Nudel-Schinken-Gratin ohne Fix mit goldbrauner Käsekruste
Knapp vorgegarte Penne, Kochschinken und eine selbst gekochte Senf-Paprika-Sauce werden unter locker verteiltem Gouda saftig überbacken.
Butter-Mehl-Sauce mit Dijon und Paprika ersetzt die Fertigmischung. Garpunkt und Temperaturprüfung halten die Penne cremig und die Gouda-Kruste goldbraun.

- Vorbereiten
- 25 min
- Ruhen
- 8 min
- Kochen
- 40 min
Zutaten
Nudeln
Würzen
Einlage
Form und Sauce
Sauce ohne Fix
Kruste
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Form, Einlage und Pasta vorbereiten
- 1
Ofen und Gratinform vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Am Backofen 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft einstellen; den Rost auf die mittlere Ebene setzen. Für das Gratin eine ungefähr 28 × 20 cm große Form mit rund 2 l Fassungsvermögen bereitstellen. Die Schrittmenge Butter zuerst auf dem Boden, danach in den Ecken und an den Seiten verstreichen. Ein geschlossener feiner Fettfilm genügt; sichtbare Butterpolster nochmals verteilen.
- 2
Zwiebel und Kochschinken separat schneiden
Zutaten für diesen Schritt
Die Zwiebel schälen und in Würfel mit ungefähr 5 mm Kantenlänge teilen. Den Kochschinken aus seiner Verpackung lösen, auf eine frische Schneidunterlage legen und mit einem sauberen Messer längs in Streifen schneiden. Diese anschließend quer würfeln; die Kanten dürfen ungefähr 1 cm messen. Beide vorbereiteten Zutaten getrennt aufbewahren, wobei der Schinken bis zur weiteren Verarbeitung zurück in den Kühlschrank kommt.
- 3
Penne mit festem Kern vorkochen
Zutaten für diesen Schritt
Das Wasser in einem großen Topf lebhaft aufkochen und den vorgesehenen Salzanteil darin lösen. Penne einstreuen und 2 Minuten kürzer als die kürzeste Packungsangabe garen. Bei der Probe soll der Kern fest, aber nicht mehr trocken oder kreidig sein. In ein Sieb abgießen, kräftig abschwenken und 3 Minuten offen ausdampfen lassen; nicht abschrecken.
Abschnitt
Helle Gratinsauce ohne Fertigmischung kochen
- 4
Zwiebel weich und farblos garen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Klein gewürfelte Zwiebel
Einen breiten Saucentopf auf mittlere Heizstufe setzen und die Schrittmenge Butter darin gerade eben verflüssigen. Die vorbereitete Zwiebel unterheben und bei unveränderter Hitze weich dünsten. Dabei häufig wenden und nach 4 Minuten erstmals prüfen: Die Würfel sollen durchsichtig wirken und süßlich duften. Braune Ränder oder dunkle Butter zeigen zu starke Hitze an.
- 5
Mehl vollständig in der Butter garen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Weiche Zwiebel in heller Butter
Das Mehl in einem feinen Schleier auf die weiche Zwiebel geben. Mit dem Schneebesen vom Topfrand zur Mitte arbeiten, bis Butter, Zwiebel und Mehl eine einheitliche Paste bilden. Diese 90 Sekunden weiterrühren; feine Bläschen und das Verschwinden trockener Mehlpunkte markieren den Garpunkt. Die Mischung hell halten, nicht ansetzen lassen und keinesfalls roh probieren.
- 6
Milch und Sahne glatt einarbeiten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Glatt gegarte helle Mehlschwitze mit Zwiebel
Milch aus der Schrittmenge in einem dünnen Strahl zugießen und sofort kräftig glattrühren. Den Strahl stoppen, sobald die Mehlschwitze deutlich weicher wird; erst nach einer völlig homogenen Creme weitergießen. Diesen Wechsel wiederholen, bis die gesamte Schrittmenge eingearbeitet ist. Sahne einrühren, unter Rühren bis zum ersten kräftigen Aufwallen erhitzen und anschließend 3 Minuten leise kochen. Am Ende überzieht ein dünner geschlossener Film den eingetauchten Löffel.
- 7
Gratinsauce mild pikant abschmecken
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Klümpchenfreie ausgekochte helle Sauce
Dijon-Senf, Paprikapulver, Pfeffer, Muskat und die für diesen Schritt ausgewiesene Salzmenge in die ausgekochte Sauce rühren. Noch 1 Minute sanft köcheln und den Topf anschließend von der Kochstelle nehmen. Zur Konsistenzprobe den Löffelrücken benetzen und mit dem Finger eine Linie ziehen: Nach ungefähr 1 Sekunde soll Sauce langsam in die Spur zurücklaufen. Eine stehen bleibende Furche wäre für das Gratin zu dick.
Abschnitt
Gratin füllen, überbacken und sicher servieren
- 8
Penne, Schinken und Sauce locker einfüllen
Schon vorbereitet
- Lückenlos gebutterte Gratinform
- Gleichmäßig geschnittener Kochschinken
- Knapp vorgegarte und ausgedampfte Penne
- Cremig fließende Senf-Paprika-Gratinsauce
Vorgegarte Penne und vorbereiteten Kochschinken locker in der gebutterten Form mischen. Die Gratinsauce in schmalen Bahnen über die gesamte Fläche gießen und die Pasta mit einem Löffel vorsichtig anheben, damit Flüssigkeit in die Zwischenräume gelangt. An drei voneinander entfernten Punkten einen schmalen Spalt bis zum Formboden öffnen. Dort soll gebundene Sauce erscheinen, jedoch keine wässrige Pfütze; trockene Nudelspitzen vollständig benetzen.
- 9
Gouda als lockere Kruste verteilen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Locker gefüllte Form mit vollständig benetzter Pasta
Den geriebenen Gouda bis in die Randzone gleichmäßig auf der Füllung verteilen. Dichtere Käsehaufen mit einem Löffel auseinanderziehen, ohne die Nudeln zusammenzudrücken. Eine lockere, überall ähnlich dicke Lage lässt Dampf entweichen und bekommt berechenbarer Farbe.
- 10
Gratin sicher erhitzen und setzen lassen
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig mit Gouda belegtes Gratin
Die Form auf der mittleren Ebene einschieben und nach 20 Minuten erstmals prüfen. In den folgenden 5 Minuten ist das Gratin fertig, wenn gebundene Sauce an mehreren Randpunkten hochsteigt und der Gouda unterschiedlich große goldbraune Flecken hat. Die Temperatur am Rand, auf halbem Weg zur Mitte und im Zentrum messen; jeder Punkt muss mindestens 2 Minuten 70 °C halten. Bei zu früher Bräunung Backpapier locker auflegen und das Gratin danach 8 Minuten unangeschnitten setzen lassen. Reste innerhalb 2 Stunden flach verpacken, unter 7 °C kühlen, bis zum Ende des zweiten Folgetags essen und höchstens einmal vollständig wiedererhitzen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
790.1 kcal
pro Person
3160.4 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
73.9 g
pro Person
295.6 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
38 g
pro Person
152.1 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
37.5 g
pro Person
150.1 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
3.37 g
pro Person
13.5 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
10.7 g
pro Person
42.6 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
6.73 g
pro Person
26.9 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Anmerkung
Reste ohne Verzögerung in flache, geschlossene Behälter umfüllen und auf unter 7 °C herunterkühlen. Gekühlt bis zum Ende des zweiten Folgetags verbrauchen. Nur die benötigte Portion einmal vollständig wiedererhitzen; an jeder geprüften Stelle mindestens 70 °C für 2 Minuten halten.
Häufige Fragen
Die Sauce entsteht vollständig aus Butter, Mehl, Milch, Sahne und den aufgeführten Gewürzen. Es wird keine Tütenmischung verwendet. Dadurch lassen sich Bindung, Salz und Würze über sichtbare Kochzeichen steuern, statt von einer unbekannten Fertigmischung abzuhängen.
Kurze Röhren und Spiralen halten die Sauce besonders gut. Neben Penne funktionieren Rigatoni, Fusilli oder kurze Makkaroni. Maßgeblich ist, dass die Pasta vor dem Ofen einen festen Kern behält, offen abdampft und beim Mischen nicht zerfällt.
Ja. Penne und Sauce getrennt zügig abkühlen, verschlossen kalt stellen und erst kurz vor dem Backen mit dem Schinken in die Form geben. Eine kalte Füllung braucht möglicherweise länger; Farbe allein ersetzt die Temperaturkontrolle im Inneren nicht.
Die erste Milchzugabe wird kräftig mit der heißen Mehlschwitze zu einer glatten Creme verrührt. Weitere Flüssigkeit folgt portionsweise. Falls trotzdem Mehlklümpchen bleiben, die Sauce vor dem Würzen durch ein feines Sieb streichen und danach nochmals vollständig aufkochen.
Häufig wurden die Nudeln zu weich vorgekocht, die Sauce zu stark eingedickt oder das Gratin zu lange gebacken. Vor dem Füllen muss die Sauce cremig fließen und jede Nudel benetzen. Beim Backen gelten die sichtbaren Garzeichen und die Temperaturprüfung, nicht eine verlängerte Zeit auf Verdacht.
Dijon-Senf gibt der milden Milchsauce Säure und Tiefe, Paprikapulver ergänzt eine warme, zurückhaltende Würze. Beides soll Kochschinken und Gouda unterstützen, nicht überdecken. Verwendete Senfprodukte wegen möglicher weiterer Allergene immer anhand ihres Etiketts prüfen.
Als Ersatz passt ein schnittfester, bereits durchgegarter Aufschnitt aus Geflügel oder Schwein, sofern er nur zurückhaltend gewürzt ist. Stark geräucherte oder sehr salzige Ware verändert den Salzbedarf. Für eine fleischlose Variante reicht bloßes Weglassen nicht, weil Einlage und Saucenmenge neu abgestimmt werden müssten.
Ein gut schmelzender Schnittkäse mit mittlerer Würze und nicht zu hoher Feuchtigkeit ist passend. Sehr reifer Hartkäse bräunt schneller, sehr feuchter Käse hält die Oberfläche weich. Bei fertig geriebenem Käse ist die Zutaten- und Allergenliste der konkreten Packung maßgeblich.
Übrige Portionen zügig in flache Behälter geben und geschlossen kalt stellen. Nur die direkt benötigte Menge einmal vollständig wiedererhitzen. Rasch gekühlte Einzelportionen können eingefroren, im Kühlschrank aufgetaut und danach vollständig erhitzt werden; die Sauce kann anschließend etwas weniger glatt sein.
Glutenhaltiges Getreide steckt in Penne und Weizenmehl. Zu den Milchbestandteilen gehören Butter, Vollmilch, Sahne und Gouda; zusätzlich ist Senf über den Dijon-Senf enthalten. Kochschinken und verarbeiteter Reibekäse können weitere kennzeichnungspflichtige Stoffe mitbringen, deshalb entscheidet jeweils das Etikett der tatsächlich verwendeten Packung.