Sächsische Quarkkeulchen mit Kartoffeln aus der Pfanne

Zwölf gleichmäßige Quarkkeulchen aus mehligkochenden Kartoffeln, Magerquark und Rosinen, sicher in vier Chargen gebraten.

Kartoffeln und abgetropfter Quark ergeben mit Ei, Mehl und Grieß einen standfesten Teig. Eine Testcharge bindet Pfannenhitze, Bratzeit und sicheren Kernendpunkt für alle Stücke.

Quarkkeulchen aus der Pfanne – sächsisch mit Kartoffeln fertig angerichtet
Gesamtzeit
2 h 50 min
Schwierigkeit
Einfach
ZeitplanIn 2 h 50 min auf dem Tisch
Vorbereiten
35 min
Ruhen
1 h
Kochen
1 h 15 min

So gelingt das Rezept

Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.

  1. Kartoffeln, Quark und Teig vorbereiten

  2. 1

    Kartoffeln ab Siedebeginn garen und vollständig abgießen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Kartoffeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten und grüne oder beschädigte Stellen entfernen. Die vorbereiteten Knollen in den Topf geben, mit frischem kaltem Wasser gut bedecken und zugedeckt aufkochen. Sobald das Wasser gleichmäßig leise siedet, den Deckel leicht öffnen und 25 Minuten garen. Danach die größte Kartoffel mit einem dünnen Messer bis zur Mitte prüfen. Gleitet es ohne harten Kern hinein, sofort abgießen; andernfalls jeweils weitere 3 Minuten sieden und erneut prüfen. Die abgegossenen Kartoffeln genau 2 Minuten im offenen heißen Topf ausdampfen lassen.

  3. 2

    Kartoffeln pellen, pressen und 45 Minuten abkühlen

    Schon vorbereitet

    • Gegarte und ausgedampfte Kartoffeln

    Die gegarten Kartoffeln nur so weit abkühlen lassen, dass sie sicher angefasst werden können, dann vollständig pellen. Die noch warmen Knollen mit der Kartoffelpresse locker auf einem sauberen Blech verteilen; alternativ auf der feinen Seite einer Reibe zerkleinern. Die lockere Masse höchstens 2 Zentimeter hoch verteilen und genau 45 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Danach muss sie im Zentrum höchstens 25 °C messen und trocken-locker auseinanderfallen. Die gesamte Zeit außerhalb der Kühlung bleibt unter zwei Stunden. Keinen Pürierstab verwenden, damit die Stärke nicht kleisterig wird.

  4. 3

    Magerquark 30 Minuten gekühlt abtropfen lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Ein sauberes feines Sieb über eine passende Schüssel setzen, den Magerquark hineingeben und die Oberfläche glattstreichen. Das Ganze genau 30 Minuten bei höchstens 7 °C in den Kühlschrank stellen. Danach das Sieb 30 Sekunden über der Schüssel halten, ohne den Quark auszudrücken. Es darf keine freie Molke auf der Quarkoberfläche stehen und aus dem Sieb sollen nur noch einzelne Tropfen fallen. Die abgelaufene Molke wird nicht in den Teig zurückgegeben.

  5. 4

    Quark-Ei-Mischung mit Zucker und Zitronenschale rühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • 30 Minuten gekühlt abgetropfter Magerquark

    Die Bio-Zitrone reinigen und trocknen. Mit einer feinen Reibe nur die gelbe Schale rundum abnehmen; die geschälte Zitrone für eine andere Verwendung kühl stellen. Abgetropften Quark, Zucker, Vanillezucker, Salz und den gesamten Abrieb 30 Sekunden verrühren. Die gekühlten Eier einzeln in ein separates Gefäß aufschlagen, kontrollieren und nur einwandfreie Eier nacheinander zugeben. Jedes Ei 20 Sekunden einarbeiten, bis keine Eiweißstreifen oder Zuckernester sichtbar sind. Kontaktflächen nach dem Umgang mit Eierschalen reinigen.

  6. 5

    Kartoffel-Quark-Teig mit Mehl, Grieß und Rosinen schließen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Gepresste und auf höchstens 25 °C abgekühlte Kartoffelmasse
    • Homogene Quark-Ei-Mischung

    Kartoffelmasse und Quark-Ei-Mischung in eine große Schüssel geben. Den für den Teig vorgesehenen Mehlanteil und den Hartweizengrieß gleichmäßig darüberstreuen. Mit einem stabilen Teigschaber 60 Sekunden vom Rand zur Mitte falten, bis keine trockenen Mehl- oder Grießnester mehr sichtbar sind. Die Rosinen zugeben und weitere 20 Sekunden gleichmäßig unterheben. Nicht schlagen und nicht kneten; der Teig soll weich bleiben, aber als zusammenhängende Masse am Schaber haften.

  7. 6

    Teig 15 Minuten kalt ruhen lassen und Stand prüfen

    Schon vorbereitet

    • Geschlossener Kartoffel-Quark-Teig

    Die Schüssel mit einem sauberen Teller oder Deckel abdecken und den Teig genau 15 Minuten bei höchstens 7 °C ruhen lassen. Anschließend einen gehäuften Esslöffel Teig auf einen sauberen Teller setzen und 30 Sekunden beobachten. Die Probe muss als kompakter Hügel stehen bleiben und darf am Rand höchstens 5 Millimeter auseinanderlaufen. Den Probeteig vollständig zurück in die Schüssel geben; zusätzliches Mehl wird nicht eingearbeitet.

  8. Zwölf Quarkkeulchen formen, sicher braten und servieren

  9. 7

    Teig exakt teilen und zwölf gleich dicke Keulchen formen

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Geruhter standfester Quarkkeulchenteig

    Das gesamte Formmehl gleichmäßig auf einer sauberen glatten Arbeitsfläche verteilen. Den Teig daraufgeben, sein Gesamtgewicht ermitteln und durch zwölf teilen. Zwölf gleich schwere Portionen abstechen, jeweils im Mehl wenden und zu einer geschlossenen Scheibe von ungefähr 8 Zentimetern Durchmesser und 1,5 Zentimetern Dicke formen. Risse am Rand zudrücken und das auf der Fläche verbliebene Mehl dünn auf die Oberseiten verteilen. Die Stücke dürfen sich vor dem Braten nicht berühren.

  10. 8

    Butterschmalz vierteln und Pfanne auf 155 bis 165 °C vorheizen

    Zutaten für diesen Schritt

    Das gesamte Butterschmalz in vier möglichst gleich große Portionen teilen. Eine schwere Pfanne mit 28 Zentimetern Durchmesser leer 3 Minuten auf mittlerer Stufe erhitzen und die Oberflächentemperatur prüfen. Sie soll im Bratbereich 155 bis 165 °C erreichen. Die erste Fettportion hineingeben und schwenken, bis der Boden dünn benetzt ist. Das Fett darf leise schäumen, aber weder bräunen noch rauchen; erst dann beginnt die Testcharge.

  11. 9

    Testcharge auf beiden Seiten braten und zwei Minuten sicher halten

    Schon vorbereitet

    • Zwölf gleich schwere geformte Quarkkeulchen
    • Erste rohe Quarkkeulchen mit aufgeteiltem Butterschmalz

    Drei geformte Quarkkeulchen mit Abstand in die vorbereitete Pfanne legen und die erste Seite ungestört 4 Minuten braten. Dann mit einem breiten Pfannenwender lösen, umdrehen und auf der Gegenseite nochmals 4 Minuten braten. Eines der dicksten Stücke auf einen sauberen Pfannenwender heben und ein sauberes Einstichthermometer seitlich bis in die Mitte führen. Sobald der Kern mindestens 70 °C erreicht, die Hitze so reduzieren, dass diese Temperatur zwei volle Minuten nicht unterschritten wird; nach einer Minute einmal wenden. Danach die drei Stücke auf ein sauberes Gitter legen. So werden Pfannenstufe und Zeiten vor den restlichen Chargen bestätigt.

  12. 10

    Drei weitere Chargen nach dem bestätigten Sicherheitsmuster braten

    Schon vorbereitet

    • Neun rohe Quarkkeulchen mit übrigem Butterschmalz

    Die restlichen Keulchen in drei Chargen zu je drei Stück braten. Vor jeder Charge eine verbliebene Fettportion in der Pfanne verteilen und den Bratbereich wieder auf 155 bis 165 °C bringen. Jede erste Seite 4 Minuten und jede zweite Seite 4 Minuten braten. Anschließend bei mindestens einem der dicksten Stücke jeder Charge seitlich die Kerntemperatur messen und mindestens 70 °C zwei volle Minuten halten; nach der ersten Halteminute wenden. Alle fertigen Stücke auf dasselbe saubere Gitter legen. Fett- und Teigreste werden vollständig über die drei Chargen aufgebraucht.

  13. 11

    Drei Minuten ruhen lassen und mit Apfelmus sowie Zimtpuder servieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Schon vorbereitet

    • Drei sicher gebratene Quarkkeulchen der Testcharge
    • Neun sicher gebratene Quarkkeulchen aus drei Folgechargen

    Alle zwölf sicher gebratenen Quarkkeulchen genau 3 Minuten auf dem Gitter ruhen lassen. Puderzucker und Zimt in einer trockenen Schale 30 Sekunden homogen mischen. Das Apfelmus gleichmäßig auf vier Servierschälchen verteilen, je drei Quarkkeulchen anrichten und die gesamte Zimtpudermischung fein darüberstäuben. Sofort warm servieren. Reste innerhalb von zwei Stunden abgedeckt auf höchstens 7 °C kühlen, innerhalb von zwei Tagen verbrauchen und beim Wiedererhitzen im Kern erneut mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen; länger ungekühlt stehende Stücke nicht einlagern.

Geschätzte Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten geschätzt. Je nach Produkt, Zubereitung und Portionsgröße können sie abweichen.

Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).

Kalorien

610 kcal

pro Person

2440 kcal

gesamtes Rezept (4 Personen)

Kohlenhydrate

90 g

pro Person

359 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Protein

25 g

pro Person

101 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Fett

16 g

pro Person

62 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Ballaststoffe

5,8 g

pro Person

23 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Zucker

41 g

pro Person

162 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Salz

0,5 g

pro Person

1,9 g

gesamtes Rezept (4 Personen)

Häufige Fragen

Veröffentlicht: Aktualisiert:

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