Letscho mit Spitzpaprika und Tomaten
Stückiges Letscho aus Spitzpaprika, reifen Tomaten und Zwiebeln: frisch geschmort, farbkräftig und löffelbar statt dünn und wässrig.
Gutes Letscho entsteht in Etappen: Zwiebeln sanft anschwitzen, Paprika vorgaren, Tomaten später zugeben und die Sauce offen konzentrieren. So bleibt das Gemüse weich, aber klar stückig.

Zutaten
Gemüse
Würze und Fett
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Gemüse richtig vorbereiten
- 1
Paprika, Tomaten und Zwiebeln schneiden
Zutaten für diesen Schritt
Zwiebeln schälen und in halbe Ringe von etwa 5 mm schneiden. Knoblauch fein hacken. Spitzpaprika längs halbieren, Stiele, Kerne und helle Innenhäute entfernen, dann die Schoten in fingerbreite Streifen schneiden. Tomaten vom Stielansatz befreien und grob würfeln; ausgetretenen Saft mit in die Schüssel geben.
Notiz
Paprikastreifen von ungefähr fingerbreiter Größe bleiben beim Schmoren sichtbar. Zu kleine Würfel zerfallen schneller und machen das Letscho breiig.
Abschnitt
Aromen aufbauen, ohne stark zu bräunen
- 2
Zwiebeln sanft glasig anschwitzen
Zutaten für diesen Schritt
Sonnenblumenöl in einem weiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die vorbereiteten Zwiebeln mit dem Salzanteil hineingeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 7 Minuten anschwitzen, bis sie weich, glänzend und glasig aussehen. Sie dürfen höchstens an einzelnen Rändern leicht goldgelb werden, aber nicht kräftig bräunen.
Notiz
Das frühe Salzen zieht etwas Feuchtigkeit aus den Zwiebeln. Dadurch garen sie ruhiger und setzen weniger schnell dunkle Stellen an.
- 3
Knoblauch kurz mitziehen lassen
Den vorbereiteten Knoblauch zu den glasigen Zwiebeln geben und etwa 1 Minute rühren, bis er duftet. Die Hitze dabei nicht erhöhen: Knoblauch soll sein Aroma ins Öl abgeben, aber keine braunen Punkte bekommen, sonst schmeckt das Letscho später kantig und leicht bitter.
Notiz
Falls der Topfboden sehr trocken wirkt, die Zwiebeln häufiger rühren statt zusätzliche Flüssigkeit zuzugeben.
- 4
Paprika vorgaren, bis sie sichtbar nachgibt
Zutaten für diesen Schritt
Die vorbereiteten Paprikastreifen in den Topf geben, mit dem Salzanteil mischen und bei mittlerer bis mittelhoher Hitze etwa 8 Minuten vorgaren. Dabei gelegentlich wenden, bis die Streifen glänzen, etwas zusammensacken und an den Kanten weicher wirken, innen aber noch Form und leichten Biss behalten.
Notiz
Dieser Schritt ist wichtig: Kommen die Tomaten zu früh dazu, kocht die Paprika eher in viel Saft und entwickelt weniger süßes Paprikaaroma.
- 5
Paprikapulver im Gemüsefett lösen
Zutaten für diesen Schritt
Den Topf kurz von sehr starker Hitze fernhalten, edelsüßes Paprikapulver über das Gemüse streuen und höchstens 1 Minute gründlich unterrühren. Es soll sich im Öl und am feuchten Gemüse verteilen und sofort kräftig rot färben, aber nicht trocken am Topfboden rösten.
Notiz
Paprikapulver verbrennt schnell. Wenn der Topf sehr heiß ist, lieber kurz warten und erst dann würzen.
Abschnitt
Saft ziehen lassen und offen konzentrieren
- 6
Tomaten zugeben und Saft lösen
Die vorbereiteten Tomaten samt ausgetretenem Saft unterheben. Den Topf schließen und das Gemüse bei sanfter bis mittlerer Hitze etwa 8 Minuten schmoren lassen, bis die Tomaten deutlich Saft abgegeben haben und am Topfboden eine rote, noch eher dünne Sauce steht. Zwischendurch vorsichtig rühren, damit die Paprikastreifen nicht zerdrückt werden.
Notiz
Die Tomaten kommen erst jetzt dazu, damit ihre Säure die Paprika nicht zu früh bremst und die Stücke trotzdem weich werden.
- 7
Offen reduzieren, bis die Sauce löffelbar ist
Den Deckel abnehmen und das Letscho offen etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen. Es ist richtig, wenn die Sauce nicht mehr suppig wirkt, sondern die Paprikastreifen glänzend umhüllt und beim Rühren langsam wieder zusammenläuft. Die Paprika soll weich sein, aber noch erkennbare Streifen bilden.
Notiz
Bei zu starker Hitze zerfallen die Tomaten schnell und die Paprika wird an den Rändern matschig. Lieber breit offen reduzieren als wild sprudelnd kochen.
- 8
Säure, Süße, Salz und Pfeffer fein ausbalancieren
Zutaten für diesen Schritt
Erst nach der Reduktion abschmecken, weil sich Salz und Tomatensäure beim Einkochen konzentrieren. Den letzten Salzanteil, Zucker, Apfelessig und schwarzen Pfeffer einrühren. Das Letscho soll rund tomatig schmecken, mit milder Süße, klarer Paprikanote und einer kleinen frischen Spitze durch den Essig.
Notiz
Wirkt es flach, fehlt meist Säure oder Salz. Wirkt es spitz, hilft eine kurze weitere Schmorphase bei niedriger Hitze.
- 9
Kurz ruhen lassen und heiß servieren
Den Topf vom Herd nehmen und das Letscho 5 Minuten offen stehen lassen. In dieser Ruhe verteilt sich die Hitze gleichmäßiger, die Sauce bindet noch etwas nach und die Paprikastreifen behalten besser ihre Form. Danach heiß als Gemüsebeilage oder mit Brot als leichtes Gericht servieren.
Notiz
Falls sich beim Stehen etwas Saft absetzt, nicht sofort weiterkochen: Einmal behutsam umrühren reicht meistens, damit das Letscho wieder löffelbar wirkt.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
203.4 kcal
pro Portion
813.4 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
23.1 g
pro Portion
92.5 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
3.96 g
pro Portion
15.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
11.2 g
pro Portion
44.9 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
6.68 g
pro Portion
26.7 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
14.8 g
pro Portion
59.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
2.29 g
pro Portion
9.16 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Sehr reife, aromatische Tomaten und fleischige Spitzpaprika bringen die beste Süße; harte Wintertomaten machen das Letscho schneller wässrig und flacher im Geschmack.
FAQ
Häufige Fragen
Letscho ist ein ungarisch geprägtes Paprika-Tomaten-Gemüse aus Zwiebeln, Paprika und reifen Tomaten. Es wird frisch geschmort und direkt serviert, entweder als Beilage oder als leichtes Gemüsegericht mit Brot, Reis, Kartoffeln oder Polenta.
Fleischige gelbe und rote Spitzpaprika sind ideal, weil sie süßlich schmecken, schnell weich werden und trotzdem stückig bleiben. Normale Blockpaprika funktioniert ebenfalls, braucht aber oft etwas länger und wirkt im Letscho etwas weniger fein.
Meist kommen die Tomaten zu früh dazu oder das Gemüse wird mit geschlossenem Deckel fertig gegart. Paprika zuerst vorgaren, Tomaten nur Saft ziehen lassen und danach offen reduzieren, bis die Sauce die Stücke sichtbar umhüllt.
Ja, Letscho lässt sich sehr gut vorbereiten. Im Kühlschrank ist es abgedeckt etwa drei Tage haltbar. Beim Aufwärmen nur sanft erhitzen und nicht lange sprudelnd kochen, sonst zerfallen die Paprikastreifen. Am nächsten Tag schmeckt es oft sogar runder, weil sich Paprika und Tomate verbinden.
Ja, für den Alltag lässt sich Letscho portionsweise einfrieren. Nach dem Auftauen ist die Paprika etwas weicher und die Sauce kann dünner wirken. Dann offen ein paar Minuten sanft reduzieren und erst danach nochmals abschmecken.
Nicht weiter stark kochen. Den Deckel abnehmen, die Sauce bei niedriger Hitze nur noch ruhig verdampfen lassen und möglichst wenig rühren. So konzentriert sich die Flüssigkeit, ohne die Paprikastreifen zusätzlich zu zerdrücken.