Holunderblütensirup selber machen – klassisches Rezept mit Zitronensäure

Klassischer Holunderblütensirup mit Zitrone und Zitronensäure: aromatisch, gut haltbar und einfach selber gemacht.

Mit diesem Holunderblütensirup Rezept machst du den Frühlingsklassiker ganz unkompliziert selbst. Die Blüten ziehen kalt mit Zitrone und Zitronensäure, danach wird der Ansatz nur kurz mit Zucker aufgekocht und heiß abgefüllt. So bleibt das Aroma fein und blumig, der Sirup wird klar und lässt sich gut lagern.

Flasche mit hellem Holunderblütensirup neben einem Glas mit Eis und Zitronenscheibe, dekoriert mit Holunderblüten
Vorbereitung

25 min

Ruhezeit

24 h

Kochen

15 min

Veröffentlicht
Aktualisiert

Zutaten

Ansatz

Zum Einkochen

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. Abschnitt

    Ansatz vorbereiten

  2. 1

    Holunderblüten vorbereiten

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Holunderblüten vorsichtig ausschütteln, damit kleine Insekten herausfallen. Dicke grüne Stiele knapp abschneiden. Nur wenn die Dolden stark verschmutzt sind, ganz kurz abspülen und danach vollständig trocknen; normalerweise besser nicht waschen, damit möglichst viel Aroma erhalten bleibt.

    Notiz

    Je weniger grobe Stiele mit in den Ansatz kommen, desto feiner wird der Geschmack.

  3. 2

    Zitronen schneiden

    Zutaten für diesen Schritt

    Die Bio-Zitronen heiß abspülen, trockenreiben und in dünne Scheiben schneiden. Kerne möglichst entfernen, damit der Ansatz später nicht bitter wird.

  4. 3

    Ansatz ansetzen und ziehen lassen

    Lasse die Mischung jetzt abgedeckt und möglichst ungestört ruhen oder ziehen, damit Würze, Säure oder Bindung Zeit haben, sich sauber zu verbinden. Bewege sie in dieser Phase nur wenig und prüfe erst am Ende erneut Konsistenz und Geschmack, damit die Reifezeit wirklich arbeiten kann.

    Notiz

    24 Stunden ergeben einen milden, frischen Sirup. Nach 36 bis 48 Stunden wird das Aroma intensiver und leicht herber.

  5. Abschnitt

    Filtern und einkochen

  6. 4

    Ansatz gründlich abseihen

    Zutaten für diesen Schritt

    Ein feines Sieb mit einem sauberen, leicht angefeuchteten Passiertuch oder Küchentuch auslegen und den Ansatz in einen Topf abseihen. Blüten und Zitronenscheiben nur sanft ausdrücken, damit der Sirup möglichst klar bleibt und keine Bitterstoffe aufnimmt.

    Notiz

    Wenn du besonders klaren Sirup möchtest, den Ansatz ein zweites Mal durch ein sehr feines Sieb laufen lassen.

  7. 5

    Mit Zucker kurz aufkochen

    Zutaten für diesen Schritt

    Die gefilterte Flüssigkeit mit dem Zucker langsam erhitzen und dabei rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Danach einmal sprudelnd aufkochen und nur 1 bis 2 Minuten leise kochen lassen. Eventuellen Schaum abschöpfen.

    Notiz

    Nicht stark einkochen. Holunderblütensirup soll aromatisch und klar bleiben, nicht dick wie Karamellsirup.

  8. Abschnitt

    Heiß abfüllen

  9. 6

    Flaschen vorbereiten

    Bereite jetzt vollständig vor, wasche oder trockne empfindliche Zutaten bei Bedarf gründlich und schneide alles in gleichmäßige Stücke, Würfel oder Scheiben für den folgenden Arbeitsschritt. Lege die Komponenten anschließend getrennt bereit, damit später nichts verwässert, übergart oder im Ablauf durcheinandergerät.

    Notiz

    Warme Flaschen sind beim Heißabfüllen sicherer als kalte.

  10. 7

    Heiß abfüllen und lagern

    Fülle alles sauber in ein passendes Gefäß, decke es gut ab und stelle die Zubereitung für Lagerung oder späteres Servieren passend kühl. Arbeite in diesem Schritt ruhig und gleichmäßig, bis Konsistenz und Ablauf stimmig wirken.

    Notiz

    Nach dem Öffnen am besten innerhalb weniger Wochen verbrauchen.

Anmerkung

Ergibt ca. 1,6 Liter Sirup, also ungefähr 3 Flaschen à 500 ml plus ein kleines Restglas. Für ein mildes Aroma reicht eine Ziehzeit von 24 Stunden, für kräftigeren Geschmack kannst du den Ansatz bis zu 48 Stunden ziehen lassen. Den Sirup nicht stark einkochen, sondern nur kurz sprudelnd aufkochen.

Mehr zum Rezept

Verwendung: als Erfrischungsgetränk mit Mineralwasser, in Sekt- oder Prosecco-Varianten, zum Süßen von Obstsalat und Joghurt, als Dessertspiegel oder zum Aromatisieren von Eis und Sorbets.

FAQ

Häufige Fragen

Zitronensäure sorgt für eine frische, klare Säure, balanciert die Süße und unterstützt die Haltbarkeit. Mit reinem Zitronensaft funktioniert das Rezept ebenfalls, der Geschmack wird dann etwas anders und die Lagerzeit meist kürzer.

24 Stunden reichen für ein feines, frisches Aroma. Wenn du den Geschmack kräftiger möchtest, kannst du den Ansatz bis zu 48 Stunden ziehen lassen. Länger sollte er nicht stehen, weil die Zitrone und die Stiele sonst eher herbe Noten abgeben.

Am besten nicht. Schüttle die Dolden nur vorsichtig aus, damit kleine Insekten herausfallen. Beim Waschen geht viel von dem feinen Blütenaroma verloren. Nur stark verschmutzte Blüten kurz abspülen und anschließend komplett trocknen.

Ungeöffnet hält sich der Sirup bei kühler und dunkler Lagerung meist mehrere Monate. Nach dem Öffnen gehört er in den Kühlschrank und sollte sauber entnommen sowie innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.

Dann ist meist die Zuckerkonzentration sehr hoch oder der Zucker war beim Kochen nicht komplett gelöst. Stell die Flasche in warmes Wasser und schwenke sie vorsichtig, bis sich die Kristalle auflösen. Beim nächsten Mal den Zucker langsam vollständig lösen, den Topfrand möglichst sauber halten und den Sirup nur kurz, nicht lange, kochen lassen.

Ja, aber dann wird der Sirup deutlich weniger haltbar. Für einen klassischen, gut lagerfähigen Holunderblütensirup ist das Verhältnis von etwa 1 Liter Flüssigkeit zu 1 Kilogramm Zucker sinnvoll. Mit weniger Zucker solltest du den Sirup unbedingt kalt lagern und schneller verbrauchen.

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