İskender-inspirierter Pfannenteller mit Rind und Pide
İskender-inspirierter Pfannenteller mit dünn gebratener Rinderhüfte, gerösteter Pide, Tomatensauce, Joghurt und heißer Paprikabutter.
Das Original aus Bursa wird mit Dönerfleisch vom Spieß serviert. Diese Pfanneninterpretation setzt auf dünn geschnittene Rinderhüfte, geröstete Pide, Tomatensauce und kühlen Knoblauchjoghurt.

- Vorbereiten
- 25 min
- Ruhen
- 40 min
- Kochen
- 30 min
Zutaten
Für Fleisch, Brot und Gemüse
Für den Knoblauchjoghurt
Für Tomatensauce und Paprikabutter
Zum Würzen
So gelingt das Rezept
Du kochst für 4 Personen. Alle Mengen in den Schritten sind bereits angepasst.
Abschnitt
Joghurt und Tomatensauce vorbereiten
- 1
Knoblauchjoghurt glatt rühren und kühlen
Zutaten für diesen Schritt
Den Süzme-Joghurt in einer sauberen Schüssel glatt rühren. Den Knoblauch fein reiben, mit dem für den Joghurt vorgesehenen Salz vollständig einarbeiten und die Oberfläche glatt streichen. Abgedeckt bei höchstens 7 °C kalt stellen. Den Joghurt erst unmittelbar vor dem Anrichten aus dem Kühlschrank nehmen.
- 2
Tomatensauce sämig kochen
Zutaten für diesen Schritt
Den für die Sauce vorgesehenen Butteranteil in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Tomatenmark einrühren und 1 bis 2 Minuten rösten, bis es dunkler wird und süßlich duftet. Passierte Tomaten, Trinkwasser, den vorgesehenen Paprikapulveranteil und das Salz einrühren. Die Sauce 10 bis 12 Minuten offen leise köcheln lassen; beim Rühren soll der Löffel kurz eine Spur am Topfboden hinterlassen, die Sauce aber weiter fließen. Anschließend abdecken und bis zum Anrichten bei mindestens 60 °C heiß halten, ohne sie weiter einzukochen.
Abschnitt
Pide und Gemüse rösten
- 3
Pide in kleinen Stücken rösten
Zutaten für diesen Schritt
Die Pide in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Eine saubere breite Pfanne ohne Fett auf mittelhohe Hitze bringen und das Brot in zwei lockeren Portionen rösten. Jede Portion 3 bis 4 Minuten wenden, bis die Schnittflächen trocken und goldbraun sind. Die gerösteten Stücke offen auf einem Gitter oder großen Teller ausbreiten, damit kein Kondenswasser die Oberfläche aufweicht.
- 4
Grüne Paprika und Tomaten anrösten
Zutaten für diesen Schritt
Paprika und Tomaten einzeln unter kaltem Trinkwasser abspülen und sorgfältig trockenreiben. Die Paprika ganz lassen und nur lange Stiele kürzen; die Tomaten quer halbieren. Das für das Gemüse vorgesehene Bratolivenöl in einer sauberen Pfanne bei mittelhoher Hitze erhitzen. Die Paprika rundum 5 bis 7 Minuten braten, bis die Haut gebräunte Blasen zeigt und das Fruchtfleisch noch Biss hat. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten in den letzten 2 bis 3 Minuten mitbraten. Mit dem vorgesehenen Salz würzen und warm beiseitestellen.
Abschnitt
Rind getrennt vorbereiten und durchgaren
- 5
Rinderhüfte dünn und hygienisch vorbereiten
Zutaten für diesen Schritt
Die Rinderhüfte 30 bis 45 Minuten im Gefrierfach anziehen lassen, bis sie fest, aber nicht durchgefroren ist. Auf einem ausschließlich für rohes Fleisch verwendeten Brett quer zur Faser in 2 bis 3 mm dünne Scheiben schneiden und abgedeckt kalt stellen. Danach Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen. Messer, Brett und Arbeitsfläche heiß mit Spülmittel reinigen, bevor Joghurt, geröstetes Brot oder gegartes Gemüse wieder berührt werden.
- 6
Rind in drei Chargen vollständig durchgaren
Zutaten für diesen Schritt
Schon vorbereitet
- Dünne rohe Rindfleischscheiben
Eine breite Pfanne 2 Minuten auf mittelhoher bis hoher Stufe vorheizen und das für das Fleisch vorgesehene Bratolivenöl hineingeben. Die Rindfleischscheiben in drei lockeren Chargen ohne Überlappung braten. Nach 60 bis 90 Sekunden wenden und weiterbraten, bis jede Scheibe vollständig durchgegart, außen gebräunt und innen graubraun ist; es darf kein roher oder roter Kern bleiben. Fertige Scheiben auf einem sauberen Teller sammeln, mit dem vorgesehenen Salz und Pfeffer würzen und sofort zum Anrichten bereithalten. Rohfleischteller und -zange nicht für das gegarte Fleisch weiterverwenden.
- 7
Paprikabutter kurz aufschäumen
Zutaten für diesen Schritt
Die Butter in einem kleinen, kalten Topf auf niedriger Stufe langsam schmelzen. Sobald sie gleichmäßig schäumt, den restlichen Paprikapulveranteil einrühren und 20 bis 30 Sekunden duften lassen. Den Topf sofort vom Herd ziehen. Die Butter soll rot glänzen, darf aber weder braun werden noch rauchen.
Abschnitt
Teller aufbauen und servieren
- 8
Pide, Sauce und Rind auf warmen Tellern schichten
Schon vorbereitet
- Knoblauchjoghurt
- Warme Tomatensauce
- Geröstete Pidestücke
- Geröstete grüne Paprika und Tomaten
- Vollständig gebratene Rindfleischscheiben
- Heiße Paprikabutter
Die gerösteten Pidestücke gleichmäßig auf vorgewärmte Teller verteilen. Heiße Tomatensauce darüberlöffeln, bis die Brotoberflächen glänzen, die äußeren Kanten aber trocken bleiben. Das gebratene Rind locker darauflegen und mit Sauce überziehen, ohne dass sich eine Pfütze am Tellerboden bildet. Die heiße Paprikabutter in einem dünnen Strahl über das Fleisch geben. Knoblauchjoghurt seitlich ansetzen und die gerösteten Paprika sowie Tomaten danebenlegen; kalten Joghurt nicht unter die heißen Komponenten rühren.
- 9
Ohne Standzeit servieren
Schon vorbereitet
- İskender-inspirierter Pfannenteller mit Rind und Pide
Die Teller direkt nach dem Zusammensetzen servieren. Die Sauce und das Fleisch sollen heiß, der Joghurt kühl und die Pide an den unbedeckten Kanten noch trocken und knusprig sein. Bereits zusammengesetzte Teller nicht warmhalten, weil dabei Brot und Joghurt ihre vorgesehene Textur verlieren.
Nährwerte
Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet.
Angezeigt werden die Werte pro Person und für das gesamte Rezept (4 Personen).
Kalorien
720.9 kcal
pro Person
2883.5 kcal
gesamtes Rezept (4 Personen)
Kohlenhydrate
54.5 g
pro Person
218.2 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Protein
47.2 g
pro Person
189 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Fett
33.7 g
pro Person
134.8 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Ballaststoffe
5.56 g
pro Person
22.2 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Zucker
14.6 g
pro Person
58.2 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Salz
3.3 g
pro Person
13.2 g
gesamtes Rezept (4 Personen)
Mehr zum Rezept
Variante mit Lamm ist klassisch; die Zubereitung bleibt identisch. Wer Rauchigkeit wünscht, kann Fleisch auf offener Flamme kurz küssen und anschließend in der Pfanne fertigstellen. Joghurt möglichst vollfett verwenden, damit er die Hitze des Gusses stabil begleitet.
Häufige Fragen
Nein. Das Original aus Bursa basiert auf dünn geschnittenem Dönerfleisch vom vertikalen Spieß. Diese ausdrücklich İskender-inspirierte Hausfassung verwendet Rinderhüfte aus der Pfanne, übernimmt aber die Kombination aus gerösteter Pide, Tomatensauce, heißer Butter und kühlem Joghurt.
Das Fleisch lässt sich sauberer schneiden, wenn es vorab 30 bis 45 Minuten im Gefrierfach fester wird. Es soll nicht gefrieren. Danach quer zur Faser arbeiten und die Scheiben möglichst gleichmäßig auf 2 bis 3 mm Stärke bringen.
Gemeint ist ungefüllte kebaplık Pide beziehungsweise ein schlichtes türkisches Fladenbrot mit weicher Krume. Gefüllte, stark gewürzte oder käsebelegte Pide verändert Sauceaufnahme, Salzgehalt und Geschmack und ist für diese festgelegte Fassung nicht vorgesehen.
So sind alle verzehrfertigen Komponenten fertig, bevor rohes Fleisch in den Arbeitsablauf kommt. Ein eigenes Brett, saubere Werkzeuge und gründliche Hand- sowie Flächenreinigung verringern das Risiko, Keime vom rohen Rind auf Joghurt, Brot oder Gemüse zu übertragen.
Jede Scheibe muss außen gebräunt, innen graubraun und vollständig durchgegart sein; ein roher oder roter Kern darf nicht bleiben. Als Sicherheitsreserve nennt das BfR eine Produkttemperatur von 70 °C, die im gesamten Stück zwei Minuten lang anliegen soll. Besonders dicke oder gefaltete Scheiben deshalb auseinanderziehen und vollständig erhitzen.
Beides kann am selben Tag vorbereitet werden. Den Joghurt abgedeckt bei höchstens 7 °C lagern. Die Sauce entweder heiß bei mindestens 60 °C halten oder rasch abkühlen, ebenfalls kalt stellen und vor dem Servieren einmal vollständig durcherhitzen. Pide, Gemüse, Fleisch und Paprikabutter erst kurz vor dem Essen zubereiten.
Die gerösteten Stücke offen ausdampfen lassen und erst unmittelbar vor dem Essen auf die Teller geben. Sauce nur über die Mitte verteilen, das Gericht ohne Standzeit servieren und zusammengesetzte Teller nicht abdecken oder warmhalten.