Lasagne mit Rinderhack-Ragù und Béchamel
Saftiges Rinderhack-Ragù, gießfähige Béchamel und vollständig bedeckte Nudelplatten ergeben eine standfeste Lasagne mit goldbrauner Käsekruste.
Dickliches Ragù und gießfähige Béchamel halten die vollständig bedeckten Nudellagen saftig. Kerntemperatur und Ruhezeit sichern Gargrad und stabile Stücke.

- Vorbereiten
- 35 min
- Ruhen
- 15 min
- Kochen
- 1 h 20 min
So gelingt das Rezept
Du kochst für 6 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Ragù sicher vorbereiten und einkochen
- 1
Gemüse vorbereiten und rohes Hackfleisch getrennt halten
Zutaten für diesen Schritt
Zwiebel häuten und die Knoblauchzehen von ihrer Schale befreien. Karotte und Staudensellerie gründlich waschen und putzen. Alles in gleichmäßig feine Würfel schneiden; den Knoblauch getrennt bereithalten. Das Rinderhackfleisch bis zum Anbraten im kältesten Kühlschrankbereich nach Packungsangabe lagern und nur bei unbeschädigter Verpackung innerhalb des Verbrauchsdatums verwenden. Rohes Fleisch darf weder das Gemüse noch später verwendete Teller oder Werkzeuge berühren. Nach Fleischkontakt Hände, Brett, Messer und Arbeitsfläche gründlich reinigen.
- 2
Gemüsebasis ohne Bräunen anschwitzen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig fein geschnittene Gemüsebasis
In einem weiten, schweren Topf das Olivenöl auf mittlerer Stufe erwärmen. Zwiebel, Karotte und Staudensellerie zugeben und acht bis zehn Minuten unter regelmäßigem Rühren anschwitzen. Die Würfel sollen weich und glasig werden, aber kaum Farbe annehmen. Knoblauch während der letzten Minute einrühren. Wird er braun oder riecht bitter, ist die Hitze zu hoch und muss sofort reduziert werden.
- 3
Rinderhackfleisch krümelig und vollständig durchgaren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Weiche glasige Gemüsebasis
Die Hitze erhöhen, das gekühlte Rinderhackfleisch zur Gemüsebasis geben und sofort mit einem festen Kochlöffel in kleine Krümel teilen. Portionsweise wenden, bis alle Krümel durchgehend graubraun aussehen und leichte braune Röstspuren haben. Mit dem Thermometer prüfen, dass das Hackfleisch überall mindestens 70 °C erreicht und diese Temperatur 2 Minuten hält.
- 4
Tomatenmark rösten und Ragù ansetzen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Vollständig durchgegarte Hackfleischbasis
Tomatenmark in die durchgegarte Hackfleischbasis rühren und etwa zwei Minuten mitrösten, bis es dunkler wird und süßlich duftet, ohne am Topfboden schwarz zu werden. Stückige Tomaten samt Saft, Rinderbrühe, Oregano, Basilikum, den Ragù-Anteil des Salzes und den Pfeffer einrühren. Alles unter Rühren einmal sprudelnd aufkochen und anschließend auf leises Köcheln zurückschalten.
- 5
Ragù bis zur schichtfähigen Konsistenz einkochen
Schon vorbereitet
- Aufgekochtes noch flüssiges Ragù
Das Ragù fünfundzwanzig bis dreißig Minuten offen leise köcheln lassen und dabei regelmäßig bis über den Topfboden rühren. Fertig ist es, wenn eine mit dem Löffel gezogene Spur kurz sichtbar bleibt, die Sauce aber noch saftig vom Löffel fällt. Steht wässrige Flüssigkeit um die Fleischkrümel, weiter einkochen. Wird das Ragù pastenartig oder setzt an, wenig heißes Wasser einrühren. Vom Herd nehmen und bis zum Schichten abgedeckt heiß halten.
Béchamel klümpchenfrei kochen
- 6
Helle Mehlschwitze auskochen
Zutaten für diesen Schritt
Einen Topf wählen, der später auch die gesamte Milch fasst, und darin die Butter auf mittlerer Stufe vollständig schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und die glatte Paste zwei Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Sie soll fein blubbern und mehlig-nussig duften, aber hell bleiben. Bilden sich braune Stellen oder riecht die Butter verbrannt, die Mehlschwitze verwerfen und neu beginnen.
- 7
Béchamel gießfähig kochen und würzen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Glatt ausgekochte helle Mehlschwitze
Die Milch zunächst schluckweise kräftig in die heiße Mehlschwitze rühren. Erst weitere Milch zugeben, wenn die Masse wieder vollkommen glatt ist; danach den Rest langsam einarbeiten. Unter stetigem Rühren aufkochen und drei bis fünf Minuten sanft köcheln lassen. Den Béchamel-Anteil des Salzes und die Muskatnuss einrühren. Die Sauce ist richtig, wenn sie den Löffel dünn überzieht und in einem breiten Band abläuft. Ist sie zu dick, wenig heißes Wasser einrühren; ist sie wässrig, unter Rühren kurz weiterköcheln. Bis zum Schichten abdecken.
Lasagne schichten, backen und lagern
- 8
Ofen, Form und Käse vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Vor dem Schichten die Ofentemperatur bei Ober-/Unterhitze auf 180 °C einstellen. Eine etwa dreißig mal zweiundzwanzig Zentimeter große, ausreichend tiefe Auflaufform trocken bereitstellen. Mozzarella gründlich abtropfen lassen, mit sauberem Küchenpapier trocken tupfen und grob zupfen. Parmesan fein reiben. Sehr feuchter Mozzarella muss weiter abtropfen, damit die Oberfläche später nicht wässrig wird.
- 9
Vier vollständig bedeckte Nudellagen schichten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Dickliches noch saftiges Ragù
- Klümpchenfreie gießfähige Béchamel
- Abgetropfter Mozzarella und geriebener Parmesan
Zuerst den Boden der Form dünn mit Ragù bedecken. Darauf die erste von vier Nudellagen ohne große Überlappungen einlegen; Platten nur an den Rändern passend brechen. Ragù und Béchamel so weiterverteilen, dass jede Platte bis in die Ecken vollständig von Sauce bedeckt ist. Mit Béchamel abschließen und Mozzarella sowie Parmesan locker darauf verteilen. Trockene, freiliegende Plattenstellen mit Sauce bedecken, bevor die Form in den Ofen kommt.
- 10
Lasagne bis zur sicheren Kerntemperatur backen
Schon vorbereitet
- Vollständig geschichtete backfertige Lasagne
Die Lasagne auf mittlerer Einschubhöhe 35–40 Minuten backen. Fertig ist sie erst, wenn die Sauce an mehreren Rändern blubbert, die Käsefläche goldbraun ist und die Nudellagen einem dünnen Messer in der Formenmitte keinen festen Widerstand mehr bieten. Zusätzlich muss die kälteste Kernstelle zwei Minuten lang einen Messwert von mindestens siebzig Grad Celsius behalten. Bräunt der Käse vorher zu stark, die Form locker abdecken und weiterbacken. Bei zu festem Kern weiterbacken und erneut prüfen.
- 11
Lasagne setzen lassen und sauber portionieren
Schon vorbereitet
- Vollständig durchgebackene Lasagne
Die vollständig gegarte Lasagne aus dem Ofen nehmen und auf einer hitzefesten Fläche fünfzehn Minuten unangeschnitten ruhen lassen. Die Sauce soll nicht mehr heftig blubbern und die Ränder sollen sichtbar stabiler werden. Danach mit einem scharfen, sauberen Messer in sechs Portionen schneiden und mit einem breiten Heber entnehmen. Läuft die Füllung noch stark auseinander, vor dem nächsten Schnitt weitere wenige Minuten warten.
- 12
Reste rasch kühlen und vollständig durcherhitzen
Schon vorbereitet
- Gesetzte servierfertige Lasagne
Nur unberührte Reste aufbewahren. Sie innerhalb weniger Stunden in flache, saubere Behälter umfüllen, abdecken und im Kühlschrank auf unter sieben Grad Celsius abkühlen. Innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen. Beim Aufwärmen jede Portion im Inneren erneut auf mindestens siebzig Grad Celsius bringen und diese Temperatur zwei Minuten halten. Bereits aufgewärmte oder längere Zeit ungekühlt stehende Reste nicht nochmals einlagern.
Geschätzte Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten geschätzt. Je nach Produkt, Zubereitung und Portionsgröße können sie abweichen.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (6 Personen).
Kalorien
830 kcal
pro Person
4960 kcal
gesamtes Rezept (6 Personen)
Kohlenhydrate
54 g
pro Person
326 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Protein
42 g
pro Person
255 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Fett
49 g
pro Person
293 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Ballaststoffe
4,7 g
pro Person
28 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Zucker
15 g
pro Person
90 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Salz
2,6 g
pro Person
16 g
gesamtes Rezept (6 Personen)
Häufige Fragen
Häufig sind Ragù oder Mozzarella zu feucht. Das Ragù muss dicklich, aber noch saftig einkochen; um die Fleischkrümel darf keine freie Flüssigkeit stehen. Mozzarella wird vollständig abgetropft und trocken getupft. Eine gießfähige Béchamel ist dagegen gewollt, weil die trockenen Platten daraus Feuchtigkeit aufnehmen.
Nein. Dieses Rezept ist ausdrücklich für Platten ohne Vorkochen berechnet. Jede Platte muss jedoch bis in die Ecken vollständig von Ragù oder Béchamel bedeckt sein. Andere Produkte können eine abweichende Flüssigkeitsmenge oder Garzeit benötigen; dafür gilt die Packungsangabe.
Eine Löffelspur bleibt kurz sichtbar, während die Sauce noch saftig vom Löffel fällt. Freie wässrige Flüssigkeit bedeutet, dass sie weiter einkochen muss. Eine trockene, fast pastenartige Masse braucht dagegen wenig heißes Wasser, damit die Nudeln beim Backen weich werden.
Die Milch wird anfangs nur schluckweise vollständig in die glatte Mehlschwitze eingerührt. Erst danach folgt der Rest langsam. Nach dem Aufkochen soll die Sauce den Löffel dünn überziehen und in einem breiten Band ablaufen; sie darf für die trockenen Nudeln nicht puddingfest sein.
Freiliegende Ecken, stark überlappende Platten oder zu trockene Saucen verhindern gleichmäßiges Garen. Die Platten werden ohne große Überlappungen geschichtet und lückenlos mit Sauce bedeckt. Vor dem Herausnehmen bestätigt der Messertest in der Mitte, dass kein harter Widerstand mehr vorhanden ist.
Blubbernde Ränder und eine goldbraune Oberfläche zeigen den Backfortschritt, ersetzen aber nicht die Kernprüfung. Der niedrigste Messpunkt im Zentrum muss zwei Minuten lang bei wenigstens siebzig Grad Celsius bleiben. Außerdem darf ein dünnes Messer beim Durchstechen der Nudellagen keinen festen Kern mehr anzeigen.
Ja. Die fertig geschichtete Form wird sofort abgedeckt und bei höchstens sieben Grad Celsius gekühlt, nicht erst bei Raumtemperatur stehen gelassen. Am selben Tag oder spätestens am Folgetag direkt aus dem Kühlschrank backen; maßgeblich bleiben weiche Platten und die sichere Kerntemperatur, nicht allein die angegebene Backzeit.
Die Form steht auf der mittleren Schiene. Wird die Oberfläche früh dunkel, obwohl Platten oder Kern noch nicht fertig sind, wird sie locker abgedeckt und weitergebacken. Erst wenn die Garprüfung bestanden ist, darf die Abdeckung für zusätzliche Bräunung kurz entfernt werden.
Reste werden rasch in flachen Behältern auf unter sieben Grad Celsius gekühlt und spätestens am dritten Tag gegessen. Beim Aufwärmen muss auch die Mitte wieder wenigstens siebzig Grad Celsius anzeigen; dieser Messwert bleibt zwei Minuten bestehen. Mehrfaches Abkühlen und Aufwärmen wird vermieden.