Johannisbeermarmelade ohne Kerne
Kernfreie Johannisbeermarmelade aus passierten roten Beeren, produktspezifisch gekocht und heiß in vorbereitete Gläser gefüllt.
Passierte rote Johannisbeeren ergeben einen glatten Fruchtaufstrich ohne störende Kerne. Exaktes Abwiegen, kräftiges Sprudeln und eine klare Gelierprobe führen sicher durch den Ansatz.

- Vorbereiten
- 35 min
- Ruhen
- 12 h
- Kochen
- 15 min
Zutaten
Ergibt ca. 1.500 Gramm · Pro Portion: ca. 37,5 g Johannisbeermarmelade
Für die kernfreie Fruchtbasis
Für den Fruchtaufstrich
So gelingt das Rezept
Du bereitest insgesamt ca. 1.500 Gramm für 40 Portionen zu. Eine Portion entspricht ca. 37,5 g Johannisbeermarmelade. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Gläser und Arbeitsfläche vorbereiten
- 1
Gläser, Deckel und Trichter hygienisch vorbereiten
Nur unbeschädigte Twist-off-Gläser mit ebenen, rostfreien Deckeln verwenden. Gläser und Trichter gründlich spülen. Die leeren Gläser vollständig mit Wasser bedecken, 10 Minuten sprudelnd auskochen und bis zum Abfüllen heiß halten; oberhalb von etwa 300 Metern Höhe die Zeit je weitere 300 Meter um 1 Minute verlängern. Deckel nach Herstellerangabe reinigen und erhitzen, aber nicht verwenden, wenn die Beschichtung beschädigt ist. Ab jetzt bleiben sämtliche Innenflächen unberührt.
Abschnitt
Kernfreie Johannisbeerbasis herstellen
- 2
Johannisbeeren verlesen, waschen und erhitzen
Zutaten für diesen Schritt
Schimmelige, geplatzte oder faulige Früchte vollständig aussortieren. Die übrigen Johannisbeeren behutsam waschen, gut abtropfen lassen und von groben Rispen befreien. In einem breiten Topf bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren erwärmen, bis die Beeren Saft abgeben, rundum heiß sind und sich leicht zerdrücken lassen. Am Topfboden darf nichts ansetzen.
- 3
Beeren passieren und kernfreie Fruchtbasis exakt abwiegen
Die heiße Beerencharge portionsweise durch die Flotte Lotte drehen oder mit einem Teigschaber durch ein feines Sieb streichen. Kerne und Häute nicht zermahlen. Eine saubere Schüssel auf der Waage tarieren und von der glatten Fruchtbasis exakt die in der Prozessausgabe ausgewiesene Menge abwiegen. Reicht die Ausbeute nicht aus, den Zucker noch nicht zugeben und die Charge nicht frei umrechnen. Überschüssige Fruchtbasis gehört nicht in den Marmeladenansatz.
- 4
Fruchtbasis mit Gelierzucker vollständig vermischen
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Exakt abgewogene kernfreie Johannisbeerbasis
Die abgewogene kernfreie Fruchtbasis in einen hohen, breiten Topf geben. Den Gelierzucker so lange einarbeiten, bis seine Körner vollständig und gleichmäßig in der Fruchtmasse verteilt sind. Der Topf muss genügend freien Steigraum haben. Nur das genannte Gelierzuckerprodukt verwenden; bei einem anderen Produkt gelten dessen eigene Fruchtmenge und Kochanweisung.
- 5
Drei Minuten kräftig sprudelnd kochen
Die Mischung unter ständigem Rühren stark erhitzen. Sobald sie auch beim Rühren auf der gesamten Oberfläche kräftig sprudelt, 3 Minuten weiterkochen. Die Zeit erst ab diesem Punkt zählen und mit dem Kochlöffel regelmäßig über den Topfboden fahren. Nur leichtes Simmern zählt nicht als Kochbeginn.
Abschnitt
Gelierpunkt prüfen, abfüllen und lagern
- 6
Gelierprobe prüfen und Schaum kontrolliert abnehmen
Die Kochstelle ausschalten und den Topf beiseitestellen. Auf einen gut gekühlten Teller einen kleinen Klecks der heißen Masse setzen und kurz abkühlen lassen. Bleibt beim Schieben mit einem Löffel eine Spur stehen und bildet die Oberfläche feine Falten, ist der Gelierpunkt erreicht. Bleibt die Probe flüssig, nach Packungsanweisung korrigieren statt die Charge beliebig lange einzukochen. Sichtbaren Schaum mit einem sauberen Löffel flach abnehmen, ohne ihn wieder unterzurühren.
- 7
Sofort heiß und luftblasenarm abfüllen
Die heißen Gläser einzeln aus dem Wasser nehmen und vollständig abtropfen lassen. Den heißen Fruchtaufstrich mit dem vorbereiteten Trichter zügig einfüllen und etwa 5 Millimeter Kopfraum lassen. Luftblasen vorsichtig lösen, den Füllstand erneut prüfen und den Glasrand mit einem sauberen, heiß angefeuchteten Tuch abwischen. Den passenden Deckel sofort aufsetzen und das Glas aufrecht verschließen; nicht auf den Kopf stellen.
- 8
Gläser ungestört abkühlen lassen und Verschluss prüfen
Die Gläser auf einem Tuch mit Abstand zueinander 12 bis 24 Stunden aufrecht und ungestört abkühlen lassen. Danach prüfen, ob jeder Deckel nach innen gezogen ist und auf Druck nicht klickt. Ein Glas ohne festen Verschluss nicht als Vorrat lagern: sofort kühlen, zuerst verwenden und bei Unsicherheit entsorgen.
- 9
Beschriften und richtig lagern
Schon vorbereitet
- Verschlossene Gläser mit kernfreier Johannisbeermarmelade
Dicht verschlossene Gläser mit Inhalt und Datum kennzeichnen und an einem trockenen, kühlen sowie lichtgeschützten Platz aufbewahren. Ein angebrochenes Glas kommt sofort in den Kühlschrank; für jede Entnahme einen frisch gereinigten Löffel verwenden. Bei Schimmel, Gärgeruch, austretender Flüssigkeit, gewölbtem Deckel oder gelöstem Verschluss den gesamten Glasinhalt ohne Kostprobe entsorgen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Portion: ca. 37,5 g Johannisbeermarmelade. Angezeigt werden die Werte pro Portion und für das gesamte Rezept (ca. 1.500 Gramm).
Kalorien
61.1 kcal
pro Portion
2443.2 kcal
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Kohlenhydrate
14.2 g
pro Portion
567.5 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Protein
0.255 g
pro Portion
10.2 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Fett
0.014 g
pro Portion
0.547 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Ballaststoffe
0.583 g
pro Portion
23.3 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Zucker
13.9 g
pro Portion
557.5 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Salz
0.007 g
pro Portion
0.271 g
gesamtes Rezept (ca. 1.500 Gramm)
Häufige Fragen
Erhitze die Beeren zuerst, bis sie Saft abgeben und weich sind. Drücke die Masse anschließend durch eine Flotte Lotte oder ein feines Sieb, ohne Kerne und Häute zu zermahlen. Für den Ansatz wird nur die exakt abgewogene glatte Fruchtbasis verwendet.
Pektinmenge, Säuerungsmittel und notwendige Kochzeit unterscheiden sich zwischen Produkten. Die Hauptfassung folgt deshalb dem genannten Gelierzucker und seiner Herstelleranweisung. Ein anderes Produkt ist erst nach Anpassung an dessen Packungsangaben geeignet.
Häufig begann die Kochzeit vor dem vollständigen Sprudeln, Fruchtbasis und Gelierzucker wurden nicht exakt abgewogen oder der Gelierzucker passte nicht zur Anleitung. Prüfe zuerst Produkt, Verhältnis und Gelierprobe; längeres Kochen auf Verdacht kann Pektin und Farbe verschlechtern.
Keines von beiden ersetzt das genannte Produkt ohne Neuberechnung. Gelierzucker 3:1 und normaler Zucker verändern Pektin, Säure, Zuckergehalt und Kochführung. Nutze dafür ein eigenes geprüftes Rezept beziehungsweise die vollständige Anleitung des konkreten Produkts.
Nein. Die Gläser bleiben aufrecht, damit Fruchtaufstrich nicht in die Dichtfläche gelangt und der Verschluss anschließend eindeutig geprüft werden kann. Entscheidend sind saubere heiße Gläser, zügiges Abfüllen, saubere Ränder und ein fester Vakuumverschluss.
Behandle es nicht als haltbaren Vorrat. Stelle es sofort in den Kühlschrank, verwende es zuerst und entsorge es bei jedem Zweifel. Ein bloßes Nachziehen des kalten Deckels stellt keinen geprüften Verschluss her.
Dicht verschlossene Gläser stehen kühl, trocken und dunkel; angebrochene Gläser gehören in den Kühlschrank. Entnimm den Aufstrich nur mit sauberem Besteck. Bei Schimmel wird der gesamte Inhalt entsorgt, weil unsichtbare Ausbreitung möglich ist.