Mirabellenkuchen mit Streuseln und Rührteig
Mirabellenkuchen aus der Springform mit reifen Früchten, stabilem Rührteig und mürben Butterstreuseln.
Reife Mirabellen geben beim Backen Fruchtsaft ab. Sorgfältig getrocknete Früchte, kurz gerührter Teig und kalte Streusel verhindern, dass der Kuchen durchweicht.

Zutaten
Für den Rührteig
Für die Mirabellen
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
Abschnitt
Streusel und Form vorbereiten
- 1
Butterstreusel krümelig reiben
Zutaten für diesen Schritt
Weizenmehl, feinen Zucker, Vanillezucker und Meersalz in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter dazugeben und alles mit den Fingerspitzen zu unregelmäßigen Krümeln verreiben. Nicht kneten: Sobald erbsen- bis haselnussgroße Streusel entstehen, die Schüssel abdecken und kalt stellen.
Notiz
Wer die Streusel zu lange bearbeitet, erwärmt die Butter. Dann werden sie kompakt und backen eher zu einer Decke als zu lockeren Krümeln.
- 2
Springform dünn fetten und ausmehlen
Zutaten für diesen Schritt
Den Boden der Springform mit Backpapier belegen. Rand und Boden dünn mit weicher Butter einstreichen, dann mit Weizenmehl ausstreuen und überschüssiges Mehl ausklopfen. Der bemehlte Rand gibt dem Rührteig Halt und erleichtert später das saubere Lösen.
Notiz
Ein zu dicker Butterfilm kann am Rand stärker bräunen und den Kuchen rutschig machen. Dünn und gleichmäßig reicht völlig.
Abschnitt
Mirabellen und Rührteig
- 3
Mirabellen trocknen, entsteinen und binden
Zutaten für diesen Schritt
Mirabellen waschen und mit einem sauberen Küchentuch vollständig trocken tupfen. Die Früchte entlang der natürlichen Kerbe öffnen, entsteinen und sehr saftige Stellen kurz auf Küchenpapier ablegen. Danach die Mirabellen mit Speisestärke locker wenden, sodass die Schnittflächen nur hauchdünn überzogen sind.
Notiz
Nasse Fruchthaut und offene Saftnester sind die häufigsten Gründe für einen klitschigen Bereich unter dem Belag.
- 4
Buttermasse hellcremig rühren
Zutaten für diesen Schritt
Weiche Butter, feinen Zucker, Vanillezucker, Meersalz und fein abgeriebene Zitronenschale in eine Rührschüssel geben. Mit den Rührbesen cremig aufschlagen, bis die Masse heller wirkt und keine festen Butterstücke mehr sichtbar sind. Am Schüsselrand zwischendurch sauber nach unten schaben.
Notiz
Die Butter soll weich, aber nicht geschmolzen sein. Ölige Butter bindet weniger Luft und macht den Kuchen dichter.
- 5
Eier sauber einarbeiten
Zutaten für diesen Schritt
Die Eier nacheinander zur Buttermasse geben und jedes Ei gründlich einrühren, bevor das nächste folgt. Wirkt die Masse kurz leicht flockig, ist das noch kein Problem; wichtig ist, jetzt nicht hektisch weiterzuschlagen, sondern nur so lange zu rühren, bis die Mischung wieder gleichmäßiger aussieht.
Notiz
Zimmerwarme Eier verbinden sich besser mit der Butter. Bei sehr kalten Eiern hilft eine kurze Pause, damit sich die Masse etwas angleicht.
- 6
Rührteig kurz fertigstellen
Zutaten für diesen Schritt
Weizenmehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und gründlich mischen. Die Mehlmischung zusammen mit der Vollmilch zur Butter-Ei-Masse geben und nur auf niedriger Stufe rühren, bis ein glatter, schwer reißend vom Löffel fallender Teig entsteht. Sofort stoppen, sobald keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind.
Notiz
Zu langes Rühren nach der Mehlzugabe aktiviert Kleber im Mehl. Der Kuchen würde fester und weniger feinporig werden.
Abschnitt
Belegen, backen und stabilisieren
- 7
Teig, Mirabellen und Streusel einschichten
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Rührteig in die vorbereitete Springform geben und bis zum Rand glatt verstreichen. Die vorbereiteten Mirabellen locker darauf verteilen, ohne sie tief in den Teig zu drücken; besonders saftige Hälften nicht alle in die Mitte legen. Zum Schluss die kalten Streusel gleichmäßig darüberkrümeln.
Notiz
Eine flache, gleichmäßige Fruchtschicht backt zuverlässiger durch als ein hoher Fruchtberg in der Kuchenmitte.
- 8
Backen, bis Mitte und Streusel passen
Den Kuchen auf der unteren Schiene etwa 50 Minuten backen. Fertig ist er, wenn die Streusel goldgelb sind, die Mitte sichtbar gesetzt wirkt und ein Holzstäbchen am Teigrand sauber herauskommt; in der Fruchtzone darf es nur feucht, aber nicht mit rohem Teig behaftet sein.
Notiz
Bei stark bräunenden Streuseln den Kuchen locker abdecken. Nicht zu früh herausnehmen, nur weil die Oberfläche schon Farbe hat.
- 9
In der Form vollständig abkühlen lassen
Den Mirabellenkuchen aus dem Ofen nehmen und zunächst in der Form auf einem Kuchengitter ruhen lassen. Den Rand erst lösen, wenn die Fruchtschicht nicht mehr stark dampft. Danach den Ring entfernen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
Notiz
Das vollständige Stabilisieren verhindert, dass der warme Rührteig unter den Früchten zusammengedrückt wird oder beim Schneiden schmiert.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.
Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.
Kalorien
385.2 kcal
pro Portion
4622.5 kcal
gesamt aktuell (12 Portionen)
Kohlenhydrate
49.5 g
pro Portion
594 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Protein
5.27 g
pro Portion
63.3 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Fett
18.6 g
pro Portion
223.3 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Ballaststoffe
2.12 g
pro Portion
25.4 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Zucker
25.2 g
pro Portion
302.1 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Salz
0.317 g
pro Portion
3.8 g
gesamt aktuell (12 Portionen)
Anmerkung
Ausgelegt für eine Springform mit 26 cm Durchmesser. Der Kuchen lässt sich am saubersten schneiden, wenn er vollständig ausgekühlt ist und die Fruchtschicht Zeit hatte, sich zu setzen.
FAQ
Häufige Fragen
Mirabellen sind meist vom Hochsommer bis in den frühen Herbst hinein erhältlich. Für Kuchen eignen sich reife, duftende Früchte, die auf leichten Druck nachgeben, aber nicht matschig sind. Sehr weiche Früchte geben beim Backen schneller Saft ab und sollten besonders gründlich abgetrocknet werden.
Ja, tiefgekühlte Mirabellen funktionieren, wenn sie vorher vollständig auftauen und sehr gut abtropfen. Danach sollten sie sorgfältig trockengetupft werden. Direkt gefroren würden sie zu viel Wasser in den Rührteig abgeben und die Backzeit unzuverlässig machen.
Eingekochte Mirabellen können verwendet werden, wenn sie fest genug sind und gründlich abtropfen. Sehr weiche Kompottfrüchte sind weniger geeignet, weil sie beim Verteilen zerfallen und den Teig stellenweise durchfeuchten. Der Kuchen wird damit meist etwas süßer und weicher.
Am saubersten klappt es mit einem kleinen Küchenmesser: Die Mirabelle entlang der Kerbe einschneiden, aufdrehen und den Stein mit der Messerspitze lösen. Bei sehr reifen Früchten besser über einer Schüssel arbeiten und austretenden Saft nicht mit auf den Kuchen geben.
Meist liegt es an nassen Früchten, zu dichtem Belag oder zu kurz gebackenem Rührteig. Die Mirabellen sollten trocken sein, locker verteilt werden und nur leicht auf dem Teig liegen. Außerdem braucht der Kuchen nach dem Backen Zeit, damit Fruchtsaft und Krume stabil werden.
Am Backtag schmeckt er bei Raumtemperatur besonders aromatisch. Danach sollte er gut abgedeckt kühl stehen. Im Kühlschrank bleiben die Früchte frisch, die Streusel werden jedoch etwas weicher. Vor dem Servieren kurz Raumtemperatur annehmen lassen.
Ja, vollständig ausgekühlter Mirabellenkuchen lässt sich stückweise einfrieren. Die Stücke am besten luftdicht verpacken und langsam im Kühlschrank auftauen lassen. Für etwas mehr Streuselknusper können die Stücke anschließend kurz im Ofen aufgebacken werden.