Lemon Curd selber machen – glatte Zitronencreme aus dem Wasserbad
Dieses Lemon Curd Rezept ergibt eine glatte, intensiv zitronige Creme, die perfekt als Aufstrich, Tarte-Füllung oder Dessert-Topping passt.
Wenn du Lemon Curd selber machen möchtest, ist dieses Rezept eine verlässliche Hausversion mit frischem Zitronensaft, fein abgeriebener Zitronenschale, Eiern und Butter. Die Creme wird im Wasserbad sanft angedickt, bleibt dadurch schön glatt und bekommt nach dem Kühlen ihre typisch streichfähige Konsistenz. Ideal für Toast, Scones, Tartes, Kuchenfüllungen, Biskuitrollen oder als kleines Extra zu Desserts.

Zutaten
Grundmasse
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Vorbereiten
- 1
Zitronenbasis anrühren
Zutaten für diesen Schritt
Einen Topf mit wenig Wasser aufsetzen und nur sanft erhitzen. Eine hitzebeständige Schüssel daraufsetzen, sodass der Boden das Wasser nicht berührt. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Zucker in die Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren, bis sich alles gleichmäßig verbunden hat.
Notiz
Das Wasser soll nur leicht sieden, nicht stark kochen.
- 2
Eier glatt einarbeiten
Zutaten für diesen Schritt
Eier und Eigelb in einer zweiten Schüssel kurz verquirlen, bis keine Eiweißschlieren mehr zu sehen sind. Dann zur Zitronenmischung geben und sofort gründlich einrühren, damit die Masse gleichmäßig wird und später schön glatt stockt.
Notiz
Separates Verquirlen hilft gegen kleine Ei-Fäden in der fertigen Creme.
Abschnitt
Sanft andicken
- 3
Im Wasserbad zur Creme rühren
Die Masse unter ständigem Rühren 8 bis 10 Minuten im Wasserbad erhitzen. Dabei auch am Rand entlangrühren, damit nichts ansetzt. Das Lemon Curd ist fertig, wenn es deutlich andickt und einen Löffel oder Teigschaber dünn überzieht. Als optionaler Kontrollpunkt kannst du mit Thermometer etwa 82 bis 84 °C anpeilen.
Notiz
Die Masse darf nicht sprudelnd kochen, sonst kann sie ausflocken.
- 4
Butter und Salz einrühren
Zutaten für diesen Schritt
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen. Die kalte Butter portionsweise einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist und die Creme glänzt. Zum Schluss die Prise Salz unterrühren, damit Süße und Säure runder schmecken.
Notiz
Butter erst nach dem Andicken zugeben, so bleibt die Textur besonders samtig.
Abschnitt
Fein machen und kühlen
- 5
Optional sieben und direkt abdecken
Wenn du eine besonders feine Textur möchtest, streiche die warme Creme jetzt durch ein feines Sieb. Decke die Oberfläche anschließend direkt ab, damit sich keine Haut bildet.
Notiz
Zum Abdecken eignet sich Folie direkt auf der Oberfläche oder eine gut passende Schüssel mit Deckel.
- 6
Kalt stellen und sauber lagern
Das Lemon Curd erst etwas abkühlen lassen, dann in ein sauberes, trockenes Glas füllen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Danach ist die Creme deutlich fester und streichfähig. Im Kühlschrank lagern, am besten innerhalb von etwa 1 Woche verbrauchen und immer mit einem sauberen Löffel entnehmen. Zum längeren Aufbewahren kannst du sie portionsweise einfrieren und langsam im Kühlschrank auftauen.
Notiz
Vor dem Verwenden kurz umrühren, falls die Creme nach dem Kühlen sehr fest geworden ist.
Anmerkung
Ergibt etwa 300 ml Lemon Curd, also ungefähr 1 kleines bis mittleres Glas. Für eine besonders feine Textur kannst du die Creme nach dem Einrühren der Butter durchs Sieb streichen. Im sauberen, gut verschlossenen Glas im Kühlschrank lagern und am besten innerhalb von etwa 1 Woche verbrauchen. Immer mit sauberem Löffel entnehmen.
Mehr zum Rezept
Als Füllung für Gebäck sollte die Creme vollständig durchkühlen, damit sie stabil bleibt. Für ein besonders sauberes Ergebnis helfen trockenes, sauberes Equipment und kontinuierliches Rühren am Wasserbad. Nach dem Auftauen die Creme kräftig glatt rühren, um die Emulsion wieder gleichmäßig zu machen.
FAQ
Häufige Fragen
Bei zu hoher Hitze stocken Ei und Eigelb zu schnell. Dann wird die Creme eher körnig als glatt. Das Wasserbad gibt dir mehr Kontrolle und macht die Zubereitung deutlich sicherer.
Das Lemon Curd ist fertig, wenn es sichtbar andickt und einen Löffel oder Teigschaber dünn überzieht. Direkt warm wirkt es noch etwas weicher, beim Kühlen zieht es deutlich nach. Mit Thermometer liegt der passende Bereich ungefähr bei 82 bis 84 °C.
Meist war die Masse noch nicht lange genug auf dem Wasserbad oder die Hitze war zu niedrig. Wichtig ist geduldiges Rühren, bis die Creme klar eindickt. Außerdem wird Lemon Curd erst nach dem vollständigen Kühlen richtig streichfähig.
In einem sauberen, gut verschlossenen Glas hält sich selbst gemachtes Lemon Curd im Kühlschrank in der Regel etwa 1 Woche. Sauberes Arbeiten und hygienisches Entnehmen sind besonders wichtig, weil Ei und Butter enthalten sind. Wenn Geruch, Geschmack oder Oberfläche auffällig wirken, solltest du die Creme nicht mehr verwenden.
Ja, am besten portionsweise. Zum Auftauen das Lemon Curd langsam im Kühlschrank auftauen lassen und vor dem Verwenden kurz glatt rühren.
Lemon Curd passt sehr gut auf Toast, Scones, Croissants und Brioche. Außerdem eignet es sich als Füllung für Tartes, Biskuitrollen und Torten oder als Topping für Joghurt, Eis, Cheesecake, Pancakes und andere Desserts.