Sauce Béarnaise mit Estragonreduktion

Sauce Béarnaise mit frischem Estragon, kontrolliertem Wasserbad und stabiler Butteremulsion passt zu Steak, Spargel, Kartoffeln und Fisch.

Sauce Béarnaise gelingt mit fein passierter Estragonreduktion, sanftem Dampf und langsam eingearbeiteter Butter. Das Rezept zeigt Temperaturzeichen, Konsistenz und schnelle Rettung.

Sauce Béarnaise mit Estragonreduktion fertig angerichtet
Vorbereitung

15 min

Ruhezeit

0 min

Kochen

15 min

Zutaten

Estragonreduktion

Estragonreduktion und Finish

Butteremulsion

Abschmecken

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Reduktion und Butter vorbereiten

  2. 1

    Estragon teilen und Reduktion ansetzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Vom Estragon die Blättchen abzupfen und abgedeckt beiseitestellen; die Stiele in einen kleinen Topf geben. Wein, Essig, Schalotte und angedrückte Pfefferkörner zufügen. Offen bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Flüssigkeit sichtbar dampft und leise köchelt.

    Notiz

    Estragonblättchen erst am Ende verwenden, sonst verlieren sie Farbe und frischen Duft.

  3. 2

    Reduktion konzentrieren und fein passieren

    Die Reduktion sanft köcheln lassen, bis sie würzig-säuerlich, deutlich konzentriert und leicht sirupartig wirkt. Sie darf nicht trocken ansetzen. Anschließend durch ein feines Sieb in eine hitzefeste Schüssel passieren und Schalotte, Pfeffer sowie Estragonstiele gründlich ausdrücken, aber nicht durch das Sieb reiben.

    Notiz

    Zu stark eingekochte Reduktion schmeckt hart und kann die Sauce spitz machen; lieber rechtzeitig stoppen.

  4. 3

    Butter langsam klären

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen, ohne sie zu bräunen. Sobald sie klar gelb ist und sich helle Molketeilchen absetzen, die klare Butter vorsichtig in ein kleines Kännchen gießen und die weißen Rückstände möglichst im Topf lassen.

    Notiz

    Die Butter soll warm und flüssig bleiben, aber nicht zischend heiß sein; zu heiße Butter kann das Eigelb später gerinnen lassen.

  5. Abschnitt

    Eigelb binden und Sauce aufschlagen

  6. 4

    Wasserbad kontrolliert aufbauen

    Einen Topf mit wenig Wasser erhitzen, bis es nur leise siedet und nicht sprudelnd kocht. Die Schüssel mit der passierten Reduktion daraufsetzen; zwischen Schüsselboden und Wasser muss Abstand bleiben. Ziel ist sanfter Dampf, der die Masse gleichmäßig erwärmt.

    Notiz

    Wenn der Dampf kräftig aufsteigt oder die Schüssel sehr heiß wird, den Topf kurz von der Hitze ziehen, bevor die Eigelbe dazukommen.

  7. 5

    Eigelbe in die Reduktion schlagen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Eier trennen und die Eigelbe zur warmen Reduktion in die Schüssel geben; das Eiweiß für eine andere Verwendung kalt stellen. Mit dem Schneebesen zügig schlagen, bis die Masse heller, luftiger und leicht cremig wird. Sie soll Spuren des Schneebesens kurz halten, aber nicht stocken.

    Notiz

    Gerinnen die Eigelbe am Rand, ist die Hitze zu hoch; sofort vom Wasserbad nehmen und kräftig weiterschlagen.

  8. 6

    Butter zuerst tropfenweise emulgieren

    Die warme geklärte Butter anfangs nur tropfenweise unter ständigem Schlagen einlaufen lassen. Erst wenn die Basis sichtbar glänzt, cremiger wird und keine Fettaugen zeigt, darf der Butterstrahl dünn und gleichmäßig werden. Die Sauce soll dabei warm bleiben, aber nicht kochen.

    Notiz

    Am Anfang entscheidet sich die Stabilität: Zu viel Butter auf einmal trennt die Sauce leichter.

  9. 7

    Konsistenz prüfen und Hitze fein steuern

    Weiter schlagen, bis eine samtige, glänzende Sauce entstanden ist. Wird sie sehr dick oder matt, die Schüssel kurz vom Wasserbad nehmen und kräftig schlagen; wirkt sie dagegen dünn, noch einige Sekunden über sanftem Dampf aufschlagen.

    Notiz

    Eine gute Béarnaise läuft schwer vom Löffel und legt sich cremig über Fleisch, Fisch oder Gemüse.

  10. Abschnitt

    Abschmecken, retten und servieren

  11. 8

    Estragonblättchen und Salz einrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Die beiseitegelegten Estragonblättchen fein schneiden und in die Sauce rühren. Das Meersalz vollständig einarbeiten und probieren: Die Sauce soll buttrig, frisch säuerlich und klar nach Estragon schmecken, ohne dass Essig oder Wein spitz hervortreten.

    Notiz

    Frischer Estragon im Finish ist der Unterschied zwischen nur buttrig und wirklich béarnaise-typisch.

  12. 9

    Sauce retten oder kurz warmhalten

    Trennt sich die Sauce beginnend, die Schüssel sofort von der Hitze nehmen und kräftig schlagen; ein kleiner Schluck warmes Wasser kann sie wieder zusammenziehen. Zum Warmhalten die fertige Sauce abgedeckt neben, nicht auf, dem Herd stehen lassen und erst kurz vor dem Servieren vorsichtig durchrühren.

    Notiz

    Länger als etwa 20 Minuten sollte Sauce Béarnaise nicht warm stehen, weil sie an Glanz und Stabilität verliert.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

395.8 kcal

pro Portion

1583.4 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

2.58 g

pro Portion

10.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

4.89 g

pro Portion

19.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

39.7 g

pro Portion

158.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

0.543 g

pro Portion

2.17 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

0.932 g

pro Portion

3.73 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

0.894 g

pro Portion

3.57 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Ergibt etwa vier normale Saucenportionen als Begleitung zu Steak, Roastbeef, Spargel, kleinen Kartoffeln, gebratenem Fisch oder Gemüse. Die Sauce schmeckt frisch aufgeschlagen am besten und sollte nur kurz warmgehalten werden.

FAQ

Häufige Fragen

Sauce Béarnaise ist eine warme französische Buttersauce aus Eigelb, geklärter Butter und einer Reduktion aus Weißwein, Essig, Schalotte, Pfeffer und Estragon. Sie ist mit Sauce Hollandaise verwandt, schmeckt durch Estragon und Reduktion aber kräuteriger, pikanter und etwas würziger.

Meist ist die Hitze zu hoch oder die Butter wurde zu schnell eingearbeitet. Die Eigelbmasse darf nur sanft warm werden und die Butter muss am Anfang tropfenweise hinein. Beginnt die Sauce zu trennen, sofort von der Hitze nehmen, kräftig schlagen und mit wenig warmem Wasser wieder glätten.

Ja, als schnelle Variante funktioniert der Zauberstab, wenn Eigelb und Reduktion in einem schmalen Becher gemixt und warme Butter langsam eingegossen wird. Die Wasserbad-Methode bleibt für dieses Rezept aber präziser, weil du Temperatur, Luftigkeit und Bindung besser kontrollierst.

Am besten servierst du sie sofort. Kurz warmhalten geht abgedeckt neben dem Herd oder über sehr milder Restwärme, aber nicht auf kochendem Wasser und nicht im heißen Topf. Nach etwa 20 Minuten verliert die Sauce leichter ihre stabile, glänzende Textur.

Besonders gut passt sie zu Steak, Roastbeef, Entrecôte, gebratenem Lachs, weißem Fisch, Spargel, grünen Bohnen und kleinen Kartoffeln. Beilagen sollten nicht zu sauer gewürzt sein, damit die Estragonreduktion der Sauce klar zur Geltung kommt.

Für eine mildere Variante kannst du den Weißwein durch hellen Traubensaft oder Wasser ersetzen und die Säure über den Weißweinessig steuern. Der Geschmack wird weniger tief und weinwürzig, die Emulsionstechnik bleibt aber gleich.

Geklärte Butter macht die Emulsion feiner und stabiler, weil weniger Wasser und Molketeilchen in die Eigelbmasse gelangen. Für eine alltagstaugliche Variante reicht langsam geschmolzene Butter, wenn du die weißen Rückstände im Topf lässt und nur die klare Butter einarbeitest.

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