Gyoza mit Schweinefleisch und Kohl aus der Pfanne
Gekaufte Teigblätter umschließen Schweinefleisch und ausgedrückten Kohl; dazu kommt ein Soja-Reisessig-Dip mit Frühlingszwiebelgrün.
Die Teigtaschen werden luftfrei gefaltet, am Boden gebräunt, unter Deckel durchgegart und anschließend offen getrocknet. So bleibt die Naht geschlossen.

Zutaten
Füllung und Teigblätter
Füllung und Dip
Pfanne
Soja-Reisessig-Dip
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Füllung vorbereiten
- 1
Kohl salzen und kräftig ausdrücken
Zutaten für diesen Schritt
Den Weißkohl sehr fein schneiden, mit dem Meersalz mischen und 10 Minuten stehen lassen, bis er sichtbar weicher wird und Flüssigkeit abgibt. Anschließend portionsweise fest ausdrücken und die Flüssigkeit verwerfen. Der Kohl soll biegsam sein, darf beim Drücken aber nicht mehr tropfen.
Notiz
Zu nasser Kohl ist der häufigste Grund für wässrige Gyoza-Füllung und aufgeweichte Teigblätter.
- 2
Schweinefleischfüllung klebrig rühren
Zutaten für diesen Schritt
Schweinehackfleisch mit dem ausgedrückten Kohl, Frühlingszwiebelweiß, Ingwer, Knoblauch, Sojasauce, geröstetem Sesamöl, Speisestärke und weißem Pfeffer in eine Schüssel geben. Mit einem Löffel oder Stäbchen in eine Richtung rühren, bis die Masse leicht klebrig wird und Fäden zieht. Nicht roh probieren; zum Abschmecken einen kleinen Klecks vollständig garen.
Notiz
Die klebrige Bindung hält die Gyoza-Füllung zusammen und schließt beim Garen Saft ein, ohne dass Ei nötig ist.
- 3
Soja-Reisessig-Dip anrühren
Zutaten für diesen Schritt
Japanische Sojasauce, Reisessig, Chiliöl, Zucker und Frühlingszwiebelgrün in einer kleinen Schale verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Der Dip soll salzig-säuerlich schmecken und die Gyoza wach machen, nicht die Füllung überdecken. Bis zum Servieren beiseitestellen.
Notiz
Wer sehr salzige Sojasauce verwendet, kann den Dip am Tisch mit ein paar Tropfen zusätzlichem Reisessig heller wirken lassen.
Abschnitt
Gyoza füllen und verschließen
- 4
Teigblätter füllen, ohne den Rand zu verschmieren
Zutaten für diesen Schritt
Gyoza-Teigblätter auf der Arbeitsfläche auslegen und die übrigen Blätter abdecken. Jeweils eine kleine Portion Füllung mittig platzieren; rundherum muss ein sauberer Rand frei bleiben. Den Rand mit leicht angefeuchteter Fingerspitze befeuchten, aber nicht durchnässen, sonst wird die Naht rutschig und klebt schlechter.
Notiz
Die Füllung flach und kompakt setzen: Ein hoher Hügel drückt beim Falten Luft ein und lässt die Gyoza leichter aufplatzen.
- 5
Falten, Luft herausdrücken und Naht sichern
Ein Teigblatt zur Hälfte hochklappen, die Mitte der Naht zuerst zusammendrücken und dann von einer Seite kleine Falten legen. Währenddessen die Füllung sanft nach unten drücken, damit eingeschlossene Luft entweicht. Am Ende die komplette Naht nochmals fest zusammendrücken und die Gyoza mit flachem Boden aufstellen.
Notiz
Eine dichte Naht ist wichtiger als viele Falten. Für den Anfang reichen wenige gleichmäßige Falten völlig aus.
Abschnitt
Braten, dämpfen und trocken ziehen lassen
- 6
Gyoza am Boden anbraten
Zutaten für diesen Schritt
Das Rapsöl auf zwei gleich große Pfannenrunden verteilen und eine Pfanne bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erwärmen. Die Gyoza mit Abstand und flachem Boden einsetzen und pro Runde etwa 2 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist und sich beim vorsichtigen Anheben zusammenhängend fest anfühlt; die Oberseite bleibt noch roh.
Notiz
Nicht zu früh bewegen: Erst wenn sich eine Kruste bildet, lösen sich die Gyoza deutlich leichter vom Pfannenboden.
- 7
Mit kontrolliertem Dampf garen
Zutaten für diesen Schritt
Pro Runde die Hälfte des heißen Wassers seitlich in die Pfanne gießen und sofort den Deckel auflegen. Die Gyoza 5–6 Minuten dämpfen, bis die Teigblätter leicht glasig wirken und die Füllung vollständig durchgegart ist. In einem repräsentativen Gyoza soll die Schweinefleischfüllung mindestens 70 °C erreichen und diesen Bereich 2 Minuten halten.
Notiz
Wasser wegen heißem Fett nur seitlich und kontrolliert zugießen. Nicht über die Gyoza gießen, damit die Naht nicht aufweicht.
- 8
Deckel abnehmen und den Boden wieder fest trocknen
Den Deckel abnehmen und 1–2 Minuten weiterbraten, bis das Wasser vollständig verdampft ist und die Gyoza wieder hörbar brutzeln. Der Boden soll trocken, fest und goldbraun sein. Werden die Ränder zu dunkel, die Hitze sofort reduzieren.
Notiz
Diese Trockenphase unterscheidet gute Pfannen-Gyoza von gedämpften Teigtaschen mit weichem Boden.
- 9
Restliche Gyoza in derselben Reihenfolge garen
Die fertigen Gyoza kurz auf einem Teller mit der knusprigen Seite nach oben ruhen lassen und die übrigen Teigtaschen genauso braten, dämpfen und offen trocknen. Zwischen den Runden angeklebte Krümel aus der Pfanne wischen, damit die nächste Runde nicht bitter wird oder an alten Rückständen festklebt.
Notiz
Bei größeren Pfannen lieber etwas Platz lassen, statt alle Gyoza hineinzuzwängen. Zu enge Pfannen kühlen ab und bräunen schlechter.
- 10
Mit Dip servieren
Gyoza sofort mit der gebräunten Seite nach oben anrichten und den Soja-Reisessig-Dip danebenstellen. Direkt nach dem Garen ist der Kontrast am besten: unten knusprig, oben zart gedämpft und innen heiß. Zum Essen die Gyoza nur leicht in den Dip tauchen, damit die Kruste nicht durchweicht.
Notiz
Übrig gebliebene gegarte Gyoza später am besten in der Pfanne aufwärmen, nicht in der Mikrowelle.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
526.4 kcal
pro Portion
2105.8 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
46.7 g
pro Portion
186.7 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
21 g
pro Portion
83.9 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
28.1 g
pro Portion
112.3 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
3.53 g
pro Portion
14.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
4.28 g
pro Portion
17.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
5.63 g
pro Portion
22.5 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Anmerkung
Ergibt etwa 32 Gyoza, je nach Größe der gekauften Teigblätter. Die rohe Schweinefleischfüllung nicht probieren; für einen sicheren Geschmackstest einen kleinen Klecks vollständig in der Pfanne garen. Ungegarte, gefaltete Gyoza lassen sich sehr gut einfrieren.
FAQ
Häufige Fragen
Meist ist die Füllung zu feucht oder die Teigtaschen wurden überfüllt. Den Kohl wirklich ausdrücken, die Füllung klebrig rühren, den Rand sauber halten und beim Falten eingeschlossene Luft herausdrücken. Beim Dämpfen nur den Pfannenboden knapp bedecken, nicht die Gyoza übergießen.
Ja, am besten ungegart. Die gefalteten Gyoza mit Abstand auf einem Brett vorfrieren, danach in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen. Gefrorene Gyoza kommen direkt in die Pfanne; die Dämpfzeit verlängert sich etwas, bis die Schweinefleischfüllung vollständig durchgegart ist.
Nicht roh probieren, weil rohes Schweinehackfleisch lebensmittelsicher durchgegart werden muss. Für einen sicheren Geschmackstest einfach einen kleinen Klecks Füllung in der Pfanne vollständig garen und danach prüfen, ob Salz, Ingwer oder Pfeffer für dich passen.
Runde, dünne Gyoza-Blätter aus Weizen funktionieren am zuverlässigsten. Sie sollten vollständig aufgetaut, biegsam und nicht ausgetrocknet sein. Zu dicke Dumpling-Wrapper brauchen länger beim Dämpfen und ergeben weniger zarte Gyoza.
Ja, Chinakohl passt geschmacklich sehr gut und wird besonders zart. Er enthält aber oft mehr Wasser als Weißkohl, deshalb nach dem Salzen gründlich ausdrücken. Wenn die Füllung locker statt klebrig wirkt, noch etwas länger rühren, bevor du die Gyoza füllst.
Gegarte Gyoza zügig abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen in eine leicht geölte Pfanne setzen, kurz mit Deckel vollständig erhitzen und anschließend offen weiterbraten, bis der Boden wieder trocken und fest ist.