Petits Fours mit Aprikosenkonfitüre und Marzipan

Petits Fours aus dünnem Biskuit, Aprikosenkonfitüre, Marzipandecke und Zuckerglasur: kühlen, exakt schneiden und gleichmäßig überziehen.

Der dünn gebackene Biskuit wird mit Aprikosenkonfitüre geschichtet, gepresst und gekühlt. Eine Marzipandecke stabilisiert die Würfel, bevor die Zuckerglasur aufgetragen wird.

Petits Fours mit Aprikosenkonfitüre und Marzipan fertig angerichtet
Vorbereitung

1 h 20 min

Ruhezeit

3 h 30 min

Kochen

12 min

Zutaten

Biskuit

Schichten und Marzipandecke

Zuckerglasur

Dekor

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Biskuit backen

  2. 1

    Blech vorbereiten und Butter schmelzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein möglichst ebenes Backblech mit Backpapier auslegen und die Ränder glattstreichen, damit der Teig später nicht in Papierfalten läuft. Die Süßrahmbutter bei niedriger Hitze schmelzen und beiseitestellen, bis sie nur noch lauwarm ist; heiße Butter würde den Biskuitschaum zusammenfallen lassen.

    Notiz

    Für einen gleichmäßigen Boden den Teig später bis in die Ecken verstreichen, aber nicht am Backpapier ziehen.

  3. 2

    Eierschaum stabil und hell aufschlagen

    Zutaten für diesen Schritt

    Eier, feinen Backzucker, Bourbon-Vanillezucker und Feinmeersalz in einer Rührschüssel über einem warmen Wasserbad nur handwarm anschlagen. Dann vom Wasserbad nehmen und weiterschlagen, bis die Masse sehr hell, dickcremig und deutlich voluminöser ist. Der Schaum ist richtig, wenn ein Band kurz sichtbar auf der Oberfläche liegen bleibt.

    Notiz

    Nicht zu heiß werden lassen: Handwarm reicht völlig, sonst stockt Ei am Schüsselrand.

  4. 3

    Mehlmischung unterheben, ohne Luft zu verlieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl und Speisestärke gemeinsam auf den Eierschaum sieben und mit einem breiten Teigschaber in ruhigen, großen Bewegungen unterheben. Danach die lauwarme geschmolzene Butter am Schüsselrand einlaufen lassen und nur so lange falten, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind. Zu kräftiges Rühren macht den Boden zäh und flach.

    Notiz

    Der Teig soll luftig bleiben und langsam vom Schaber fließen, nicht dünn herunterlaufen.

  5. 4

    Biskuit dünn ausstreichen und punktgenau backen

    Den Biskuitteig sofort auf das vorbereitete Blech geben und mit einer Palette gleichmäßig dünn verstreichen. Auf der mittleren Schiene 10 bis 12 Minuten backen, bis die Oberfläche trocken wirkt, hell goldgelb ist und auf sanften Fingerdruck elastisch zurückfedert. Der Boden darf nicht hart werden, sonst bricht er beim Schichten.

    Notiz

    Je nach Ofen kann der Biskuit sehr schnell fertig sein; lieber nach Farbe, trockener Oberfläche und Elastizität prüfen als zu dunkel backen.

  6. 5

    Biskuit vollständig auskühlen und in Platten teilen

    Den gebackenen Biskuit mit dem Papier vom Blech ziehen und mindestens 30 Minuten vollständig auskühlen lassen. Erst dann die Ränder knapp begradigen und den Boden in drei gleich große Platten teilen. Warmer Biskuit reißt leichter und nimmt die Konfitüre ungleichmäßig auf.

    Notiz

    Für gerade Platten mit einem langen Messer arbeiten und die Schnittlinien vorher leicht markieren.

  7. Abschnitt

    Füllen und pressen

  8. 6

    Biskuitplatten dünn mit Aprikose schichten

    Zutaten für diesen Schritt

    Den für die Füllschichten vorgesehenen Anteil Aprikosenkonfitüre cremig rühren. Eine Biskuitplatte mit der Backseite nach unten auf ein Brett legen, dünn bestreichen, die zweite Platte auflegen und ebenfalls dünn bestreichen. Die dritte Platte mit der glatten Seite nach oben aufsetzen und nur leicht andrücken, damit die Schichten gerade bleiben.

    Notiz

    Die Konfitüre soll die Böden benetzen, aber nicht als dicke Welle an den Seiten austreten.

  9. 7

    Gebäckblock beschweren und fest kühlen

    Den geschichteten Block mit Backpapier abdecken, ein zweites Brett darauflegen und gleichmäßig beschweren. Mindestens 60 Minuten kalt stellen, bis die Konfitüre angezogen hat und sich die Platten wie ein kompakter Block anfühlen. Der Druck soll die Schichten verbinden, nicht den Biskuit plattquetschen.

    Notiz

    Ein voller Milchkarton oder ein kleiner Topf als Gewicht reicht; entscheidend ist gleichmäßiger Druck über die ganze Fläche.

  10. Abschnitt

    Marzipandecke und Zuschnitt

  11. 8

    Aprikosenschicht als Kleber und Marzipandecke auflegen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den für die Oberfläche vorgesehenen Anteil Aprikosenkonfitüre glatt rühren und hauchdünn auf den gekühlten Block streichen. Marzipanrohmasse mit dem zugeordneten Puderzucker geschmeidig kneten, dünn ausrollen und faltenfrei auflegen. Mit der Handfläche sanft glätten, damit keine Erhebungen unter der Glasur entstehen.

    Notiz

    Marzipan nicht zu dick lassen: Eine feine Decke reicht und macht die Würfel eleganter.

  12. 9

    Kalt schneiden für glatte, senkrechte Kanten

    Den Block erneut mindestens 60 Minuten kühlen, bis Marzipan und Füllung fest wirken. Die Ränder sauber begradigen und den Block mit einem langen, scharfen Messer in gleichmäßige Würfel schneiden. Die Klinge nach mehreren Schnitten abwischen; klebrige Konfitüre am Messer zieht sonst Krümel aus den Kanten.

    Notiz

    Für besonders saubere Würfel die Messerklinge kurz erwärmen, sorgfältig trocknen und dann mit langen, ruhigen Zügen schneiden.

  13. Abschnitt

    Glasur und Finish

  14. 10

    Zuckerglasur glatt und deckend anrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Puderzucker in eine Schüssel sieben. Wasser und Zitronensaft Direktsaft nach und nach einrühren, bis eine glatte, dickfließende Glasur entsteht. Sie ist richtig, wenn sie vom Löffel als breites Band fällt und die Spur nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Ist sie körnig, wurde nicht gründlich genug gerührt.

    Notiz

    Keine zusätzliche Flüssigkeit einrühren, bevor die angegebene Menge vollständig verteilt ist; Puderzucker bindet erst nach kurzem Rühren richtig.

  15. 11

    Würfel überziehen, ohne Glasurnasen zu bauen

    Die kalten Petit-Four-Würfel auf ein Gitter über Backpapier setzen. Jeden Würfel von oben mit Glasur überziehen und die Glasur nur an den Kanten vorsichtig führen, nicht verstreichen. Überschuss ablaufen lassen; eine zu dicke Schicht wirkt stumpf und sehr süß, eine zu dünne Schicht zeigt den Biskuit durch.

    Notiz

    Falls die Glasur in der Schüssel anzieht, kurz kräftig rühren statt sofort mehr Flüssigkeit zuzugeben.

  16. 12

    Pistazien auf die feuchte Glasur setzen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die ungesalzenen Pistazienkerne fein hacken und auf die noch feuchte Glasur streuen. Die Petits Fours anschließend mindestens 60 Minuten ungestört stehen lassen, bis die Oberfläche trocken wirkt und sich beim Berühren nicht mehr klebrig anfühlt. Erst dann umsetzen, damit die Glasurkanten nicht beschädigt werden.

    Notiz

    Wer sehr klare Linien möchte, setzt die Pistazien mittig statt an den Rand der Würfel.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

599.5 kcal

pro Portion

4796.2 kcal

gesamt aktuell (8 Portionen)

Kohlenhydrate

111.9 g

pro Portion

895.2 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Protein

7.46 g

pro Portion

59.7 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Fett

13.2 g

pro Portion

105.4 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Ballaststoffe

2.72 g

pro Portion

21.8 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Zucker

98.4 g

pro Portion

787.4 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Salz

0.22 g

pro Portion

1.76 g

gesamt aktuell (8 Portionen)

Anmerkung

Für exakte Würfel helfen Lineal, ein langes scharfes Messer und konsequente Kühlung. Ein Kantenmaß von etwa 3 cm dient als technische Orientierung; die Portionsgröße wird über das Rezept skaliert.

FAQ

Häufige Fragen

Meist ist der Block nicht kalt genug oder das Messer klebt an Konfitüre und Marzipan. Kühle den geschichteten Block gründlich, wische die Klinge regelmäßig ab und schneide mit langen, ruhigen Zügen statt mit Druck zu sägen.

Am besten funktioniert eine glatte Aprikosenkonfitüre ohne Fruchtstücke. Sie lässt sich dünn verteilen, klebt die Biskuitschichten sauber zusammen und bringt fruchtige Säure, ohne die feinen Würfel zu verziehen.

Die Glasur soll dickfließend sein: Sie fällt als breites Band vom Löffel und verbindet sich nach kurzer Zeit wieder mit der Oberfläche. Zu dünne Glasur scheint durch, zu dicke Glasur bildet schwere Nasen an den Kanten.

Ja, das ist sogar sinnvoll. Den Biskuitblock kannst du am Vortag backen, füllen, pressen und kühlen. Schneiden und Glasieren gelingen am nächsten Tag oft sauberer, weil die Schichten dann fest verbunden sind.

Bewahre sie in einer flachen Dose kühl und trocken auf, am besten mit etwas Abstand zwischen den Stücken. Im Kühlschrank halten sie etwa zwei bis drei Tage, sollten vor dem Servieren aber kurz Raumtemperatur annehmen.

Weglassen geht, die Oberfläche wird dann aber unruhiger und die Glasur haftet weniger gleichmäßig. Als Alternative eignet sich eine sehr dünn ausgerollte Fondantdecke; geschmacklich werden die Petits Fours dann süßer und weniger mandelig.

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