Quittenkonfitüre mit Vanille
Aus weich gedünsteten Quitten, Apfelsaft und Bourbon-Vanille entsteht eine feine Konfitüre, die nach der Tellerprobe sicher eingekocht wird.
Von der Fruchtvorbereitung bis zur Vakuumkontrolle führt dieses Rezept durch Dünsten, feines Pürieren, Gelierprobe, Heißabfüllung und Wasserbad.

- Vorbereiten
- 35 min
- Ruhen
- 12 h
- Kochen
- 45 min
Zutaten
Ergibt ca. 8 Einmachgläser · Pro Portion: 1/10 Glas Konfitüre (etwa 20 ml)
Für die Fruchtvorbereitung – ergibt 1200 g vorbereitete Quitten
Aus der Vorbereitung – nicht zusätzlich einkaufen
Für das Dünsten
Für die Konfitüre
So gelingt das Rezept
Du bereitest insgesamt ca. 8 Einmachgläser für 80 Portionen zu. Eine Portion entspricht 1/10 Glas Konfitüre (etwa 20 ml). Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Einmachplatz und Reservegläser einrichten
- 1
Neun Gläser sterilisieren und das Wasserbad vorheizen
Für die erwartete Ausbeute acht Einmachgläser von ungefähr 200 Millilitern bereitstellen; ein neuntes Glas dient als Kapazitätsreserve. Alle Gläser aufrecht auf das Gitter eines hohen Topfs setzen, mit Wasser bedecken, zum kräftigen Kochen bringen und 10 Minuten auskochen. Anschließend jedes Glas mit dem Glasheber herausnehmen, auf einer hitzefesten Platte abstellen und heiß halten. Neue Deckel exakt nach den Angaben ihres Herstellers vorbereiten. Frisches Wasser und Einsatz in den gereinigten Einkocher geben. Die Wasseroberfläche soll beim späteren Beladen wenigstens 2,5 Zentimeter über den Deckeln stehen. Das Wasser bis zur Heißabfüllung auf ungefähr 82 °C bringen.
Abschnitt
Quitten vorbereiten, dünsten und pürieren
- 2
Aus ganzen Quitten die gebundene Fruchtmenge vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Nur feste, unbeschädigte Quitten behalten; Früchte mit Fäulnis oder tiefen Druckstellen verwerfen. Zuerst den pelzigen Belag trocken abreiben, danach die Quitten gründlich waschen und trocknen. Jede Frucht schälen und vierteln. Stiel, Blüte, Kerngehäuse, braune Bereiche und harte Einschlüsse herausschneiden, ohne einen Kern zu verletzen. Nun die verwendbaren Fruchtstücke wiegen und mit dem Nettoziel der Zutatenüberschrift vergleichen. Fehlt Gewicht, weitere Quitten auf dieselbe Weise putzen; einen Überschuss nicht mitverarbeiten. Zuletzt ungefähr 2 Zentimeter große Würfel schneiden. Drei zufällig gewählte Würfel dienen als Größenkontrolle und werden bei deutlicher Abweichung angeglichen.
- 3
Fruchtwürfel in der abgemessenen Flüssigkeit weich dünsten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Geschälte, entkernte Quittenwürfel
Wasser und Apfelsaft in einen breiten, schweren Topf gießen und die vorbereiteten Quitten zufügen. Mit aufgelegtem Deckel bei starker Hitze aufkochen; danach die Hitze so einstellen, dass der Inhalt nur ruhig weiterkocht. Insgesamt zunächst 25 Minuten dünsten und in Abständen von 5 Minuten gründlich über den Topfboden rühren. Für die Garprobe drei Würfel aus voneinander entfernten Stellen entnehmen. Der nächste Schritt beginnt erst, wenn alle drei Proben bis zur Mitte ohne festen Widerstand zerdrückt werden können. Sonst jeweils weitere 5 Minuten garen und neue Proben prüfen. Die festgelegte Flüssigkeit nicht durch zusätzliches Wasser verändern.
- 4
Quittenmasse ohne harte Stücke fein pürieren
Schon vorbereitet
- Vollständig weiche Quittenstücke mit der gebundenen Kochflüssigkeit
Den Topf auf eine hitzefeste Fläche stellen. Die weichen Quitten samt Kochflüssigkeit mit dem Stabmixer in kurzen Impulsen pürieren, dabei den Mixfuß stets unter der Oberfläche halten. Topfboden und Rand mit einem Silikonspatel abstreichen und erneut pürieren. Erst fortfahren, wenn drei Proben aus unterschiedlichen Bereichen glatt auf dem Löffel liegen und weder Fasern noch harte Fruchtstücke zeigen.
Abschnitt
Konfitüre gelieren, abfüllen und im Wasserbad verarbeiten
- 5
Quittenpüree mit Bourbon-Vanille und Gelierzucker verbinden
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Glattes homogenes Quittenpüree ohne harte Stücke
Die Vanilleschote der Länge nach öffnen und sämtliches Mark mit der stumpfen Messerseite lösen. Schote, Mark, Zitronensaft und Gelierzucker in das Püree geben. Alles mit einem langstieligen Spatel vermengen; anschließend Topfwand und Boden vollständig abfahren. Trockene Zuckerinseln dürfen nirgends zurückbleiben. Die geprüfte Ansatzgröße unverändert in einem einzigen Kochdurchgang verarbeiten.
- 6
Den gesamten Ansatz drei Minuten kräftig gelieren
Schon vorbereitet
- Homogener Quitten-Vanille-Ansatz ohne trockenen Zucker
Bei starker Hitze erwärmen und dabei ohne Pause bis auf den Topfboden rühren. Der Zeitlauf beginnt erst, wenn kräftige Blasen über die komplette Oberfläche ziehen und selbst durch das Rühren nicht verschwinden. Von diesem Augenblick an exakt 3 Minuten weiterkochen. Mit dem Spatel abwechselnd Boden, Ecken und Topfwand erfassen. Nur bei drohendem Überkochen etwas zurückschalten; die volle Kochbewegung muss erhalten bleiben. Unmittelbar anschließend den Gelierzustand testen.
- 7
Vanilleschote entfernen und Gelierpunkt prüfen
Schon vorbereitet
- Drei Minuten vollständig sprudelnd gekochte Quittenkonfitüre
Die Vanilleschote mit einer sauberen Zange vollständig herausheben. Für die Gelierkontrolle einen kleinen Klecks der heißen Konfitüre auf einen vorgekühlten Teller setzen und dort 1 Minute stehen lassen. Danach den Klecks mit einem sauberen Löffelrand zusammenschieben: Bildet sich dabei eine runzelige Haut und schließt sich die gezogene Rinne nur langsam, ist der Gelierpunkt erreicht. Verläuft die Probe dagegen glatt, nochmals exakt 1 Minute unter voller Blasenbildung kochen und anschließend einen frischen Klecks testen. Sobald die Kontrolle gelingt, die Wärmezufuhr beenden und den Topf von der Kochstelle ziehen.
- 8
Heiße Konfitüre in die bereitstehenden Gläser füllen
Schon vorbereitet
- Von der Vanilleschote befreite Quittenkonfitüre mit bestandener Tellerprobe
Nur falls sich heller Schaum gebildet hat, diesen rasch oben abschöpfen. Nun die Konfitüre durch den Marmeladentrichter auf die warmen Gläser verteilen; von den neun vorbereiteten Gefäßen genau so viele verwenden, wie der reale Ertrag füllt. Zwischen Oberfläche und Glasrand ungefähr 6 Millimeter frei lassen. Eingeschlossene Luft mit einem sauberen Kunststoffspatel herausführen und den freien Raum danach nochmals einstellen. Jeden Rand mit angefeuchtetem sauberem Küchenpapier von Rückständen befreien. Deckel auflegen, entsprechend der Herstelleranleitung schließen und alle gefüllten Gläser aufrecht belassen. Leere Reservegefäße kommen nicht in den folgenden Prozess.
- 9
Die Konfitürengläser nach Höhenstufe einkochen
Schon vorbereitet
- Heiß gefüllte, verschlossene Konfitürengläser
Setze jedes gefüllte Glas mit dem Glasheber aufrecht auf das vorgewärmte Gitter; Gläser dürfen sich untereinander oder den Topfboden nicht berühren. Das Reserveglas bleibt draußen. Korrigiere den Wasserstand seitlich, bis alle Deckel mindestens 2,5 cm bedeckt sind. Schließe den Einkocher und erhitze bis zum kräftigen Sieden. Erst dann beginnt die Zeit: bis 300 m 5 Minuten, über 300–1.800 m 10 Minuten, darüber 15 Minuten. Das Wasser muss durchgehend kochen; setzt es aus, beginnt die gewählte Zeit nach erneutem Aufkochen neu. Schalte die Hitze aus, öffne die Abdeckung vom Körper weg und lasse die Gläser 5 Minuten im Wasser ruhen.
- 10
Vakuum nach dem vollständigen Auskühlen kontrollieren
Schon vorbereitet
- Eingekochte Konfitürengläser
Die eingekochten Gläser einzeln gerade herausheben und auf einer hitzefesten Platte mit mindestens 2,5 Zentimetern Zwischenraum abstellen. Dort bleiben sie bei Raumtemperatur 12 bis 24 Stunden vollkommen unberührt. Weder Schraubringe nachziehen noch Deckelmitten testen, solange die Abkühlzeit läuft. Anschließend die Ringbänder abnehmen. Ein belastbarer Verschluss sitzt fest, ist nach innen eingezogen und federt bei sanftem Fingerdruck nicht. Jedes unverschlossene Glas sofort kalt stellen und vor den versiegelten Gläsern verbrauchen.
- 11
Geprüfte Konfitüre kennzeichnen und dunkel aufbewahren
Schon vorbereitet
- Sämtliche vollständig abgekühlten Quittenkonfitüre-Gläser mit geprüftem Vakuum
Rückstände außen von jedem dicht verschlossenen Glas entfernen und alles vollständig trocknen. Danach Inhalt und Produktionstag vermerken. Versiegelte Gläser ohne Ringband an einem trockenen, kühlen und lichtgeschützten Ort aufbewahren. Vor dem ersten Probieren Verschluss, Glaswand und Konfitüre sorgfältig ansehen. Bei lockerem oder aufgewölbtem Deckel, austretendem Inhalt, Schimmel, Gärgeruch oder sichtbarer Blasenbildung das Glas ungeöffnet verwerfen. Nach dem Öffnen stets kühlen und ausschließlich sauberes, unbenutztes Besteck eintauchen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Portion: 1/10 Glas Konfitüre (etwa 20 ml). Angezeigt werden die Werte pro Portion und für das gesamte Rezept (ca. 8 Einmachgläser).
Kalorien
32.4 kcal
pro Portion
2588.8 kcal
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Kohlenhydrate
7.55 g
pro Portion
604 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Protein
0.127 g
pro Portion
10.1 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Fett
0.036 g
pro Portion
2.84 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Ballaststoffe
0.616 g
pro Portion
49.3 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Zucker
7.23 g
pro Portion
578.5 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Salz
0.003 g
pro Portion
0.246 g
gesamtes Rezept (ca. 8 Einmachgläser)
Mehr zum Rezept
Varianten: Ingwer fein gerieben mitkochen; Kardamom sparsam ergänzen; Zitronenabrieb für frische Spitzen. Eignet sich als Begleiter zu Käse oder als Füllung für Gebäck.
Häufige Fragen
Beim Putzen fällt nicht bei jeder Quitte derselbe Anteil weg. Flaum und Schale werden entfernt; ebenso kommen beide Enden, das komplette Kerngehäuse sowie sämtliche beschädigten Partien nicht in den Topf. Darum führt die Einkaufsliste das Ausgangsgewicht auf, während die separat gebundene Prozessausgabe das tatsächlich benötigte Fruchtgewicht festlegt. Verarbeitet wird ausschließlich dieser netto abgewogene Anteil.
Die offizielle Referenz schält die Früchte vor dem Dünsten. Dadurch wird das fein pürierte Ergebnis gleichmäßiger und zarte Schalenreste stören später weder Mundgefühl noch Gelierprobe.
Er liefert einen Teil der gebundenen Dünstflüssigkeit und ergänzt das Quittenaroma, ohne die spätere Pürierung zu verwässern. Trüber Saft kann das goldgelbe Ergebnis optisch matter wirken lassen.
Mark und Schote aromatisieren die Fruchtmasse während des Kochens direkt. Die Schote lässt sich anschließend vollständig entfernen; dadurch bleibt die Zutaten- und Prozesslinie sichtbar an der offiziellen Quittenmarmelade orientiert.
Die Zielrezeptur ist an den ausdrücklich genannten Dr.-Oetker-Gelierzucker und die konkrete Quittenreferenz gebunden. Ein anderes Verhältnis oder Produkt kann Pektinmenge, Säure und Kochzeit verändern und ist deshalb kein stiller Austausch.
Nach dem Abkühlen wirft die Oberfläche beim seitlichen Schieben zarte Falten. Gleichzeitig bleibt die gezogene Bahn offen, anstatt sofort wieder zuzufließen. Die heiße Konsistenz ist kein verlässlicher Maßstab, weil sie beim Erkalten deutlich anzieht.
Das kochende Wasser behandelt die verschlossenen Gläser gleichmäßiger, verringert späteren Schimmelverderb und unterstützt ein stabiles Vakuum. Reines Heißfüllen bietet diese zusätzliche Prozesskontrolle nicht; während des Wasserbads stehen die Gefäße aufrecht.
Wasser siedet an höher gelegenen Orten bei niedrigerer Temperatur. Deshalb kompensiert eine längere Verarbeitung die schwächere Hitzeeinwirkung. Für die Auswahl der Stufe zählt ausschließlich die Höhe der Küche, in der eingekocht wird.
Dieses Glas wird unmittelbar gekühlt und vor allen dicht verschlossenen Vorräten aufgebraucht. Eine Lagerung bei Raumtemperatur ist ausgeschlossen. Ohne vollständig geprüfte Wiederaufbereitungsanleitung wird der Inhalt nicht nochmals für den Vorrat eingekocht.
Verdächtig sind undichte Stellen, ein lockerer oder nach außen gewölbter Deckel, Schimmel, Gasbläschen sowie gäriger oder alkoholischer Geruch. Nichts davon kosten. Auch bei oberflächlichem Schimmel muss der gesamte Glasinhalt verworfen werden.