Rindergeschnetzeltes mit Champignon-Rahmsoße

Rinderhüftstreifen werden portionsweise sicher gebräunt, mit Champignons und glatter Rahmsoße verbunden und nach der Mehrpunktmessung kurz geruht.

Trockene Pilze, gleichmäßige Fleischstreifen und kontrollierte Pfannenhitze sichern Bräunung und saftigen Biss. Fond, Sahne und helle Mehlschwitze ergeben eine glatte Soße.

Rindergeschnetzeltes mit Champignon-Rahmsoße fertig angerichtet
Gesamtzeit
58 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 58 min auf dem Tisch
Vorbereiten
25 min
Ruhen
3 min
Kochen
30 min

Zutaten

Rindfleisch

Zum Würzen

Zum Braten

Champignons und Aromaten

Rahmsoße

Zum Fertigstellen

So gelingt das Rezept

  1. Abschnitt

    Pilze und Rind hygienisch vorbereiten

  2. 1

    Pilze und Aromaten zuerst schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Auf einer sauberen Arbeitsfläche zuerst die Champignons von sichtbarem Schmutz befreien, bei Bedarf kurz abspülen und sofort vollständig trocken tupfen. In ungefähr 5 mm dicke Scheiben schneiden. Schalotten fein würfeln, Knoblauch fein hacken und Petersilie schneiden; die Petersilie getrennt bereithalten. Das Gemüse wird bewusst vor dem rohen Fleisch vorbereitet.

  3. 2

    Rinderhüfte etikettgeprüft quer zur Faser schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Auf dem Etikett prüfen, dass die Rinderhüfte intakt und nicht mechanisch zartgemacht ist. Unter fließendes Wasser gehört das rohe Rind nicht. Die Oberfläche mit neuem Einwegpapier trocknen und dieses unmittelbar wegwerfen. Silberhaut und Sehnen entfernen, dann quer zur Faser in möglichst gleichmäßige, ungefähr 8 mm dicke und 1 cm breite Streifen schneiden. Gleichmäßig würzen und auf einem eigenen Rohfleischteller bereithalten. Die gesamte Zeit außerhalb der Kühlung darf 2 Stunden nicht überschreiten. Nach Abschluss der Roharbeiten die Hände mindestens 20 Sekunden lang mit Seife reinigen; anschließend Brett, Messer, Arbeitsfläche und angefasste Griffe mit heißer Spüllauge säubern.

  4. Abschnitt

    Rind in Chargen sicher bräunen

  5. 3

    Pfanne und Öl kontrolliert erhitzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die schwere 28-cm-Pfanne auf der vorgesehenen Kochzone mit mittelhoher Leistung kontrolliert vorwärmen; etwa 2 Minuten sind der Ausgangspunkt. Bei antihaftversiegeltem Material gilt die Temperaturgrenze des Herstellers, und leer bis zu sichtbarem Rauch darf das Gefäß niemals stehen. Nun das Rapsöl über den Boden schwenken. Einsatzbereit ist es, wenn es dünn läuft und erste Lichtwellen zeigt. Entwickelt sich Rauch, das Kochfeld sofort kleiner stellen und die Pfanne vorübergehend herunternehmen.

  6. 4

    Drei Chargen bräunen und die Kerntemperatur prüfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Streifen in ungefähr drei gleich große Chargen teilen und jede Charge flach mit Abstand in die Pfanne legen. Die erste Fläche ungefähr 60 bis 90 Sekunden ungestört bräunen, dann mit einem sauberen Wender drehen und die zweite Fläche ungefähr 30 bis 60 Sekunden bräunen. Den beim Einlegen roh belasteten Wender nicht für gegartes Fleisch verwenden. Mit einer sauberen schnellen dünnen Sonde die Kerntemperatur der zwei dicksten Streifen jeder Charge seitlich im Zentrum prüfen. Liegt ein Messpunkt unter 63 °C, bei mittlerer Hitze ungefähr alle 30 Sekunden wenden und beide Streifen erneut messen. Erst wenn alle geprüften Punkte mindestens 63 °C zeigen, ist der sichere Garendpunkt erreicht; dann die Charge mit einem sauberen Wender auf einen frischen warmen Teller geben und austretenden Fleischsaft dort auffangen. Farbe und Druckprobe ersetzen die Messung nicht.

  7. Abschnitt

    Champignons und Rahmsoße vollenden

  8. 5

    Champignons kräftig bräunen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das restliche Rapsöl in die heiße Pfanne geben und die Champignons breit verteilen. Bei Bedarf in zwei Durchgängen arbeiten, damit sie nicht übereinanderliegen. Zunächst ungefähr 3 Minuten nicht bewegen, dann wenden und weitere 3 bis 5 Minuten braten, bis braune Flächen entstehen und ausgetretene Flüssigkeit verdampft ist. Erst am Ende salzen. Die Pilze herausnehmen; Schalotten, Knoblauch und Petersilie bleiben getrennt bereitgestellt.

  9. 6

    Schalotten, Knoblauch und helle Mehlschwitze aufbauen

    Zutaten für diesen Schritt

    Für die Soßenbasis die Kochfeldleistung auf mittlere Stufe zurücknehmen und Butter schmelzen. Die vorbereiteten Schalotten 2 bis 3 Minuten glasig anschwitzen. Den Knoblauch ungefähr 30 Sekunden bis zum deutlichen Duft mitrühren, ohne ihn zu bräunen; bei dunklen Stellen die Pfanne sofort herunternehmen. Das Mehl einstreuen und ungefähr 1 Minute unter ständigem Rühren hell und leicht nussig rösten.

  10. 7

    Fond und Sahne klümpchenfrei einrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Rinderfond in kleinen Zugaben einarbeiten und mit dem Schneebesen dabei sämtliche Röstspuren vom Pfannenboden lösen. Erst wenn die Basis glatt ist, Schlagsahne, Senf, Salz und Pfeffer einrühren und Muskatnuss frisch darüberreiben. Die Mischung einmal behutsam aufkochen; danach die Kochfeldleistung auf ein vereinzeltes leises Blubbern zurücknehmen.

  11. 8

    Rahmsoße bis zur dünnen Löffelschicht köcheln

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Rahmsoße offen 5 bis 7 Minuten leise köcheln und regelmäßig auch am Pfannenrand entlangrühren. Ab der fünften Minute den Löffeltest wiederholen: Auf seiner Rückseite soll eine feine, zusammenhängende Schicht haften; eine hineingezogene Linie schließt sich erst verzögert. An diesem Punkt das Reduzieren beenden, denn Fleischsaft und Ruhezeit verstärken die Bindung noch.

  12. 9

    Pilze und Rind auf sichere Kerntemperatur bringen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Champignons und den aufgefangenen Fleischsaft in die Sauce geben und einmal sanft aufwallen lassen. Das Rindfleisch unterheben und bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen, ohne kräftig zu kochen. Mit sauberer dünner Sonde je einen der dicksten Streifen aus vier verschiedenen Pfannenbereichen seitlich im Zentrum messen. Liegt ein Punkt unter 63 °C, ungefähr 30 Sekunden weiter erhitzen und alle vier Bereiche erneut prüfen. Erst vom Kochfeld nehmen, wenn sämtliche Messungen mindestens 63 °C zeigen. Für besonders schutzbedürftige Personen alle geprüften Bereiche mindestens 70 °C über 2 Minuten halten.

  13. 10

    Petersilie unterheben und mindestens 3 Minuten ruhen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Pfanne vom Kochfeld nehmen, die vorbereitete Petersilie unterheben und das Rindergeschnetzelte mindestens 3 Minuten ungestört ruhen lassen. Die Sauce soll danach cremig fließen und an Fleisch sowie Pilzen haften. Zum Abschluss Sonde und sämtliche noch durch rohes Fleisch belasteten Küchengeräte gründlich in heißer Spüllauge säubern.

  14. 11

    Sofort servieren und Reste rasch kühlen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das Rindergeschnetzelte auf sauberen vorgewärmten Tellern sofort servieren. Reste spätestens 2 Stunden nach dem Servieren portionsweise in niedrige saubere Gefäße füllen, direkt abdecken und in den Kühlschrank stellen. Nach längerer ungekühlter Standzeit wird das Gericht verworfen.

Nährwerte nicht verfügbar

Für dieses Rezept liegen derzeit keine verlässlichen Nährwerte vor.

Häufige Fragen

Die Rezeptur ist auf parierte Rinderhüfte am Stück abgestimmt. Gleichmäßige Streifen quer zur Faser lassen sich kontrollierter bräunen und messen. Filet oder Roastbeef verändern Garzeit, Fettgehalt und Kosten und brauchen deshalb eine eigene Prüfung statt eines pauschalen Austauschs.

Häufig sind die Streifen ungleichmäßig oder längs zur Faser geschnitten, die Pfanne ist überfüllt oder das Fleisch kocht lange in der Sauce. Kleine Chargen, kontrollierte Hitze und ein kurzer messbarer Endpunkt schützen die Textur besser als Farbe oder Druckprobe.

Die Scheiben besitzen deutlich braune Flächen, riechen nussig und liegen nicht in austretender Flüssigkeit. Dafür trocken arbeiten, ausreichend Pfannenfläche lassen und erst wenden, nachdem die erste Fläche Farbe angenommen hat.

Die dicksten Streifen jeder Charge und später vier Bereiche der Pfanne werden seitlich im Zentrum geprüft. Alle Messpunkte müssen mindestens 63 °C erreichen; nach dem abschließenden Erhitzen folgen mindestens 3 Minuten Ruhe. Für besonders schutzbedürftige Personen gelten mindestens 70 °C über 2 Minuten in allen geprüften Bereichen.

Nicht zuverlässig. Braune Kanten, Saftigkeit und weicher Druck beschreiben die Textur, belegen aber keine sichere Mindesttemperatur. Für die dünnen Streifen ist eine schnelle dünne Sonde nötig, die seitlich bis ins Zentrum geführt wird.

Das Mehl wird kurz in Butter geröstet, der Fond anschließend nach und nach eingerührt und die Sauce einmal sanft aufgekocht. Danach nur bis zur dünnen Löffelschicht köcheln; starkes weiteres Reduzieren macht sie unnötig dick.

Pilze und Sauce lassen sich getrennt vorbereiten und rasch kühlen. Das rohe Fleisch bleibt bis kurz vor dem Braten abgedeckt im Kühlschrank. Beim Fertigstellen wird die Sauce zuerst erhitzt, das frisch gebratene Rind erst danach messbar sicher eingebunden und anschließend geruht.

Spätestens 2 Stunden nach dem Kochen kommen die Reste flach verteilt und abgedeckt in den Kühlschrank. Bis zum Ende des dritten Tages werden sie verbraucht. Unterbrochene Kühlung, auffälliger Geruch oder eine schmierige Oberfläche sind Gründe zum Entsorgen.

Die benötigte Portion abdecken, gelegentlich umrühren und vollständig erhitzen. Erst wenn das Thermometer an mehreren Stellen wenigstens 74 °C anzeigt, ist der Restesicherheitsendpunkt erreicht. Eine moderate Kochfeldleistung schont dabei die Sauce, ersetzt die Messung aber nicht.

Weizenmehl enthält Weizen, Butter und Schlagsahne enthalten Milch, mittelscharfer Senf enthält Senf. Beim Rinderfond zusätzlich das Etikett prüfen, weil je nach Produkt beispielsweise Sellerie enthalten sein kann; herstellungsbedingte Spuren sind ebenfalls produktabhängig.

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