Fufu aus Maniok- und Kochbananenmehl mit Erdnuss-Hähnchensoße
Glattes, elastisches Fufu aus Maniok- und Kochbananenmehl trifft auf eine gebundene Erdnusssoße mit sicher gegartem Hähnchen.
Fufu aus Maniok- und Kochbananenmehl wird klümpchenfrei gegart und elastisch geschlagen. Dazu kommt eine konzentrierte Tomaten-Erdnusssoße mit Spinat, Limette und Hähnchen.

- Vorbereiten
- 25 min
- Ruhen
- 5 min
- Kochen
- 1 h
Zutaten
Für die Erdnuss-Hähnchensoße
Für Soße und Fufu
Für das Fufu
So gelingt das Rezept
Abschnitt
Erdnuss-Hähnchensoße
- 1
Hähnchen getrennt vorbereiten und anbraten
Zutaten für diesen Schritt
Das Hähnchen nicht waschen. Auf einem ausschließlich für rohes Geflügel genutzten Brett trocken tupfen und zu gleichmäßigen, ungefähr 3 cm breiten Würfeln teilen. Den vorgesehenen Salzanteil und Pfeffer rundherum verteilen. Das Öl in einem schweren Topf bei mittelhoher Hitze erhitzen. Das Fleisch in zwei Portionen jeweils 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun anbraten und auf einen sauberen Teller geben; es darf innen noch roh sein. Brett, Messer, Hände und Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen, bevor Gemüse verarbeitet wird.
- 2
Zwiebeln und Aromaten gestaffelt anschwitzen
Zutaten für diesen Schritt
Zwiebeln in ungefähr 5 mm große Würfel schneiden. Knoblauch fein reiben und den Ingwer auf derselben feinen Reibe zerkleinern. Die Chilischote längs öffnen, für weniger Schärfe die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch fein hacken. Die Zwiebeln im Bratensatz bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich und glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer und Chili ergänzen und 1 Minute rühren, bis alles duftet, aber nichts dunkel wird.
- 3
Tomatenbasis konzentriert einkochen
Zutaten für diesen Schritt
Das Tomatenmark unter ständigem Wenden ungefähr 2 Minuten erhitzen, bis seine Farbe deutlich dunkler und der Duft süßlich-konzentriert ist. Die stückigen Tomaten einrühren und alle Röststoffe vom Topfboden lösen. Offen 8 bis 10 Minuten sanft köcheln lassen und regelmäßig umrühren. Eine mit dem Kochlöffel gezogene Spur soll am Ende nur langsam wieder zulaufen.
- 4
Erdnusssoße rühren und Hähnchen sicher schmoren
Zutaten für diesen Schritt
Das Erdnussmus in einer Schüssel mit der gesamten heißen Brühe glatt rühren. Diese Mischung, das angebratene Hähnchen und den ausgetretenen Fleischsaft in die Tomatenbasis geben. Unter Rühren einmal aufkochen, dann halb abgedeckt 18 bis 22 Minuten leise schmoren und alle paar Minuten umrühren. Die Soße soll gebunden am Löffel haften. Das dickste Fleischstück mit einem Thermometer prüfen: Im Kern müssen mindestens 74 °C erreicht sein; die Fleischfarbe allein ist kein Sicherheitsnachweis.
Abschnitt
Fufu vollständig garen
- 5
Fufu-Mehl klümpchenfrei kalt anrühren
Zutaten für diesen Schritt
Nur verpacktes Maniokmehl verwenden, das ausdrücklich als Lebensmittel verkauft wird; selbst getrocknetes Pulver aus rohem Maniok ist kein geeigneter Ersatz. Maniok- und Kochbananenmehl mit dem restlichen Salz mischen. Die vorgesehene kalte Wasserportion nach und nach mit einem stabilen Schneebesen einarbeiten. Am Topfboden und am Rand entlangstreichen, bis eine homogene, dickflüssige Masse ohne trockene Mehlnester entsteht.
- 6
Fufu kochen, ausdämpfen und elastisch schlagen
Zutaten für diesen Schritt
Die zweite Wasserportion separat sprudelnd aufkochen. Den Fufu-Ansatz bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten ohne Pause mit einem stabilen Kochlöffel rühren. Sobald die Masse gleichmäßig heiß, sehr dick und frei von rohem Mehlgeruch ist, das kochende Wasser am Topfrand angießen. Sofort abdecken und 5 Minuten bei niedriger Hitze ausdämpfen. Danach 5 bis 8 Minuten kräftig schlagen und dabei das Wasser vollständig einarbeiten. Fertiges Fufu ist glatt, leicht glänzend, elastisch und enthält beim Teilen keine trockenen Kerne.
Abschnitt
Limettenfinish und Anrichten
- 7
Spinat und Limette erst zum Schluss zugeben
Zutaten für diesen Schritt
Die Soße wieder sanft köcheln lassen. Den Spinat unterrühren und 2 Minuten zusammenfallen lassen. Die Limette heiß abwaschen und abtrocknen, nur die grüne Schale fein abreiben und anschließend vollständig auspressen. Topf vom Herd ziehen, Abrieb und Saft einrühren. Die Soße soll nussig, tomatig und frisch schmecken; vor dem Servieren nochmals prüfen, dass alle Hähnchenstücke mindestens 74 °C Kerntemperatur erreicht haben.
- 8
Fufu ruhen lassen, formen und Reste sicher kühlen
Zutaten für diesen Schritt
Das Fufu abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen. Mit einem angefeuchteten Servierlöffel oder einer ausgespülten kleinen Schale vier Portionen formen und sofort mit der heißen Soße servieren. Übrig gebliebenes Fufu und Soße getrennt in flache, saubere Behälter geben und spätestens 2 Stunden nach dem Kochen abgedeckt kühlen. Höchstens 4 Tage aufbewahren; die Fufu-Textur ist am Folgetag am besten. Die Soße beim Wiedererhitzen überall auf mindestens 74 °C bringen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
922.6 kcal
pro Portion
3690.4 kcal
gesamt aktuell (4 Portionen)
Kohlenhydrate
93 g
pro Portion
371.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Protein
44.9 g
pro Portion
179.8 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Fett
38.5 g
pro Portion
154.1 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Ballaststoffe
11.2 g
pro Portion
44.6 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Zucker
12.6 g
pro Portion
50.4 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Salz
2.88 g
pro Portion
11.5 g
gesamt aktuell (4 Portionen)
Häufige Fragen
Fufu ist ein Sammelbegriff für glatte, formbare Stärkebeilagen, die zu Suppen und Soßen gegessen werden. Je nach Land und Region entstehen sie aus Maniok, Kochbananen, Yams, Cocoyam oder Mehl. Deshalb gibt es nicht nur eine einzige verbindliche Fufu-Rezeptur.
Es ist eine alltagstaugliche Mehlvariante aus Maniok- und Kochbananenmehl. Diese Kombination ist fachlich plausibel, ersetzt aber nicht alle regionalen Verfahren mit gekochten und gestampften Wurzeln, Kochbananen oder fermentiertem Maniok. Die Bezeichnung „das Original“ wäre deshalb irreführend.
Verwende nur verpacktes Maniok- oder Cassavamehl, das ausdrücklich als Lebensmittel verkauft wird, und beachte die Packungsangaben. Selbst gemahlenes Pulver aus rohem Maniok ist kein sicherer Ersatz. Das Mehl darf außerdem nicht roh probiert werden und muss vollständig durchgaren.
Meist bleiben beim Anrühren trockene Mehlnester am Topfrand oder die Masse wird beim Erhitzen nicht durchgehend bewegt. Kaltes Wasser portionsweise einarbeiten, Boden und Rand sorgfältig abstreifen und beim Garen ohne Pause rühren. Kleine Klümpchen lassen sich beim anschließenden kräftigen Schlagen noch glätten.
Es riecht nicht mehr nach rohem Mehl, zieht sich als zusammenhängende Masse vom Topfrand, glänzt leicht und lässt sich elastisch falten. Beim Teilen dürfen keine trockenen oder pulverigen Kerne sichtbar sein. Unvollständig gegarte Mehlmasse nicht servieren.
Die Soße lässt sich gut am Vortag kochen und gekühlt aufbewahren. Fufu ist direkt nach dem Schlagen am glattesten und elastischsten; beim Kühlen wird es deutlich fester. Bereite es daher möglichst frisch zu und erwärme die Soße erst unmittelbar vor dem Servieren.
Beide Bestandteile spätestens zwei Stunden nach dem Kochen getrennt und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Die Soße hält dort höchstens vier Tage; beim Erwärmen muss sie überall mindestens 74 °C erreichen. Gekühltes Fufu wird rasch fester und hat deshalb am Folgetag die beste Textur. Bei unklarer Kühlzeit die Reste entsorgen.
Nein. Erdnussmus ist eine tragende Zutat und lässt sich bei einer Erdnussallergie nicht sicher durch ein anderes Nussmus ersetzen. Serviere das Fufu stattdessen mit einer separat geprüften, erdnussfreien Tomaten-, Gemüse- oder Fleischsoße und vermeide jede Kreuzkontamination.