Pfannkuchen wie von Oma – dünn, weich und sicher gewendet

Dünne Pfannkuchen aus glattem Grundteig mit kurzer Ruhezeit und Garzeichen fürs sichere Wenden.

Erst eine dickflüssige Mehlbasis rühren, dann Eier, Butter und Milch einarbeiten. Matt werdende Oberfläche und gelöster Rand zeigen den richtigen Moment zum Wenden.

Pfannkuchen wie von Oma – dünn, weich und sicher gewendet fertig angerichtet
Vorbereitung

10 min

Ruhezeit

20 min

Kochen

20 min

Zutaten

Pfannkuchenteig

Zum Ausbacken

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Teig glatt rühren

  2. 1

    Mehlbasis ohne Klümpchen anrühren

    Zutaten für diesen Schritt

    Weizenmehl Type 405 in eine große Rührschüssel geben und mit feinem Salz sowie Zucker mischen. Zunächst die erste Milchportion zugießen und mit dem Schneebesen von der Mitte aus rühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Erst wenn keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind, die restliche Vollmilch nach und nach einarbeiten.

    Notiz

    Nicht alles auf einmal verdünnen: In sehr flüssigem Teig schwimmen kleine Mehlklümpchen gern weg, statt sich aufzulösen.

  3. 2

    Eier und Butter einarbeiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Eier Größe M einzeln unter den glatten Teig rühren, bis die Masse gleichmäßig gelb und leicht glänzend aussieht. Die geschmolzene, nur noch lauwarme Butter unterziehen. Der Teig soll jetzt fließfähig sein, aber noch etwas Stand haben – ähnlich wie flüssige Sahne, nicht wie Wasser.

    Notiz

    Heiße Butter kann die Eier stocken lassen. Deshalb kurz abkühlen lassen, bevor sie in den Teig kommt.

  4. 3

    Teig ruhen lassen und Konsistenz prüfen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Schüssel abdecken und den Pfannkuchenteig ruhen lassen, damit das Mehl quellen kann. Danach Mineralwasser mit Kohlensäure kurz und vorsichtig einrühren. Der Teig ist richtig, wenn er vom Löffel in einem dünnen Band läuft und sich in der Pfanne von selbst verteilt, ohne sofort löchrig zu werden.

    Notiz

    Zu dicker Teig ergibt schwere Pfannkuchen; zu dünner Teig reißt leichter. Nach der Ruhezeit lässt sich die Konsistenz verlässlicher beurteilen als direkt nach dem Rühren.

  5. Abschnitt

    Pfannkuchen goldgelb ausbacken

  6. 4

    Pfanne vorheizen und dünn fetten

    Zutaten für diesen Schritt

    Eine große Pfanne bei mittlerer bis mittel-hoher Hitze vorheizen. Butterschmalz hineingeben und durch Schwenken dünn verteilen; überschüssiges Fett mit Küchenpapier nur dann abnehmen, wenn kleine Pfützen stehen. Ein breiter Pfannenwender sollte griffbereit liegen. Der erste Klecks Teig sollte leise zischen, aber nicht sofort dunkel werden.

    Notiz

    Der erste Pfannkuchen ist oft ein Temperaturtest. Wird er fleckig und blass, braucht die Pfanne mehr Zeit; wird er sofort braun, die Hitze reduzieren.

  7. 5

    Teig dünn in der Pfanne verteilen

    Pfannkuchenteig in die heiße Pfanne geben und die Pfanne sofort kreisend schwenken, bis der Boden dünn bedeckt ist. Der Rand soll nach kurzer Zeit matt werden und sich leicht vom Pfannenrand lösen. Falls der Teig nicht gut verläuft, die Hitze etwas reduzieren und den Teig vor dem nächsten Pfannkuchen gründlich umrühren.

    Notiz

    Nicht zu viel Teig verwenden: Dicke Pfannkuchen brauchen länger, werden innen kompakt und brechen beim Wenden schneller.

  8. 6

    Erste Seite bis zu klaren Garzeichen backen

    Den Pfannkuchen auf der ersten Seite backen, bis die Oberfläche nicht mehr nass glänzt, kleine Bläschen sichtbar werden und der Rand goldgelb ist. Mit einem Pfannenwender einmal rundherum lösen. Wenn der Pfannkuchen noch klebt oder Falten wirft, braucht er einige Sekunden länger.

    Notiz

    Zu frühes Wenden ist der häufigste Grund für Risse. Die Oberseite muss fast gesetzt sein, bevor der Pfannkuchen umgedreht wird.

  9. 7

    Wenden und kurz fertig braten

    Den gelösten Pfannkuchen mit dem breiten Pfannenwender zügig wenden und die zweite Seite nur noch kurz goldgelb braten. Sie braucht weniger Zeit als die erste Seite. Fertig ist der Pfannkuchen, wenn er weich biegsam bleibt, leichte braune Punkte zeigt und beim Anheben nicht mehr teigig wirkt.

    Notiz

    Für sehr weiche Pfannkuchen lieber etwas heller backen. Zu lange gebratene Pfannkuchen werden trocken und lassen sich schlechter rollen.

  10. 8

    Restlichen Teig ausbacken und warm halten

    Zutaten für diesen Schritt

    Mit dem restlichen Pfannkuchenteig genauso weiterarbeiten und die Pfanne zwischendurch nur hauchdünn mit Butterschmalz nachfetten. Fertige Pfannkuchen auf einem Teller stapeln und locker abdecken. So bleiben sie warm und weich, ohne dass die Ränder hart werden.

    Notiz

    Den Teig vor jedem neuen Pfannkuchen kurz umrühren, weil sich Mehlbestandteile am Schüsselboden absetzen können.

  11. 9

    Süß oder herzhaft servieren

    Die Pfannkuchen direkt servieren oder aufrollen. Für die süße Variante passen Apfelmus, Zimt-Zucker, Marmelade oder Beeren; herzhaft funktionieren Kräuterquark, Käse, Pilze oder Spinat. Der Grundteig ist mild und schmeckt dadurch klassisch wie bei Oma in beide Richtungen.

    Notiz

    Für herzhafte Füllungen den Zucker im Teig beim nächsten Mal einfach weglassen; Salzmenge und Technik bleiben gleich.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

464.1 kcal

pro Portion

1856.3 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

55.7 g

pro Portion

222.8 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

16 g

pro Portion

63.9 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

19.6 g

pro Portion

78.3 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

2 g

pro Portion

8 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

10.6 g

pro Portion

42.2 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

0.379 g

pro Portion

1.52 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Ergibt etwa 8 große Pfannkuchen aus einer beschichteten Pfanne mit etwa 24–26 cm Durchmesser. Für herzhafte Pfannkuchen den Zucker beim nächsten Mal weglassen; die Teigtechnik bleibt gleich. Eine einfache Variante ohne Ei findest du in den FAQ.

FAQ

Häufige Fragen

Meist ist der Pfannkuchen noch nicht weit genug gegart oder der Teig ist zu dünn. Warte, bis die Oberfläche matt wird, der Rand sich löst und kleine Bläschen sichtbar sind. Hilft das nicht, rühre etwas Weizenmehl Type 405 in den Teig und lass ihn kurz stehen.

Ja, der Teig kann abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank stehen. Vor dem Ausbacken gut umrühren, weil sich Mehl am Boden absetzt. Das Mineralwasser am besten erst kurz vor dem Braten einrühren, damit die Pfannkuchen lockerer werden.

Für Pfannkuchen ohne Ei kannst du die Eier durch etwa 160 g Apfelmus oder 2 zerdrückte reife Bananen ersetzen. Der Teig wird etwas weicher und bräunt schneller. Backe die Pfannkuchen etwas kleiner, damit sie beim Wenden stabil bleiben.

Abgekühlte Pfannkuchen stapeln, gut abdecken und im Kühlschrank 2–3 Tage lagern. Zum Aufwärmen kurz in einer beschichteten Pfanne erhitzen oder abgedeckt in der Mikrowelle erwärmen. Zum Einfrieren Backpapier zwischen die Pfannkuchen legen.

Der erste Pfannkuchen zeigt, ob Pfanne und Fett richtig temperiert sind. Ist er blass, war die Pfanne zu kühl; wird er sofort dunkel, ist sie zu heiß. Danach lässt sich die Hitze gut anpassen, und die nächsten Pfannkuchen gelingen gleichmäßiger.

Ja, der Grundteig eignet sich sehr gut für herzhafte Pfannkuchen. Lass den Zucker weg und fülle sie zum Beispiel mit Käse, Schinken, Spinat, Pilzen oder Kräuterquark. Wichtig ist, die Pfannkuchen nicht zu dunkel zu braten, damit sie biegsam bleiben.

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