Gnocchi selber machen – zarte Kartoffelklößchen mit Salbeibutter

Zarte Kartoffel-Gnocchi mit griffigem Teig, klaren Garzeichen und nussiger Salbeibutter – ideal als Grundrezept für Pfanne oder Auflauf.

Warme, trocken ausgedampfte Kartoffeln und sanftes Formen machen den Unterschied: So werden selbst gemachte Gnocchi weich, formstabil und nehmen Salbeibutter oder Sauce richtig gut auf.

Gnocchi selber machen – zarte Kartoffelklößchen mit Salbeibutter fertig angerichtet
Vorbereitung

40 min

Ruhezeit

15 min

Kochen

35 min

Zutaten

Kartoffelteig

Zum Garen und Servieren

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Kartoffeln garen und Teig vorbereiten

  2. 1

    Kartoffeln sanft garen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Kartoffeln gründlich abbürsten und mit Schale in einen breiten Topf legen. Mit kaltem Wasser bedecken, das grobe Meersalz zugeben und das Wasser nur sanft sieden lassen. Die Kartoffeln sind gar, wenn ein kleines Messer ohne Widerstand bis in die Mitte gleitet; stark sprudelndes Kochen lässt sie außen aufplatzen und wässrig werden.

    Notiz

    Ähnlich große Kartoffeln garen gleichmäßiger. Sehr große Exemplare lieber nicht halbieren, weil Schnittflächen Wasser aufnehmen.

  3. 2

    Heiß pellen, pressen und ausdampfen lassen

    Die gegarten Kartoffeln abgießen, kurz im heißen Topf abdampfen lassen und noch warm pellen. Durch eine Kartoffelpresse auf eine breite Arbeitsfläche oder ein Blech drücken und locker verteilen. Die Masse soll sichtbar dampfen und nur noch warm, aber nicht mehr nass-glänzend wirken, bevor Mehl und Ei dazukommen.

    Notiz

    Nicht mit dem Pürierstab arbeiten: Dadurch wird die Kartoffelmasse leimig und der spätere Gnocchi-Teig zäh.

  4. 3

    Kartoffelteig mit wenig Druck binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl, Hartweizengrieß, feines Meersalz und Muskatnuss über die warmen Kartoffeln streuen, das Ei daraufgeben und alles mit einer Teigkarte, einem flexiblen Teigschaber oder den Fingerspitzen zusammenführen. Nur so lange arbeiten, bis ein weicher, gerade eben zusammenhaltender Teig entsteht; kräftiges Kneten entwickelt zu viel Kleber und macht die Gnocchi gummiartig.

    Notiz

    Der Teig darf leicht kleben. Mehr Mehl nur einarbeiten, wenn er sich gar nicht formen lässt, nicht nur weil er weich wirkt.

  5. 4

    Probe-Gnocchi prüfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Von der Teigmasse ein kleines Stück abnehmen, zu einem Gnocchi formen und in leicht siedendes Wasser geben. Steigt es an die Oberfläche und bleibt dabei kompakt, ist der Teig richtig. Zerfällt es, etwas vom zurückbehaltenen Weizenmehl einarbeiten; schmeckt es mehlig oder fest, den restlichen Teig nicht weiter kneten, sondern nur vorsichtig formen.

    Notiz

    Diese kurze Probe spart Ärger, weil Kartoffeln je nach Sorte und Lagerung unterschiedlich viel Feuchtigkeit enthalten.

  6. 5

    Gnocchi formen und leicht strukturieren

    Die Arbeitsfläche dünn mit dem restlichen Weizenmehl bestäuben. Den Teig in Portionen teilen, zu daumendicken Rollen formen und in kleine Kissen schneiden. Wer die typische Oberfläche möchte, rollt jedes Stück sanft über eine Gabel oder ein Gnocchi-Brett; die Rillen nehmen später Butter oder Sauce besser auf, ohne den Teig zu stark zu verdichten.

    Notiz

    Die geformten Gnocchi nicht stapeln. Auf einer bemehlten Fläche nebeneinanderlegen, damit sie nicht aneinanderkleben.

  7. Abschnitt

    Gnocchi sieden und in Salbeibutter schwenken

  8. 6

    Gnocchi portionsweise sieden

    Zutaten für diesen Schritt

    Einen breiten Topf mit Wasser zum Sieden bringen und salzen. Die Gnocchi portionsweise hineingleiten lassen, damit sie Platz haben und nicht am Boden kleben. Sobald sie oben schwimmen, noch kurz ziehen lassen, bis sie prall aussehen und beim Antippen elastisch nachgeben; dann mit einer Schaumkelle herausheben.

    Notiz

    Zu starke Wasserbewegung kann frisch geformte Gnocchi beschädigen, bevor die Oberfläche stabil ist.

  9. 7

    Salbeibutter nussig bräunen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Sobald sie schäumt, den trocken getupften Salbei einlegen und sanft braten, bis die Blätter knusprig wirken und die Butter nussig duftet. Wird die Butter zu dunkel oder riecht bitter, die Pfanne sofort vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen.

    Notiz

    Salbei verbrennt schnell. Die Blätter sollen duften und leicht knistern, aber nicht schwarz werden.

  10. 8

    Gnocchi in der Pfanne glasieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Die abgetropften Gnocchi direkt in die Salbeibutter geben und bei mittlerer Hitze vorsichtig schwenken. Sie sollen rundherum glänzen und stellenweise zart goldene Kanten bekommen, aber nicht trocken braten. Zitronenabrieb, einen kleinen Spritzer Zitronensaft und schwarzen Pfeffer zugeben, damit die Butter frisch und nicht schwer schmeckt.

    Notiz

    Nicht hektisch rühren: Frische Gnocchi sind weich. Schwenken oder mit einem breiten Pfannenwender vorsichtig wenden ist sicherer.

  11. 9

    Mit Parmesan vollenden und sofort servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den fein geriebenen Parmigiano Reggiano über die heißen Gnocchi streuen und die Pfanne nur noch kurz schwenken, bis sich Butter, Käse und ein Hauch Stärke zu einer dünnen Hülle verbinden. Sofort auf warme Teller geben; perfekt sind die Gnocchi, wenn sie weich sind, aber beim Essen noch ihre Form behalten.

    Notiz

    Falls die Butter in der Pfanne zu fest wirkt, hilft ein kleiner Löffel vom heißen Gnocchiwasser. Das verbindet Käse und Butter geschmeidiger, ohne die Gnocchi zu verwässern.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

642.1 kcal

pro Portion

2568.4 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

79.6 g

pro Portion

318.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

15.5 g

pro Portion

61.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

29.4 g

pro Portion

117.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

7.29 g

pro Portion

29.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

2.61 g

pro Portion

10.4 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

10.6 g

pro Portion

42.4 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

FAQ

Häufige Fragen

Meist liegt es an zu feuchten Kartoffeln, zu langem Kneten oder zu viel Mehl. Kartoffeln heiß pressen, gut ausdampfen lassen und den Teig nur zusammenführen, nicht wie Brotteig kneten. Ein Probe-Gnocchi zeigt dir früh, ob die Bindung passt.

Ja. Geformte Gnocchi kannst du einige Stunden auf einer bemehlten Fläche im Kühlschrank lagern. Decke sie locker ab, damit sie nicht austrocknen. Für längere Vorbereitung ist Einfrieren besser als rohes Lagern über Nacht.

Lege die geformten Gnocchi nebeneinander auf ein bemehltes Brett und friere sie erst einzeln an. Danach kommen sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Zum Garen gefroren direkt ins siedende Wasser geben und nicht vorher auftauen.

Für ein Gnocchi-Pfanne-Rezept die gesiedeten Gnocchi abtropfen lassen und in Butter oder Olivenöl anbraten. Dazu passen Pilze, Kirschtomaten, Spinat oder Zucchini. Gemüse zuerst braten, dann die Gnocchi zugeben, damit sie nicht zerfallen.

Für ein Gnocchi-Auflauf-Rezept die gesiedeten Gnocchi mit einer nicht zu dünnen Tomatensauce mischen, in eine Auflaufform geben und mit Mozzarella oder Parmesan überbacken. Vorgegarte Gnocchi bleiben im Auflauf zarter und garen gleichmäßiger.

Ja, aber der Teig ist empfindlicher. Verwende sehr trockene mehligkochende Kartoffeln, arbeite besonders sanft und gare unbedingt ein Probe-Gnocchi. Ohne Ei brauchst du oft etwas mehr Mehl oder Grieß, die Gnocchi werden dadurch aber etwas fester.

Kulinarisch korrekt ist meist „Gnocchi“, weil das italienische Wort bereits die Mehrzahl ist. Im Alltag suchen viele trotzdem nach „Gnocchis Rezept“. Gemeint sind in beiden Fällen die kleinen Kartoffelklößchen aus diesem Grundrezept.

Gegarte Gnocchi halten abgekühlt und gut verschlossen etwa zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen nicht lange kochen, sondern in einer Pfanne mit etwas Butter oder Sauce sanft erhitzen, bis sie innen wieder warm und außen leicht glänzend sind.

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