Plany Rezeptdruck
Gyoza mit Schweinefleisch und Kohl aus der Pfanne
Die Teigtaschen werden luftfrei gefaltet, am Boden gebräunt, unter Deckel durchgegart und anschließend offen getrocknet. So bleibt die Naht geschlossen.

Nährwerte
Richtwerte pro Portion und für das gesamte Rezept.
Zutatenübersicht
Für 4 Portionen.
Füllung und Teigblätter
- 250 g Weißkohl, sehr fein geschnitten; alternativ Chinakohl, dann besonders gründlich ausdrücken
- 4 g feines Meersalz, zum Entwässern des Kohls
- 300 g Schweinehackfleisch, gut gekühlt, nicht zu mager, ideal etwa 20 Prozent Fett
- 35 g Frühlingszwiebelweiß und hellgrüner Anteil, sehr fein geschnitten
- 10 g frischer Ingwer, geschält und fein gerieben
- 6 g Knoblauch, fein gerieben oder sehr fein gehackt
Füllung und Dip
- 80 ml japanische Sojasauce, für den Dip
Füllung und Teigblätter
- 10 ml geröstetes Sesamöl, sparsam dosiert, es soll würzen und nicht dominieren
- 8 g Speisestärke aus Mais, bindet austretende Feuchtigkeit in der Füllung
- 1 g Weißer Pfeffer (gemahlen), fein und eher mild dosieren
- 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen, vollständig aufgetaut; entspricht je nach Hersteller etwa 30 bis 32 runden Blättern mit 8–9 cm Durchmesser
Pfanne
- 24 ml Rapsöl, zum Braten in mehreren Pfannenrunden
- 160 ml Wasser, heiß; auf zwei Pfannenrunden verteilt zum Dämpfen
Soja-Reisessig-Dip
- 45 ml Reisessig, mild, nicht gewürzt
- 10 ml Chiliöl, für leichte Schärfe und Aroma
- 5 g Zucker, rundet Säure und Salz ab
- 10 g Frühlingszwiebelgrün, in feine Ringe geschnitten
Zubereitung
10 Schritte, mit den passenden Zutaten direkt im Ablauf.
Füllung vorbereiten
Kohl salzen und kräftig ausdrücken
Zutaten: 250 g Weißkohl · 4 g feines Meersalz
Den Weißkohl sehr fein schneiden, mit dem Meersalz mischen und 10 Minuten stehen lassen, bis er sichtbar weicher wird und Flüssigkeit abgibt. Anschließend portionsweise fest ausdrücken und die Flüssigkeit verwerfen. Der Kohl soll biegsam sein, darf beim Drücken aber nicht mehr tropfen.
Notiz: Zu nasser Kohl ist der häufigste Grund für wässrige Gyoza-Füllung und aufgeweichte Teigblätter.
Schweinefleischfüllung klebrig rühren
Zutaten: 300 g Schweinehackfleisch · 35 g Frühlingszwiebelweiß und hellgrüner Anteil · 10 g frischer Ingwer · 6 g Knoblauch · 20 ml japanische Sojasauce · 10 ml geröstetes Sesamöl · 8 g Speisestärke aus Mais · 1 g Weißer Pfeffer (gemahlen)
Schweinehackfleisch mit dem ausgedrückten Kohl, Frühlingszwiebelweiß, Ingwer, Knoblauch, Sojasauce, geröstetem Sesamöl, Speisestärke und weißem Pfeffer in eine Schüssel geben. Mit einem Löffel oder Stäbchen in eine Richtung rühren, bis die Masse leicht klebrig wird und Fäden zieht. Nicht roh probieren; zum Abschmecken einen kleinen Klecks vollständig garen.
Notiz: Die klebrige Bindung hält die Gyoza-Füllung zusammen und schließt beim Garen Saft ein, ohne dass Ei nötig ist.
Soja-Reisessig-Dip anrühren
Zutaten: 60 ml japanische Sojasauce · 45 ml Reisessig · 10 ml Chiliöl · 5 g Zucker · 10 g Frühlingszwiebelgrün
Japanische Sojasauce, Reisessig, Chiliöl, Zucker und Frühlingszwiebelgrün in einer kleinen Schale verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Der Dip soll salzig-säuerlich schmecken und die Gyoza wach machen, nicht die Füllung überdecken. Bis zum Servieren beiseitestellen.
Notiz: Wer sehr salzige Sojasauce verwendet, kann den Dip am Tisch mit ein paar Tropfen zusätzlichem Reisessig heller wirken lassen.
Gyoza füllen und verschließen
Teigblätter füllen, ohne den Rand zu verschmieren
Zutaten: 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen
Gyoza-Teigblätter auf der Arbeitsfläche auslegen und die übrigen Blätter abdecken. Jeweils eine kleine Portion Füllung mittig platzieren; rundherum muss ein sauberer Rand frei bleiben. Den Rand mit leicht angefeuchteter Fingerspitze befeuchten, aber nicht durchnässen, sonst wird die Naht rutschig und klebt schlechter.
Notiz: Die Füllung flach und kompakt setzen: Ein hoher Hügel drückt beim Falten Luft ein und lässt die Gyoza leichter aufplatzen.
Falten, Luft herausdrücken und Naht sichern
Zutaten: 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen, vollständig aufgetaut; entspricht je nach Hersteller etwa 30 bis 32 runden Blättern mit 8–9 cm Durchmesser
Ein Teigblatt zur Hälfte hochklappen, die Mitte der Naht zuerst zusammendrücken und dann von einer Seite kleine Falten legen. Währenddessen die Füllung sanft nach unten drücken, damit eingeschlossene Luft entweicht. Am Ende die komplette Naht nochmals fest zusammendrücken und die Gyoza mit flachem Boden aufstellen.
Notiz: Eine dichte Naht ist wichtiger als viele Falten. Für den Anfang reichen wenige gleichmäßige Falten völlig aus.
Braten, dämpfen und trocken ziehen lassen
Gyoza am Boden anbraten
Zutaten: 24 ml Rapsöl
Das Rapsöl auf zwei gleich große Pfannenrunden verteilen und eine Pfanne bei mittlerer bis mittelhoher Hitze erwärmen. Die Gyoza mit Abstand und flachem Boden einsetzen und pro Runde etwa 2 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist und sich beim vorsichtigen Anheben zusammenhängend fest anfühlt; die Oberseite bleibt noch roh.
Notiz: Nicht zu früh bewegen: Erst wenn sich eine Kruste bildet, lösen sich die Gyoza deutlich leichter vom Pfannenboden.
Mit kontrolliertem Dampf garen
Zutaten: 160 ml Wasser
Pro Runde die Hälfte des heißen Wassers seitlich in die Pfanne gießen und sofort den Deckel auflegen. Die Gyoza 5–6 Minuten dämpfen, bis die Teigblätter leicht glasig wirken und die Füllung vollständig durchgegart ist. In einem repräsentativen Gyoza soll die Schweinefleischfüllung mindestens 70 °C erreichen und diesen Bereich 2 Minuten halten.
Notiz: Wasser wegen heißem Fett nur seitlich und kontrolliert zugießen. Nicht über die Gyoza gießen, damit die Naht nicht aufweicht.
Deckel abnehmen und den Boden wieder fest trocknen
Zutaten: 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen, vollständig aufgetaut; entspricht je nach Hersteller etwa 30 bis 32 runden Blättern mit 8–9 cm Durchmesser · 160 ml Wasser, heiß; auf zwei Pfannenrunden verteilt zum Dämpfen
Den Deckel abnehmen und 1–2 Minuten weiterbraten, bis das Wasser vollständig verdampft ist und die Gyoza wieder hörbar brutzeln. Der Boden soll trocken, fest und goldbraun sein. Werden die Ränder zu dunkel, die Hitze sofort reduzieren.
Notiz: Diese Trockenphase unterscheidet gute Pfannen-Gyoza von gedämpften Teigtaschen mit weichem Boden.
Restliche Gyoza in derselben Reihenfolge garen
Zutaten: 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen, vollständig aufgetaut; entspricht je nach Hersteller etwa 30 bis 32 runden Blättern mit 8–9 cm Durchmesser
Die fertigen Gyoza kurz auf einem Teller mit der knusprigen Seite nach oben ruhen lassen und die übrigen Teigtaschen genauso braten, dämpfen und offen trocknen. Zwischen den Runden angeklebte Krümel aus der Pfanne wischen, damit die nächste Runde nicht bitter wird oder an alten Rückständen festklebt.
Notiz: Bei größeren Pfannen lieber etwas Platz lassen, statt alle Gyoza hineinzuzwängen. Zu enge Pfannen kühlen ab und bräunen schlechter.
Mit Dip servieren
Zutaten: 300 g eifreie runde Gyoza-Teigblätter aus Weizen, vollständig aufgetaut; entspricht je nach Hersteller etwa 30 bis 32 runden Blättern mit 8–9 cm Durchmesser · 45 ml Reisessig, mild, nicht gewürzt
Gyoza sofort mit der gebräunten Seite nach oben anrichten und den Soja-Reisessig-Dip danebenstellen. Direkt nach dem Garen ist der Kontrast am besten: unten knusprig, oben zart gedämpft und innen heiß. Zum Essen die Gyoza nur leicht in den Dip tauchen, damit die Kruste nicht durchweicht.
Notiz: Übrig gebliebene gegarte Gyoza später am besten in der Pfanne aufwärmen, nicht in der Mikrowelle.
Rezeptnotiz
Ergibt etwa 32 Gyoza, je nach Größe der gekauften Teigblätter. Die rohe Schweinefleischfüllung nicht probieren; für einen sicheren Geschmackstest einen kleinen Klecks vollständig in der Pfanne garen. Ungegarte, gefaltete Gyoza lassen sich sehr gut einfrieren.
Eigene Notizen
Häufige Fragen
Warum werden meine Gyoza wässrig oder platzen in der Pfanne auf?
Meist ist die Füllung zu feucht oder die Teigtaschen wurden überfüllt. Den Kohl wirklich ausdrücken, die Füllung klebrig rühren, den Rand sauber halten und beim Falten eingeschlossene Luft herausdrücken. Beim Dämpfen nur den Pfannenboden knapp bedecken, nicht die Gyoza übergießen.
Kann ich Gyoza mit gekauften Teigblättern einfrieren?
Ja, am besten ungegart. Die gefalteten Gyoza mit Abstand auf einem Brett vorfrieren, danach in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen. Gefrorene Gyoza kommen direkt in die Pfanne; die Dämpfzeit verlängert sich etwas, bis die Schweinefleischfüllung vollständig durchgegart ist.
Muss ich die Schweinefleischfüllung vor dem Falten abschmecken?
Nicht roh probieren, weil rohes Schweinehackfleisch lebensmittelsicher durchgegart werden muss. Für einen sicheren Geschmackstest einfach einen kleinen Klecks Füllung in der Pfanne vollständig garen und danach prüfen, ob Salz, Ingwer oder Pfeffer für dich passen.
Welche gekauften Gyoza-Teigblätter eignen sich am besten?
Runde, dünne Gyoza-Blätter aus Weizen funktionieren am zuverlässigsten. Sie sollten vollständig aufgetaut, biegsam und nicht ausgetrocknet sein. Zu dicke Dumpling-Wrapper brauchen länger beim Dämpfen und ergeben weniger zarte Gyoza.
Kann ich statt Weißkohl auch Chinakohl verwenden?
Ja, Chinakohl passt geschmacklich sehr gut und wird besonders zart. Er enthält aber oft mehr Wasser als Weißkohl, deshalb nach dem Salzen gründlich ausdrücken. Wenn die Füllung locker statt klebrig wirkt, noch etwas länger rühren, bevor du die Gyoza füllst.
Wie bewahre ich gegarte Gyoza auf und wärme sie wieder auf?
Gegarte Gyoza zügig abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Zum Aufwärmen in eine leicht geölte Pfanne setzen, kurz mit Deckel vollständig erhitzen und anschließend offen weiterbraten, bis der Boden wieder trocken und fest ist.