Mirabellenkuchen mit Streuseln und Rührteig
Mirabellen auf Rührteig mit kalten Butterstreuseln aus der Springform; die Früchte werden zuvor trocken getupft.
Ofen und Form vorbereiten, bevor Backpulver in den Teig kommt. Mirabellen trocken tupfen, mit Stärke mischen und flach verteilen, damit unter den Früchten kein feuchter Teig bleibt.

- Vorbereiten
- 35 min
- Ruhen
- 2 h 20 min
- Kochen
- 50 min
Zutaten
Ergibt 12 Stücke · Pro Person: 1 Stück Mirabellenkuchen
Für Streusel, Form und Rührteig
Für Streusel und Rührteig
Für den Belag
Für den Rührteig
So gelingt das Rezept
Für 12 Personen bereitest du insgesamt 12 Stücke zu. Pro Person: 1 Stück Mirabellenkuchen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Streusel und Springform vorbereiten
- 1
Butterstreusel mischen und kalt stellen
Zutaten für diesen Schritt
Zuerst Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz mit einem Löffel verteilen. Kalte Butterwürfel daraufsetzen. Mit kühlen Fingerspitzen rasch durch die trockenen Zutaten ziehen, bis verschieden große Krümel entstehen. Aufhören, solange viele erbsen- und einige haselnussgroße Stücke erkennbar sind; die Masse darf nicht zu einem geschlossenen Teig werden. Abgedeckt mindestens 20 Minuten kühlen, damit sich die Streusel später einzeln aufstreuen lassen.
- 2
Backofen aufheizen und Springform vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Einen Rost in die untere Einschubhöhe setzen und den Backraum bei Ober-/Unterhitze auf 180 °C bringen. Backpapier zwischen Boden und Ring der runden 26-cm-Form einklemmen. Die Innenwand sparsam, aber lückenlos mit weicher Butter bestreichen. Mehl hineingeben, durch Drehen am gefetteten Rand verteilen und alles Lose wieder ausklopfen. Die Form neben der Arbeitsfläche bereithalten.
Abschnitt
Mirabellen und Rührteig zubereiten
- 3
Mirabellen trocknen, entsteinen und binden
Zutaten für diesen Schritt
Die Mirabellen unter fließendem Wasser waschen, mit einem sauberen Tuch vollständig trocken tupfen und beschädigte Früchte aussortieren. Jede Frucht entlang der natürlichen Kerbe öffnen und den Stein entfernen. Sehr feuchte Schnittflächen kurz auf Küchenpapier ablegen. Danach die Früchte vorsichtig mit der Speisestärke wenden, bis die offenen Flächen nur hauchdünn überzogen sind und keine trockenen Stärkenester bleiben.
- 4
Butter mit Zucker und Zitronenschale luftig rühren
Zutaten für diesen Schritt
Weiche, keinesfalls flüssige Butter in der Rührschüssel kurz glätten. Zucker, Vanillezucker und Salz darüberstreuen. Die heiß abgewaschene und abgetrocknete Zitrone so darüber abreiben, dass nur gelbe Schale in die Schüssel gelangt. Mit den Rührbesen bei mittlerem Tempo arbeiten, bis Volumen und Farbe sichtbar heller werden. Zwischendurch anhaftende Masse vom Schüsselrand und vom Boden zurück in die Mitte schieben.
- 5
Eier einzeln vollständig einarbeiten
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Hell aufgeschlagene Buttermasse
Die Eier einzeln zur Buttermasse geben. Jedes Ei auf mittlerer Stufe einarbeiten, bis keine flüssigen Eispuren mehr sichtbar sind, bevor das nächste folgt. Falls die Masse leicht flockig wird, nicht länger aufschlagen: Schüsselrand abstreifen und mit dem nächsten Schritt fortfahren. Rohe Teigreste weder probieren noch anderweitig ungebacken verwenden.
- 6
Mehlmischung zügig zum Rührteig verbinden
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Gleichmäßig verrührte Butter-Ei-Masse
Backpulver mit dem Mehl gründlich verteilen. Beides und die Milch zur vorbereiteten Butter-Ei-Masse füllen. Mit niedriger Rührgeschwindigkeit wenige Umdrehungen ausführen, dann den Schüsselrand abstreifen und von Hand fertig vermengen. Stoppen, sobald weder loses Mehl noch helle trockene Streifen zu sehen sind. Der glatte Teig fällt schwer und in breiten Bändern vom Teigschaber; er wird jetzt ohne Standzeit eingefüllt.
Abschnitt
Belegen, backen und auskühlen lassen
- 7
Teig, Mirabellen und Streusel einschichten
Schon vorbereitet
- Gekühlte krümelige Butterstreusel
- Ausgekleidete vorbereitete Springform
- Entsteinte und dünn mit Stärke überzogene Mirabellen
- Glatter schwer reißender Rührteig
Den Rührteig in die vorbereitete Springform geben und bis an den Rand gleichmäßig glatt streichen. Die vorbereiteten Mirabellen mit den Schnittflächen nach oben in einer flachen Schicht verteilen, ohne sie tief in den Teig zu drücken; besonders saftige Früchte nicht in der Mitte häufen. Die gekühlten Streusel locker und gleichmäßig darübergeben. Die Form sofort in den vollständig aufgeheizten Ofen stellen.
- 8
Mirabellenkuchen vollständig durchbacken
Schon vorbereitet
- Ungebackener geschichteter Mirabellenkuchen
Den Kuchen auf der unteren Schiene etwa 50 Minuten backen. Ist die Oberfläche früh kräftig gebräunt, locker mit Backpapier abdecken. Der Kuchen ist fertig, wenn die Streusel goldbraun, die Mitte stabil und nicht mehr wackelig ist und ein Holzstäbchen am Teigrand ohne rohen Teig herauskommt. In der Fruchtzone darf das Stäbchen feucht sein, aber keinen flüssigen Rührteig tragen.
- 9
Kuchen lösen und vollständig auskühlen lassen
Schon vorbereitet
- Vollständig durchgebackener Mirabellenkuchen
Die heiße Form auf ein Kuchengitter setzen und dort 20 Minuten stehen lassen. Anschließend die Verbindung zwischen Kuchenrand und Form mit einer schmalen Messerklinge vorsichtig lösen; danach den Ring öffnen und abheben. Auf dem Formboden mindestens weitere 100 Minuten auskühlen lassen. Der Kuchen darf erst geschnitten werden, wenn an der Fruchtschicht keine Wärme mehr fühlbar ist und sich die Krume nach sanftem Antippen wieder hebt.
- 10
In saubere Stücke schneiden und servieren
Schon vorbereitet
- Vollständig ausgekühlter stabiler Mirabellenkuchen
Den vollständig ausgekühlten Kuchen mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden. Die Klinge nach saftigen Schnitten abwischen, damit Fruchtbelag und Streusel sauber getrennt bleiben. Nicht benötigte Stücke nach dem Auskühlen gut abgedeckt aufbewahren; wegen des feuchten Fruchtbelags für eine längere Aufbewahrung kühl stellen.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Berechnungsgrundlage pro Person: 1 Stück Mirabellenkuchen. Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (12 Stücke).
Kalorien
387.4 kcal
pro Person
4649 kcal
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Kohlenhydrate
49.4 g
pro Person
592.5 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Protein
5.45 g
pro Person
65.4 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Fett
18.8 g
pro Person
225.1 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Ballaststoffe
2.14 g
pro Person
25.7 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Zucker
25.2 g
pro Person
302.2 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Salz
0.339 g
pro Person
4.07 g
gesamtes Rezept (12 Stücke)
Anmerkung
Die Zutatenmenge passt in eine runde Form mit 26 cm Durchmesser. Die Butter für die Streusel bleibt kalt, die Butter für Form und Rührteig wird weich verwendet. Ofentemperaturen sind Richtwerte; entscheidend sind eine stabile Mitte und die Garprobe am Teigrand.
Häufige Fragen
Die Hochsaison frischer Mirabellen liegt in Deutschland im August und September. Reife Früchte sind rundum gelb, können auf der Sonnenseite rote Flecken zeigen und duften aromatisch. Für den Kuchen sollten sie reif, aber nicht beschädigt oder matschig sein.
Für diesen Ablauf sollten tiefgekühlte entsteinte Früchte im Kühlschrank auf einem Sieb auftauen und gut abtropfen. Anschließend vorsichtig trocken tupfen und wie beschrieben mit Stärke überziehen. Direkt gefrorene Früchte verändern Backzeit und Feuchtigkeitsverteilung; diese Variante wurde hier nicht praktisch geprüft.
Fest eingekochte Mirabellen können nach gründlichem Abtropfen verwendet werden. Sie sind meist weicher und je nach Aufguss süßer als frische Früchte. Kompottartige oder zerfallende Früchte eignen sich nicht, weil sie den Rührteig ungleichmäßig durchfeuchten.
Häufig sind die Früchte zu nass, zu dicht gehäuft oder der Kuchen wurde zu früh aus dem Ofen genommen. Trockene, nur dünn mit Stärke überzogene Früchte, eine flache Verteilung und die Garprobe am Teigrand reduzieren dieses Risiko. Vor dem Anschneiden muss der Kuchen vollständig auskühlen.
Der fertig gemischte Teig enthält bereits Backpulver und soll ohne längere Wartezeit backen. Deshalb werden Ofen und Form vor der Teigbereitung vorbereitet. So beginnt die Lockerung unter den vorgesehenen Backbedingungen und der rohe Teig steht nicht unnötig warm.
Nein. Krankheitserreger können nicht nur über rohe Eier, sondern auch über unerhitztes Mehl in den Teig gelangen. Nach dem Mischen geht er deshalb unmittelbar in den Ofen. Anschließend Hände waschen und benutzte Flächen sowie Rührwerkzeuge mit warmem Wasser und Spülmittel säubern.
Weizenmehl liefert das kennzeichnungspflichtige Allergen glutenhaltiges Getreide. Hinzu kommen Eier sowie Milch aus Butter und Vollmilch. Für Backpulver, Vanillezucker, Stärke und jede weitere verpackte Zutat sind außerdem die hervorgehobenen Allergen- und Spurenhinweise auf der konkret verwendeten Packung maßgeblich.
Vollständig ausgekühlte Stücke werden gut abgedeckt gelagert. Am Backtag können sie bei kühler Raumtemperatur stehen; für eine längere Aufbewahrung gehört der feuchte Obstkuchen in den Kühlschrank und sollte innerhalb von ungefähr zwei Tagen verbraucht werden. Vor dem Servieren kann er kurz Raumtemperatur annehmen.
Ja, Kuchen lässt sich grundsätzlich in geeigneten Behältern oder Gefrierbeuteln einfrieren. Die vollständig ausgekühlten Stücke einzeln verpacken und beschriften. Langsames Auftauen schützt die Struktur besser; die Streusel können danach dennoch weicher sein als frisch gebacken.
Pflaumen, Zwetschgen oder Aprikosen unterscheiden sich in Größe, Säure und Saftabgabe. Ein Austausch verändert deshalb Belaghöhe, Süße und mögliche Backzeit. Diese Fassung ist nur mit der gelisteten Mirabellenmenge geprüft beschrieben; andere Früchte sollten als eigene Variante angepasst werden.