Entenbrust-Soße mit Rotwein und Orange

Dunkle Rotwein-Orangensoße mit Fond, Röstaromen und feinem Glanz – festlich zu Entenbrust, Ofenente und Geflügel.

Schalotten, Wurzelgemüse und Tomatenmark werden kräftig angeröstet, mit Rotwein reduziert und mit Fond, Orangensaft und Kräutern rund gekocht. Kalte Butter sorgt am Ende für Glanz und eine samtige Konsistenz.

Dunkle Entenbrust-Soße mit Rotwein und Orange in einer Sauciere
Vorbereitung

20 min

Ruhezeit

0 min

Kochen

50 min

Zutaten

Für die Soße

Zum Abschmecken

Zum Fertigstellen

Rezeptanleitung

Schritt für Schritt Ansicht

  1. 1

    Gemüse vorbereiten und anrösten

    Zutaten für diesen Schritt

    Schneide Schalotten, Möhren und Stangensellerie klein. Erhitze das Rapsöl und röste das Gemüse kräftig an, bis es Farbe bekommt und am Topfboden leichte Röstaromen entstehen. Gib Tomatenmark und Zucker dazu und röste beides kurz mit, bis das Tomatenmark dunkler wird und der Ansatz glänzt.

    Notiz

    Zu starke Hitze macht das Tomatenmark bitter. Lieber geduldig rösten als hektisch bräunen.

  2. 2

    Mit Wein ablöschen und stark reduzieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Mit dem Rotwein in 2 bis 3 Schüben ablöschen und dabei den Bodensatz jeweils gründlich lösen. Die Flüssigkeit nach jeder Zugabe fast sirupartig einkochen lassen. Wenn du Portwein verwendest, gib ihn jetzt dazu und reduziere auch ihn deutlich mit ein. Am Ende soll die Basis konzentriert und glänzend wirken, nicht mehr wässrig.

    Notiz

    Gerade diese Reduktion sorgt für Tiefe. Nimm dir hier lieber ein paar Minuten mehr.

  3. 3

    Fond, Orange und Kräuter köcheln lassen

    Zutaten für diesen Schritt

    Geflügelfond oder Entenfond angießen, den Orangensaft dazugeben und alles einmal aufkochen. Thymian und Lorbeerblatt einlegen. Die Soße nun offen bei kleiner bis mittlerer Hitze 20 bis 25 Minuten leise köcheln lassen, bis sie spürbar reduziert ist und das Gemüse sein Aroma vollständig abgegeben hat.

    Notiz

    Die Soße soll nur sanft blubbern. Starkes Kochen macht sie schneller stumpf und unruhig.

  4. 4

    Passieren und sauber abschmecken

    Zutaten für diesen Schritt

    Gieße die Sauce durch ein feines Sieb, streiche aromatische Bestandteile bei Bedarf mit einer Kelle leicht durch und fange die Flüssigkeit vollständig auf. Schmecke danach in kleinen Schritten mit Salz und dem grob zerstoßenen Pfeffer ab, bis die Sauce klar, rund und konzentriert wirkt.

    Notiz

    Je nach verwendeter Fond-Basis kann deutlich weniger oder etwas mehr Salz nötig sein.

  5. 5

    Konsistenz nur bei Bedarf binden

    Zutaten für diesen Schritt

    Rühre Speisestärke mit kaltem Wasser glatt, falls die reduzierte Soße noch zu dünn ist. Gib die Mischung esslöffelweise in die kochende Soße und lasse sie 1 Minute köcheln, bis sie leicht bindet. Ist die Soße bereits sämig, lässt du Stärke und Wasser weg.

    Notiz

    Die Stärke ist hier nur Reserve. Für eine elegante Sauce lieber sparsam einsetzen.

  6. 6

    Mit Butter montieren

    Zutaten für diesen Schritt

    Den Topf von der Hitze ziehen und die kalte Butter nach und nach mit dem Schneebesen oder Kochlöffel einrühren. Die Soße soll dadurch sichtbar glänzen und runder schmecken. Danach nicht mehr stark kochen, sondern nur noch warm halten und möglichst frisch servieren.

    Notiz

    Wenn die Soße wieder stark kocht, kann die Butter ihre glatte Bindung verlieren.

Nährwerte

Die Werte sind aus den hinterlegten Zutaten berechnet und beziehen sich auf die aktuell gewählte Portionsmenge.

Pro Portion und für das ganze Rezept werden die wichtigsten Makros sowie Ballaststoffe, Zucker und Salz angezeigt, sofern die Daten vollständig vorliegen.

Kalorien

225.6 kcal

pro Portion

902.4 kcal

gesamt aktuell (4 Portionen)

Kohlenhydrate

17.8 g

pro Portion

71.1 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Protein

2.4 g

pro Portion

9.58 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Fett

9.9 g

pro Portion

39.6 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Ballaststoffe

1.68 g

pro Portion

6.73 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Zucker

9.93 g

pro Portion

39.7 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Salz

2.17 g

pro Portion

8.69 g

gesamt aktuell (4 Portionen)

Anmerkung

Die Soße passt besonders gut zu rosa gebratener Entenbrust, Ofenente, Gänsebraten oder anderem kräftigen Geflügel. Wenn du beim Braten der Entenbrust guten Bratensatz in der Pfanne hast, kannst du 1 bis 2 Esslöffel davon nach dem Passieren mit in die Soße geben. Beim Wiedererwärmen nur sanft erhitzen und die Butter möglichst erst ganz zum Schluss einarbeiten.

FAQ

Häufige Fragen

Ja. Ersetze Rotwein und Portwein durch roten Traubensaft plus zusätzlichen Geflügelfond. Die Soße wird dann fruchtiger und etwas milder, aber weniger tief und weniger herb als das Original. Am besten reduzierst du den Traubensaft besonders sorgfältig und schmeckst zum Schluss mit etwas mehr Pfeffer und Salz aus.

Die Soße lässt sich sehr gut 1 Tag vorher kochen. Am besten bereitest du sie bis einschließlich Passieren und Abschmecken vor und bewahrst sie im Kühlschrank auf. Vor dem Servieren langsam erwärmen und die Butter erst ganz am Ende einrühren.

Ja, das passt sehr gut. Gieße überschüssiges Fett weitgehend ab und löse den aromatischen Bratensatz mit 1 bis 2 Esslöffeln Wasser oder etwas von der fertigen Soße. Diesen Ansatz kannst du nach dem Passieren wieder einrühren oder kurz mitreduzieren lassen.

Reduziere sie zuerst ein paar Minuten weiter, denn das gibt den besten Geschmack. Reicht das nicht, rühre wenig angerührte Speisestärke esslöffelweise ein. Die Soße soll am Ende leicht an einem Löffel haften, aber nicht puddingartig werden.

Wichtig sind drei Dinge: den Wein sauber reduzieren, die Soße nur sanft köcheln lassen und sie nach dem Passieren nicht aggressiv durch das Sieb drücken. Für den letzten Glanz sorgt die kalte Butter, die außerhalb der starken Hitze eingerührt wird.

Dann braucht sie meist mehr Balance. Lass sie noch kurz mit etwas Fond weiterköcheln oder rühre ein kleines Stück kalte Butter zusätzlich ein. Nur wenn nötig, hilft auch eine winzige Prise Zucker. Zu viel Orangensaft oder ein sehr säurebetonter Wein können die Ursache sein.

Ja, am besten vor dem Montieren mit Butter. Nach dem Auftauen langsam erwärmen, kurz glatt rühren und erst dann frische kalte Butter einarbeiten. So bleibt die Textur sauberer und der Glanz schöner.

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