Sauce Hollandaise mit Sabayon

Sauce Hollandaise aus pasteurisiertem Eigelb, geklärter Butter und Zitronensaft, über sanftem Wasserdampf cremig aufgeschlagen.

Pasteurisiertes Eigelb wird mit Wasser zur hellen Sabayon geschlagen. Warme geklärte Butter kommt kontrolliert dazu; Zitronensaft und Cayenne vollenden die glatte Emulsion.

Cremig gelbe Sauce Hollandaise in einer hellen Schale mit Schneebesen
Gesamtzeit
20 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 20 min auf dem Tisch
Vorbereiten
5 min
Ruhen
0 min
Kochen
15 min

Zutaten

Personen

Ergibt ca. 300 ml · Pro Person: etwa 75 ml Sauce Hollandaise

Emulsion

Abschmecken

So gelingt das Rezept

Für 4 Personen bereitest du insgesamt ca. 300 ml zu. Pro Person: etwa 75 ml Sauce Hollandaise. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Butter klären und Wasserbad vorbereiten

  2. 1

    Butter sanft klären und warm halten

    Zutaten für diesen Schritt

    Schmelze die Butter bei sehr niedriger Hitze, ohne sie zu bräunen. Schöpfe den weißen Schaum sauber ab. Gieße anschließend nur den klaren Fettanteil langsam in ein zweites sauberes Gefäß; ein engmaschiges Sieb unterstützt die Trennung, während der milchige Bodensatz im Topf bleibt. Halte das geklärte Butterfett bei 50–55 °C warm. Es soll vollständig flüssig sein, aber weder sprudeln noch nussig riechen.

  3. Abschnitt

    Sabayon aufschlagen und emulgieren

  4. 2

    Eigelb-Wasser-Basis gleichmäßig verrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Fülle einen Topf so mit Wasser, dass die später aufgesetzte Schüssel die Wasseroberfläche nicht berührt, und bringe es nur zum leisen Sieden. Verrühre das pasteurisierte Eigelb mit dem Wasser in einer vollständig sauberen, fettfreien Edelstahlschüssel, bis keine Eigelbstränge mehr sichtbar sind.

  5. 3

    Über sanftem Wasserdampf zur Sabayon schlagen

    Schon vorbereitet

    • Gleichmäßige Basis aus pasteurisiertem Eigelb und Wasser

    Setze die Schüssel über das nur leise siedende Wasser und schlage die Eigelb-Wasser-Basis ohne Unterbrechung mit dem Schneebesen. Bewege den Schneebesen auch entlang von Boden und Rand, bis die Masse deutlich heller, feinporig und cremig dick ist und eine Spur kurz stehen bleibt. Entstehen am Rand Flocken oder wird die Schüssel unangenehm heiß, hebe sie sofort vom Dampf und schlage auf der Arbeitsfläche weiter, bis sich die Hitze verteilt hat.

  6. 4

    Geklärte Butter kontrolliert einarbeiten

    Schon vorbereitet

    • Warme geklärte Butter ohne Milchbodensatz
    • Helle, feinporige und cremig dicke Sabayon

    Nimm die Schüssel vom Wasserbad. Schlage die warme geklärte Butter anfangs tropfenweise vollständig in die Sabayon ein. Sobald die Masse sichtbar glänzt, dicker wird und keine freien Fettaugen zeigt, gieße die Butter in einem sehr dünnen Strahl weiter ein und schlage stetig. Wird die Sauce am Rand ölig oder verliert die gleichmäßige Bindung, stoppe die Butterzugabe und schlage erst auf der kühleren Arbeitsfläche weiter. Die Grundsauce ist fertig, wenn sie glatt, glänzend und cremig vom Schneebesen fällt.

  7. Abschnitt

    Abschmecken und unmittelbar servieren

  8. 5

    Mit Zitronensaft, Salz und Cayenne vollenden

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Glatte gebundene Hollandaise-Grundemulsion

    Nimm die Sauce vollständig von der Hitze. Rühre Zitronensaft, Meersalz und Cayennepfeffer gründlich ein und streiche die Sauce mit einem sauberen Silikonspatel vom Schüsselrand zurück. Sie soll buttrig und frisch schmecken, glatt glänzen und in einem breiten, cremigen Band vom Löffel laufen. Freie Fetttropfen, geronnene Flocken oder eine wässrige Schicht sind Fehlerzeichen.

  9. 6

    Sofort servieren oder nur sehr kurz warm halten

    Schon vorbereitet

    • Fertig abgeschmeckte klassische Sauce Hollandaise

    Serviere die Sauce unmittelbar. Falls ein kurzer zeitlicher Puffer nötig ist, decke die Schüssel ab und halte sie unter gelegentlichem sanftem Rühren über einem Wasserbad bei 45–50 °C höchstens 30 Minuten warm. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren und die Sauce darf nicht kochen. Kühle Reste nicht für eine spätere Wiederverwendung ein, sondern entsorge sie.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Berechnungsgrundlage pro Person: etwa 75 ml Sauce Hollandaise. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (ca. 300 ml).

Kalorien

401 kcal

pro Person

1603.9 kcal

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Kohlenhydrate

0.719 g

pro Person

2.88 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Protein

2.82 g

pro Person

11.3 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Fett

43.7 g

pro Person

175 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Ballaststoffe

0.029 g

pro Person

0.114 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Zucker

0.249 g

pro Person

0.994 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Salz

0.763 g

pro Person

3.05 g

gesamtes Rezept (ca. 300 ml)

Häufige Fragen

Sauce Hollandaise ist eine warme französische Emulsionssauce aus Eigelb, Wasser und geklärter Butter. Zitronensaft, Salz und wenig Cayenne geben Frische und Würze. Ihre typische Konsistenz entsteht durch eine aufgeschlagene Sabayon und die langsame Butterzugabe.

Die Sabayon wird bewusst bei sanfter Hitze aufgeschlagen und nicht sicher vollständig durchgegart. Ein pasteurisiertes Eigelbprodukt reduziert das vermeidbare Salmonellenrisiko und eignet sich deshalb für diese nur mäßig erhitzte Emulsion besser als rohe Schaleneier.

Beim Klären werden Schaum und milchiger Bodensatz vom klaren Butterfett getrennt. Dadurch gelangt weniger Wasser und Milcheiweiß in die Emulsion, die Sauce wird glatt und ihr Butteranteil lässt sich kontrollierter einarbeiten.

Die geklärte Butter soll vollständig flüssig und etwa 50–55 °C warm sein. Ist sie deutlich heißer, drohen feine Eigelbpartikel zu gerinnen; ist sie kühler, fließt sie schlecht und lässt sich nur schwer gleichmäßig einarbeiten.

Die Masse ist deutlich heller, feinporig und cremig dick. Eine Spur des Schneebesens bleibt kurz sichtbar, während am Schüsselrand weder feste Flocken noch trockene Eigelbkrusten entstehen.

Häufig war die Dampfhitze zu stark oder die geklärte Butter kam am Anfang zu schnell dazu. Auch eine sehr heiße Schüssel oder eine zu lange Standzeit kann die Bindung schwächen. Deshalb wird stetig geschlagen und bei ersten Fettaugen sofort pausiert.

Stoppe die Butterzugabe und schlage die Sauce zunächst abseits der Hitze kräftig weiter. Bleibt sie getrennt, beginne in einer sauberen Schüssel mit etwas pasteurisiertem Eigelb und arbeite die getrennte Sauce sehr langsam wie die Butter in eine neue Emulsion ein.

Nein. Die hier gewählte klassische Grundmethode baut die Sabayon aus Eigelb und Wasser auf und würzt am Ende mit Zitronensaft. Varianten mit Essig- oder Weinreduktion sind möglich, gehören aber nicht zu diesem klar abgegrenzten Rezept.

Sie passt besonders zu Spargel, Brokkoli, Blumenkohl, Kartoffeln, pochierten Eiern und mild gegartem Fisch. Die Sauce wird separat zubereitet und erst unmittelbar beim Servieren über die bereits gegarten Speisen gegeben.

Sie ist für das unmittelbare Servieren gedacht. Ein kurzer Puffer über sehr mildem Wasserbad ist möglich, längeres Warmhalten schwächt Qualität und Sicherheit. Reste werden nicht abgekühlt und erneut erwärmt, sondern entsorgt.

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