Griechischer Joghurt selber machen – cremig aus Vollmilch
So machst du griechischen Joghurt aus Vollmilch und Starterjoghurt ganz einfach selbst: mild fermentiert, im Tuch abgetropft und herrlich cremig.
Dieser hausgemachte griechische Joghurt wird aus Vollmilch und Joghurt mit lebenden Kulturen hergestellt. Durch das gezielte Erhitzen, die warme Fermentation und das anschließende Abtropfen im Kühlschrank wird er besonders dicht, cremig und löffelfest. Perfekt zum Frühstück, als Dessert oder als Basis für herzhafte Dips wie Tzatziki.

Zutaten
Basis
Zum Servieren (optional)
Rezeptanleitung
Schritt für Schritt Ansicht
- 1
Milch erhitzen
Zutaten für diesen Schritt
Die Vollmilch in einen sauberen Topf geben und bei mittlerer Hitze langsam auf 85 bis 90 °C erhitzen. Dabei regelmäßig umrühren, damit am Topfboden nichts ansetzt. Die Milch soll deutlich dampfen und am Rand kleine Bläschen zeigen, aber nicht stark kochen. Dieser Schritt sorgt später für eine stabilere und cremigere Joghurtstruktur.
Notiz
Ohne Thermometer: Die Milch ist sehr heiß und dampft kräftig, aber sie wallt noch nicht sprudelnd.
- 2
Auf Impftemperatur abkühlen lassen
Zutaten für diesen Schritt
Mit Thermometer gelingt dieser Schritt am sichersten. Ohne Thermometer sollte sich die Milch warm, aber nicht heiß anfühlen. Lasse die Masse jetzt kontrolliert abkühlen, bis sie nur noch warm ist und sich für den nächsten Verarbeitungsschritt eignet, ohne dass Restwärme, Kondenswasser oder ein zu früher Eingriff die Struktur stören.
Notiz
Mit Thermometer gelingt dieser Schritt am sichersten. Ohne Thermometer sollte sich die Milch warm, aber nicht heiß anfühlen.
- 3
Starterjoghurt temperieren und einrühren
Zutaten für diesen Schritt
Der Starterjoghurt sollte ungesüßt sein und lebende Kulturen enthalten. Rühre den Starter zuerst mit etwas abgekühlter Milch glatt und arbeite ihn dann ohne Klümpchen in die restliche Milch ein.
Notiz
Der Starterjoghurt sollte ungesüßt sein und lebende Kulturen enthalten.
- 4
Warm fermentieren
Zutaten für diesen Schritt
6 bis 8 Stunden ergeben meist einen milderen Joghurt, 8 bis 10 Stunden einen kräftigeren und etwas säuerlicheren. Decke die Mischung ab und halte sie mehrere Stunden konstant warm und ruhig, damit die Kulturen arbeiten und der Joghurt fest werden kann.
Notiz
6 bis 8 Stunden ergeben meist einen milderen Joghurt, 8 bis 10 Stunden einen kräftigeren und etwas säuerlicheren.
- 5
Im Tuch abtropfen lassen
Die ablaufende Molke auffangen und nach Wunsch weiterverwenden. Lasse die Masse jetzt kontrolliert abtropfen, bis überschüssige Flüssigkeit abgegeben ist und die gewünschte Dichte erreicht wird.
Notiz
Die ablaufende Molke auffangen und nach Wunsch weiterverwenden.
- 6
Cremig rühren und kalt lagern
Im Kühlschrank zieht der Joghurt noch leicht an und wird etwas fester. Fülle alles sauber in ein passendes Gefäß, decke es gut ab und stelle die Zubereitung für Lagerung oder späteres Servieren passend kühl.
Notiz
Im Kühlschrank zieht der Joghurt noch leicht an und wird etwas fester.
- 7
Optional servieren
Zutaten für diesen Schritt
Serviere den Joghurt gut gekühlt pur oder nach Wunsch mit Honig, Obst oder Nüssen und gib Toppings erst direkt vor dem Essen darüber, damit Frische, Kontrast und Konsistenz erhalten bleiben.
Anmerkung
Arbeite möglichst sauber: Topf, Schüssel, Löffel und Aufbewahrungsbehälter sollten frisch gespült sein, damit die Joghurtkulturen ungestört arbeiten können. Aus 1 Liter Milch entstehen je nach Abtropfzeit meist etwa 500 bis 700 g griechischer Joghurt. Die aufgefangene Molke kannst du für Smoothies, Brot- oder Pfannkuchenteig weiterverwenden. Im Kühlschrank hält sich der Joghurt in einem gut verschlossenen Behälter meist 4 bis 5 Tage.
Mehr zum Rezept
Für eine noch cremigere Konsistenz kann ein kleiner Anteil Sahne gemeinsam mit der Milch verwendet werden, was den Fettgehalt erhöht und die Textur reichhaltiger macht. Wer eine sehr feste, fast streichfähige Variante bevorzugt, lässt die Masse im Tuch deutlich länger abtropfen oder drückt die Flüssigkeit zwischendurch behutsam heraus. Der fertige griechische Joghurt eignet sich als Grundlage für Tzatziki, Kräuteraufstriche, fruchtige Desserts oder zum Mischen mit Müsli und frischem Obst.
FAQ
Häufige Fragen
Zwingend nötig ist es nicht, aber es macht das Rezept deutlich verlässlicher. Die wichtigsten Punkte sind etwa 85 bis 90 °C zum Erhitzen der Milch und 42 bis 45 °C zum Einrühren des Starterjoghurts. Gerade wenn du Joghurt nicht regelmäßig machst, hilft ein Thermometer sehr dabei, Fehlversuche zu vermeiden.
Die häufigsten Ursachen sind zu hohe Temperatur beim Einrühren des Starterjoghurts, eine zu kühle Umgebung während der Fermentation oder zu wenig Zeit zum Reifen. Auch ein Starter ohne aktive Kulturen kann das Ergebnis verschlechtern. Wenn der Joghurt nach der Reife noch weich ist, kannst du ihn oft durch längeres Abtropfen im Tuch trotzdem deutlich fester bekommen.
Ja, unbedingt. Die Molke ist mild säuerlich und passt gut in Smoothies, Brotteig, Pfannkuchenteig, Marinaden oder herzhafte Suppen. Du kannst auch ein wenig davon zurück in den fertigen Joghurt rühren, wenn du die Konsistenz etwas lockerer haben möchtest.
Ja, das funktioniert meistens für einige Durchgänge gut. Nimm dafür etwa 2 bis 3 Esslöffel von deinem frisch hergestellten Joghurt pro 500 ml Milch oder etwa 100 g pro 1 Liter Milch. Nach mehreren Runden werden Geschmack und Triebkraft aber oft schwächer, dann lohnt sich wieder ein frischer Starterjoghurt mit lebenden Kulturen.
In einem sauberen, gut verschlossenen Behälter hält er sich meist 4 bis 5 Tage. Wichtig ist, immer sauberes Besteck zu verwenden und den Joghurt nach dem Portionieren direkt wieder kalt zu stellen.
Rühre den griechischen Joghurt mit geraspelter und gut ausgedrückter Gurke, fein gehacktem Knoblauch, etwas Olivenöl, Salz und nach Wunsch Dill oder Minze an. Danach 15 bis 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.