Magenbrot wie vom Jahrmarkt mit Kakaoglasur

Weiches Magenbrot aus Honig-Gewürzteig: als Rollen gebacken, ausgekühlt, schräg geschnitten und dünn mit Kakaoglasur überzogen.

Honig, Kakao, Orange und warme Gewürze prägen dieses Magenbrot. Gleichmäßige Rollen, vollständiges Auskühlen und eine dünne Glasur sorgen für die typische weiche Marktgebäck-Textur.

Magenbrot wie vom Jahrmarkt – weich, gerollt und dünn glasiert fertig angerichtet
Gesamtzeit
4 h 35 min
Schwierigkeit
Mittel
ZeitplanIn 4 h 35 min auf dem Tisch
Vorbereiten
45 min
Ruhen
3 h 30 min
Kochen
20 min

Zutaten

Personen

Ergibt ca. 60 Stücke · Pro Person: etwa 7 bis 8 Stück Magenbrot

Geteilte Zutaten

Honig-Gewürzteig

Kakaoglasur

So gelingt das Rezept

Für 8 Personen bereitest du insgesamt ca. 60 Stücke zu. Pro Person: etwa 7 bis 8 Stück Magenbrot. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Abschnitt

    Honig-Gewürzteig vorbereiten

  2. 1

    Mehl, Kakao und Gewürze gleichmäßig mischen

    Zutaten für diesen Schritt

    Mehl, Backkakao, braunen Zucker, Backpulver, Lebkuchengewürz, Ceylon-Zimt, Ingwer und Meersalz in einer großen Schüssel sorgfältig vermengen. Mit dem Schneebesen auch Boden und Rand der Schüssel erfassen und sichtbare Kakao- oder Backpulvernester zerdrücken. Eine gleichmäßige Mischung verhindert bittere Stellen und unterschiedlich stark aufgehende Rollen.

  3. 2

    Orange säubern und Schale fein abreiben

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Bio-Orange unter warmem fließendem Wasser gründlich säubern und trocken reiben. Nur die orangefarbene Außenschicht fein abreiben; die bittere weiße Schicht bleibt an der Frucht. Den gesamten Abrieb bereitstellen und die abgeriebene Orange anschließend anderweitig verwenden.

  4. 3

    Honig-Milch-Mischung kurz zum Teig binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • gleichmäßige Mehl-Kakao-Gewürzmischung
    • feiner Abrieb der Bio-Orange

    Honig, Vollmilch und Sonnenblumenöl glatt verrühren. Die Flüssigkeit und den Orangenabrieb zur trockenen Mischung geben. Erst mit einem stabilen Teigschaber arbeiten, dann die Masse nur kurz von Hand zusammendrücken, bis keine trockenen Mehlstellen bleiben. Der Teig soll weich, formbar und leicht klebrig sein; langes Kneten macht das spätere Gebäck zäher. Den rohen Teig nicht probieren und Hände sowie Arbeitsgeräte danach reinigen.

  5. 4

    Magenbrotteig ruhen und Feuchtigkeit verteilen

    Schon vorbereitet

    • weicher gebundener Magenbrotteig

    Den Teig in der Schüssel flach drücken und dicht abdecken. Bei Raumtemperatur 60 Minuten stehen lassen, damit Mehl und Kakao Feuchtigkeit aufnehmen. Am Ende wirkt die Oberfläche glatter; der Teig hält seine Form, bleibt aber weich. Stark klebrigen Teig nicht mit zusätzlichem Mehl verkneten; das abgemessene Mehl zum Formen genügt im nächsten Schritt.

  6. Abschnitt

    Rollen formen, backen und schneiden

  7. 5

    Sechs gleichmäßige Teigrollen formen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • gleichmäßig gequollener Magenbrotteig

    Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen mit Ober-/Unterhitze auf 180 Grad Celsius bringen. Den Teig in sechs gleich große Portionen teilen. Arbeitsfläche und Hände sparsam mit dem abgemessenen Mehl bestäuben und jede Portion zu einer etwa 30 Zentimeter langen, 3 Zentimeter dicken Rolle formen. Die Rollen parallel mit ausreichend Abstand auf das Blech legen; flache oder deutlich dickere Stellen nachformen.

  8. 6

    Rollen vollständig und weich backen

    Schon vorbereitet

    • sechs gleichmäßig geformte Magenbrotrollen

    Das Blech auf der mittleren Schiene 15 bis 20 Minuten backen. Die Rollen sind fertig, wenn ihre Oberfläche trocken und gesetzt ist, bei sanftem Druck aber noch leicht nachgibt. Ein Holzstäbchen aus der dicksten Stelle darf feuchte Krümel, jedoch keinen glänzenden rohen Teig tragen. Nicht bis zu tiefen Rissen oder einer harten Unterseite weiterbacken.

  9. 7

    Rollen auskühlen lassen und schräg schneiden

    Schon vorbereitet

    • vollständig gebackene weiche Magenbrotrollen

    Die Rollen zunächst 10 Minuten auf dem Blech stabilisieren. Danach jede Rolle vorsichtig auf ein Abkühlgitter heben und bis in den Kern erkalten lassen. Mit einem scharfen Brotmesser schräg in etwa 3 Zentimeter breite Stücke schneiden. Das Messer mit kurzen Sägebewegungen führen und nicht nach unten drücken. Kleine Endstücke fein zerkrümeln und für die Glasur bereithalten.

  10. Abschnitt

    Kakaoglasur auftragen und trocknen

  11. 8

    Glatte Kakaoglasur kurz aufkochen

    Zutaten für diesen Schritt

    Puderzucker und Backkakao gemeinsam in einen Topf sieben und mit dem Wasser klumpenfrei verrühren. Unter ständigem Rühren langsam erhitzen und 30 bis 60 Sekunden sprudelnd kochen, bis die Glasur glatt vom Löffel läuft und ihn dünn überzieht. Die vorbereiteten Gebäckkrümel einrühren. Sobald die Zielkonsistenz erreicht ist, den Topf beiseitestellen und ohne Wartezeit glasieren; beim Abkühlen wird der Überzug rasch fester.

  12. 9

    Magenbrot in kleinen Chargen glasieren

    Schon vorbereitet

    • ausgekühlte schräg geschnittene Magenbrotstücke
    • glatte warme Kakaoglasur

    Die Magenbrotstücke in vier ähnlich große Chargen teilen. Je eine Charge in eine große Schüssel geben, mit dem entsprechenden Anteil der warmen Glasur übergießen und mit zwei Löffeln behutsam wenden, bis Oberfläche und Schnittseiten dünn benetzt sind. Die Stücke einzeln auf ein Gitter über Backpapier setzen. Zügig arbeiten, damit keine dicke Glasurschicht am Schüsselboden erstarrt.

  13. 10

    Glasur vollständig trocknen und Gebäck lagern

    Schon vorbereitet

    • rundum dünn glasiertes Magenbrot

    Das glasierte Magenbrot mindestens 2 Stunden offen trocknen lassen, bis die Oberfläche matt ist und bei leichter Berührung nicht mehr klebt. Erst dann in eine dicht schließende Dose füllen und Backpapier zwischen die Lagen legen. Kühl und trocken gelagert innerhalb von 7 Tagen aufbrauchen. Bei sichtbarem Schimmel, gärigem Geruch oder feuchter Oberfläche vollständig entsorgen.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.

Berechnungsgrundlage pro Person: etwa 7 bis 8 Stück Magenbrot. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (ca. 60 Stücke).

Kalorien

580.6 kcal

pro Person

4644.6 kcal

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Kohlenhydrate

115.8 g

pro Person

926.8 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Protein

8.87 g

pro Person

71 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Fett

8.19 g

pro Person

65.5 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Ballaststoffe

5.78 g

pro Person

46.2 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Zucker

67.2 g

pro Person

537.3 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Salz

0.852 g

pro Person

6.82 g

gesamtes Rezept (ca. 60 Stücke)

Anmerkung

Das Rezept ergibt je nach Schrägschnitt ungefähr 55 bis 65 Stück. Die Stückzahl entspricht etwa acht erwachsenen Snackportionen. Der traditionelle Name ist kein Gesundheitsversprechen.

Häufige Fragen

Magenbrot ist ein weiches, würziges Kakao-Gebäck, das besonders von Jahrmärkten und Schweizer Chilbis bekannt ist. Für diese Variante wird der Teig zu Rollen geformt, gebacken, ausgekühlt, schräg geschnitten und rundum dünn glasiert.

Der überlieferte Name wird mit den warmen Gewürzen in Verbindung gebracht. Daraus folgt keine verdauungsfördernde oder andere gesundheitliche Wirkung: Magenbrot ist ein süßes Gebäck und kein Heilmittel.

Nein. In Deutschland und der Schweiz gibt es unterschiedliche Teige, Gewürzmischungen, Formen und Glasuren. Diese Fassung orientiert sich an der verbreiteten Marktgebäck-Methode mit gebackenen Rollen und einem dünnen dunklen Überzug, ohne eine allein gültige Originalrezeptur zu behaupten.

Nach der Ruhezeit soll er weich, zusammenhängend und formbar sein. Eine leichte Klebrigkeit ist richtig. Viel zusätzliches Mehl würde das Gebäck trocken machen; deshalb werden nur Arbeitsfläche und Hände sparsam mit dem vorgesehenen Formmehl bestäubt.

Die Oberfläche ist trocken und gesetzt, die Rolle gibt bei sanftem Druck noch leicht nach und am Holzstäbchen hängt kein glänzender roher Teig. Tiefe Risse, eine harte Unterseite oder ein trockener Kern sprechen für zu langes Backen. Rohteig darf wegen des ungegarten Mehls nicht probiert werden.

Wird die Glasur beim Arbeiten zu fest, reicht meist sehr milde Wärme und gründliches Rühren. Läuft sie vollständig vom Gebäck, kurz weiterköcheln lassen. Zusätzliche Flüssigkeit oder zusätzlicher Puderzucker würden die festgelegte Rezeptbalance verändern und sind bei korrekt abgemessenen Zutaten nicht vorgesehen.

Das Rezept enthält Weizen und Milch. Bei Lebkuchengewürz, Backpulver, Kakao und anderen abgepackten Zutaten müssen zusätzlich die Zutatenliste und mögliche Spurenhinweise geprüft werden. Bei Allergien zählt immer die konkrete Packung.

Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt und eignet sich deshalb besonders, wenn häufiger zimtreich gebacken wird. Gemahlen lassen sich beide Sorten optisch kaum unterscheiden; maßgeblich ist die eindeutige Bezeichnung auf der Packung.

Eine leichte Anpassung ist möglich, verändert aber den Charakter. Mehr Ceylon-Zimt wirkt milder, mehr Ingwer schärfer. Nelke und Piment nur zurückhaltend ergänzen, weil sie Kakao und Orange schnell überdecken; die Gesamtmenge trockener Zutaten sollte unverändert bleiben.

Vollständig getrocknet und dicht verpackt bleibt es kühl und trocken bis zu einer Woche in guter Qualität. Backpapier zwischen den Lagen verhindert Verkleben. Luftdicht eingefroren sind zwei bis drei Monate möglich; bei Raumtemperatur in der geschlossenen Verpackung auftauen, damit sich kein Kondenswasser auf der Glasur niederschlägt.

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