Pinsa romana mit Tomate und Mozzarella

Hausgemachte Pinsa romana mit Weizen-, Reis- und Sojamehl, luftiger Krume und krossem Boden – sparsam mit Tomate und Mozzarella belegt.

Pinsa romana entstand in ihrer heutigen Form erst 2001. Die Hausfassung reift kalt, wird ohne Nudelholz oval geformt und auf heißem Stein zweistufig gebacken.

Pinsa romana mit luftigem Rand und Tomate-Mozzarella-Belag fertig angerichtet
Gesamtzeit
29 h 4 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 29 h 4 min auf dem Tisch
Vorbereiten
1 h
Ruhen
27 h 20 min
Kochen
44 min

Zutaten

Personen

Pinsateig

Zum Formen

Tomate-Mozzarella-Belag

Zum Fertigstellen

So gelingt das Rezept

Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Teig ansetzen und Struktur aufbauen

  2. 1

    Mehle und Hefe vollständig vermischen

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl, Reismehl, Sojamehl und Trockenhefe in die Rührschüssel geben. Mit einem Schneebesen vom Boden bis zum Rand durcharbeiten, bis Farbe und Struktur überall gleich wirken. Sichtbare Klümpchen mit den Fingern zerreiben; die kleine Hefemenge muss sich im gesamten Mehl verteilen. Rohes Mehl und späteren Rohteig nicht probieren und Kinder nicht damit spielen lassen.

  3. 2

    Hauptwasser einarbeiten und den Teig quellen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Gleichmäßige Mehl-Hefe-Mischung

    Den größeren Wasseranteil zur Mehl-Hefe-Mischung gießen. Mit stabilem Löffel oder Teigmischer langsam vom Schüsselrand zur Mitte arbeiten, bis alles Mehl feucht gebunden ist und keine trockenen Stellen bleiben. Der Teig ist jetzt rau, weich und stark klebrig. Die Schüssel abdecken und 20 Minuten ruhen lassen, damit die Mehle Wasser aufnehmen.

  4. 3

    Salzwasser und Teigöl vollständig einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Gequollener weicher Rohteig

    Das restliche Wasser mit dem für den Teig vorgesehenen Salz verrühren. Die Lösung in mehreren kleinen Zugaben mit angefeuchteten Händen in den gequollenen Teig drücken und falten. Anschließend das Teigöl ebenso schrittweise einarbeiten. Fertig ist der Schritt, wenn keine freie Flüssigkeit mehr in der Schüssel steht, der Teig gleichmäßig glänzt und sich als zusammenhängende, noch klebrige Masse anheben lässt.

  5. 4

    Teig in vier Faltzyklen stabilisieren

    Schon vorbereitet

    • Vollständig gemischter Pinsateig

    Den Teig abdecken und 15 Minuten entspannen lassen. Eine Seite mit nassen Händen anheben, ohne sie abzureißen, zur Mitte legen und die Schüssel drehen; rundherum wiederholen, bis der Teig von allen Seiten gefaltet ist. Wieder abdecken und diesen Faltzyklus im Abstand von jeweils 15 Minuten noch dreimal ausführen. Nach insgesamt 60 Minuten wirkt die Oberfläche glatter, einzelne Blasen werden sichtbar und die Masse läuft nicht mehr sofort breit.

  6. 5

    Pinsateig kontrolliert kalt reifen lassen

    Schon vorbereitet

    • Durch Falten strukturierter Pinsateig

    Die Schüssel dicht abdecken und den strukturierten Teig 24 Stunden bei etwa 4 °C im Kühlschrank reifen lassen. Der Teig soll sein Volumen sichtbar vergrößern, viele kleine bis mittlere Blasen zeigen und mild hefig riechen. Ist er bereits stark eingefallen, sehr flüssig oder riecht stechend alkoholisch, ist er überreif und liefert keinen stabilen luftigen Rand mehr.

  7. Abschnitt

    Portionieren, temperieren und den Ofen vorbereiten

  8. 6

    Kalten Teig portionsgerecht teilen und temperieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Kalt gereifter Pinsateig

    Den kalten Teig mit einer Teigkarte behutsam aus der Schüssel lösen und in so viele gleich schwere Stücke teilen, wie Portionen angegeben sind. Jedes Stück mit möglichst wenig Druck von den Rändern zur Unterseite falten, sodass oben eine gespannte, blasenreiche Fläche bleibt. Die Unterlage mit dem für diesen Schritt ausgewiesenen Olivenöl hauchdünn bestreichen, die Teiglinge getrennt daraufsetzen, abdecken und 120 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Danach sind sie weich, sichtbar aufgegangen und dehnbar, aber noch formstabil.

  9. 7

    Backstein während der Temperierzeit durchheizen

    Wenn die Temperierzeit noch 45 Minuten beträgt, Backstein oder Backstahl auf der oberen Mittelschiene platzieren. Den Regler auf Ober-/Unterhitze und die höchste am Gerät mögliche Temperatur setzen; ideal sind 250 bis 300 °C. Die Backfläche volle 45 Minuten durchheizen. Ein nur kurz erwärmter Stein entzieht dem Teig zu wenig Feuchtigkeit und lässt den Unterboden blass und weich.

  10. Abschnitt

    Formen, vorbacken und frisch belegen

  11. 8

    Tomatensauce und Mozzarella trocken vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Passata mit dem Saucenöl, dem restlichen Salz und Oregano glatt rühren. Die Sauce soll dickflüssig sein und auf einem Löffel haften; dünne, sichtbar abgesetzte Flüssigkeit vor dem Mischen abgießen. Mozzarella aus der Lake nehmen, in einem Sieb abtropfen lassen, sorgfältig trocken tupfen und in kleine unregelmäßige Stücke zupfen. Sauce und Käse getrennt bereitstellen.

  12. 9

    Teiglinge einzeln oval und randbetont formen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Temperierte Pinsa-Teiglinge

    Arbeitsfläche und Schieber mit dem Hartweizengrieß dünn bestreuen. Jeweils nur einen temperierten Teigling auflegen und die übrigen abgedeckt lassen. Die Mitte mit locker gespreizten Fingerkuppen tupfend verbreitern, ohne den äußeren Rand zu entgasen. Zu einem Oval von etwa 20 bis 22 cm Breite und 32 bis 35 cm Länge formen. Kein Nudelholz verwenden. Federt der Teig zurück, 5 Minuten abgedeckt ruhen lassen und anschließend fertig formen.

  13. 10

    Jeden Pinsa-Boden stabil vorbacken

    Schon vorbereitet

    • Oval geformte Pinsa-Böden

    Die geformten Böden nacheinander auf die vollständig erhitzte Backfläche schieben und jeweils 5 bis 7 Minuten ohne Belag vorbacken. Belegreif ist ein Boden, wenn der Rand deutlich aufgegangen ist, die Oberfläche keine feuchten Glanzstellen mehr zeigt und sich die Unterseite mit dem Schieber anheben lässt. Vorgebackene Böden einzeln auf einem Rost ablegen, damit sich darunter kein Dampf sammelt.

  14. 11

    Vorgebackene Böden sparsam belegen

    Schon vorbereitet

    • Vorbereiteter Tomate-Mozzarella-Belag
    • Stabil vorgebackene Pinsa-Böden

    Die Sauce und den trockenen Mozzarella gleichmäßig auf die vorgebackenen Böden verteilen. Von der Sauce nur eine dünne Schicht bis knapp vor den Rand streichen und den Käse locker mit freien Zwischenräumen auflegen. Die Oberfläche darf nicht vollständig bedeckt sein; zu viel Feuchtigkeit verhindert, dass die Mitte beim zweiten Backen kross bleibt.

  15. 12

    Pinsas fertig backen und nacheinander servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Sparsam belegte Pinsa-Böden

    Die belegten Pinsas nacheinander auf der heißen Backfläche jeweils 4 bis 6 Minuten fertig backen. Fertig ist eine Pinsa, wenn der Mozzarella vollständig geschmolzen ist, der Rand goldbraune Punkte trägt und der Unterboden beim Antippen fest klingt. Basilikum unter fließendem Wasser waschen, sorgfältig trocknen und erst nach dem Backen zusammen mit dem Finish-Öl verteilen. Jede Pinsa kurz auf dem Rost ausdampfen lassen, schneiden und direkt servieren; nicht unter Folie warm halten.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).

Kalorien

674.7 kcal

pro Person

2698.7 kcal

gesamtes Rezept (4 Personen)

Kohlenhydrate

91 g

pro Person

364.1 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Protein

27.7 g

pro Person

110.8 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Fett

20.9 g

pro Person

83.5 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Ballaststoffe

5.37 g

pro Person

21.5 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Zucker

4.15 g

pro Person

16.6 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Salz

3.37 g

pro Person

13.5 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Häufige Fragen

Pinsa romana ist eine moderne römische Teigspezialität. Typisch sind ein weicher Mischteig, lange kalte Reife, ovale Form und ein außen krosser, innen luftiger Boden. Anders als viele Pizzateige wird der Teig nicht ausgerollt, sondern schonend gefaltet und mit den Fingerspitzen geformt.

Nein. Die heutige Pinsa romana wurde nach Angaben der Originale-Pinsa-Romana-Vereinigung und der Fachpresse 2001 von Corrado Di Marco entwickelt. Erzählungen über ein unverändertes antikes Original sind nicht belastbar und werden in diesem Rezept deshalb nicht übernommen.

Nein. Die genaue gewerbliche Originalmischung ist geschützt. Dieses Rezept ist eine nachvollziehbare Hausfassung mit den für Pinsa bekannten Mehlarten und orientiert sich bei Hydration, kalter Reife, Teiglingsgröße und Formtechnik am veröffentlichten Protokoll, beansprucht aber keine Zertifizierung.

Nicht ohne weitere Anpassung. Sojamehl beeinflusst Wasserbindung und Teigstruktur; ein direktes Ersetzen durch dieselbe Menge eines anderen Mehls ist für diese Hydration nicht geprüft. Wer Soja vermeiden muss, sollte eine eigenständig erprobte Pinsa- oder Pizzateigformel ohne Soja verwenden.

Der hohe Wasseranteil sorgt später für die offene Krume, macht den Teig aber weich. Nasse Hände beim Falten, eine Teigkarte beim Teilen und Hartweizengrieß beim Formen verhindern unnötiges Ankleben. Zusätzliches Mehl würde das Verhältnis verändern und den Rand dichter machen.

Diese Fassung ist auf etwa 4 °C und 24 Stunden ausgelegt. Ein deutlich wärmerer Kühlschrank beschleunigt die Gärung und kann den Teig vorzeitig überreifen lassen. Die Temperatur sollte mit einem Kühlschrankthermometer kontrolliert werden; ein eingefallener oder stechend riechender Teig ist nicht mehr im vorgesehenen Reifestadium.

Der weiche Teig setzt auf der heißen Backfläche zunächst eine tragfähige Kruste. Erst danach kommen Sauce und Mozzarella hinzu. So kann Feuchtigkeit aus dem Belag die Mitte weniger schnell aufweichen, während der Rand beim zweiten Backen weiter bräunt.

Nein. Auch Mehl ist ein rohes Lebensmittel und kann mit Krankheitserregern belastet sein. Rohteig sollte nicht probiert werden; Kinder sollten weder davon essen noch damit spielen. Erst das vollständige Backen macht den Teig verzehrfertig.

Alle Böden zuerst nacheinander vorbacken und auf einem Rost ausdampfen lassen. Danach werden sie sparsam belegt und einzeln fertig gebacken. Jede fertige Pinsa kurz auf dem Rost setzen, schneiden und direkt servieren. Unter Folie würde der Dampf den krossen Unterboden wieder weich machen.

Reste nach dem Essen zügig auskühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank bei höchstens 7 °C aufbewahren. Die gekühlten Stücke bis zum Ende des dritten Tages vollständig durcherhitzen und essen. Dafür den gut vorgeheizten Ofen nutzen und die Pinsa direkt auf Rost, Stein oder Stahl legen, bis Belag und Boden durchgehend heiß sind. In der Mikrowelle wird der Rand weich.

Veröffentlicht: Aktualisiert:

Bewertung abgeben

Aktuelle GesamtbewertungNoch ohne
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0

0/400 Zeichen

Bewertungen aus der Community

Noch keine Bewertungen vorhanden.