile Scheiben schneiden
Zutaten: 500 g Wiener Würstchen, in gleichmäßige Scheiben schneiden; nicht durch Schweinebratwurst oder Jagdwurst ersetzen, wenn das Ergebnis wie dieses Rezept bleiben soll
Wiener Würstchen in gleichmäßige, nicht zu dünne Scheiben schneiden und abgedeckt beiseitestellen. Etwas dickere Scheiben behalten beim späteren Erwärmen ihre runde Form; sehr dünne Scheiben reißen an den Schnittkanten schneller ein.
Notiz: Die Würstchen werden nur vorbereitet, aber noch nicht angebraten oder gekocht.
Tomaten-Paprika-Soße mit Röstaromen aufbauen
Zwiebeln rösten und herausnehmen
Zutaten: 1 EL Rapsöl · 2 Stück Zwiebeln
Die Hälfte des Rapsöls in einem breiten Topf bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erwärmen. Die Zwiebeln darin 6–8 Minuten unter gelegentlichem Rühren rösten, bis sie glasig sind und an den Kanten goldbraune Stellen zeigen. Anschließend in eine Schüssel geben.
Notiz: Werden die Zwiebeln sofort dunkel, ist die Hitze zu hoch. Dann den Topf kurz vom Herd ziehen und weiterrühren.
Paprika anrösten und Zwiebeln zurückgeben
Zutaten: 1 EL Rapsöl · 2 Stück rote Paprikaschoten
Das übrige Rapsöl im Topf erhitzen und die Paprikastücke 4–5 Minuten anrösten. Zwischendurch liegen lassen, damit einzelne Schnittflächen Farbe bekommen. Die gerösteten Zwiebeln wieder zugeben und alles einmal gründlich mischen.
Notiz: Zu häufiges Rühren kühlt den Topf ab und die Paprika beginnt zu dünsten statt zu rösten.
Tomatenmark und Gewürze kurz mitrösten
Zutaten: 2 Stück Knoblauchzehen · 2 EL Tomatenmark · 2 TL edelsüßes Paprikapulver · 0,5 TL Getrockneter Majoran · 1 Stück Lorbeerblatt · 1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tomatenmark einrühren und 1–2 Minuten rösten, bis es dunkler wird und am Topfboden ansetzt. Knoblauch, Paprikapulver, Majoran, Lorbeerblatt und Pfeffer zugeben, 30 Sekunden weiterrühren und anschließend sofort ablöschen, damit die Gewürze nicht verbrennen.
Notiz: Wirkt der Topfboden sehr trocken, die Hitze reduzieren. Verbranntes Paprikapulver lässt sich später kaum retten.
Bratansatz mit Tomaten und Brühe lösen
Zutaten: 400 g stückige Tomaten aus der Dose · 220 ml Rinderbrühe · 1 TL Zucker
Stückige Tomaten, den größeren Teil der Rinderbrühe und Zucker einrühren. Den Topfboden gründlich abschaben, damit sich die roten Röstaromen in der Flüssigkeit lösen. Die Soße aufkochen und anschließend lebhaft köcheln lassen.
Notiz: Der zurückbehaltene Brüheanteil bleibt kalt für die Speisestärke; dadurch lässt sich die Bindung später klümpchenfrei einrühren.
Soße offen auf Haftung reduzieren
Zutaten: 400 g stückige Tomaten aus der Dose, mit Saft verwenden
Die Tomaten-Paprika-Soße 12–15 Minuten offen köcheln lassen und dabei mehrmals über den Topfboden rühren. Sie ist weit genug reduziert, wenn sie sichtbar dichter ist und ein Löffel beim Durchziehen für einen Moment eine Spur hinterlässt.
Notiz: Offenes Köcheln ist hier wichtiger als starke Hitze: Spritzende Soße reduziert ungleichmäßig und setzt leichter an.
Soße kontrolliert binden
Zutaten: 8 g Speisestärke · 30 ml Rinderbrühe
Speisestärke mit dem kalten Brüheanteil glatt rühren, in die köchelnde Soße einlaufen lassen und gründlich einrühren. Etwa 1 Minute weiterköcheln, bis die Stärke vollständig gebunden hat und die Soße an Paprika sowie Löffelrücken haftet.
Notiz: Stärke immer in kalter Flüssigkeit glattrühren; direkt in heiße Soße gestreut verklumpt sie schnell.
Würstchen sanft fertigstellen
Würstchenscheiben in der Soße ziehen lassen
Zutaten: 500 g Wiener Würstchen
Die Wiener sind bereits durchgegart und werden nur noch erhitzt. Die Scheiben in die gebundene Soße geben und 4–5 Minuten unter dem Siedepunkt ziehen lassen, bis sie bis in die Mitte heiß sind. Steigt die Soße sprudelnd auf, den Topf kurz von der Herdplatte ziehen.
Notiz: Falls die Soße stark blubbert, den Topf kurz vom Herd nehmen und erst danach wieder sehr mild erhitzen.
Säure setzen und final abschmecken
Zutaten: 1 TL Apfelessig · 2 g feines Salz
Lorbeerblatt entfernen, Apfelessig und den restlichen Salzanteil einrühren. Die Soße probieren: Sie soll tomatig, paprikawürzig und rund schmecken, mit genug Frische, aber ohne spitze Säure im Abgang.
Notiz: Essig erst am Ende zugeben; beim langen Mitkochen verliert er Frische und kann die Tomatensäure kantiger wirken lassen.
Mit Petersilie servieren
Zutaten: 10 g glatte Petersilie
Petersilie fein schneiden und kurz vor dem Servieren über das Wurstgulasch geben oder vorsichtig unterheben. Das Gericht heiß servieren; die Soße sollte die Würstchenscheiben sichtbar überziehen und nicht als dünne Flüssigkeit im Teller stehen.
Notiz: Wer eine Beilage kocht, richtet sie besser separat an, damit das Wurstgulasch seine gebundene Soßenstruktur behält.
Rezeptnotiz
Die Nährwerte beziehen sich auf das Wurstgulasch ohne Beilage.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum platzen die Wiener Würstchen im Wurstgulasch manchmal auf?
Wiener Würstchen sind bereits gegart und müssen nur heiß werden. Kochen sie zu lange oder zu stark in der Soße, spannt sich die Haut und reißt. Deshalb kommen sie erst am Ende hinein und ziehen nur sanft warm.
Wie wird die Soße beim Wurstgulasch nicht wässrig?
Paprika sollte rösten statt im eigenen Saft dünsten, Tomatenmark braucht kurze Röstaromen und die Soße muss offen reduzieren. Die kleine Stärkebindung stabilisiert danach die Konsistenz, ohne die Soße schwer zu machen.
Kann ich das Wurstgulasch vorbereiten?
Ja, am besten kochst du die Soße vor und gibst die Würstchenscheiben erst beim Aufwärmen dazu. So bleibt die Paprika strukturierter und die Wiener werden nicht weich, schrumpelig oder gummiartig.
Wie bewahre ich Wurstgulasch auf und wie wärme ich es richtig auf?
Abgekühlt und gut verschlossen hält sich das Wurstgulasch im Kühlschrank etwa zwei Tage. Langsam unter Rühren erwärmen und nicht kochen. Ist die Soße zu fest, mit wenig Wasser verdünnen, bis sie wieder am Löffelrücken haftet.
Welche Beilagen passen zu Wurstgulasch mit Wiener Würstchen?
Sehr gut passen kurze Nudeln, Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis, weil sie die Tomaten-Paprika-Soße gut aufnehmen. Für eine leichtere Mahlzeit reichen auch ein grüner Salat oder etwas Brot dazu.
Kann ich statt Wiener Würstchen auch andere Wurst verwenden?
Gegarte Fleisch- oder Jagdwurst kann wie Wiener erst zum Schluss erwärmt werden, verändert aber Geschmack und Biss. Rohe Bratwurst muss separat vollständig durchgegart werden und benötigt deshalb einen anderen Ablauf.