Plany Rezeptdruck
Stockbrot ohne Hefe – sofort formbar über Glut
Stockbrot über Glut gelingt am besten mit Abstand zur Hitze: Die Oberfläche soll erst trocken wirken, dann goldbraun werden. Zu dicke Stränge bleiben innen leicht roh.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 6 Portionen.
Stockbrotteig und Formen
- 520 g Weizenmehl Type 550
Stockbrotteig ohne Hefe
- 16 g Weinstein-Backpulver
- 1 1/2 TL feines Salz
- 1 TL Zucker
- 3 EL Sonnenblumenöl
- 280 ml lauwarmes Wasser
Zubereitung
8 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Teig mischen und kurz entspannen lassen
Trockene Zutaten gleichmäßig vermengen
Zutaten: 500 g Weizenmehl Type 550 · 16 g Weinstein-Backpulver · 1 1/2 TL feines Salz · 1 TL Zucker
Weizenmehl Type 550, Weinstein-Backpulver, feines Salz und Zucker in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen gründlich mischen. Das Backpulver soll sich sichtbar gleichmäßig im Mehl verteilen, damit später keine bitteren Stellen oder kompakten Teignester entstehen.
Notiz: Beim Stockbrotteig ohne Hefe ist dieser Schritt besonders wichtig, weil das Backpulver die Lockerung übernimmt.
Öl und Wasser zu einem weichen Teig einarbeiten
Zutaten: 3 EL Sonnenblumenöl · 280 ml lauwarmes Wasser
Sonnenblumenöl und lauwarmes Wasser zu den trockenen Zutaten geben. Erst rühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind, dann nur kurz mit den Händen oder einem Teigmischer zu einem weichen, formbaren Teig zusammenarbeiten. Der Teig darf leicht feucht wirken, soll aber nicht an den Fingern zerfließen.
Notiz: Nicht unnötig viel zusätzliches Mehl einarbeiten, sonst wird das Stockbrot am Feuer schnell trocken und fest.
Teig abdecken und entspannen lassen
Den Teig in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur ruhen lassen. Dabei quillt das Mehl nach, die Oberfläche wird glatter und die Stränge lassen sich später leichter ziehen, ohne sofort zurückzuspringen oder vom Stock zu rutschen.
Notiz: Bei warmem Wetter die Schüssel in den Schatten stellen, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
Stöcke vorbereiten und Stockbrot wickeln
Teig portionieren und schmale Stränge rollen
Zutaten: 20 g Weizenmehl Type 550
Hände und Arbeitsfläche mit Weizenmehl Type 550 bestäuben. Vom Teig handliche Portionen abnehmen und zu langen, gleichmäßigen Strängen rollen. Die Stränge sollten höchstens daumendick sein, damit die Brote innen gar werden, bevor die Außenseite zu dunkel wird.
Notiz: Lieber etwas länger und dünner wickeln als kurz und dick: So wird die Krume weicher und die Kruste gleichmäßiger.
Teig mit kleinen Lücken um den Stock legen
Je einen Teigstrang spiralförmig um die vorbereitete Stockspitze wickeln und die Enden leicht andrücken. Zwischen den Windungen dürfen kleine Lücken bleiben, damit die Hitze auch an die Seiten gelangt. Dick überlappende Stellen bleiben am Lagerfeuer leicht teigig.
Notiz: Für Kinder die Stockbrote eher kurz wickeln; kurze Brote lassen sich ruhiger drehen und besser kontrollieren.
Über Glut grillen, bis das Brot innen gar ist
Stockbrot über der Glut langsam bräunen
Das gewickelte Stockbrot mit Abstand über die Glut halten und regelmäßig drehen. Die Oberfläche soll zuerst trocken aussehen und anschließend goldbraune Stellen bekommen. Wird der Teig schnell dunkel oder rußt, den Stock höher halten oder an eine ruhigere Stelle des Feuers wechseln.
Notiz: Nicht in hohe Flammen halten: Dort verbrennt die Kruste, bevor der Teig innen gar ist.
Garprobe machen und Brot vom Stock lösen
Das Stockbrot ist fertig, wenn es rundum goldbraun ist, hohl klingt, sich fest anfühlt und sich ohne klebrige Teigreste vom Stock lösen lässt. Bleibt innen noch feuchter Teig am Holz, das Brot wieder vorsichtig über die Glut halten und weiterdrehen.
Notiz: Die Garzeichen sind verlässlicher als eine feste Minutenangabe, weil Glut, Abstand und Teigdicke stark variieren.
Kurz abdampfen lassen und warm essen
Das fertige Stockbrot vom Stock schieben und offen abdampfen lassen. Direkt nach dem Garen schmeckt es am besten: außen leicht rösch, innen weich und elastisch. Vor dem Essen kurz prüfen, dass keine sehr heißen Dampfstellen mehr im Inneren sitzen.
Notiz: Sehr heißer Teig hält innen Dampf; vor dem ersten Biss kurz warten, besonders bei Kindern.
Rezeptnotiz
Ergibt je nach Stocklänge etwa 10 bis 12 schmale Stockbrote als Snack für 6 Personen. Für saftige Ergebnisse den Teig dünn wickeln, über ruhiger Glut drehen und nicht direkt in hohe Flammen halten. Für eine süße Variante nach dem Garen mit Zimt-Zucker servieren, statt den Grundteig stark zu süßen.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Kann ich dieses Stockbrot Rezept auch mit Hefe machen?
Ja, das klappt. Dann ersetzt du das Backpulver durch Hefe und gibst dem Teig Zeit zum Gehen. Für ein spontanes Lagerfeuer ist die Version ohne Hefe praktischer, weil der Stockbrotteig sofort formbar ist und nicht von warmer Gehzeit abhängt.
Warum ist mein Stockbrot außen schwarz und innen noch roh?
Meist war die Hitze zu direkt oder der Teigstrang zu dick. Stockbrot gehört über ruhige Glut, nicht in hohe Flammen. Rolle den Teig schmal, lasse kleine Lücken beim Wickeln und drehe den Stock langsam, bis die Kruste gleichmäßig goldbraun ist.
Kann ich den Stockbrotteig vorbereiten und mitnehmen?
Ja, du kannst den Teig einige Stunden vorher kneten und gut verschlossen kühl transportieren. Da Backpulver mit Feuchtigkeit reagiert, sollte er nicht über Nacht stehen. Vor dem Wickeln kurz durchkneten und nur wenig Mehl ergänzen, falls er klebt.
Wie mache ich aus dem Grundteig ein süßes Stockbrot?
Für eine süße Variante den fertigen Teig nach dem Garen leicht bestreichen oder direkt warm in Zimt-Zucker wenden. Viel Zucker im rohen Teig ist am Lagerfeuer weniger ideal, weil er schneller bräunt und leichter verbrennt.
Geht Stockbrot auch ohne Lagerfeuer auf dem Grill oder im Backofen?
Auf dem Grill funktioniert es sehr gut über indirekter Hitze oder am Rand der Glut. Im Backofen fehlt das typische Lagerfeuergefühl, aber dünne Teigstränge lassen sich auf Backpapier goldbraun backen, bis sie innen nicht mehr teigig sind.
Welche Stöcke eignen sich für Stockbrot?
Nimm frische, stabile und unbehandelte Holzstöcke, deren Spitze du sauber entrindest. Harzige, lackierte oder chemisch behandelte Hölzer sind ungeeignet. Die Stockspitze sollte lang genug sein, damit Hände sicheren Abstand zur Glut haben.