Quittenkonfitüre mit Vanille
Aus weich gedünsteten Quitten, Apfelsaft und Bourbon-Vanille entsteht eine feine Konfitüre, die nach der Tellerprobe sicher eingekocht wird.

Zutaten
80 Portionen. Ergibt ca. 8 Einmachgläser. Pro Portion: 1/10 Glas Konfitüre (etwa 20 ml).
Für die Fruchtvorbereitung – ergibt 1200 g vorbereitete Quitten
- 1.600 g ganze Quitten
Aus der Vorbereitung – nicht zusätzlich einkaufen
- 1.200 g vorbereitete Quitten
Für das Dünsten
- 250 ml Wasser
- 350 ml klarer Apfelsaft
Für die Konfitüre
- 1 Stück Bourbon-Vanilleschote
- 250 g Dr. Oetker Gelierzucker 2:1
- 50 ml Zitronensaft
Zubereitung
Du bereitest insgesamt ca. 8 Einmachgläser für 80 Portionen zu. Eine Portion entspricht 1/10 Glas Konfitüre (etwa 20 ml). Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst. Das Rezept hat 11 Schritte; die passenden Zutaten stehen direkt im Ablauf.
Einmachplatz und Reservegläser einrichten
Schritt 1: Neun Gläser sterilisieren und das Wasserbad vorheizen
Für die erwartete Ausbeute acht Einmachgläser von ungefähr 200 Millilitern bereitstellen; ein neuntes Glas dient als Kapazitätsreserve. Alle Gläser aufrecht auf das Gitter eines hohen Topfs setzen, mit Wasser bedecken, zum kräftigen Kochen bringen und 10 Minuten auskochen. Anschließend jedes Glas mit dem Glasheber herausnehmen, auf einer hitzefesten Platte abstellen und heiß halten. Neue Deckel exakt nach den Angaben ihres Herstellers vorbereiten. Frisches Wasser und Einsatz in den gereinigten Einkocher geben. Die Wasseroberfläche soll beim späteren Beladen wenigstens 2,5 Zentimeter über den Deckeln stehen. Das Wasser bis zur Heißabfüllung auf ungefähr 82 °C bringen.
Quitten vorbereiten, dünsten und pürieren
Schritt 2: Aus ganzen Quitten die gebundene Fruchtmenge vorbereiten
Zutaten: 1.600 g ganze Quitten
Nur feste, unbeschädigte Quitten behalten; Früchte mit Fäulnis oder tiefen Druckstellen verwerfen. Zuerst den pelzigen Belag trocken abreiben, danach die Quitten gründlich waschen und trocknen. Jede Frucht schälen und vierteln. Stiel, Blüte, Kerngehäuse, braune Bereiche und harte Einschlüsse herausschneiden, ohne einen Kern zu verletzen. Nun die verwendbaren Fruchtstücke wiegen und mit dem Nettoziel der Zutatenüberschrift vergleichen. Fehlt Gewicht, weitere Quitten auf dieselbe Weise putzen; einen Überschuss nicht mitverarbeiten. Zuletzt ungefähr 2 Zentimeter große Würfel schneiden. Drei zufällig gewählte Würfel dienen als Größenkontrolle und werden bei deutlicher Abweichung angeglichen.
Schritt 3: Fruchtwürfel in der abgemessenen Flüssigkeit weich dünsten
Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum nennt die Zutatenliste ganze und vorbereitete Quitten getrennt?
Beim Putzen fällt nicht bei jeder Quitte derselbe Anteil weg. Flaum und Schale werden entfernt; ebenso kommen beide Enden, das komplette Kerngehäuse sowie sämtliche beschädigten Partien nicht in den Topf. Darum führt die Einkaufsliste das Ausgangsgewicht auf, während die separat gebundene Prozessausgabe das tatsächlich benötigte Fruchtgewicht festlegt. Verarbeitet wird ausschließlich dieser netto abgewogene Anteil.
Warum werden die Quitten für diese Konfitüre geschält?
Die offizielle Referenz schält die Früchte vor dem Dünsten. Dadurch wird das fein pürierte Ergebnis gleichmäßiger und zarte Schalenreste stören später weder Mundgefühl noch Gelierprobe.
Welche Aufgabe hat der klare Apfelsaft?
Er liefert einen Teil der gebundenen Dünstflüssigkeit und ergänzt das Quittenaroma, ohne die spätere Pürierung zu verwässern. Trüber Saft kann das goldgelbe Ergebnis optisch matter wirken lassen.
Warum wird eine Vanilleschote statt Vanilleextrakt verwendet?
Mark und Schote aromatisieren die Fruchtmasse während des Kochens direkt. Die Schote lässt sich anschließend vollständig entfernen; dadurch bleibt die Zutaten- und Prozesslinie sichtbar an der offiziellen Quittenmarmelade orientiert.
Welcher Gelierzucker gehört in dieses Rezept?
Die Zielrezeptur ist an den ausdrücklich genannten Dr.-Oetker-Gelierzucker und die konkrete Quittenreferenz gebunden. Ein anderes Verhältnis oder Produkt kann Pektinmenge, Säure und Kochzeit verändern und ist deshalb kein stiller Austausch.
Wann ist der Klecks auf dem kalten Teller ausreichend geliert?
Nach dem Abkühlen wirft die Oberfläche beim seitlichen Schieben zarte Falten. Gleichzeitig bleibt die gezogene Bahn offen, anstatt sofort wieder zuzufließen. Die heiße Konsistenz ist kein verlässlicher Maßstab, weil sie beim Erkalten deutlich anzieht.
Welchen Vorteil bringt das Einkochen nach der Heißabfüllung?
Das kochende Wasser behandelt die verschlossenen Gläser gleichmäßiger, verringert späteren Schimmelverderb und unterstützt ein stabiles Vakuum. Reines Heißfüllen bietet diese zusätzliche Prozesskontrolle nicht; während des Wasserbads stehen die Gefäße aufrecht.
Welche Rolle spielt die Meereshöhe beim Wasserbad?
Wasser siedet an höher gelegenen Orten bei niedrigerer Temperatur. Deshalb kompensiert eine längere Verarbeitung die schwächere Hitzeeinwirkung. Für die Auswahl der Stufe zählt ausschließlich die Höhe der Küche, in der eingekocht wird.