Rosa Roastbeef mit Schalotten-Rotwein-Jus
Rundum gebräuntes Roastbeef gart thermometergeführt bis mindestens 63 °C, ruht in einer sauberen Form und wird quer zur Faser tranchiert.
Senf und Kräuter kommen nach dem Anbraten auf das Fleisch. Bratensatz, Schalotten, Rotwein, Fond und Ruhesaft werden passiert und mit kalter Butter zur Jus montiert.

- Vorbereiten
- 25 min
- Ruhen
- 15 min
- Kochen
- 1 h 45 min
Zutaten
Roastbeef
Kräuter-Senf-Schicht
Schalotten-Rotwein-Jus
So gelingt das Rezept
Du kochst für 6 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Aromaten vorbereiten und Rohfleisch sicher handhaben
- 1
Kräuter, Schalotten und kalte Butter vor dem Fleisch vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Zuerst Hände und Fingerräume 20 Sekunden lang mit Seife reinigen. Rosmarin und Thymian unter laufendem Trinkwasser abreiben; Reinigungsmittel bleibt von den Kräutern fern. Anschließend mit einem frischen Tuch trocknen. Schalotten fein würfeln, Knoblauch fein hacken, die Kräuterblätter von groben Stielen lösen und fein schneiden. Knoblauch und Kräuter gemeinsam, die Schalotten getrennt abgedeckt bereitstellen. Die Butter würfeln und bis zum Montieren der Jus abgedeckt kalt stellen. Messer, Brett und Hände reinigen, bevor die Fleischpackung geöffnet wird.
- 2
Intaktes Roastbeef prüfen, trocken vorbereiten und würzen
Zutaten für diesen Schritt
Vor dem Öffnen das Etikett prüfen: Für diese rosa gegarte Fassung nur ein intaktes Roastbeef ohne Hinweis auf Injektion, Pökeln, Nadel- oder Klingenzartmachung verwenden. Bei anders behandelter Ware ausschließlich die Garhinweise des konkreten Produkts befolgen. Das gekühlte Fleisch mit einer Zange aus der Verpackung nehmen, nicht abwaschen und mit Einmalpapier rundum trocken tupfen. Sichtbare feste Silberhaut mit einem sauberen scharfen Messer flach entfernen, ohne tief ins Muskelfleisch zu schneiden. Rundum mit dem vorgesehenen Salz und gemahlenen Pfeffer würzen. Verpackung und Papier sofort entsorgen; anschließend Hände, Rohfleischbrett, Messer, Zange, Arbeitsfläche und berührte Griffe gründlich reinigen.
Abschnitt
Rundum anbraten und thermometergeführt im Ofen garen
- 3
Roastbeef auf jeder Außenfläche kräftig bräunen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Trocken vorbereitetes und rundum gewürztes intaktes Roastbeef
Den Backofen auf 120 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen schweren ofenfesten Bräter bei mittelhoher bis hoher Hitze vorwärmen und das Rapsöl hineingeben. Das gewürzte Roastbeef auf den beiden großen Flächen jeweils ungefähr 2 Minuten bräunen; anschließend mit der Zange auf Fettrand, Schmalseiten und Endflächen drehen. Insgesamt 6 bis 8 Minuten anbraten, bis jede Außenfläche kräftig gebräunt ist und keine rohe Stelle sichtbar bleibt. Das Fleisch mit einer frisch gereinigten oder separaten Zange auf ein sauberes Backblech mit Rost setzen. Den Bräter samt Bratensatz für die Jus beiseitestellen.
- 4
Kräuter-Senf-Schicht auftragen und bis mindestens 63 °C garen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Fein geschnittene Kräuter-Knoblauch-Mischung
- Auf allen Außenflächen kräftig gebräuntes Roastbeef
Dijon-Senf mit der vorbereiteten Kräuter-Knoblauch-Mischung verrühren und dünn auf alle angebratenen Flächen streichen. Eine ofenfeste Sonde seitlich bis ins Zentrum des voluminösesten Fleischbereichs führen und dabei Fettadern sowie feste Sehnen meiden. Bei 120 °C garen und nach 60 Minuten erstmals prüfen. Danach alle 10 Minuten weitergaren, bis mindestens 63 °C erreicht sind. Vor dem Herausnehmen zusätzlich an 2 weiteren dicken Stellen messen; alle 3 Messpunkte müssen mindestens 63 °C zeigen. Das Fleisch in eine saubere flache Form mit Rand legen, damit der austretende Saft aufgefangen wird.
Abschnitt
Jus reduzieren, Roastbeef ruhen lassen und servieren
- 5
Schalotten, Rotwein und Fond zu einer glatten Jus reduzieren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Fein gewürfelte Schalotten
- Dunkler Bratensatz mit verbliebenem Rapsöl
Während Roastbeef gart, erwärme den Bräter mit Bratensatz bei mittlerer Hitze. Schwitze die Schalotten darin 3–4 Minuten weich und leicht goldig an, ohne sie dunkel werden zu lassen. Lösche mit Rotwein ab, löse den Bratensatz vollständig und koche 4–6 Minuten lebhaft ein. Erst wenn keine freie Weinpfütze bleibt und der Löffel eine kurz sichtbare glasige Spur zieht, gieße den Rinderfond zu. Koche einmal auf und reduziere offen 10–20 Minuten ruhig. Fertig ist die Jus, wenn sie den Löffelrücken dünn überzieht und ein Fingerstrich etwa 2 Sekunden offen bleibt. Passiere durchs feine Sieb in einen kleinen Topf; Rückstände nicht ausdrücken.
- 6
Roastbeef in der sauberen Form ruhen und Saft auffangen
Schon vorbereitet
- Gegartes Roastbeef in Form zum Saftauffangen
Das Roastbeef in der sauberen Form locker abdecken und mindestens 3 Minuten, für gleichmäßige Saftverteilung insgesamt 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Den in der Form gesammelten Fleischsaft anschließend vollständig in ein sauberes kleines Gefäß gießen. Weder Saft noch Fleisch dürfen dabei ein Brett, einen Teller oder ein Werkzeug berühren, das seit dem Rohfleischkontakt nicht gründlich gereinigt wurde.
- 7
Ruhesaft einarbeiten und Jus abseits der Hitze montieren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Kalt gestellte Butterwürfel
- Passierte reduzierte Rotwein-Fond-Basis mit Löffelrückentest
- Hygienisch aufgefangener Roastbeef-Ruhesaft
Den aufgefangenen Fleischsaft vollständig in die passierte Jus-Basis geben und diese einmal bis zum sanften Sieden erhitzen. Den Topf von der Hitze ziehen und die vorbereiteten kalten Butterwürfel nach und nach einrühren, bis die Jus glatt und glänzend ist. Mit Apfelessig, dem restlichen Salz und gemahlenem Pfeffer ausgewogen abschmecken. Sobald die Butter emulgiert ist, die Jus nur noch warm halten und nicht erneut sprudelnd kochen. Muss die Ausgabe warten, Fleisch und Jus bei mindestens 60 °C heiß halten.
- 8
Auf sauberem Brett quer zur Faser tranchieren und Reste rasch kühlen
Schon vorbereitet
- Mindestens drei Minuten geruhtes Roastbeef
- Glänzende Schalotten-Rotwein-Jus mit eingearbeitetem Ruhesaft
Das geruhte Roastbeef auf ein sauberes Brett legen, das nicht ungereinigt mit rohem Fleisch in Berührung war. Mit einem sauberen scharfen Messer quer zum sichtbaren Faserverlauf in dünne Scheiben schneiden. Auf vorgewärmten Tellern anrichten und die heiße Jus separat reichen oder sparsam über das Fleisch geben. Nicht ausgegebene Fleisch- und Jusreste innerhalb von 2 Stunden in getrennten flachen sauberen Behältern abgedeckt kühlen und höchstens 48 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Gekühlte Reste nur einmal wiedererhitzen und dabei bis in die Mitte auf mindestens 74 °C bringen; Reste entsorgen, wenn sie länger ungekühlt standen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (6 Personen).
Kalorien
417.2 kcal
pro Person
2503.1 kcal
gesamtes Rezept (6 Personen)
Kohlenhydrate
2.03 g
pro Person
12.2 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Protein
42.2 g
pro Person
253.3 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Fett
23.6 g
pro Person
141.8 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Ballaststoffe
0.448 g
pro Person
2.69 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Zucker
0.506 g
pro Person
3.04 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Salz
2.87 g
pro Person
17.2 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Mehr zum Rezept
Beim Tranchieren stets quer zur Faser schneiden; so bleiben die Scheiben besonders zart. Für feinen Glanz die Jus am Ende nur behutsam bewegen.
Häufige Fragen
Das intakte Roastbeef wird vor dem Herausnehmen an mehreren dicken Stellen auf mindestens 63 °C geprüft und ruht danach mindestens 3 Minuten. Das ist höher als häufig genannte rein kulinarische Zielwerte von 52 bis 54 °C, bindet dieses Rezept aber an den offiziellen Sicherheitsendpunkt für Rinderbraten. Die Farbe allein ist kein Sicherheitsnachweis.
Nach dem Rundumanbraten beginnt die erste Messung nach 60 Minuten. Dicke, Form, Starttemperatur, Bräter und Ofenabweichung können die Garzeit deutlich verändern; deshalb wird danach in kurzen Abständen weitergemessen. Entscheidend sind mindestens 63 °C an mehreren dicken Stellen, nicht eine starre Gesamtzeit.
Die gereinigte Sonde wird waagerecht von der Seite in das Zentrum des voluminösesten Fleischbereichs geführt, ohne Fettadern, feste Sehnen oder den Bräter zu berühren. Vor dem Herausnehmen werden zwei weitere dicke Stellen geprüft. Die Sonde wird vor und nach dem Kontakt mit dem Fleisch nach Herstellerangabe gereinigt.
Nadel- oder Klingenzartmachung und Injektion können Keime beziehungsweise Flüssigkeit ins Innere bringen. Solche Produkte sehen nicht zwingend anders aus. Diese Fassung gilt nur für ein intaktes, nicht injiziertes Stück; bei anders behandelter Ware haben die validierten Garhinweise des konkreten Produkts Vorrang.
Senf, Knoblauch und fein geschnittene Kräuter würden bei der hohen Pfannenhitze schnell dunkel und bitter. Zuerst wird deshalb jede Fleischfläche gebräunt; die aromatische Schicht gart anschließend bei sanfter Ofenhitze mit.
Die passierte Reduktion überzieht einen Löffelrücken dünn; ein Fingerstrich bleibt kurz offen. Der aufgefangene Ruhesaft wird anschließend eingekocht. Kalte Butter bindet die Jus erst abseits der direkten Hitze; danach darf sie nicht mehr kräftig kochen, sonst kann die Emulsion brechen.
Nein. Auch längeres Einkochen garantiert keine vollständige Entfernung des Alkohols. Selbst als alkoholfrei gekennzeichneter Wein kann Restalkohol enthalten. Für strikte Alkoholabstinenz ist eine eigenständig entwickelte Jus mit neu geprüfter Flüssigkeitsbilanz nötig; diese Rezeptfassung bietet keinen spontanen Austausch.
Dijon-Senf enthält Senf, Butter enthält Milch und Rotwein kann kennzeichnungspflichtige Sulfite enthalten. Abgepackter Rinderfond kann Sellerie, glutenhaltige Zutaten oder weitere Allergene enthalten. Deshalb immer die Zutaten- und Spurenhinweise der konkret verwendeten Produkte prüfen.
Fleisch und Jus innerhalb von 2 Stunden getrennt in flachen sauberen Behältern abgedeckt kühlen und höchstens 48 Stunden im Kühlschrank lagern. Gekühlte Reste nur einmal wiedererhitzen und vollständig auf mindestens 74 °C bringen. Länger ungekühlt gestandene Reste werden entsorgt.
Die 551 gespeicherten Nährstoffzeilen stammen durchgehend aus KI-Schätzungen statt aus fachlich bestätigten Profilen. Außerdem fehlen Messwerte zu Fleischabschnitt, Garverlust, Öl- und Safttransfer, verbleibendem Alkohol, Jusverdampfung, Siebrückstand, fertigen Fleisch- und Jusmassen sowie realen Portionen. Ohne diese Daten wären veröffentlichte Nährwerte nur scheinpräzise.