Saftiger Eierlikörkuchen mit Öl aus der Gugelhupfform

Saftiger Eierlikörkuchen aus der Gugelhupfform: locker gerührt, mit neutralem Öl gebacken und dank klarer Garzeichen sicher nicht speckig.

Eierlikörkuchen bleibt besonders saftig, wenn Eier und Likör zimmerwarm sind, das Mehl nur kurz eingerührt wird und der Gugelhupf vor dem Stürzen in der Form ruhen darf.

Saftiger Eierlikörkuchen mit Öl aus der Gugelhupfform fertig angerichtet
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

1 h 30 min

Kochen

55 min

Zutaten

Für die Form

Für den Teig

Zum Fertigstellen

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Form und Ofen vorbereiten

  2. 1

    Gugelhupfform fetten, ausstäuben und Ofen vorheizen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die weiche Butter mit einem Pinsel gründlich in alle Rillen der Gugelhupfform streichen. Das Mehl zum Ausstäuben hineingeben, die Form drehen und klopfen, bis eine dünne, gleichmäßige Schicht haftet. Überschüssiges Mehl ausklopfen und den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen.

    Notiz

    Keine dicken Butter- oder Mehlnester stehen lassen: Dort können helle Flecken entstehen oder der Kuchen unregelmäßig aus der Form gleiten.

  3. Abschnitt

    Lockeren Eierlikörteig rühren

  4. 2

    Eiermasse hell und stabil aufschlagen

    Zutaten für diesen Schritt

    Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Rührschüssel geben und mit den Schneebesen des Handmixers oder der Küchenmaschine 5–7 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe aufschlagen. Die Masse soll sichtbar heller, dicklich und schaumig werden; diese Luft trägt dazu bei, dass der Eierlikörkuchen locker aufgeht.

    Notiz

    Nicht nur kurz verrühren: Die Eiermasse darf deutlich Volumen bekommen, bevor Öl und Eierlikör dazukommen.

  5. 3

    Eierlikör und Öl langsam einlaufen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Mixer auf niedrige bis mittlere Stufe stellen. Eierlikör und Rapsöl über 1–2 Minuten langsam zur aufgeschlagenen Eiermasse laufen lassen und nur so lange rühren, bis beide Flüssigkeiten gleichmäßig eingearbeitet sind. Die Masse darf glänzen und eher fließend wirken, sollte aber nicht weiter aufgeschlagen werden.

    Notiz

    Langsames Einlaufen hilft, Öl, Eier und Likör zu einer stabileren Emulsion zu verbinden. Zu schnelles Zugeben kann den Teig ungleichmäßig machen.

  6. 4

    Mehlmischung kurz unterziehen

    Zutaten für diesen Schritt

    Mehl, Speisestärke und Backpulver separat gründlich mischen und zur flüssigen Masse sieben. Dann auf niedriger Stufe oder mit einem Teigspatel nur so lange einarbeiten, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind. Sobald der Teig glatt ist, sofort aufhören zu rühren, damit die Krume nicht zäh oder speckig wird.

    Notiz

    Nach der Mehlzugabe ist kurze Rührzeit der wichtigste Punkt. Kleine Luftbläschen im Teig sind gut und sollen nicht herausgeschlagen werden.

  7. Abschnitt

    Backen, ruhen lassen und stürzen

  8. 5

    Teig einfüllen und Oberfläche beruhigen

    Den fertigen Teig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen und die Form ein- bis zweimal sanft auf die Arbeitsfläche setzen, damit große Lufttaschen nach oben steigen. Die Oberfläche mit einem Teigspatel grob glatt streichen, ohne lange darin herumzurühren, und die Form direkt auf den Rost im unteren Ofendrittel stellen.

    Notiz

    Nicht kräftig aufschlagen: Zu viel Druck treibt die vorher eingeschlagene Luft wieder aus dem Teig.

  9. 6

    Eierlikörkuchen vollständig durchbacken

    Den Gugelhupf etwa 55 Minuten backen und ab Minute 50 prüfen. Fertig ist er, wenn die Oberfläche goldgelb ist, auf leichten Fingerdruck federnd zurückkommt und sich der Rand stellenweise minimal von der Form löst. Für die Stäbchenprobe tief in die dickste Stelle stechen; flüssiger Teig darf nicht haften, wenige feuchte Krümel sind in Ordnung.

    Notiz

    Wird die Oberfläche zu früh dunkel, den Kuchen locker mit Backpapier abdecken. Die Ofentür in den ersten zwei Dritteln der Backzeit möglichst geschlossen halten.

  10. 7

    In der Form ruhen lassen und sauber stürzen

    Den Kuchen nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten in der Form stehen lassen. In dieser Zeit stabilisiert sich die Krume, und der Rand zieht sich etwas zusammen. Danach den Rand vorsichtig prüfen, ein Kuchengitter auflegen und die Form kontrolliert wenden. Den Kuchen weitere 75 Minuten vollständig auskühlen lassen.

    Notiz

    Bleibt der Kuchen sitzen, die Form kurz mit einem feuchten, warmen Küchentuch umwickeln und dann erneut stürzen. Nicht mit Gewalt an den Rillen reißen.

  11. 8

    Mit Puderzucker fein abschließen

    Zutaten für diesen Schritt

    Den vollständig abgekühlten Eierlikörkuchen auf eine Servierplatte setzen und den Puderzucker durch ein feines Sieb darüberstäuben. Erst nach dem Auskühlen bestäuben, weil Puderzucker auf warmem Kuchen schmilzt und fleckig wird. Für saubere Scheiben ein gezacktes Messer ohne starken Druck verwenden.

    Notiz

    Der Kuchen schmeckt nach einigen Stunden Ruhezeit besonders rund, weil sich Eierliköraroma und Krume dann gut gesetzt haben.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

384.9 kcal

pro Portion

4618.8 kcal

gesamt aktuell (12 Portionen)

Kohlenhydrate

44.3 g

pro Portion

532.1 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Protein

5.52 g

pro Portion

66.3 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Fett

19.4 g

pro Portion

232.6 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Ballaststoffe

0.728 g

pro Portion

8.73 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Zucker

24.2 g

pro Portion

290.6 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Salz

0.533 g

pro Portion

6.4 g

gesamt aktuell (12 Portionen)

Anmerkung

Ausgelegt für eine Gugelhupfform mit etwa 22–24 cm Durchmesser und ca. 2,3–2,5 l Inhalt. Die Backzeit kann je nach Material, Formhöhe und Ofen leicht schwanken; entscheidend sind Stäbchenprobe, federnde Oberfläche und ein leicht gelöster Rand.

FAQ

Häufige Fragen

Meist liegt es an zu langem Rühren nach der Mehlzugabe, zu kalten Zutaten oder zu kurzer Backzeit. Eier und Eierlikör sollten zimmerwarm sein, die Mehlmischung wird nur kurz eingearbeitet und die Stäbchenprobe muss an der dicksten Stelle gemacht werden.

Neutrales Rapsöl ist ideal, weil es die Krume saftig hält und den Eierlikörgeschmack nicht überdeckt. Sonnenblumenöl funktioniert ebenfalls. Kräftiges Olivenöl oder nussige Spezialöle passen nur, wenn ihr Eigengeschmack ausdrücklich gewünscht ist.

Ja, aber die Backzeit ändert sich. In einer Kastenform wird der Kuchen oft etwas kompakter und braucht je nach Formhöhe ähnlich lang oder länger. Wichtig ist, die Form nicht bis zum Rand zu füllen und den Garpunkt immer mit Stäbchenprobe und federnder Oberfläche zu prüfen.

Gut abgedeckt hält sich der Kuchen bei kühler Raumtemperatur etwa 3–4 Tage. Im Kühlschrank kann er etwas fester wirken; dann die Stücke vor dem Servieren rechtzeitig herausnehmen. Puderzucker am besten erst kurz vor dem Servieren auffrischen.

Ja, der Gugelhupf lässt sich sehr gut einfrieren. Am praktischsten sind einzelne Scheiben oder größere Stücke, luftdicht verpackt. Zum Auftauen bei Raumtemperatur liegen lassen und erst danach mit Puderzucker bestäuben, damit die Oberfläche nicht feucht wird.

Ein leichtes Setzen ist normal, starkes Zusammenfallen deutet oft auf zu frühes Herausnehmen, zu viel eingeschlagene Luft ohne ausreichende Stabilität oder eine zu früh geöffnete Ofentür hin. Der Kuchen sollte vollständig durchgebacken sein und vor dem Stürzen in der Form kurz ruhen.

Nein, vollständiges Verdampfen lässt sich nicht verlässlich behaupten. Ein Teil des Alkohols reduziert sich durch Hitze, ein Rest kann im Kuchen bleiben. Für Kinder, Schwangere oder Menschen, die Alkohol meiden, ist dieser Kuchen daher nicht als alkoholfrei geeignet.

Die Richtung ist bewusst traditionell: Gugelhupfform, feine Rührkuchenkrume, Eierliköraroma und ein schlichter Puderzuckerabschluss. Das Öl ersetzt hier Butter und macht den Kuchen besonders saftig, ohne dass er schwer oder fettig wirken soll.

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