Stockbrot ohne Hefe – sofort formbar über Glut

Stockbrotteig ohne Hefe: mit Backpulver, ohne Gehzeit, dünn gewickelt und direkt bereit fürs Lagerfeuer.

Stockbrot über Glut gelingt am besten mit Abstand zur Hitze: Die Oberfläche soll erst trocken wirken, dann goldbraun werden. Zu dicke Stränge bleiben innen leicht roh.

Stockbrot ohne Hefe – sofort formbar über Glut fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

10 min

Kochen

30 min

Zutaten

Stockbrotteig und Formen

Stockbrotteig ohne Hefe

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Teig mischen und kurz entspannen lassen

  2. 1

    Trockene Zutaten gleichmäßig vermengen

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl Type 550, Weinstein-Backpulver, feines Salz und Zucker in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen gründlich mischen. Das Backpulver soll sich sichtbar gleichmäßig im Mehl verteilen, damit später keine bitteren Stellen oder kompakten Teignester entstehen.

    Notiz

    Beim Stockbrotteig ohne Hefe ist dieser Schritt besonders wichtig, weil das Backpulver die Lockerung übernimmt.

  3. 2

    Öl und Wasser zu einem weichen Teig einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Sonnenblumenöl und lauwarmes Wasser zu den trockenen Zutaten geben. Erst rühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind, dann nur kurz mit den Händen oder einem Teigmischer zu einem weichen, formbaren Teig zusammenarbeiten. Der Teig darf leicht feucht wirken, soll aber nicht an den Fingern zerfließen.

    Notiz

    Nicht unnötig viel zusätzliches Mehl einarbeiten, sonst wird das Stockbrot am Feuer schnell trocken und fest.

  4. 3

    Teig abdecken und entspannen lassen

    Den Teig in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur ruhen lassen. Dabei quillt das Mehl nach, die Oberfläche wird glatter und die Stränge lassen sich später leichter ziehen, ohne sofort zurückzuspringen oder vom Stock zu rutschen.

    Notiz

    Bei warmem Wetter die Schüssel in den Schatten stellen, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.

  5. Abschnitt

    Stöcke vorbereiten und Stockbrot wickeln

  6. 4

    Teig portionieren und schmale Stränge rollen

    Zutaten für diesen Schritt

    Hände und Arbeitsfläche mit Weizenmehl Type 550 bestäuben. Vom Teig handliche Portionen abnehmen und zu langen, gleichmäßigen Strängen rollen. Die Stränge sollten höchstens daumendick sein, damit die Brote innen gar werden, bevor die Außenseite zu dunkel wird.

    Notiz

    Lieber etwas länger und dünner wickeln als kurz und dick: So wird die Krume weicher und die Kruste gleichmäßiger.

  7. 5

    Teig mit kleinen Lücken um den Stock legen

    Je einen Teigstrang spiralförmig um die vorbereitete Stockspitze wickeln und die Enden leicht andrücken. Zwischen den Windungen dürfen kleine Lücken bleiben, damit die Hitze auch an die Seiten gelangt. Dick überlappende Stellen bleiben am Lagerfeuer leicht teigig.

    Notiz

    Für Kinder die Stockbrote eher kurz wickeln; kurze Brote lassen sich ruhiger drehen und besser kontrollieren.

  8. Abschnitt

    Über Glut grillen, bis das Brot innen gar ist

  9. 6

    Stockbrot über der Glut langsam bräunen

    Das gewickelte Stockbrot mit Abstand über die Glut halten und regelmäßig drehen. Die Oberfläche soll zuerst trocken aussehen und anschließend goldbraune Stellen bekommen. Wird der Teig schnell dunkel oder rußt, den Stock höher halten oder an eine ruhigere Stelle des Feuers wechseln.

    Notiz

    Nicht in hohe Flammen halten: Dort verbrennt die Kruste, bevor der Teig innen gar ist.

  10. 7

    Garprobe machen und Brot vom Stock lösen

    Das Stockbrot ist fertig, wenn es rundum goldbraun ist, hohl klingt, sich fest anfühlt und sich ohne klebrige Teigreste vom Stock lösen lässt. Bleibt innen noch feuchter Teig am Holz, das Brot wieder vorsichtig über die Glut halten und weiterdrehen.

    Notiz

    Die Garzeichen sind verlässlicher als eine feste Minutenangabe, weil Glut, Abstand und Teigdicke stark variieren.

  11. 8

    Kurz abdampfen lassen und warm essen

    Das fertige Stockbrot vom Stock schieben und offen abdampfen lassen. Direkt nach dem Garen schmeckt es am besten: außen leicht rösch, innen weich und elastisch. Vor dem Essen kurz prüfen, dass keine sehr heißen Dampfstellen mehr im Inneren sitzen.

    Notiz

    Sehr heißer Teig hält innen Dampf; vor dem ersten Biss kurz warten, besonders bei Kindern.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

367 kcal

pro Portion

2202 kcal

gesamt aktuell (6 Portionen)

Kohlenhydrate

63.8 g

pro Portion

382.6 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Protein

9.11 g

pro Portion

54.7 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Fett

7.7 g

pro Portion

46.2 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Ballaststoffe

2.79 g

pro Portion

16.7 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Zucker

1.53 g

pro Portion

9.2 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Salz

2.24 g

pro Portion

13.5 g

gesamt aktuell (6 Portionen)

Anmerkung

Ergibt je nach Stocklänge etwa 10 bis 12 schmale Stockbrote als Snack für 6 Personen. Für saftige Ergebnisse den Teig dünn wickeln, über ruhiger Glut drehen und nicht direkt in hohe Flammen halten. Für eine süße Variante nach dem Garen mit Zimt-Zucker servieren, statt den Grundteig stark zu süßen.

FAQ

Häufige Fragen

Ja, das klappt. Dann ersetzt du das Backpulver durch Hefe und gibst dem Teig Zeit zum Gehen. Für ein spontanes Lagerfeuer ist die Version ohne Hefe praktischer, weil der Stockbrotteig sofort formbar ist und nicht von warmer Gehzeit abhängt.

Meist war die Hitze zu direkt oder der Teigstrang zu dick. Stockbrot gehört über ruhige Glut, nicht in hohe Flammen. Rolle den Teig schmal, lasse kleine Lücken beim Wickeln und drehe den Stock langsam, bis die Kruste gleichmäßig goldbraun ist.

Ja, du kannst den Teig einige Stunden vorher kneten und gut verschlossen kühl transportieren. Da Backpulver mit Feuchtigkeit reagiert, sollte er nicht über Nacht stehen. Vor dem Wickeln kurz durchkneten und nur wenig Mehl ergänzen, falls er klebt.

Für eine süße Variante den fertigen Teig nach dem Garen leicht bestreichen oder direkt warm in Zimt-Zucker wenden. Viel Zucker im rohen Teig ist am Lagerfeuer weniger ideal, weil er schneller bräunt und leichter verbrennt.

Auf dem Grill funktioniert es sehr gut über indirekter Hitze oder am Rand der Glut. Im Backofen fehlt das typische Lagerfeuergefühl, aber dünne Teigstränge lassen sich auf Backpapier goldbraun backen, bis sie innen nicht mehr teigig sind.

Nimm frische, stabile und unbehandelte Holzstöcke, deren Spitze du sauber entrindest. Harzige, lackierte oder chemisch behandelte Hölzer sind ungeeignet. Die Stockspitze sollte lang genug sein, damit Hände sicheren Abstand zur Glut haben.

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