Pho Bò mit Rindfleisch und klarer Gewürzbrühe
Vietnamesische Pho Bò mit klarer Knochenbrühe, Reisbandnudeln, zarter Rinderbrust, frischen Kräutern und sicher gegarter Rinderhüfte.
Geröstete Zwiebeln, Ingwer und ganze Gewürze ziehen sanft mit Rind aus. Separat gegarte Einlagen halten die Pho Bò klar, aromatisch und hygienisch zuverlässig.

- Vorbereiten
- 50 min
- Ruhen
- 30 min
- Kochen
- 3 h 30 min
Zutaten
Brühe
Einlagen und Garnitur
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Klare Gewürzbrühe kochen
- 1
Knochen und Rinderbrust sauber blanchieren
Zutaten für diesen Schritt
Knochen und Rinderbrust in einen ausreichend großen Topf legen, vollständig mit frischem kaltem Leitungswasser bedecken und ohne Deckel aufkochen. Nach dem Einlegen Hände, Zange und mögliche Spritzstellen reinigen. Sobald kräftig grauer Schaum aufsteigt, 5 Minuten sprudelnd kochen. Alles in ein großes Sieb abgießen; das Blanchierwasser vollständig verwerfen. Knochen und Fleisch unter warmem fließendem Wasser von anhaftendem Schaum befreien. Den Topf gründlich ausspülen. Danach Hände, Sieb, Spülbecken, Armatur und angrenzende Arbeitsfläche mit heißem Wasser und Reinigungsmittel säubern, bevor die Zutaten in den sauberen Topf zurückkehren.
- 2
Zwiebeln und Ingwer kräftig anrösten
Zutaten für diesen Schritt
Zwiebeln ungeschält halbieren und Ingwer längs aufschneiden. Beides mit den Schnittflächen nach unten in einer trockenen schweren Pfanne bei hoher Hitze rösten, bis dunkelbraune Stellen entstehen und die Aromaten süßlich-rauchig duften. Lose vollständig schwarze Partikel und verbrannte Schalenteile abklopfen; sie würden die Brühe bitter machen.
- 3
Ganze Pho-Gewürze duftend rösten
Zutaten für diesen Schritt
Kardamomkapsel leicht andrücken und die Zimtstange grob brechen. Alle Gewürze in einer sauberen trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten rösten und dabei ständig schwenken. Sobald Sternanis und Nelken deutlich duften und die Samen minimal nachdunkeln, sofort auf einen kalten Teller geben. Die Gewürze anschließend in einen hitzefesten Gewürzbeutel füllen oder für das spätere Passieren lose bereithalten.
- 4
Brühe langsam zum Sieden bringen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Blanchierte Knochen und Rinderbrust
- Geröstete Zwiebel-Ingwer-Basis
- Geröstete ganze Pho-Gewürze
Die blanchierte Rinderbasis, gerösteten Aromaten und Gewürze in den gereinigten Topf geben und das kalte Wasser angießen. Langsam erhitzen. Aufsteigenden Schaum mit einer Kelle vollständig abnehmen, bevor er zerfällt. Sobald nur noch kleine Blasen aufsteigen, die Hitze so einstellen, dass die Brühe bei etwa 90 bis 95 °C leise zieht; sprudelndes Kochen und kräftiges Umrühren vermeiden.
- 5
Rinderbrust garen und Brühe ausziehen
Schon vorbereitet
- Leise siedender Pho-Brühenansatz
Den Ansatz insgesamt etwa 3 Stunden leise sieden lassen und Schaum oder überschüssiges Fett zwischendurch abnehmen. Die Rinderbrust nach 90 Minuten erstmals prüfen. Sie ist fertig, wenn ein dünnes Messer leicht eindringt und ihr kältester Kern mindestens 2 Minuten lang 70 °C erreicht hat; falls sie noch fest ist, jeweils 15 Minuten weitergaren und erneut prüfen. Die fertige Brust mit einer sauberen Zange entnehmen, in einen flachen sauberen Behälter legen und zügig auf unter 7 °C abkühlen. Knochen und Aromaten bis zum Ende der Brühenzeit weiterziehen lassen.
- 6
Brühe fein passieren und ausgewogen würzen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Ausgezogene ungewürzte Pho-Brühe
Die Brühe zuerst durch ein feines Sieb und danach ohne Druck durch ein sauberes Passiertuch in einen zweiten Topf gießen. Feststoffe vollständig entsorgen und sichtbares Oberflächenfett behutsam abnehmen. Salz, Fischsauce und Kandiszucker in der heißen Brühe auflösen. Abschmecken, sobald der Zucker verschwunden ist: Die Brühe soll kräftig, klar, leicht süßlich und so würzig sein, dass ungewürzte Nudeln und Kräuter sie später nicht flach wirken lassen. Bis zur Fertigstellung bei mindestens 60 °C halten.
Abschnitt
Einlagen hygienisch vorbereiten
- 7
Kräuter und frische Garnitur zuerst vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Nach der Brühenarbeit zuerst Hände, verwendete Geräte, Arbeitsflächen sowie Spülbecken und Armatur gründlich reinigen und mit frischen Tüchern trocknen. Erst danach Kräuter, Frühlingszwiebeln, rote Zwiebel, Limetten und Chilischote unter fließendem Trinkwasser sorgfältig säubern und abtropfen lassen. Welke oder beschädigte Teile entfernen. Kräuter trocken schleudern und die Blätter abzupfen. Frühlingszwiebeln und Chili in feine Ringe, die rote Zwiebel in hauchdünne Scheiben und die Limetten in Spalten schneiden. Alles getrennt abdecken und bei höchstens 7 °C kalt stellen, bevor später die rohe Rinderhüfte auf eigenen Geräten vorbereitet wird.
- 8
Mungobohnensprossen sicher erhitzen
Zutaten für diesen Schritt
Sprossen verlesen, unter fließendem Trinkwasser gründlich waschen und vollständig in einen separaten Topf mit kochendem Wasser geben. Sobald Wasser und Sprossen wieder mindestens 70 °C erreicht haben, 2 Minuten bei dieser Temperatur halten; im Zweifel mit einem sauberen Küchenthermometer prüfen. In ein sauberes Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und bis zum Anrichten abgedeckt bei mindestens 60 °C warm halten.
- 9
Gegarte Brust und rohe Rinderhüfte strikt getrennt schneiden
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Durchgegarte gekühlte Rinderbrust
Zuerst die gekühlte gegarte Rinderbrust auf einem sauberen Brett mit einem sauberen Messer quer zur Faser dünn schneiden, abdecken und wieder kalt stellen. Brett, Messer und Arbeitsfläche danach entfernen oder gründlich heiß reinigen. Die Rinderhüfte auf ein separates, nur für rohe Fleischwaren bestimmtes Schneidebrett legen, trocken tupfen, 20 bis 30 Minuten anfrieren und quer zur Faser höchstens 2 mm dünn schneiden. Die Scheiben sofort abgedeckt bei höchstens 7 °C kühlen. Anschließend Hände, Messer, Brett, Arbeitsfläche und Spülbereich gründlich reinigen; sie dürfen die verzehrfertigen Zutaten nicht berühren.
Abschnitt
Nudeln, Rindfleisch und Pho fertigstellen
- 10
Reisbandnudeln getrennt garen
Zutaten für diesen Schritt
Die Servierschüsseln mit heißem Wasser vorwärmen. Die Reisbandnudeln nach der Zeitangabe auf der Packung in reichlich kochendem Wasser garen und 1 Minute vor dem angegebenen Ende erstmals prüfen. Sie sollen weich und biegsam sein, aber beim Kauen noch elastisch wirken. Sofort in ein Sieb abgießen, kurz mit heißem Trinkwasser spülen, gründlich abtropfen lassen und gleichmäßig in die geleerten warmen Schüsseln verteilen.
- 11
Rinderhüfte in der Brühe sicher durchgaren
Schon vorbereitet
- Klare fertig gewürzte Pho-Brühe
- Dünne gekühlte rohe Rinderhüftscheiben
Die gewürzte Brühe sprudelnd aufkochen. Die gekühlten Rinderhüftscheiben einzeln und locker in die Brühe geben und behutsam trennen. Sobald Brühe und die dickste Fleischscheibe wieder mindestens 70 °C erreicht haben, alles 2 Minuten bei mindestens 70 °C halten; die Temperatur an einer repräsentativen dicksten Scheibe mit einem sauberen Thermometer kontrollieren. Bleibt ein Wert darunter, weiter erhitzen und die Haltezeit erst beim sicheren Erreichen neu beginnen. Eventuell entstehenden Schaum abnehmen und die Brühe sofort zum Anrichten bereithalten.
- 12
Pho Bò zügig aufbauen und sofort servieren
Schon vorbereitet
- Gewaschene und geschnittene Pho-Garnitur
- Warme abgetropfte Mungobohnensprossen
- Dünn geschnittene gegarte Rinderbrust
- Gegarte abgetropfte Reisbandnudeln
- Heiße Pho-Brühe mit gegarter Rinderhüfte
Die geschnittene gegarte Rinderbrust auf den heißen Nudeln verteilen. Die sicher erhitzten Sprossen sowie sämtliche vorbereiteten Frühlingszwiebeln und roten Zwiebeln gleichmäßig ergänzen. Rinderhüfte und kochend heiße Brühe darübergeben, sodass alle Einlagen vollständig heiß werden. Thai-Basilikum, Koriandergrün, Minze, Limettenspalten und Chili getrennt dazustellen. Direkt servieren; Limettensaft und Chili dosiert erst in der eigenen Schüssel ergänzen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
570.4 kcal
pro Person
2281.4 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
73.2 g
pro Person
292.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
38.1 g
pro Person
152.6 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
12.2 g
pro Person
48.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
3.23 g
pro Person
12.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
8.9 g
pro Person
35.6 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
7.32 g
pro Person
29.3 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Häufige Fragen
Blanchierwasser wird vollständig verworfen, der gereinigte Ansatz steigt nur langsam bis zum leisen Sieden auf und Schaum wird früh abgenommen. Beim Passieren die ausgekochten Zutaten nicht ausdrücken. Reisnudeln und Sprossen werden separat gegart, damit weder Stärke noch lose Partikel in die Brühe gelangen.
Ja. Die passierte Brühe nach dem Kochen in mehrere flache, saubere Behälter verteilen, zügig auf unter 7 °C abkühlen und abgedeckt kalt stellen. Gegarte Rinderbrust und übrige Einlagen getrennt lagern. Zum Servieren die Brühe wieder vollständig aufkochen und das geschnittene rohe Rind wie im Hauptrezept sicher darin garen.
Eine Farbänderung beweist keine sichere Kerntemperatur. Kaltes Fleisch, Schüssel und Nudeln können die Brühe so stark abkühlen, dass nicht jede Scheibe lange genug erhitzt wird. Deshalb gart die Hauptfassung die Rinderhüfte kontrolliert in der Brühe und hält sie an allen Stellen mindestens 2 Minuten bei 70 °C oder mehr.
Für die Brühe passen Mark- und Gelenkknochen sowie ungepökelte Rinderbrust. Als dünne Einlage eignet sich eine magere, kurzfaserige Partie wie Rinderhüfte. Andere Stücke verändern Garzeit, Fettgehalt und Biss und müssen deshalb anhand von Kerntemperatur und Zartheit separat geprüft werden.
Beim Garen geben Reisnudeln Stärke an das Wasser ab. Im Brühenansatz würde sie die klare Oberfläche trüben und das Mundgefühl klebriger machen. Separat gegart lassen sich die Nudeln außerdem genauer auf Biss prüfen und erst unmittelbar vor dem Servieren verteilen.
Die Hauptfassung tut das aus Gründen der Lebensmittelsicherheit nicht. Rohe Sprossen können Keime tragen und sind besonders für Schwangere, ältere oder immungeschwächte Menschen ungeeignet. Gründliches Waschen ersetzt das Erhitzen nicht; deshalb werden die Sprossen kontrolliert mindestens 2 Minuten bei 70 °C oder mehr gehalten.
Brühe mit gegartem Fleisch, Nudeln und frische Garnituren getrennt in flache saubere Behälter geben, zügig auf unter 7 °C abkühlen und abgedeckt kalt stellen. Gegarte Reste innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchen. Die Brühe beim Wiedererwärmen vollständig durcherhitzen; bereits zusammengebaute Schüsseln werden wegen weicher Nudeln und Kräuter nicht erneut aufbewahrt.
Eine zu salzige Brühe schrittweise mit heißem Wasser ausgleichen und danach erneut aufkochen. Bei zu milder Brühe zuerst kurz offen konzentrieren; Fischsauce und Salz erst anschließend vorsichtig ergänzen. Süße, Salz und Gewürzaroma nacheinander prüfen, weil Nudeln und Kräuter die wahrgenommene Intensität beim Servieren dämpfen.
Nicht gleichwertig. Schwarzer Kardamom liefert ein rauchiges, herbes Aroma, während grüner Kardamom deutlich blumiger und heller schmeckt. Wenn schwarzer Kardamom fehlt, ist Weglassen meist näher an dieser Brühe als ein ungeprüfter direkter Austausch; die Gewürzbalance bleibt dann etwas schlanker.
Ja. Nur die passierte und vollständig abgekühlte Brühe ohne Nudeln, Kräuter oder Sprossen portionsweise in geeigneten geschlossenen Behältern einfrieren. Langsam im Kühlschrank antauen oder direkt im Topf erhitzen und vor dem Servieren vollständig aufkochen. Frische Einlagen werden erst danach neu vorbereitet.